STUTTGART (BLK) – Im Klett-Cotta Verlag ist 2008 Christiane Kunst’ Sachbuch „Livia – Macht und Intrigen am Hof des Augustus“ erschienen.
Klappentext: Skrupellose Machtpolitikerin oder treu sorgende Mutter – kaum eine andere römische Herrscherin ist in der Überlieferung so widersprüchlich dargestellt worden wie Livia, Frau des Augustus und Mutter des Tiberius.
Christiane Kunst entwirft ein differenziertes Bild der ersten römischen Kaiserin und zeigt die komplexe Persönlichkeit einer Frau am Hof der Caesaren (Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius).
Livia Drusilla (58 v. Chr. bis 29 n. Chr.) war 52 Jahre mit dem ersten römischen Kaiser Augustus verheiratet. Nach seinem Tod stand sie als Mutter des Kaisers Tiberius 15 Jahre im Zentrum der Macht. An ihrer Person vollzog sich die Rollendefinition der Herrscherfrau. Das war eine brisante politische Frage, denn faktisch konstituierte sich der römische Prinzipat als Monarchie, theoretisch beharrten seine Architekten auf der wiedererstandenen Bürgerrepublik. In dieser prekären Situation war kein Platz für die Existenz einer „Kaiserin“, was den dynastisch-monarchischen Charakter des Systems offen gelegt hätte. Dennoch erwuchsen der Frau des Kaisers besondere Aufgaben aus ihrer Nähe zum Herrscher, als Mutter künftiger Prinzen.
Diese erste moderne Biografie Livias schildert den turbulenten Epochenwechsel von der Republik zur Monarchie aus der Perspektive dieser ungewöhnlichen Frau. Dabei wird die politische Rolle Livias ausgeleuchtet und zugleich die soziale Position einer Mutter und Ehefrau der römischen Aristokratie in all ihren kulturgeschichtlichen Facetten nachgezeichnet.
Christiane Kunst lehrt seit 1995 Alte Geschichte an der Universität Potsdam. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte der Antike vorgelegt. Das Buch „Livia“ wurde auf der Leipziger Buchmesse im März 2008 vorgestellt. (lea/wip)
Leseprobe:
© Klett-Cotta ©
ERZIEHUNG DER LIVIA
Was brachte eine Frau wie Livia mit in die Ehe? Sie wird eine für ihre Herkunft adäquate Ausbildung erhalten haben. Was ihre geistigen Fähigkeiten anlangt, beschreibt Philo von Alexandrien sie in einer Rede, die angeblich von einer jüdischen Delegation vor dem Kaiser Caligula gehalten wurde, als äußerst scharfsinnig und in der Lage, wie ein Mann intellektuelle Konzepte zu erfassen. Er führt dies teils auf eine natürliche Anlage zurück, teils auf eine gute Erziehung, die sie befähigte, ihren Geist stets weiter zu entwickeln. Ob ein Römer angesichts des in der Elite verbreiteten Ressentiments gegen griechischphilosophisches Denken diese Qualität genauso geschätzt hätte, bleibt dahingestellt. Sicher ist, daß Livia sich zumindest in fortgeschrittenem Alter – wie auch andere Frauen – der Philosophie zuwandte.
Zu einer guten römischen Erziehung gehörte bei Jungen wie Mädchen eine solide zweisprachige Ausbildung in Latein und Griechisch. Livias Jugend war zudem eine Zeit des Umbruchs, in der das Thema Mädchenbildung heftig diskutiert wurde. Unter dem Einfluß der Stoiker kam dabei die Frage auf, ob es nicht angemessener sei, den Mädchen mehr Bildung angedeihen zu lassen, um sie damit auch stärker in die Verantwortung für die eigene Tugend zu nehmen. Da die Mädchen der Elite früh heirateten, was ihre Ausbildung verkürzte, entwickelte sich allmählich ein Konzept, den Unterricht im Hause des älteren Ehemanns fortzusetzen, der damit erzieherische Funktionen zugewiesen bekam. Noch waren diese Ideen nicht ausgereift, aber Bildung wurde zunehmend als Teil der Domestizierung des Weiblichen verstanden: Die Frau an sich ist unvernünftig und, falls man ihr keine Kenntnisse vermittelt und nicht viel Bildung zukommen läßt, ein wildes Tier, maßlos in seinen Begierden , behauptete Seneca gut 100 Jahre später. Ansonsten setzte man auf Überwachung. So wurden die Mädchen auf Schritt und Tritt von jemandem begleitet. Selbst innerhalb des Hauses waren sie nie allein. Man ließ sie so gut wie gar nicht aus den Augen, um ihnen für die erste Ehe die Jungfräulichkeit zu erhalten. Keuschheit war das oberste Gebot für eine Ehefrau, denn eine Gesellschaft, der die Möglichkeit fehlt, die Vaterschaft zu überprüfen, lebt in beständiger Sorge, untergeschobene Kinder aufzuziehen.
Solange die Mädchen unverheiratet waren, trugen sie in der Öffentlichkeit ihren Kopf unverschleiert, damit jeder sehen konnte, daß sie zu haben waren. Schon früh wurden sie in der Wollarbeit im Spinnen und Weben unterrichtet, was zu ihren wichtigsten Haushaltsobliegenheiten gehörte. Sie sollten selbst prestigeträchtige Gegenstände aus Wolle fertigen können, aber auch die Sklavinnen bei dieser Arbeit anleiten, beaufsichtigen und ihnen die Wollmenge, das pensum , zuteilen. Diese Lebenswelt eröffnete sich für die Mädchen auch im Spiel, indem man sie von klein auf mit hochwertigen Stoffen hantieren ließ.
Das Spiel nahm ohnehin die Lebensrollen vorweg, wie ein Gedicht zeigt, das die 19jährige griechische Dichterin Erinna zum Andenken an ihre Freundin Baucis im 4. Jahrhundert v. Chr. verfaßt hat: Als wir kleine Mädchen waren, klammerten wir uns in unseren Zimmern heftig an unsere Puppen und spielten sorglos junge Mütter. Archäologische Grabungen haben Puppen aus unterschiedlichen Materialien ans Licht gebracht, zum Teil mit beweglichen Gliedmaßen. Aber auch Puppenausstattungen mit Möbeln und Geschirr kennen wir. Ein anderes Mal beschreibt Erinna ein Spiel mit Namen „Chelichelone“, das Schildkrötenspiel – eine Mischung aus „Häschen in der Grube“ und „Wer fürchtet sich vorm fremden Mann“. Ein Mädchen sitzt im Kreis, die anderen laufen um sie herum und fragen Chelichelone: Was machst du da in der Mitte? Die Spielerin antwortet: Ich mache Knäuel aus Wolle und Mileter Seide. Darauf die anderen: Und woran ist dein Sohn gestorben? Das Mädchen antwortet: Er ist gestorben, weil er von seinen weißen Pferden herunter ins Meer gesprungen ist. Sie springt auf und versucht, eines der Mädchen zu fangen mit dem Ruf: Hab' ich Dich.
In diesem Spiel wird einerseits die weibliche Welt der Textilarbeit und der Mutterschaft vorweggenommen, andererseits aber auch die dem Weiblichen zugeschriebene Unberechenbarkeit zum Thema. Diese dunkle Seite der Frau ist vielleicht am besten in der Gestalt der Medeia verkörpert, die ihr Hauswesen in den Untergang führt. Aber es gab auch Spiele ohne gesellschaftlichen oder mythischen Hintergrund, wie das Schaukeln oder das Reifen- und Kreiseltreiben. Zahlreiche Abbildungen zeigen Mädchen, die sich mit dem Nuß- und Knöchelspiel die Zeit vertreiben oder sich mit Haustieren wie Vögel oder Katzen amüsieren.
Anders als bei den Jungen fand der Unterricht für die Mädchen der Oberschicht nach der Elementarschule weiterhin im elterlichen Hause statt. Ciceros Freund Atticus beschäftigte für seine Tochter Caecilia einen Sklaven als paedagogus für den Anfangsunterricht und einen freigelassenen grammaticus für die zweite Schulstufe. Mädchen aus einfachen Verhältnissen besuchten zusammen mit ihren Brüdern die Elementarschule im öffentlichen Raum – etwa am Forum –, wo ihnen Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt wurde. Die Aristokratinnen lernten Griechisch, erhielten mitunter sogar rhetorische und philosophische Unterweisung, wurden aber in jedem Fall mit der lateinischen wie auch der griechischen Dichtkunst vertraut gemacht. Schließlich wollte man in ihnen angenehme, geistreiche Gesprächspartner – Frauen, die zuhörten, aber auch einen sachgerechten Rat erteilen konnten. Zumindest bei Abendeinladungen hatten sie zur geselligen Unterhaltung der Gäste beizutragen und sollten bei der Erziehung der Kinder mit ihrer Sprechweise Vorbild sein. Livias Zeitgenosse Cicero führt dazu aus:
Es ist aber sehr wichtig, wen man täglich zu Hause hört, mit wem man von klein auf redet, wie die Väter, Erzieher und auch die Mütter sprechen. Wir lesen die Briefe der Cornelia, der Gracchen-Mutter: Offensichtlich sind die Söhne weniger auf dem Schoß der Mutter als in ihrer Sprache aufgewachsen. Ich habe oft gehört, wie sich Laelia, die Tochter des Laelius, ausdrückte. Ich habe also gesehen, wie sie von der Eleganz ihres Vaters beeinflußt war; desgleichen ihre beiden Töchter namens Mucia, deren Ausdrucksweise mir bekannt war, und ihre Enkelinnen namens Licinia, die ich beide habe reden hören.
Im Idealfall kümmerte sich die Mutter um die frühe Erziehung der Kinder, oft wurde auch eine ältere Verwandte des Vaters – seine verwitwete Mutter oder Schwester – mit dieser Aufgabe betraut.
Da die Männer häufig abwesend waren, mußten die Ehefrauen auch in der Lage sein, viele wichtige ökonomische Entscheidungen zu treffen. Ohnehin führten sie den Haushalt weitgehend selbständig, teilten dem Personal die Arbeit zu, überwachten die Ausführung und überprüften die vorgelegten Rechnungen. Das setzte voraus, daß sie nicht nur Rechnungsführung beherrschten, sondern auch planen und organisieren konnten. In der Bildkunst hat sich das sehr treffend niedergeschlagen: Die Männer werden als weltläufig und gebildet mit der Buchrolle abgebildet, ihre Frauen aber mit der Schreibtafel, auf der die Haushaltsangelegenheiten, Mitteilungen und Abrechnungen niedergelegt sind.
Auf den Grabschriften für Frauen wird immer wieder Sparsamkeit als eine der häuslichen Tugenden der Frau genannt, und selbst in aristokratischen Kreisen achtete eine gute Ehefrau offensichtlich darauf, daß der Mann auch im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten blieb. Die allseits gelobte Mutter des Antonius versuchte zumindest die Großzügigkeit ihres Mannes gelegentlich im Zaum zu halten.
Neben der Vorbereitung auf die Hausfrauenpflichten stand die Ausbildung in Musik und Tanz; diese Fähigkeiten waren im wesentlichen dazu bestimmt den Ehemann und seine Gäste zu unterhalten. Eine gebildete Frau hatte eine geschulte Stimme, beherrschte ein Musikinstrument und Grundlagen der Komposition, um Texte zu vertonen. Von der adligen Sempronia sagt Sallust: Die Frau war in Herkunft und Schönheit, dazu in Mann und Kindern recht vom Glück begünstigt; sie war in griechischer und lateinischer Bildung unterrichtet, musizierte und tanzte besser, als es für eine anständige Frau nötig ist. Cornelia, die letzte Ehefrau des Pompeius, galt als besonders anziehend, weil sie belesen war, Lyra spielte und sich in Geometrie und Philosophie bewandert zeigte. Die Frauen verwalteten neben den Vorräten auch die Arzneien des Hauses. Harmlosere Krankheiten kurierten sie selbst. Das setzt ein tradiertes Wissen voraus; es wurde vermutlich über die Mutter und andere weibliche Verwandte erworben.
Wie bei den Jungen bestand ein guter Teil der Ausbildung in Gymnastik und Körperschulung. Bei den Mädchen legte man Wert auf einen grazilen Gang. Ein stadtrömisches Grabepigramm aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. verweist auf diese Tugend für eine ehrbare römische Ehefrau, die ihre Pflichten gegenüber ihrem Mann vorbildlich erfüllte:
Fremder, was ich zu sagen habe, ist kurz, bleib stehn und lies. Dieses Grab ist nicht schön, aber für eine schöne Frau. Die Eltern gaben ihr den Namen Claudia. Sie liebte ihren Mann von ganzem Herzen. Sie gebar zwei Kinder, von denen sie eins in der Erde begrub, das andere über der Erde ließ. Ihre Rede war heiter, dann auch ihr Gang gefällig. Sie hütete das Haus, arbeitete an ihrer Wolle. Ich habe meine Rede beendet. Du magst gehen.
Nicht Schönheit war das Ziel der körperlichen Formung, vielmehr sollten Botschaften über Charakter und gesellschaftlichen Rang sichtbar in den Körper eingeschrieben werden. Claudias Gang war commodus (gefällig), ein Wort, das auch zur Kennzeichnung eines „umgänglichen“ Menschen diente. In Claudias Gang offenbarte sich neben Anmut ihr umgänglicher Charakter. Gleiches gilt für Claudias heitere Redeweise, die das liebenswürdige Wesen der Frau zum Ausdruck brachte. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Tote tatsächlich diesem Ideal entsprach, wichtig ist nur, daß uns hier eine soziale Norm vorgeführt wird. Eine andere Ehefrau, Glypte, wird auf ihrem Grabmal ähnlich beschrieben: nicht ohne Fröhlichkeit (laetitia) war ihre Rede. Die geformte Schönheit war geschlechtsspezifisch definiert. Für die Frau wurde sie durch körperliche Anmut (venustas), für den Mann durch körperliche Würde (dignitas) zum Ausdruck gebracht. Dennoch standen Ernst (gravitas) und Schönheit (pulchritudo) durchaus nebeneinander. Während man am Mädchen den Charme (suavitas) und seine scheue Zurückhaltung (verecundia) schätzte, sollte die römische Matrone wie ihr Ehemann Würde (gravitas) ausstrahlen. Der alten Dame gestand man darüber hinaus noch Klugheit (prudentia) zu. Körperliche Formung setzte mit den Wickeltechniken bei den Säuglingen ein. In den ersten 40 Tagen hat man sie mehr bandagiert als gewickelt, um ihren Körper dem ästhetischen Ideal anzunähern. Rechtshändigkeit war ebenso von Bedeutung wie ein möglichst gerader Körper. Eine zum Teil schmerzhafte Prozedur bedeutete die Massage nach dem Bad, bei der man das Kind zuerst mit den Füßen nach oben an den Knöcheln faßte, um den Rücken zu stärken. Anschließend folgte die Massage, die den kleinen Körper in die gewünschte Form brachte. Der Fuß sollte vorn breit und in der Mitte schmal wirken. Die ideale Kopfform war ein Rundschädel, wie er uns auf vielen Porträtplastiken der Römer begegnet. Hierzu drückte die Kinderfrau die eine Hand gegen die Stirn, während die andere Hand entgegengesetzt auf den Nacken Druck ausübte. Auch die Nase hat man besonders sorgfältig behandelt, damit sie schön gebogen war. Der in Rom praktizierende griechische Arzt Soran gibt dazu folgende Anweisung:
Mit beiden Daumen werden die Augen ausgerieben und wird die Nase geformt, indem man sie bei solchen, welche eine Stumpfnase haben, hebt, dagegen bei denen, welche eine Habichtsnase besitzen, drückt. Dabei soll man aber bei denen, welche eine Habichtsnase haben, diese nicht an dem Punkte der Erhöhung zurückdrücken, sondern man muß die Nasenflügel im Verhältnis zu der nach vorn neigenden Nasenspitze vorziehen und emporrichten.
Während die beschriebenen Körpermerkmale für beide Geschlechter angestrebt wurden, gab es auch eine geschlechtsspezifische Formungspraxis. Bei den kleinen Mädchen versuchte man durch festes Einschnüren der Brust dafür zu sorgen, daß sie möglichst schmächtig wirkten und ihre Hüften hervortraten. Ihre Gebärfähigkeit wurde also verbildlicht bei gleichzeitiger Bewahrung ihrer Mädchenhaftigkeit. Möglichst helle Haut galt bei Frauen als anziehend, der man mit Auftragen von (giftigem) Bleiweiß nachhalf. Junge Männer dagegen brauchten ein möglichst gerötetes Gesicht – eine gesunde Hautfarbe –, die man mit Übungen zu erreichen suchte, aber vermutlich auch mit Kosmetik. Plinius der Jüngere preist einen potentiellen Heiratskandidaten mit den Worten an: Er besitzt ein offenes Gesicht, stark durchblutet, tiefrote Wangen, natürliche Schönheit in seiner ganzen Erscheinung und gewissermaßen senatorischen Anstand. Ein blasses männliches Gesicht galt dagegen als Ausdruck eines wirren Geistes.
Die kleinen Mädchen wurden bereits beträchtlich herausgeputzt. Man durchstach ihre Ohrläppchen, gab ihnen Schmuck und begann sie zu schminken. Freundlichkeit, Duldsamkeit und Loyalität, häufig als Gehorsam bezeichnet, sollten die Ehefrauen aufbringen. Das galt später auch für die Frauen der Herrscherfamilie. Der verstorbenen Nichte des Kaisers Traian, Matidia, wird in der Leichenrede Liebenswürdigkeit, Ernst, Schönheit, Sittenreinheit, Gehorsam, Duldsamkeit, Hingabe und Bescheidenheit (comitas, gravitas, pulchritudo, castitas, obsequium, indulgentia, pietas, modestia) zugeschrieben. Dreh- und Angelpunkt weiblichen Lebens sollte die Fürsorge für den Ehemann sein. Einen anderen Lebensentwurf als Ehefrau und Mutter, gab es für die Mädchen nicht. Livias Lebensweg verrät eine starke Verinnerlichung dieser Werte. Wie weit das der Realität entsprach, werden wir noch sehen. Fest steht zumindest, daß ihr Leben als Verkörperung des Frauenideals gepriesen wurde. […]
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Literaturangaben:
KUNST, CHRISTIANE: Livia. Macht und Intrigen am Hof des Augustus. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2008. 352 S., 24,50 €.
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