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Wettbewerb um Ingeborg-Bachmann-Preis auf zwei Tage verkürzt

Vorsitzender der sieben Juroren ist der Autor Burkhard Spinnen

© Die Berliner Literaturkritik, 27.05.08

 

WIEN (BLK) – Der Wettbewerb um den 32. Ingeborg-Bachmann-Preis im österreichischen Klagenfurt ist in diesem Jahr deutlich kürzer als bisher. Statt über fünf Tage wie 2007 erstrecken sich die Lesungen und Diskussionen in diesem Jahr nur vom 26. bis 28. Juni, teilten die Organisatoren am Dienstag (27. Mai 2008) in Wien mit. „Wir hatten das Gefühl, dass es in den letzten Jahren ein bisschen zu breit und weitschweifig geworden ist“, sagte 3sat-Redaktionsleiterin Margit Czöppan. Der Sender überträgt den gesamten Wettbewerb live. Der Gewinner erhält einen mit 25.000 Euro dotierten Preis.

Auch in diesem Jahr kommt die große Mehrheit der Teilnehmer des wohl bekanntesten „Vorlesewettbewerbs“ der deutschsprachigen Literatur aus Deutschland. Von den 14 Autoren stammen elf aus der Bundesrepublik, zwei aus Österreich und einer aus der Schweiz. Sechs der Teilnehmer sind Frauen, damit ist der Anteil an weiblichen Autoren höher als in den Vorjahren. Erstmals sind alle in Klagenfurt vorgelesenen Texte der Autoren direkt danach neben in Deutsch in sechs weiteren Sprachen im Internet zu finden. Unter dem Motto „Bachmann-Preis goes Europe“ werden dort dann auch die übersetzten Kommentare der Jury eingestellt.

Der Bachmann-Preis gilt seit seiner Gründung 1977 als einer der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Der immer in der letzten Juniwoche in Klagenfurt laufende Wettbewerb wird gerne als „Betriebsausflug der deutschsprachigen Literatur“ bezeichnet. Die teilnehmenden Autoren lesen vor Publikum aus unveröffentlichten Prosatexten, danach diskutiert die Jury über die Beiträge. Über die Preisvergabe stimmen die Juroren öffentlich ab.

Die teilnehmenden Schriftsteller sind in diesem Jahr Martin von Arndt aus Stuttgart, Alina Bronsky aus Frankfurt/Main, Patrick Findeis aus Berlin, Heike Geißler aus Leipzig, Dagrun Hintze aus Hamburg, Pedro Lenz aus Bern in der Schweiz, Sudabeh Mohafez aus Stuttgart, Markus Orths aus Karlsruhe, Thorsten Palzhoff aus Berlin, Tilman Rammstedt aus Berlin, Angelika Reitzer aus Wien in Österreich, Anette Selg aus Berlin, Clemens J. Setz aus Graz in Österreich und Ulf Erdmann Ziegler aus Frankfurt/Main. Vorsitzender der sieben Juroren ist der Autor Burkhard Spinnen. (dpa/wip)


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