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Unseld-Preis für Versöhnung

Der diesjährige Unseld-Preis geht zu gleichen Teilen an einen palästinensischen und einen israelischen Schriftsteller

© Die Berliner Literaturkritik, 22.07.10

BERLIN (BLK) - Der Siegfried-Unseld-Preis 2010 geht zu gleichen Teilen an den palästinensischen Schriftsteller Sari Nusseibeh und den israelischen Autor Amos Oz. Mit der Entscheidung werde auch das Engagement der Autoren für eine Versöhnung beider Nationen und eine dauerhafte gewaltlose Koexistenz zweier Staaten geehrt, teilte der Suhrkamp Verlag am Donnerstag (22.7.) in Berlin mit. Der mit 50 000 Euro dotierte Preis soll am 28. September, dem Geburtstag des langjährigen früheren Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld, im Berliner Rathaus übergeben werden.

Sari Nusseibeh hatte 2008 seine Autobiografie unter dem Titel „Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina“ (Verlag Antje Kunstmann) vorgelegt. Von Amos Oz erschien 2004 „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ (Suhrkamp Verlag). Beide Autoren hätten das Leben im gemeinsamen historischen Raum Israels und Palästinas ausgelotet, befand die Jury. „Die beiden Bücher erzählen, mit Blick über die Trennmauer hin zum anderen, die Geschichte des eigenen Volkes.“

Der Siegfried-Unseld-Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre vergeben. Ausgezeichnet werden Schriftsteller oder Wissenschaftler. Bisherige Preisträger waren Peter Handke, Inger Christensen und Bruno Latour. (dpa/ton)

Weblink:

Suhrkamp Verlag

BLK-Notizblock:

Suhrkamp Verlag, Pappelallee 78-79, 10437 Berlin

Preisvergabe: Rotes Rathaus, Berlin-Mitte


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