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Schriftsteller Ernst Herhaus gestorben

Erstlingsroman „Die homburgische Hochzeit“ größter Erfolg

© Die Berliner Literaturkritik, 16.03.10

KREUZLINGEN (BLK) - Der deutsche Schriftsteller Ernst Herhaus ist in der Nacht zum Donnerstag (12.3.) in Kreuzlingen in der Schweiz gestorben. Das bestätigte ein Familienmitglied am Montag (15.3.) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er wurde 78 Jahre alt. Sein Erstlingsroman „Die homburgische Hochzeit“ (1967) war weitgehend auch sein größter Erfolg. Bekannt wurde er auch mit einem 1972 zusammen mit dem Verleger Jörg Schröder veröffentlichten und umstrittenen Buch über den Literaturbetrieb. Das Werk wurde mit zahlreichen einstweiligen Verfügungen und Klagen überzogen.

Der im Bergischen Land aufgewachsene Verwaltungsangestellte war zeitweise Alkoholiker und hatte sich zum Teil aus dem bürgerlichen Leben verabschiedet. Es gelang ihm aber, seine Sucht zu überwinden, doch an den Erfolg seines ersten Romans konnte er kaum noch anknüpfen. Erschienen sind unter anderem noch „Der zerbrochene Schlaf“ (1978), „Der Wolfsmantel“ (1983), „Phänomen Bruckner“ (1995) und „Das Innere der Nacht“ (2002). (dpa/sch)


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