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Literaturkalender für die Schweiz / Februar 2010

Von Bad Ragaz bis Zug - wichtige Termine zum Thema Literatur!

© Die Berliner Literaturkritik, 25.02.10

 

Bad Ragaz

4.2. – 11.2. --- Hotel Schloss Ragaz Lesungen. Kriminalgeschichten im Hotel – „Hotel Criminale“. Eine Woche lang lesen Jutta Motz, Peter Zeindler und Peter Höner aus ihren Werken, fünf Abende lang, am sechsten allerdings präsentieren sie dem Publikum eine taufrische Geschichte, einen Krimi, in dem die Hotelgäste die Hauptrollen spielen, einen Kurzkrimi, der in der Woche ihres Hotelaufenthalts geschrieben werden muss. Eine Kriminacht der besonderen Art. Die Lesungen sind öffentlich. 18.30 Uhr. Hotel Schloss Ragaz, 7310 Bad Ragaz.

Basel

4.2. --- Stadt-Casino Lesung. Martin Suter – „Der Koch“. Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: „Love Food“ fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit – ein Roman, der keinen Wunsch offen lässt. 19 Uhr. Hans Huber-Saal, Steinenberg 4, 4001 Basel.

9.2. --- Klines Literaturhaus Lesung. Luzius Keller – „Marcel Proust. Enzyklopädisches Handbuch zu Leben, Werk, Wirkung und Deutung“. In einer der berühmtesten Szenen der Weltliteratur taucht der Protagonist von „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ eine Madeleine in den Tee, worauf er sich plötzlich an seine Jugendzeit in Combray erinnert. Dass Prousts Madeleine etwas mit einem Zwieback Wagners zu tun hat, ist nur eine der vielen Informationen in diesem Handbuch. Es gibt umfassend Auskunft über Leben, Werk, Wirkung und Deutung Marcel Prousts. Über Orte, wo er gelebt hat (Paris, Auteuil, Illiers, St. Moritz, Évian, Venedig, Cabourg), Orte, die er imaginiert hat (Combray, Balbec, Doncières), Personen, die er gekannt hat, Figuren seines Werks, Bezüge zu anderen Autoren (Baudelaire, Anatole France, Flaubert, Saint-Simon, Racine, Ovid, Homer), zu Malern (Giotto, Monet, Whistler), Komponisten (Beethoven, Wagner, Franck, Fauré), Philosophen (Schelling, Schopenhauer, Bergson), über Motive des Werks (Weißdorn, Flieder, Madeleines), über die Proust-Rezeption weltweit. 19.30 Uhr. Bachlettenstrasse 7, 4054 Basel.

10.2. --- Kirche St. Elisabethen Vortrag. Jean Ziegler – „Der Hass auf den Westen“. Er gilt als scharfzüngiger Globalisierungskritiker, als „Stimme der Armen und Schrecken der Mächtigen“ (Stern): Jean Ziegler ist einer der letzten zornigen Linken, der unermüdlich Elend, Unterdrückung, Menschenverachtung und die Arroganz der Reichen als Resultat eines global agierenden Kapitalismus und einer „mörderischen Weltordnung“ anprangert. In seinem neuen Buch, für das er Ende 2008 mit dem Literaturpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, diagnostiziert er wachsenden Hass der Armen und Entrechteten auf den Westen. Dessen Nährboden sind gegenseitiges Unverständnis sowie das Bewusstsein jahrhundertelanger Verachtung und Unterdrückung – mit weit reichenden Folgen für globale Friedenspolitik. 19.30 Uhr. Gundeldingerstrasse 370, 4053 Basel.

Bern

3.2. --- Bibliothek Länggasse Ohren auf! Geschichtenstunde in der Bibliothek Länggasse für junge Leute ab 3 Jahren. 16 - 16.45 Uhr. Vereinsweg 27, 3012 Bern.

5. 2. --- Hotel National Lesung. Martin Suter – „Der Koch“ Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine kleine Zürcher Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: „Love Food“ fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit – ein Roman, der keinen Wunsch offen lässt. Wirtschafts- und Politthriller, Liebesgeschichte und ganz besondere Gaumenfreuden sind die Zutaten des neuen Romans von Martin Suter: Maravan, 33, tamilischer Asylbewerber, arbeitet als Hilfskraft in einem Zürcher Sterne-lokal, tief unter seinem Niveau. Denn Maravan ist ein begnadeter Koch. In Sri Lanka hatte ihn seine Großtante in die Kochkunst eingeweiht, nicht zuletzt in die Geheimnisse der aphrodisischen Küche. Als er entlassen wird, ermutigt ihn seine Kollegin Andrea zu einem Vorhaben der besonderen Art: einem gemeinsamen Catering für Liebesmenüs. Anfangs kochen sie für Paare, die eine Sexualtherapeutin vermittelt. Doch der Erfolg von „Love-Food“ spricht sich herum, und eine viel zahlungskräftigere Klientel bekundet Interesse: Männer aus Politik und Wirtschaft – und deren Grauzonen. Maravan hat Sorge, das Geschäft könne „unanständig“ werden. Und das wird es. Doch er benötigt das Geld dringend, um seine Familie in Sri Lanka am Leben zu erhalten. (Diogenes Verlag). 20 Uhr, Türöffnung 19.15 Uhr. 20 CHF (mit Thalia- bzw. Stauffacher Bonuskarte 10 CHF). Hirschengraben 24, 3011 Bern.

28.2. --- Kornhausbibliothek Lesung. Christoph Simon – „Häsin Mels und Hase Fitz und der Teichgruselgolz“. Christoph Simon lebt mit seiner Lebensgefährtin und 2 Kindern in Bern. Er wird aus seinem neuen Buch „Häsin Mels und Hase Fitz und der Teichgruselgolz“ vorlesen. Er hat sich ein frisches, herzerwärmendes, witziges und spannendes Hasenmärchen ausgedacht, voll skurriler Einfälle und Tierfiguren. Häsin Mels und Hase Fitz werden von zwei fiesen Füchsen bedroht, am liebsten möchten sie die Füchse wegwünschen. Richtig gruselig wird es, nachdem die Hasen den sagenumwobenen Teichgruselgolz befreien (für Kinder ab 8 Jahren)! Der Anlass wird mit einem Streichinstrument musikalisch umrahmt von Alina Kudelevic. Frühstücksbuffet im Kornhauskeller und anschließend Lesung in der Kornhausbibliothek. Eintritt inklusive Frühstück: Kinder 10 CHF, Erwachsene 25 CHF 10 Uhr. Kornhausplatz 18, 3000 Bern.

28.2. --- Puppen Theater Aus der Reihe Genie & Wahn. Kurt Tucholsky 1890-1935. Kurt Tucholsky, der Vater der Satire, sagt: „Kluge Leute können sich dumm stellen. Das Gegenteil ist schwieriger, denn nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!“ Was für ein Mensch verbarg sich hinter Panther, Wrobel, Hauser und Tiger? Was für ein Dichter stand hinter den frechen, witzigen, verspielten, melancholischen, bissigen und satirischen Texten dieser Pseudonyme? 17 Uhr. Gerechtigkeitsgasse 31, 3011 Bern.

Brugg/AG

26.2. --- Odeon in Brugg / Das Kulturhaus am Bahnhof Lesung. Franco Supino – „Das andere Leben“. „Supinos Künstlerroman besticht durch einen schnörkellosen Text und genaue Ortskenntnisse, durch überaus lebendige Szenen, die von witzigen Episoden aus den frühen Jahren des Vaters über sensible Tableaus späterer Jahre bis zur Wucht der Schlussbilder reichen, ebenso durch authentisch klingende Dialoge. Ein Bravourstück gibt der Besuch von Bundesrat Philipp Etter im Haus des Dramatikers ab.“ Beatrice Eichmann-Leutenegger in der „Neuen Zürcher Zeitung“. 20.15 Uhr. Bahnhofsplatz 11, 5200 Brugg/AG.

Chur

14.2. --- Restaurant Va Bene TonZeile – „Tempo“. Mit Renate Leukert (Texte), Marita Seeger (Violine), Tobias Frankenreiter (Klavier). Der Ton macht die Musik, und die Zeilen füllen Bücher. Zwei Kunstdisziplinen treffen sich vier Mal auf unterschiedlichste Arten. Dabei wird deutlich werden, dass Ton und Wort mehr miteinander verwandt sind, als bisher angenommen. Vielleicht füllt der Ton die Lücke, wo zwischen den Zeilen gelesen wird. Oder wo der Klang aufhört, beginnt das Wort. Eine Begegnung für das literarische Musikgehör. Dazu ist eine höchst erfreuliche Zusammenarbeit mit dem Bener Park und dem Restaurant Va Bene entstanden. In der vierteiligen Serie begegnen sich Musik und Literatur unter der Regieführung von Mitgliedern des Orchesters und dem Journalisten Urs Heinz Aerni. Im erlesenen Rahmen beleben wir mit dieser Kulturformation die Idee von Kaffeehaus oder Kultur-Salon neu. Werke von: Harvey, Brahms und Lutoslawski. 16.30 Uhr. Gäuggelistrasse 60, 7000 Chur.

18.2. --- Bettendepot Kantonsspital Graubünden Lesung. Ueli Jäggi liest Friedrich Glauser – „Ich bin ein Dieb“. Ob Diebstahl oder Mord, Glausers „kriminelle“ Stoffe stammen immer wieder aus seinem eigenen Leben. Ob er selbst kleinere Diebstähle zur Finanzierung seiner Sucht beging oder Zeuge wurde von gewaltsamen Konfliktlösungen – etwa in der Fremdenlegion –, einige Vorfälle verarbeitet Glauser gar mehrfach in verschiedenen Erzählungen. Vielleicht nicht zuletzt deshalb, weil sie ihm nahe gingen, waren die Delikte und ihre Enttarnung bei Glauser nicht primär ein Element für kriminalistische Rätsel und simple Spannung, sondern stets verknüpft mit der Suche nach Motiven und Erklärungen für das Handeln der Menschen. Der vorliegende Band präsentiert Glausers beste Kriminalgeschichten von der frühesten Wachtmeister-Studer-Geschichte bis zur Titelgeschichte über einen kleinen Diebstahl aus Gerechtigkeitsempfinden. (Limmat Verlag). 20 Uhr. Loesstrasse 170, 7000 Chur.

Düdingen

26.2. --- Reformierte Kirche Lesung. Franz Hohler – „Das große Buch“. Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Phantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt. 20 Uhr. Hasliweg 4, 3186 Düdingen.

Gebenstorf

26.2. --- Dorfbibliothek am Cherneplatz Lesung. Hansjörg Schneider – „Hunkeler und die goldene Hand“. Der neue Hunkeler beginnt damit, dass Kommissär Hunkeler im Außenbecken des Solbades Marina in Rheinfelden liegt und Rückenbeschwerden kuriert. Er sieht einen seltsamen Taucher vorbeitreiben. Es ist die Leiche eines alten, schwulen Kunsthändlers aus Basel. Da Rheinfelden zum Aargau gehört, ermittelt die Aargauer Kantonspolizei. Sie verhaftet einen Strichjungen, der ebenfalls im Marina gebadet hat. Der Fall scheint gelöst. Doch Hunkeler glaubt das nicht. Da er krankgeschrieben ist, hält er sich vorerst zurück. In den folgenden Tagen werden aus verschiedenen Museen der Umgebung Kunstwerke gestohlen, und im Rheinfelder Bahnhof fliegt ein Schließfach in die Luft. Hunkeler fährt an die Tatorte, fragt sich durch, ermittelt. Er findet eine Spur, die zur goldenen Hand Rudolfs von Rheinfelden führt, die von Kunsträubern in Sachsen-Anhalt gestohlen und nach Basel gebracht worden ist, um hier an einen Basler Kunsthändler verkauft zu werden. Es gibt aber auch andere Leute, die sich für die goldene Hand interessieren. 20 Uhr. 5412 Gebenstorf.

Glarus

9.2. --- Soldenhoffsaal Lesung. Heinz Nigg – „Wir sind wenige, aber wir sind alle“. Biografien aus der 68er- Generation in der Schweiz. Lesung und Diskussion mit Heinz Nigg. In der Tradition der Oral History porträtiert der Ethnologe Heinz Nigg die 68er-Bewegung in der Schweiz. Zu Wort kommen Aktivistinnen und Aktivisten, Sympathisanten und Kunstschaffende aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus verschiedenen Altersgruppen. Aus ihren Erinnerungen an die Kindheit, die Politisierung, an die damaligen Kämpfe, Träume, Ideen und deren Folgen entsteht das Bild einer Schweiz im Aufbruch, das sein visionäres Potenzial bis heute bewahrt hat. Die Geschichten von Peter Bichsel, Ruth Dreifuss, Hansjürg Fehr, Fredi Murer, Irène Schweizer, Berthold Rothschild, Giorgio Bellini, Anna Ratti, Aiha Zemp, Verena Stefan, Polo Hofer, PM und vielen mehr lassen die 68er neu entdecken: in ihrem Engagement für Umwelt, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Bildung, Menschenrechte und Dritte Welt über ihren prägenden Einfluss auf Stadt- und Regionalentwicklung, Kunst und Medien bis hin zu ihrem revolutionären Verständnis von Alltags- und Subkultur. Heinz Nigg stellt das Oral History Projekt vor und liest aus dem Buch, das im Limmat Verlag erschienen ist. 20 Uhr. Gerichtshausstrasse 25, 8750 Glarus.

Gottlieben

25.2. --- Bodman-Literaturhaus Lesung. Adolf Muschg – „Zeit für Utopien?“. Adolf Muschg, der sich als Literaturwissenschaftler ebenso wie als Schriftsteller über die Schweiz hinaus große Anerkennung erworben hat, lebt seit seiner Emeritierung 1999 im „Unruhestand“, wie er sagt: Als Autor ist er produktiver denn je. Unter der Überschrift „Zeit für Utopien?“ stellt er Texte vor, die das Denken über den Tellerrand der Gegenwart hinaus thematisieren. 20 Uhr. Dorfplatz 1, 8274 Gottlieben.

Herzogenbuchsee

16.2. --- Altes Schlachthaus Lesung. Franz Hohler – „Das große Buch“. Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Phantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt. Fabrikstrasse 4, 3360 Herzogenbuchsee.

Kallnach-Niederried

12.2. --- Bibliothek Lesung. Franz Hohler – „Das große Buch“. Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? - Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Phantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt. 20 Uhr. 3283 Kallnach-Niederried.

Klosters

4.2. --- Gemeindebibliothek Klosters-Serneus Lesung. Asta Scheib – „Das Schönste, was ich sah“. Giovanni Segantini und Luigia Bugatti: Er malte sie, als sie fast noch ein Kind war. Er liebte sie leidenschaftlich, solange er lebte. Als siebenjährige Waise steckt man Giovanni Segantini in eine Besserungsanstalt. Mit zwanzig wird er an der Mailänder Akademie aufgenommen. Wenige Jahre später reißen ihm die Galeristen seine Bilder aus den Händen. Der Roman eines Künstlerlebens und einer ungewöhnlichen Liebe. 20 Uhr. Talgasse 1, 7250 Klosters.

Lenzburg

16.2. --- Müllerhaus Lesung. Ilma Rakusa „Mehr Meer“. Eine Kindheit und Jugend in Mitteleuropa, als dieses Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg gerade seine politischen und kulturellen Konturen neu eingeschrieben bekam: Ilma Rakusa geht in ihren Erinnerungen dem kleinen Mädchen nach, der Tochter eines slowenischen Vaters und einer ungarischen Mutter, deren Lebensstationen von einer slowakischen Kleinstadt über Budapest, Ljubljana, Triest nach Zürich – und von da weiter ausgreifend nach Ost und West, nach Leningrad/Petersburg und Paris reichen. 19.15 Uhr. Bleicherain 7, 5600 Lenzburg 1.

18.2. --- Wirtshaus zum alten Landgericht Literatur in der Stadt. RisottoTextEssen mit Anna Felder. Der zweite Abend in der italienisch-kulinarischen Reihe „TextEssen. Viersprachig“ steht im Zeichen der italienischen Schweiz. „RisottoTextEssen“ heißt der Abend im Wirtshaus zum alten Landgericht – und das zweisprachige Menü dazu serviert die Schriftstellerin Anna Felder. Anna Felder, in Lugano geboren und aufgewachsen, gehört seit Jahren zu den wichtigen Stimmen in der Schweizer Literatur. Ihre zugleich hellen und abgründigen, sprachlich präzis gearbeiteten, unerhört musikalischen Texte konfrontieren uns mit Alltäglichem, dem das Rätselhafte eingeschrieben ist, mit einer scheinbaren Normalität, die gerade da, wo wir uns in Sicherheit wiegen, brüchig wird. Moderation: Ernst Strebel, Schriftsteller. Drei-Gänge-Menü und Autorenlesung: 50 CHF. (Bitte frühzeitig reservieren Tel. 062 891 65 60). 19.15 Uhr. Aavorstadt 18, 5600 Lenzburg.

25.2. --- Müllerhaus Lesung. Katharina Hacker – „Alix, Anton und die anderen“. Nicht erst seit der Auszeichnung mit dem Deutschen Buchpreis 2006 gehört die Berliner Autorin Katharina Hacker zu den wichtigen Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Im Aargauer Literaturhaus präsentiert sie ihren eben erschienen Roman „Alix, Anton und die anderen“. Die Protagonisten, eine zusammengewürfelte Gruppe von Freunden, sind allesamt in den Vierzigern, aus der deutschen Provinz in die Hauptstadt gezogen, je mit der eigenen Geschichte im Gepäck. Mit der Ankunft in Berlin sind sie vor allem auch angekommen in der Mitte des Lebens. An der Schwelle zur zweiten Lebenshälfte blicken die Freunde zurück und geben sich Rechenschaft über das, was sie aus der Geschichte und ihrem Leben gemacht haben. Katharina Hacker webt in ihrem neuen Roman ein lebendiges Geflecht aus Stimmen und Perspektiven, Geschichten und Geschichte, Beziehungen und Schicksalen. Und der unsichtbare Faden, der Zeile für Zeile in die Textur eingewirkt ist, verweist uns unerbittlich auf die verformende Kraft der gestauten Zeit. 19.15 Uhr. Bleicherain 7, 5600 Lenzburg 1.

27.2. --- Alter Gemeindesaal Konzertlesung. Lieder, Reflexionen und Geschichten zum Thema Nahrung und Gerechtigkeit mit Grupo Sal, Ruedi Baumann und Katharina Morello. 20 Uhr. Metzgplatz 2, 5600 Lenzburg.

Luzern

3.2. --- Loge Lesebühne FKK: Freies Komma Kollektiv. Die erste Luzerner Lesebühne. Mit Judith Stadlin, Michael van Orsouw, MC Graeff, André Schürmann und dem Spezial-Gast Toni Caradonna.Musik Christov Rolla. 19.30 Uhr. Moostrasse 26, 6003 Luzern.

4.2. --- stattkino Luzern Lesung & Gespräch. Judith Arlt – „Die Fölmlis – Eine Schuhmacherfamilie“. Einfühlsam und mit großer Sorgfalt erzählt die Autorin diese wahre Familiengeschichte aus dem Luzerner Hinterland. Das Gespräch mit Judith Arlt und der Schuhmacherin Frieda Fölmli führt Luzia Stettler, Redaktorin Radio DRS 1.Veranstalter: Stadtbibliothek Luzern und Hirschmatt Buchhandlung, Luzern. 19 Uhr. Bourbaki-Panorama, 6004 Luzern.

23.2. --- Loge Literatur-Wettbewerb Text-Tiegel 3. Das Erfolgsformat geht in die 2. Runde! Mit 4 Autoren, dem unvergleichlichen MC Superbuffo Toni Caradonna und einem prominenten Gesprächs-Gast. 19.30 Uhr. Moostrasse 26, 6003 Luzern.

28.2. --- Kino Bourbaki 1 Lesung. Elke Heidenreich/Bernd Schroeder – „Alte Liebe“. Nach dem Erzählband „Rudernde Hunde“ ist dies das zweite Buch, das das prominente Autorenpaar zusammen geschrieben hat. Wie Lore und Harry, die beiden Protagonisten in „Alte Liebe“ sind auch Elke Heidenreich und Bernd Schroeder seit fast 40 Jahren verheiratet, gehen aber privat längst getrennte Wege. 14 Uhr. Bourbaki Panorama, 6004 Luzern.

Olten

23.2. --- Stadtbibliothek Gedankenaustausch über ein bis zwei Bücher. Die Titel werden zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt. Alle interessierten Personen sind wieder herzlich willkommen. 18.30 Uhr. Café Littéraire, Hauptgasse 12, 4600 Olten.

24.2. --- Buchhandlung Schreiber Vortrag. Jean Ziegler – „Der Hass auf den Westen“. Er gilt als scharfzüngiger Globalisierungskritiker, als „Stimme der Armen und Schrecken der Mächtigen“ (Stern): Jean Ziegler ist einer der letzten zornigen Linken, der unermüdlich Elend, Unterdrückung, Menschenverachtung und die Arroganz der Reichen als Resultat eines global agierenden Kapitalismus und einer „mörderischen Weltordnung“ anprangert. In seinem neuen Buch, für das er Ende 2008 mit dem Literaturpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, diagnostiziert er wachsenden Hass der Armen und Entrechteten auf den Westen. Dessen Nährboden sind gegenseitiges Unverständnis sowie das Bewusstsein jahrhundertelanger Verachtung und Unterdrückung – mit weit reichenden Folgen für globale Friedenspolitik. 20 Uhr. Kirchgasse 7, 4600 Olten.

Reinach

24.2.--- Theater Reinach Lesung. Franz Hohler – „Das große Buch“. Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Phantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt. 20 Uhr. Tunaustrasse 5, 5734 Reinach.

Rubigen

6.2. Mühle Hunziken Lesung. Franz Hohler – „Das große Buch“. Was tut ein Granitblock im Kino? Warum gibt es in der Schweiz so viele Berge? Was geschah an Weihnachten wirklich? Ist ein Zwerg von 1,89 m noch ein Zwerg? Und wo genau liegt eigentlich das Paradies? Die Welt ist voller Rätsel, und aus jeder noch so seltsamen Frage lässt sich eine Geschichte spinnen. Wie das geht, zeigt Franz Hohler, einer der großen Autoren der Schweiz, in seinen Kindergeschichten voller Humor und Phantasie. Sie eignen sich zum Lesen und Vorlesen und sind hier in einem prächtig illustrierten Hausbuch für die ganze Familie versammelt. 21 Uhr. 3113 Rubigen.

Sils-Maria

17.2. --- Hotel Waldhaus Buchpräsentation. Cla Biert – „Das Gewitter Betschlas malmadüras“. Iso Camartin im Gespräch mit der Herausgeberin der Werke von Cla Biert Mevina Puorger. 20 Uhr. 7514 Sils-Maria.

Steinhausen

25.2. --- Zentrum Chilematt Lesung. Michèle Minelli – „Adeline, grün und blau“. Häusliche Gewalt und wir. Ein Frauenmorgen zum Thema und mit einer Lesung aus dem aktuellen Roman von Michèle Minelli. 9 Uhr. Gemeindebibliothek, 6312 Steinhausen.

St. Gallen

12.2. --- Buchhandlung Rösslitor Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 20 Uhr. Multergasse 1, 9000 St. Gallen.

St. Moritz

9.2. --- Hotel Laudinella Lesung. Felix Philipp Ingold – „Gegengabe aus kritischen, poetischen und privaten Feldern“. „Wenn es bei Büchern so etwas gibt wie ‚zarte Wucht’, so ist sie hier mit Händen zu greifen: Über 700 Seiten zählt dieses Buch, mit einem großzügigen Satzspiegel und in einer angenehmen, lesefreundlichen Gestaltung, zu der selbst zwei Lesebändchen gehören. ‚Gegengabe’ ist ein Schwergewicht, wenn das Werk auf der Hand liegt, gewichtig ist es aber ebenso mit all dem, was es zwischen seinen Deckeln versammelt. In seinem jüngsten Buch trägt Felix Philipp Ingold Texte aus ‚kritischen, poetischen und privaten Feldern’ zusammen, in einer kühnen und beeindruckenden Mischung. Präsentiert werden die Texte auf mehreren Etagen, die sich beim Lesen unvermittelt und dennoch mühelos miteinander verbinden: Essays, poetologische Notizen, Lektüreberichte, Skizzen, Porträts, Lesefrüchte, kritische Anmerkungen zu literarischen Werken - und dazwischen immer wieder kleine, sehr persönliche und sympathische Beobachtungen und Erinnerungen.“ 20.30 Uhr. Via Tegiatscha 17, 7500 St. Moritz.

Solothurn

23.2. --- Hotel und Restaurant Baseltor Dîner littéraire mit Lorenz Langenegger – „Hier im Regen“. Urs Heinz Aerni spricht mit Lorenz Langenegger über sein vielbeachtetes Romandebüt „Hier im Regen“. Eintritt und dreigängiges Abendessen: 58 CHF (ohne Getränke).Frühzeitige Reservation empfohlen! 19 Uhr. Hauptgasse 79, 4500 Solothurn.

Steinmaur

1.2. --- Mediothek Lesung. Peter Stamm – „Sieben Jahre“. Ein Mann zwischen zwei Frauen, die eine ist begehrenswert, bei der anderen ist er frei. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr – und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. „Sieben Jahre“ ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden. (S. Fischer Verlag). 20 Uhr. Hauptstrasse 17, 8162 Steinmaur.

Uster

10.2. --- Villa Grunholzer Lesung. Urs Widmer – „Herr Adamson“. Es ist Freitag, der 22. Mai 2032. Einen Tag nach seinem vierundneunzigsten Geburtstag sitzt ein Mann in einem üppig blühenden Garten – es ist der Paradiesgarten seiner Kindheit –, neben sich einen Rekorder, und spricht seine Geschichte mit Herrn Adamson auf Band. 20Uhr. Florastrasse 18, 8610 Uster.

Warth

21.2. --- Stiftung Kartause Konzertlesung. – „Spiel mir das Lied vom Brot“. Mit Grupo Sal, Ruedi Baumann und Katharina Morello. Lieder, Reflexionen und Geschichten zum Thema Nahrung und Gerechtigkeit. 17 Uhr. Ittingen, 8532 Warth.

Winterthur

1.2. --- CoalMine Lesung. Josef Winkler – „Ich reiss mir eine Wimper aus und stech dich damit tot“. Im Herbst 2008 wurde Joseph Winkler mit dem Büchner-Preis, der wichtigsten deutschen Literaturauszeichnung, geehrt, und zwar, weil er auf die Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit mit Büchern reagiert, deren obsessive Dringlichkeit einzigartig ist. Zu Winklers Werken, in denen häufig der Tod, der Katholizismus und die Homosexualität thematisiert werden, gehören „Menschenkind“ (1979), „Muttersprache“ (1982), „Die Verschleppung“ (1983), „Natura morta“ (2001) und „Der Leibeigene“. 2007 erschien „Roppongi. Requiem für einen Vater“. ‚Ich bin in einem katholischen Dorf aufgewachsen, und die Kindheit und Jugend sind für jeden Schriftsteller etwas ganz Einprägendes’, sagte Winkler. Der Tod sei ein herausragendes Thema, das sich im Prozess des Schreibens ungeplant immer wieder selbst aus der Sprache entwickle. Im September ist bei Suhrkamp Winklers neues Buch „Ich reiss mir eine Wimper aus und stech dich damit tot“ erschienen. ‚Das sind elf oder zwölf poethologische Reportagen, in denen viel von Reisen, von Unglücken und von Büchern die Rede ist’, sagte Winkler. Ausgangspunkt ist ein Satz Henri Michaux’: Reisen, um heimatlos zu werden. 20 Uhr. Turnerstrasse 1, 8401 Winterthur.

3.2. --- CoalMine Lesung. Asta Scheib – „Das Schönste, was ich sah“. Giovanni Segantini und Luigia Bugatti: Er malte sie, als sie fast noch ein Kind war. Er liebte sie leidenschaftlich, solange er lebte. Als siebenjähriger Waise steckte man Giovanni Segantini in eine Besserungsanstalt. Mit zwanzig wurde er an der Mailänder Akademie aufgenommen. Wenige Jahre später rissen ihm die Galeristen seine Bilder aus den Händen. 20 Uhr. Turnerstrasse 1, 8401 Winterthur.

23.2.--- Orell Füssli Buchhandlung Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 20 Uhr. Marktgasse 3, 8400 Winterthur.

24.2. --- CoalMine Lesung. Eleonore Frey – „Muster aus Hans“. Hans ist eine jener Gestalten, die auf Biegen und Brechen nicht in die geschäftige Welt der gewöhnlichen Menschen passen wollen. Massig, bärtig, stumm steht Hans immer im Weg, er ist einer jener von der Gesellschaft Ausgeschlossenen, die viele fürchten und mehr noch beschimpfen. Ihrem Namen und Alter von dreiunddreißig Jahren entsprechend ist die Figur durchaus als Exempel zu verstehen. Gleichzeitig bleibt Hans ein Einzelfall. Sein Denken, das ein Denken in kleinen Schritten ist, macht sein Anderssein einzigartig. Freys Sprache passt sich diesem Rhythmus an und kommt damit viel weiter, als alle komplexe Theorie den Leser je bringen könnte. In kleinste Portionen unterteilt, überraschen die tiefsten Einsichten durch verblüffende Einfachheit. 20 Uhr. Turnerstrasse 1,8401 Winterthur.

Zürich

1.2. --- Kaufleuten Züri Littéraire: Die Literatur und die Bühne. Beim Drama ist der Berührungspunkt zwischen Literatur und Schauspielerei offensichtlich: Der Text ist bereits als Bühnenstück verfasst. Der Regisseur hat eine Grundlage auf die er sich direkt stützen kann. Bei der szenischen Umsetzung anderer Literaturgattungen hingegen beginnt der Theaterschaffende bei null. Das Stück muss gegliedert, die Dialoge unter Umständen erst geschrieben werden. Mehr Arbeit am Text ist gefragt. Der Schauspieler seinerseits steht bei jeder literarischen Vorlage vor der Aufgabe, sich den Text anzueignen. Was aber tut er, wenn ihm das Einfühlen in die Rolle nicht gelingen will, wenn der Stoff ihm Mühe bereitet? Ist er in dieser Situation dankbar für die Regieanweisungen eines Autors oder empfindet er sie als einengend? Und wie steht es um die Ratschläge des Regisseurs? Um dem Publikum letztlich eine authentische Darstellung präsentieren zu können, ist eine Auseinandersetzung mit der schriftlichen Vorlage unumgänglich. Doch wie geht man an einen Text heran, den man auf der Bühne umsetzen will? Was passiert, wenn Literatur auf die Bühne kommt? Das Züri Littéraire widmet sich den beiden Künsten Schauspielerei und Literatur. Röbi Koller diskutiert mit den Schauspielern Daniel Rohr, Graziella Rossi und dem Regisseur und Schauspieler Helmut Vogel über das Lesen und Spielen mit Texten und über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Inszenierung von Literatur auf der Bühne. 15-25 CHF. 18.30 Uhr. Pelikanplatz, 8001 Zürich.

1.2. --- Restaurant Bärengasse Lesung. Roman Bucheli & Dieter Meier präsentieren: Die Nachtlesung in der Bärengasse mit Ruth Schweikert. Die Autorin liest aus einem neuen, bisher unveröffentlichten Romanmanuskript. 22 Uhr. Bahnhofstrasse 25, 8001 Zürich.

2.2. --- Minjan Wollishofen Lesung. W. G. Sebald – „Austerlitz“. Mit Sima Kappeler. Sebalds Text „Austerlitz“ (2001), dessen Gattung nicht näher bestimmt ist, setzt sich auf eindrückliche Weise mit dem Schicksal eines jener jüdischen Kinder auseinander, die 1939 auf einem Kindertransport nach England gelangten. Unser Protagonist Jacques Austerlitz begegnet seinem Erzähler, und langsam wird uns die verborgene Lebensgeschichte enthüllt: Wir lesen die Geschichte eines Mannes, dem als Kind Eltern, Heimat, Sprache und Name geraubt werden und der als Folge dieser Entwurzelung in der Welt nicht mehr heimisch werden kann. Sebald zelebriert nicht den Glücksfall des Überlebens, sondern schildert auf unvergessliche Weise Symptome der Entfremdung. 10-20 CHF. 12.15 Uhr. Etzelstrasse 6, 8038 Zürich.

3.2. --- Schauspielhaus Pfauen. Buchpremiere & Lesung. Martin Suter – „Der Koch“. Weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt: „Love Food“ fürs diskrete Tête-à-Tête. Politische Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit – ein Roman, der keinen Wunsch offen lässt. 20 Uhr. Zeltweg 5, 8032 Zürich.

4.2. --- Literaturhaus Lesung & Musik. Sandrine Fabbri – „La Beánce“. Das Gespräch mit Sandrine Fabbri führt Barbara Villiger Heilig auf Deutsch und Französisch. Thierry Grossenbacher und Sandrine Fabbri lesen zusammen aus „La Béance“. Elina Duni begleitet die Lesung mit albanischen Volksliedern. Sandrine Fabbri ist seit vielen Jahren unsere geschätzte Mitdenkerin und Korrespondentin der Reihe „Ces Voisins inconnus“ für die Romandie. Regelmäßig hat sie für die Bekanntmachung Deutschschweizer Autoren in Genf und Lausanne auch literarische Texte ins Französische übersetzt. Nun hat sie selbst einen ebenso hervorragenden wie verstörenden ersten Roman herausgebracht mit dem Titel „La Béance“ (Editions d’en bas, 2009). Die Geschichte entwickelt sich wie ein gespannter Faden, der jeden Augenblick zu zerreißen droht: Eine schreckliche Familientragödie wird erinnert, die auch die Tragödie eines Kulturschocks und die einer Stadt ist. Aus der Sicht einer erwachsenen Frau spürt Sandrine Fabbri den Gedanken und Gefühlen eines Kindes nach, das auf brutalste Weise von seiner Mutter verlassen wurde. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.

6.2. --- Volkshaus Zürich Lesung. Alberto Nessi – „Nächste Woche, vielleicht“. „Ich heiße José, bin einunddreißig Jahre alt und Buchhändler in Lissabon. Ich bin lungenkrank und will die Welt verändern.“ Mit diesen Worten stellt sich der Protagonist José Fontana im neusten Roman von Alberto Nessi vor. Er erzählt von seiner Kindheit im Tessin, von der Zeit als Uhrmacherlehrling in Le Locle und seiner Emigration nach Lissabon, wo er den Sozialismus in Portugal kennen gelernt hat und zur historischen Buchhandlung Bertrand fand. 18 Uhr. Weisser Saal, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich.

6.2. --- Volkshaus Lesung. „Risotto und Rote Geschichten“. Es lesen Alberto Nessi, Anne Cuneo, Arno Camenisch, Klara Obermüller, Charles Lewinsky und Constantin Seibt. 18 Uhr. Weisser Saal, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich.

9.2. --- Literaturhaus Lesung. Gunhild Gübler und Elke Schmitter – „Leidenschaften - 99 Autorinnen der Weltliteratur“. Gunhild Kübler und Elke Schmitter stellen ausgewählte Porträts ihrer 99 versammelten Autorinnen der Weltliteratur vor. Das dicke Buch mit dem Titel „Leidenschaften - 99 Autorinnen der Weltliteratur“ (Bertelsmann, 2009), das die vier Literaturkritikerinnen Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmitter gemeinsam verfasst und herausgegeben haben, ist kein Sammelwerk mit gelehrten Aufsätzen von Spezialistinnen. Vielmehr ist es ein Lesebuch, in dem man sich festliest, wie Elke Schmitter sagt. Die Zahl 99 sei schnell gesetzt gewesen, weil immer eine fehlt, nicht nur in Lexikons und Lesebüchern, sondern auch im Leben. Die 99 Porträts, die mit Leidenschaft geschrieben wurden, sind alphabetisch geordnet; zwischen den beiden großen russischen Autorinnen des 20. Jahrhunderts, Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa, sind sie ausgelegt wie Perlen: die drei Bronte-Schwestern, Madame de La Fayette, A.L. Kennedy, Herta Müller, Johanna Spyri, Christine de Pizan, Alice Munro undundund. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.

9.2. --- Polarity Bildungszentrum Vortrag. Catherine Herriger – „Die Böse Mutter“. Frauen mit massivem Übergewicht leiden nicht nur unter ihren Pfunden, und den Reaktionen ihrer Umwelt, sondern auch unter mangelndem Selbstvertrauen und sexuellen Schwierigkeiten. Eine ganz spezifische und fatale Mutter-Tochter-Bindung – so die erfahrene Psychotherapeutin Catherine Herriger – bildet meistens die Ursache für das Entstehen der Ess-Sucht. Endlich ein Buch, das diese verheerenden Zusammenhänge aufschlüsselt! 18 Uhr. Zwinglistrasse 21, 8004 Zürich.

10.2. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Tatiana de Rosnay – „Bumerang“. Antoine und seine jüngere Schwester Mélanie befinden sich auf der Rückfahrt von einem gemeinsam im Ferienort ihrer Kindheit verbrachten Wochenende, als Mélanie bei einem Unfall schwer verletzt wird. Auf den Ausgang der Operation wartend, beginnt Antoine in der Vergangenheit zu grübeln und stößt auf ein Familiengeheimnis. Es hängt mit der schon vor langer Zeit verstorbenen Mutter zusammen. Nach ihrem Welterfolg „Sarahs Schlüssel“ (dt. 2008, franz. „Elle s’appelait Sarah“, 2007, bald auch im Kino zu sehen) beweist die 1961 als Tochter einer Engländerin und eines französisch-russischen Vaters in Paris geborene Tatiana de Rosnay ihren Sinn für Erzählung, Spannung und Psychologie. Das Gespräch führt Sandrine Charlot Zinsli. Aus der deutschen Übersetzung liest Martin Waltz. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.

10.2. --- Orell Füssli Buchhandlung Kramhof Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 20.45 Uhr. Füsslistrasse 4, 8022 Zürich.

11.2. --- Literaturhaus Vortrag & Lesung. Vortrag von C. Bernd Sucher; es werden Textpassagen aus Theodor Fontanes Werk gelesen. Theodor Fontane ist in seinem Leben und Werk ein ganz besonders hartnäckiger und entschlossener Glück-Sucher gewesen, ein Mensch, der sich lebenswertes Leben nur als ein glückliches vorzustellen vermochte. C. Bernd Sucher wird sich in seinem dem Dichter gewidmeten Vortrag in der Reihe „Suchers Leidenschaften“ mit den Novellen und Romanen und den Briefen befassen, mit den brillanten Reiseberichten und den weniger brillanten, oft arg zusammengestoppelten Gedichten. Sucher wird Leben und Werk reflektieren. Im Zentrum aber wird der Schriftsteller als Kritiker stehen, den nur die wenigsten kennen. Bevor nämlich Theodor Fontane ein bewunderter Romancier und Erzähler wurde, war er ein geschätzter und gefürchteter Berliner Kritiker. Einer, der, wie später Alfred Kerr, darauf bestand, dass die Theaterkritik ein literarisches Kunstwerk darstellt, wenn sie denn gelungen ist. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.

21.2. --- Millers’ Studio Annette Hug und Simona Ryser im Lesekabinett. Annette Hug und Simona Ryser sind zu Gast bei Pedro Lenz im Lesekabinett. 17 Uhr. Mühle Tiefenbrunnen, Seefeldstrasse 225, 8008 Zürich.

27.2. --- Kaufleuten Klubsaal Lesung. Elke Heidenreich und Bernd Schroeder – „Alte Liebe“. Elke Heidenreich und Bernd Schroeder lesen aus ihrem neuen Buch „Alte Liebe“ und verraten, wie sie es zusammen geschrieben haben. In umwerfenden Dialogen erzählen die beiden die Geschichte eines Ehepaars, in der sich eine ganze Generation wieder erkennen kann. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden. 25-35 CHF. 20 Uhr. Pelikanplatz, 8001 Zürich.

28.2. --- Tonhalle Literatur & Musik. Einführender Vortrag von Elisabeth Bronfen. David Goldzycher (Violine), Cathrin Kudelka (Violine), Ursula Sarnthein (Viola), Andreas Sami (Violoncello) und Seung-Yeun Huh (Klavier) spielen Stücke von György Ligeti, Robert Schumann und Anton Webern. Robert Hunger-Bühler liest aus Werken von E.T.A. Hoffmann, Mary Shelley und Edgar Allan Poe. E.T.A. Hoffmann übertrug den Ausdruck „Nachtstücke“, mit der in der Malerei Gemälde mit nächtlicher Szene - oft auch mit Spukszenen - bezeichnet werden, auf seine Sammlung phantastischer Erzählungen, die in den Jahren 1815-1817 in Berlin entstanden. Die „Nachtstücke“ von Robert Schumann berühren wiederum dieses erzählerische Werk des deutschen Romantikers, und auch in seiner Musik findet man Unheimliches, Skurriles und zuweilen Schauriges. Denn sowohl für den Schriftsteller als auch für den Komponisten gilt, was Elisabeth Bronfen bei der Arbeit an ihrer Kulturgeschichte der Nacht klar geworden ist: Die Nacht ist, ob wir sie nun bewusst oder unbewusst, schlafend oder erträumend durchleben, immer eine Art Gegenstück zu uns selbst. 30 CHF. 11.15 Uhr. Kleiner Saal, Gotthardstrasse 5, 8002 Zürich.

28.2. --- Theater Neumarkt Lesung. Hartmut Lange – „Der Abgrund des Endlichen“. Drei Novellen, die eines gemeinsam haben: Sie beschreiben die Suche nach Glück über dem Abgrund des Endlichen. 17 Uhr. Neumarkt 5, 8001 Zürich.

Zug

11.2. --- Oswalds Eleven Satz & Pfeffer-Lesebühne. Die erfrischende Vorleseshow. Die Gästeliste: Tilman Birr (Autor, Berlin); Pedro Lenz (Mundartautor, Bern); Caroline Brändli (Lifestyle-Kolumnistin, Zug/Luzern); Judith Stadlin (Autorin, Satz&Pfeffer, Zug); Michael van Orsouw (Autor, Satz&Pfeffer, Zug). 20.30 Uhr. Oswaldsgasse 11, 6300 Zug.

24.2. --- Gewürzmühle Lesung & Buchvernissage. Silvano Ceruttis – „Du nennst das Gier“. Der Depp hat es nicht leicht. Als Zugezogener in einem solothurnischen Dorf findet er keinen Anschluss. Dabei will er doch nur einen Neuanfang, nach dem unfreiwilligen Ende seiner politischen Karriere und dem Verlust seines einstigen Lebens. 20 Uhr. St.-Johannes-Strasse 40, 6300 Zug. (dan/kum/sch)


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