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Von Troja in die Literaturgeschichte: die „Odyssee“

Ein kurzer Abriss über Homers Meisterwerk

© Die Berliner Literaturkritik, 17.06.09

BAD HERSFELD (BLK) — Die „Odyssee“ ist neben der Ilias das zweite große dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos. Im späten achten Jahrhundert vor Christus verfasst, zählt die „Odyssee“ zu den ältesten und einflussreichsten Werken der abendländischen Literatur. Sie schildert die Abenteuer des Königs Odysseus und seiner Gefährten auf der Heimkehr aus dem trojanischen Krieg, der nach zehnjähriger Belagerung der Stadt Troja siegreich von den Griechen beendet wurde.

In 24 Gesängen erzählt die „Odyssee“, wie der König der kleinen Insel Ithaka weitere zehn Jahre umherirrt, bevor er als einziger Überlebender unter seinen Gefährten heimkehrt. Unerkannt und als Bettler verkleidet begibt er sich zu seinem Haus und findet es voller Fremder, die sein Eigentum aufzehren. Sie wollen seiner Gattin Penelope einreden, er sei gestorben. Zugleich wollen sie Penelope zwingen, einen von ihnen zu heiraten. In einem letzten Abenteuer muss Odysseus den Kampf gegen diese werbenden Freier bestehen.

Eine Parallelhandlung, die „Telemachie“, erzählt, wie sich Telemachos, der Sohn des Odysseus und der Penelope, auf die Suche nach dem vermissten Vater begibt. In vielen Sprachen ist der Begriff „Odyssee“ zu einem Synonym für lange Irrfahrten geworden. (dpa/köh/mül)


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