Manege des Scheiterns und Neubeginns

Die Portraitsammlung „Himmelsstürmer“ von Alex Capus in der Besprechung

© Die Berliner Literaturkritik, 05.03.09

 

MÜNCHEN (BLK) – Wolfgang Schneider rezensiert in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die Sammlung literarischer Portraits „Himmelsstürmer“ von Alex Capus. In zwölf Portraits werden dem Leser Menschen vorgestellt, die in ihrem Leben ungewöhnliche und verwinkelte Wege einschlugen.

Ob der Schweizer Arzt Jean-Paul Marat, der Erfinder Samuel Johann Pauli, Marie Grosholtz alias Madame Tussaud oder der Ballonpilot Eduard Schweizer – sie alle stürmten in ihrem Leben im wörtlichen oder übertragenen Sinne den Himmel und bewiesen, dass prinzipiell nichts unmöglich ist. Ihrem Genie oder ihren Spleens folgend zogen sie los, verirrten oder verhedderten sich und kamen selten dort an, wo sie hinwollten. Capus erzählt von seltsamen Zufällen, hakenschlagenden Lebensläufen und davon, dass der Weg das Ziel ist.

Das frische Staunen über das Menschenmögliche sei die Tugend des Autors, so der Rezensent. Mit viel Sinn für Zusammenhänge und Humor schildere er die Lebensgeschichten dieser zwölf Persönlichkeiten und schaffe es, neben dem Lesevergnügen auch spannende historische Perspektiven zu vermitteln. (mon)

Literaturangaben:
CAPUS, ALEX: Himmelsstürmer. Zwölf Portraits. Knaus Verlag, München 2008. 208S., 14,95 Euro.

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