MÜNCHEN (BLK) – Er sei froh, dass „Control“ über den Musiker Ian Curtis tatsächlich zustande gekommen ist, sagte der Fotograf Anton Corbijn über seinen ersten Spielfilm. Aber wohl niemand freue sich mehr darüber als Sam Riley und Alexandra Maria Lara – „aus äußerst naheliegenden Gründen“, wie Corbijn in seinem Foto-Tagebuch „In Control“ schreibt und damit die Liebesbeziehung der mittlerweile gemeinsam in Berlin lebenden Schauspieler meint. Nicht nur die beginnende Freundschaft zwischen den beiden ist auf Corbijns Aufnahmen von den Dreharbeiten zu sehen und spüren. „In Control“ ist viel mehr als nur das Buch zum Film.
In seinen klug komponierten Schwarz-Weiß-Bildern erzählt Corbijn von der Entstehung der Filmbiografie, die Joy-Division-Sänger Curtis – gespielt von Riley – ein wunderbares, unprätentiöses Denkmal setzt. Der Postpunk-Musiker hatte 1980 mit 23 Jahren Selbstmord begangen. Der Betrachter lernt hinter den Kulissen des Filmsets nun auch Curtis’ Witwe Debbie kennen und seine heute 27-jährige Tochter Natalie. Immer wieder rückt Corbijn wichtige Requisiten in den Bild-Mittelpunkt. „Control“ läuft zurzeit in den deutschen Kinos. (dpa/wip)
Literaturangaben:
CORBIJN, ANTON: In Control. Das Buch zum Film. Ein Tagebuch. Deutsch-Englisch. Schirmer/Mosel Verlag, München 2007. 136 S., 75 Abbildungen in Duotone, 49,80 €.
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