MÜNCHEN (BLK) – Der Film „Krabat“ nach Ottfried Preußlers gleichnamigem Jugendroman hat am Mittwochabend in München eine umjubelte Publikumspremiere gefeiert. Regisseur Marco Kreuzpaintner verfilmte das dunkle Abenteuer des Müllergesellen Krabat und seiner Gefährten, die ein dem Bösen verschriebener Meister in den Bann seiner schwarzen Magie zieht. Der Waisenjunge Krabat (David Kross) lässt sich mit den dunklen Mächten ein und wird schließlich durch die Liebe erlöst. Die Kantorka (Paula Kalenberg), ein Mädchen aus dem Dorf, bricht mit Vertrauen und Herzenswärme den bösen Bann.
Kreuzpaintner bleibt nahe am Buch, er malt düstere, geheimnisvolle und magische Bilder, zeigt die Müllergesellen als ausdrucksstarke Charaktere. Er habe keinen neuen „Krabat“ erfinden wollen, sagte Kreuzpaintner. Er sei erleichtert über das Lob Preußlers zu seiner Verfilmung. Bei 2,1 Millionen Lesern gebe es „2,1 Millionen Filme in den Köpfen der Menschen“. Der 31-Jährige, der teils in den USA und teils in Deutschland lebt, arbeitet derzeit unter anderem an einem Kinofilm über das Leben von Rainer Werner Fassbinder.
Er drehte den 10,8 Millionen Euro teuren Streifen, der am Donnerstag in den Kinos startete, auch in der Einsamkeit der rumänischen Karpaten. In der mystischen Landschaft verkörpert etwa mit Kross („Knallhart“), Daniel Brühl („Good Bye Lenin“), Kalenberg, Hanno Koffler und Robert Stadlober eine Riege von Nachwuchsstars die Romanfiguren. Christian Redl verbreitet als grausamer Meister der Mühle eisigen Schrecken. Bei Vollmond bringt Gevatter Tod Gebeine, die unter ohrenbetäubendem Lärm von riesigen Mühlrädern zermahlen werden. Jedes Jahr fordert der Meister den besten seiner Zauberschüler heraus, die in Raben verwandelt seine Künste erlernen. Jedes Jahr muss einer der zwölf sterben – bis Krabats Liebe Kantorka die Burschen befreit. (dpa/mir)
Literaturangaben:
PREUßLER, OTFRIED: Krabat. dtv München 1980, 352 S., 8,95€.
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