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Otfried Preußler erkennt „seinen“ Krabat in der Verfilmung

Otfried Preußler lobte die Verfilmung seines Jugendbuchs „Krabat“

© Die Berliner Literaturkritik, 06.08.08

 

BERLIN (BLK) – Schon vor dem Kinopublikum hat „Krabat“-Autor Otfried Preußler (84) zusammen mit seiner Familie die Verfilmung seines Jugendbuch-Klassikers gesehen und sich zufrieden über das Ergebnis geäußert. In einem Brief an die Produzenten betonte Preußler, er erkenne „seinen“ Krabat in dem Film wieder. Regisseur Marco Kreuzpaintner hat das mystische Buch um den Waisenjungen Krabat mit David Kross („Knallhart“) in der Titelrolle verfilmt. In weiteren Rollen sind Robert Stadlober, Daniel Brühl und Christian Redl zu sehen.

„Es ist immer ein Wagnis, wenn man seine Geschichten jemandem anvertraut, der sie in ein anderes Medium umsetzt“, schreibt Preußler in seinem am Mittwoch (6. August 2008) veröffentlichten Brief an die Filmproduzenten. „Da gibt es zwei Möglichkeiten: entweder geht es glorreich schief – oder es wird etwas Überzeugendes daraus. Dies ist für mich beim ‚Krabat’ gelungen.“

Kreuzpaintner habe tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, sowohl dem Medium Film als auch seinem Buch gerecht zu werden. „Die Besetzung der Rollen hat mich tief beeindruckt, wobei ich keinen der Schauspieler besonders hervorheben möchte (das spricht ja wohl für sich...)“, erklärte Preußler. Der im oberbayerischen Haidholzen lebende Autor schrieb unter anderem Kinderbuchklassiker wie „Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“, „Der kleine Wassermann“ und „Die Abenteuer des starken Wanja“.

„Krabat“ ist ein Waisenjunge, der eine Lehre in einer abgelegenen Mühle beginnt. Doch schon bald kommt er hinter ein dunkles Geheimnis: Die Mühle ist ein Hort der Schwarzen Magie. Preußler veröffentlichte „Krabat“ im Jahr 1971. Der Film startet am 9. Oktober in den Kinos. (dpa/vol)

Literaturangaben:
PREUSSLER, OTFRIED: Krabat. Roman. dtv, München 2008. 349 S., 8,95 €.

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