6.4. --- Wirz Thalia Bücher Lesung. Pascal Voggenhuber – „Entdecke deinen Geistführer - Wie uns Engel und geistige Wesen begleiten“. Pascal Voggenhuber, jüngstes hauptberufliches Medium der Schweiz, Bestsellerautor und Shootingstar der Esoterikszene, stellt sein neues Buch über Engel und geistige Wesen vor. In seinem neuesten, wieder zum Bestseller avancierten Buch, widmet der Baselbieter Pascal Voggenhuber seine ganze Aufmerksamkeit dem Thema Geistführer. Diese waren seine Begleiter in allen Lebenslagen, bereits als Kind hatte er Kontakt mit ihnen und konnte dadurch seine Hellsichtigkeit stets weiterentwickeln. An vielen Beispielen zeigt er, wie man seinen Geistführer entdeckt und die Beziehung zu ihm vertieft. Zudem finden sich im Buch praktische Tipps, wie die geistige Welt wahrgenommen und besser verstanden werden kann. 20 Uhr. Hintere Vorstadt 18, 5000 Aarau.
15.4. --- Tellspielhaus Lesung. Leung mit Bänz Friedli. Bänz Friedli, der Hausmann der Nation. 19.30 Uhr. Theater (uri), Schützengasse 11, 6460 Altdorf.
28.4. --- Ortsmuseum Trotte Lesung. Lukas Hartmann – „Bis ans Ende der Meere“. Im Juni 1776 schifft sich der junge Zeichner John Webber in Plymouth (England) zur dritten Weltumsegelung auf dem Dreimaster ›Resolution‹ ein. Kapitän ist James Cook. Webber quartiert sich in der Kajüte ein, in der Georg Forster auf Cooks zweiter Weltumsegelung Tagebuch führte. Webber wird zum Vertrauten von Captain Cook, stirbt beinahe und begegnet seiner großen Liebe. Vier Jahre später kommt Webber zurück, gezeichnet von den Strapazen der Reise. Die Sehnsucht nach der Südsee wird ihn nie mehr loslassen. Captain Cook, der aufgebrochen war, um die Nordwestpassage durchs arktische Eis zu finden, kehrt nicht heim. Was war geschehen? Ein spannender historischer Roman um den rätselhaften Captain James Cook und zugleich die Entwicklungsgeschichte eines jungen englischen Malers mit Schweizer Wurzeln.19 Uhr. Ermitagestraße 9, 4144 Arlesheim.
22.4. --- Buchhandlung Librium Lesung. Andrea de Carlo – „Als Durante kam“. Andrea De Carlo liest aus „Als Durante kam“. Zweisprachige Lesung. Pietro und Astrid haben sich ins ländliche Val del Poggio zurückgezogen, wo sie – in loser Gemeinschaft mit anderen Aussteigern – das „einfache, gute“ Leben suchen. Auf ihrem Hof weben sie Stoffe und genießen die Zweisamkeit. Als eines Tages ein Fremder namens Durante nach dem Weg fragt, wird alles anders. Astrid ist fasziniert, Pietro irritiert. Andrea De Carlo liest in italienischer Sprache, Walter Küng aus der deutschen Übersetzung. Moderation: Simonetta Balzarini. Andrea De Carlo ist 1952 in Mailand geboren. Bereits sein Erstling „Creamtrain“ sorgte 1981 für Furore. Den internationalen Durchbruch schaffte er mit „Due di due“ 1989. De Carlo lebt heute in Mailand und bei Urbino. 20 Uhr. Theaterplatz 4, 5400 Baden.
13.4. --- Thalia Bücher Gespräche. Rückblende mit Helen Liebendörfer: „ZBasel an mim Rhi“. Im Gespräch mit Mirjam Jauslin berichtet die beliebte und kenntnisreiche Stadtführerin über ihre langjährigen und vielfältigen Tätigkeiten für ihre Lieblingsstadt und -region. Die Bibliotheken Basel ABG, Thalia und akzent forum laden regelmäßig zur „Rückblende“ ein, einer Veranstaltungsreihe, in der Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Sport aus ihrem Leben und Wirken erzählen. Basel und die Region sind das Zentrum aller Aktivitäten der bekannten Stadtführerin und Dozentin Helen Liebendörfer. Seit Jahren vermittelt sie einem breiten Publikum soziale, kulturelle und historische Besonderheiten der Stadt. Für ihr Engagement wurde ihr 2008 die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen. Zudem hat sie diverse Basler Stadtführer publiziert, neu der Band „Spaziergang mit Johann Peter Hebel“. 20 Uhr. Freie Strasse 32, 4001 Basel.
13.4. --- Literaturhaus Lesung. Marlene Streeruwitz – „Kreuzungen“. Die vielen Millionen auf der Bank in Luxemburg reichen nicht. Der Held dieses abgründigen, in rasanten Bildern erzählten Romans macht sich auf, zu den Allerreichsten der Welt zu gehören. Dazu beendet er das bisherige Leben, aus dem sein Reichtum hervorgegangen ist. Er verlässt Wien und seine Frau, die Kinder und sogar seine Therapeutin. Eine Schönheitsoperation eröffnet sein neues Leben. So verändert begibt er sich zur Erholung nach Venedig und trifft auf den Lyriker Gianni, der ihm mit seiner Kunst die endgültige Verfügbarkeit der Welt offenbart. Er benötigt nur noch die private Basis, sich uneingeschränkt dem Begehren nach Geld und Macht hinzugeben. Eine neue Frau wird gesucht. In der noblen Heiratsvermittlung der Frau Zapolska in Zürich findet sich eine passende Kandidatin und schon beginnen die Anwälte, die Verträge zu entwerfen. Die Form der Zeugung wird zum juristischen Problem. Sollen die Kinder künstlich oder natürlich entstehen? Francesca besteht auf künstlicher Befruchtung. Aber dann stellt sich überhaupt die Frage, was Francesca für eine Rolle spielt und ob sie nicht eine Agentin aus seiner Vergangenheit ist. Plant sie ein Komplott gegen ihn? Greift sie nach seinem Reichtum? Geht es um sein Leben? Drei Wochen nach der Wahl von Nicolas Sarkozy zum französischen Präsidenten im Mai 2007 begann Marlene Streeruwitz diesen neuen Typus des mächtigen Mannes zu erforschen. Die Form des Romans, das Verschränken und Beschreiben von Motivketten, das detailgenaue Nachzeichnen eines Gedankeflusses, sind das poetische Instrument, mit dem die Autorin einer Persönlichkeit auf den Grund geht, für die Macht und Geld nicht mehr Mittel oder Standessymbole sind, sondern sexuelle, seelische und ästhetische Komponenten des Selbst. 19 Uhr. Barfüssergasse 3, 4051 Basel.
20.4. --- Universität Basel Lesung. Arnold Stadler – „Einmal auf der Welt. Und dann so“. An der Straße von Wien nach Paris liegt das Dorf, aus dem Arnold Stadlers Held kommt. Hier wurde er geboren, ohne dass er wüsste, warum. Eines Tages kriegt er den letzten Spielkameraden, das geliebte Ferkel Frederic, als Wurstsuppe vorgesetzt. Jetzt weiß er: Wer hier lebt, setzt sich, sobald es geht, in freundlichere Gegenden ab. Doch weder im Süden Amerikas noch als Priester-Seminarist in Rom will man ihn. Er geht nach Freiburg und hält sich als Grabredner über Wasser. Zuhause wird der Hof verkauft, was den Verlust der Heimat und das Ende der Kindheitsträume endgültig besiegelt. Wer da nicht den Verstand verliert, beginnt zu dichten. „Wenn es schon keine Menschen fürs Leben gibt, dann gibt es doch Sätze.“ Das ist der Leitsatz einer Poetologie des Verschwindens auf Taubenfüßen – der einzelnen Menschen wie auch einer ganzen Welt und ihrer Sprache. „Einmal auf der Welt. Und dann so“ setzt dem ein Denkmal. 1984 begann Arnold Stadler mit seiner Trilogie. 1989 erschien „Ich war einmal“, 1992 folgte „Feuerland“, 1994, zehn Jahre nach der ersten Konzeption, wurde die Trilogie mit ›Mein Hund, meine Sau, mein Leben‹ abgeschlossen. Mit „Einmal auf der Welt. Und dann so“ erscheint nun – 20 Jahre nach „Ich war einmal“ und 25 Jahre nach Beginn – die drei Romane in einem Band, grundlegend überarbeitet und erweitert um das Kapitel „Geschichte meines Muttermals“. 19 Uhr. Petersplatz 1, 4003 Basel.
27.4. --- Literaturhaus Lesung. Dževad Karahasan – „Der Schatten der Städte“. Karahasans Poetik der „erzählten Stadt“ spricht von einer Literatur, die stärker als je zuvor in der Moderne, an den vielsprachigen, von Ungleichzeitigkeit und Vieldimensioniertheit geprägten Metropolen zu Hause ist. Dževad Karahasan, der große bosnische Erzähler und Essayist, beheimatet in den literarischen Traditionen der antiken, der islamischen und der christlichen Welt, hat eine unzeitgemäße Auffassung vom Handwerk des Schreibens. Die Architektur eines Romans, seine vielschichtige Zeitstruktur, seine sprachliche Polyphonie verdankt sich einer ästhetischen Erfahrung der Stadt. Der Gegensatz von öffentlichen und privaten Räumen, die Begegnung, ja Konfrontation mit dem Andersartigen erzeugen Spannungen, die in der Narration ausgetragen werden. Exemplarisch für diese poetologische Erkenntnis steht Sarajevo, eine Stadt, die - wie Karahasan an Werken von Ivo Andric zeigt – ein raffiniertes, perspektivisch reiches Erzählen geradezu erzwingt, um dem Nebeneinanderbestehen verschiedener kultureller Traditionen und religiöser Praktiken an einem einzigen Ort gerecht zu werden. „Man könnte auf die Idee kommen, Sarajevo sei eine Stadt, die entstanden ist, damit die Narration irgendwo einen Heimatort finde.“ 19 Uhr. Barfüssergasse 3, 4001 Basel.
28.4. --- Thalia Buchhandlung Hörbuchpräsentation. Katharina Faber – „Fremde Signale“. Die Zürcher Schriftstellerin präsentiert das neue Hörbuch zu ihrem faszinierenden, halb wahren, halb imaginierten Roman: Über das Leben und den Tod, das Erinnern und Vergessen. Das Bauernmädchen Linette erliegt 1786 einer Hirnhautentzündung; der junge Soldat Michail fällt 1942 im Kampf gegen die Deutschen; Boris, Sohn italienischer Einwanderer in New York, stirbt mit 13 an Krebs: Drei zu früh Gestorbene, die als Schutzengel über die kleine Katharina wachen, die 1952 in eine privilegierte Zürcher Familie geboren wird. Aus der Sicht ihrer unsichtbaren Begleiter, die selber mit so ganz anderen Schicksalen hadern, verschmelzen deren Lebensgeschichten mit der Biografie der Autorin, Vergangenheit und Gegenwart gehen auf in ein vielstimmiges Memento über das Leben und den Tod, das Erinnern und Vergessen. 20 Uhr. Freie Straße 32, 4001 Basel.
7.4. --- ONO Lesesessel. Literatur im Keller. Eine Mischung aus Lesung, Diskussionsforum und Textkultur. Schreibende aller Art lesen ihre Texte aus dem Sessel. Eine Bühne, ein Sessel, eine Leselampe, ein Tisch, ein Glas Wasser - und eine Person, die ihre schriftstellerischen Erzeugnisse vor einem interessierten Publikum zum Besten gibt. Wir öffnen die ONO-Bühne einmal im Monat für sowohl etabliertere SchriftstellerInnen wie auch sogenannte 'Schubladenautoren' und wollen in einer entsprechenden Atmosphäre zum gegenseitigen Austausch anregen. Wer lesen möchte, meldet sich auf lesesessel@onobern.ch an und erhält von uns eine Rückmeldung. Jede Form und Gattung ist willkommen. Immer am ersten Mittwoch des Monats sind Lesende und Zuhörende eingeladen, dem Lesesessel beizuwohnen! Diese Veranstaltung wird unterstützt von der KulturStadt Bern und der Erziehungsdirektion des Kantons Bern. 10-15 CHF. Türe/Bar: 19 Uhr. Kramgasse 6, 3011 Bern.
8.4. --- Orell Füssli Buchhandlung Buchpräsentation. Carlo Bernasconi – „La Cucina verde“. Italien ist gerade für Gemüseliebhaber ein wahres Schlaraffenland, denn dort gedeihen rund ums Jahr zahllose Gemüsesorten, die auf vielfältige Weise zubereitet werden können. Carlo Bernasconi präsentiert sein neues Kochbuch und erzählt, wie die einzelnen Gemüse verwendet werden. Dabei lässt er auch persönliche Erinnerungen an die Küche seiner Nonna und seiner Mamma einfließen und kocht live Rezepte aus seinem Buch nach. Eintritt frei. 18.30 Uhr. Spitalgasse 28, 3001 Bern.
15.4. --- Orell Füssli Buchpräsentation. Erica Bänzinger – „Blütenküche“. In den letzten Jahrhunderten ist fast in Vergessenheit geraten, was schon in der Antike äußerst beliebt war: Das Aromatisieren und Dekorieren mit Blumen und Blüten. Inzwischen hat nicht nur die Haute Cuisine die köstlichen Augenweiden wieder entdeckt, auch in der Alltagsküche wird auf den Teller und ins Glas ein Hauch Paradies gezaubert. Erica Bänziger stellt die faszinierende Welt der Blütenküche vor und serviert blumige Köstlichkeiten. Eintritt frei. 18.30 Uhr. Spitalgasse 28, 3001 Bern.
21.4. --- Villa Stücki Lesung. Simon Froehling – „Lange Nächte Tag“. Der Debütroman von Simon Froehling: Ein wütendes, skandalöses, ungemein zärtliches Buch. „Patrick und Jirka, beide um die Dreißig, sind erst seit kurzem ein Paar, als ihre Liebe dramatisch auf die Probe gestellt wird: Jirka hat sich unmittelbar nach der ersten gemeinsamen Nacht mit HIV angesteckt – eine existenzielle Bedrohung für beide, die Fragen aufwirft nach Schicksal und Zufall, nach Verantwortung und Schuld. „Lange Nächte Tag“, der erste Roman von Simon Froehling, erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Patrick, und stellt so der wuchtigen Anlage des Stoffes eine subjektive Wahrheit entgegen, die sich der Ich-Erzähler Bild für Bild, Augenblick für Augenblick vergegenwärtigt, um gleichsam in Slow Motion abzuspulen, was eben kein Film ist, sondern ein stetes Umkreisen des blinden Flecks – dessen was nicht erzählbar ist, sich letztlich dem Verstehen entzieht. Distanz und Nähe, eine beinahe obsessive Wahrnehmungsgenauigkeit, gepaart mit eigentümlicher Blindheit für das, was im Rückblick offensichtlich scheint: sie bilden das Raster des Erzählens, das mit Lust und Verve nicht nur die Liebesgeschichte beleuchtet, sondern auch den Unfalltod der Schwester, die Zumutungen der Arbeitswelt, die prekäre Idylle einer Hausgemeinschaft oder die städtische Schwulenszene, die mit dem schwierigen Heranwachsen auf dem Land nur scheinbar kontrastiert. 19.30 Uhr. Seftigenstraße 11, 3007 Bern.
27.4. --- Kornhausbibliothek Lesung. Peter Bichsel liest aus seinen Werken. 20 Uhr. Kornhausplatz 18, 3011 Bern.
28.4. --- Thalia Buchhandlung Buchvernissage. Pedro Lenz – „Der Goalie bin ig“ & Beat Sterchi – „Ging Gang Gäng“. Wir feiern die Neuerscheinungen zweier Berner Grössen der Spoken Word- und Mundart-Literatur: Pedro Lenz stellt seinen ersten Roman vor, Beat Sterchi gibt in einer neuen Textsammlung nur sein Bestes. Goalie, der Antiheld des neuen, ersten Romans von Pedro Lenz, lebt in den 1980er Jahren einem Dorf im Mittelland. Zu viel hat er es nicht gebracht: Er ist drogensüchtig und im Gefängnis saß er auch schon. Klar, er versucht, danach wieder im Alltag Fuß zu fassen, findet Arbeit, verliebt sich und verreist mit der Angebeteten nach Spanien – trotzdem holen ihn die alten Geschichten immer wieder ein. Beat Sterchis Texte leben von Klangbildern und von seinem unverkennbaren Sprachrhythmus. Es sind Minidramen, Mantras, Wörtersammlungen, Gotthelf-Gedichte oder kurze Geschichten über die Kunst, das Lesen oder das Essen und Trinken. 20 Uhr. Spitalgasse 47/51, 3001 Bern.
15.4. --- ZAP Brig Buchhandlung zur Alten Post Lesung. Ueli Seiler-Hugova – „Sternenkunde integral“. Den Sternenhimmel beobachten, astronomisch und astrologisch deuten, seine Botschaft verstehen. Ueli Seiler versucht erstmals, die verschiedenen Ansätze der Sternenkunde – Phänomenologie, Astronomie, Astrologie und Astrosophie – in einer ganzheitlichen Darstellung zusammenzuführen. Er zeigt, wie sich die Sternenkunde und ihre Weltbilder entwickelten, stellt die Planeten, Kometen, Sternschnuppen und Meteoriten vor und geht auf Schnittstellen zwischen Astronomie und Astrologie ein. Vor diesem Hintergrund erläutert er die tropische Astrologie, erklärt das Horoskop und geht auf wichtige astronomische Konstellationen ein. 20 Uhr. Furkastraße 3, 3900 Brig.
21.4. --- Bibliothek Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 20 Uhr. Obergasse 61, 8193 Eglisau.
23.4. --- Bibliothek Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 19.30 Uhr. Promenadenstraße 12, 8501 Frauenfeld.
8.4. --- Bodmanhaus Lesung. Francesco Welti – „Der Kaufhaus-König und die Schöne im Tessin“ Max Emden und die Brissago-Inseln. 1927 zog der Hamburger Kaufhaus-Pionier Max Emden ins Tessin, wo er fortan auf den Brissago-Inseln wohnte und auf dem Monte Veritá ein- und ausging. Sechzig Jahre nachdem seine Insel mit dem schönen Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, schreibt der Kreuzlinger Autor Francesco Welti die erste Biographie des exzentrischen Kunstsammlers und späten Monte-Verità-Pioniers. 5-8 €. 20 Uhr. 8274 Gottlieben.
7.4. --- Gemeindebibliothek Wohlen Lesung. Susanna Schwager – „Vollen Leben“. Zwölf Schweizer Frauen über achtzig blicken in diesem Buch auf ihr Leben zurück und erzählen von den Höhen und Tiefen, von Sehnsüchten und Kämpfen, von gefundenen und verlorenen Lieben. Susanna Schwager hat die Frauen in ihrem Zuhause besucht und aus ihren Schilderungen ein schillerndes Kaleidoskop weiblicher Lebensentwürfe gewoben. Entstanden ist kein Lob des Alters, sondern ein Hohelied auf das Leben. 19.30 Uhr. Wohlen b. Bern, Dorfstraße 2, 3032 Hinterkappelen.
18.4. --- Müllerhaus Lesung. Jean-Luc Benoziglio. Im Rahmen des Seminars für literarisches Übersetzen lädt das Aargauer Literaturhaus zu einer Matinée mit einem international bedeutenden Autor aus der Romandie. – Mehr als ein Dutzend Romane hat der seit 1967 in Paris lebende Walliser Jean-Luc Benoziglio veröffentlicht. Ein eindrückliches erzählerisches Werk, das sich durch ein äußerst raffiniertes Spiel mit der Sprache ebenso auszeichnet wie durch den abgründigen Humor. Im Müllerhaus liest er unter anderem aus seinem Roman „Louis Capet“ (dt.: „Die Brotsuppe“, 2007), eine subtile historische Fiktion, die den französischen König Louis XVI 1793 nicht guillotinieren lässt, sondern ausgerechnet in die Waadt ins Exil schickt. Ein französischer König unter den von bäuerlichem Pragmatismus und von protestantischem Ethos geprägten Weinbauern – eine wahrlich pikante Ausgangslage. Im Gespräch mit seiner Übersetzerin Gabriela Zehnder äußert sich der Autor anschließend über Fragen und Probleme im Kontext der Übersetzung von „Louis Capet“ und seines jüngsten Romans „Le Feu au Lac“. 11.15 Uhr. Bleicherain 7, 5600 Lenzburg 1.
22.4. --- Müllerhaus Lesung. Asher Reich. Von April bis Juni lebt und arbeitet der bekannteste israelische Dichter der Gegenwart im Atelier Müllerhaus. Asher Reich wurde 1937 in Jerusalem geboren und streng religiös erzogen. Mit 18 Jahren wandte er sich vom orthodoxen Glauben ab, ging freiwillig für ein Jahr in die Armee und studierte schließlich hebräische Literatur und Philosophie. Heute lebt er als freier Autor in Tel Aviv. Asher Reich veröffentlichte bisher über ein Dutzend Bände mit vielfach ausgezeichneten Gedichten, einen Roman, dazu Hörspiele und Theaterstücke. Seine bildhafte und sinnliche Poesie ist geprägt vom religiösen Leben der Kindheit, vom Klangbewusstsein jüdischer Tora-Weisen, vom magischen Zauber der Sprache – ebenso aber auch von einer tiefen, ganz heutigen Anteilnahme am westlich-rationalistischen Leben. 19.15 Uhr. Bleicherain 7, 5600 Lenzburg 1.
29.4. --- Théâtre La Fourmi Spoken Word. Slam-Poesie auf höchstem Niveau mit den preisgekrönten Tilmann Birr und Philipp Scharrenberg. 20.45 Uhr. Tribschenstraße 61, 6005 Luzern.
16.4. --- Villa Alma Lesung. Susanna Schwager – „Das volle Leben“. 20 Uhr. Seestrasse 80, 8708 Männedorf.
7.4. --- Bibliothek Lesung. Milena Moser – „Möchtegern“. Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung „Die Schweiz sucht den SchreibStar“ mitzuwirken - als skandalumwitterte „Hasbeen“ seien ihr die Stärken und Schwächen der „Wannabes“ vertraut, wie ihr der Fernsehredakteur erklärt. Dort wird sie mit den Lebensgeschichten von Menschen konfrontiert, die buchstäblich alles riskieren, um berühmt zu werden. Und Mimosa riskiert fast alles, um ihnen dabei zu helfen. Ein mitreißender, witziger Roman über Schreiben und Ehrgeiz, Freundschaft und Verrat und die tückischen Zufälle des Lebens. 20 Uhr. Breiteackerstraße 44, 8422 Pfungen.
30.4. --- Kulturbrauerei Mariaberg Lesung. Blindenwelten, Lesung für blinde und sehende Menschen. Vom Blind-Sein in der Schweiz. Die beiden Ostschweizer Autoren Richard Lehner und Peter Müller lesen aus „Blindenwelten“, ein Buch, das in spannenden Porträts die Welten von blinden und sehbehinderten Menschen in der Schweiz aufzeigt. Sehr anregend sind die Diskussionen, die sich im Laufe der Lesungen zwischen Blinden, Sehenden und den Autoren entwickeln. 19.30 Uhr. Hauptstraße 45, 9400 Rorschach.
28.4. --- Buchladen Dillier Literaturabend. Slam Poetry von und mit Gabriel Vetter. Er gehört zu den ganz Grossen der Poetry Slam Szene. Wir garantieren einen Literaturabend der besonderen Art. 20 Uhr. Poststraße 8, 6060 Sarnen.
23.4. --- Chäslager Lesung. „Nordlandliebe.“ Um die einen war es bereits in jungen Jahren geschehen, bei anderen half der Zufall nach. Doch wie kommt es, dass bekannte Autorinnen und Autoren den inneren Kompass auf Richtung Norden eingestellt haben? Dieser und anderen Fragen gehen Sabine Reber (Grönland), Theres Roth-Hunkeler (Island) und Verena Stössinger (Färöer Inseln) zusammen mit der Herausgeberin (Katharina Kienholz) nach. 20 Uhr. Alter Postplatz 3, 6370 Stans.
11.4. --- Jakob und Emma Windler-Saal Matinée-Buchvorstellung. Vroni Beetschen – „Auf leichten Schwingen“. Prosa, Lyrik, Aphorismen von Vroni Beetschen mit Illustrationen von Linda Graedel. Es lesen Vroni Beetschen, Autorin und Edith Golay, Schauspielerin. Musikalische Umrahmung: Alexandra Brügger, Harfe 10.30 Uhr. Rathausplatz, 8260 Stein am Rhein.
8.4. --- Olma-Gelände Lesung. Ursula Fömli – „IGAJANUMENECHLIGALUEGE“. Zwei Generationen nach Mani Matter gibt es eine neue, junge Generation, welche die schweizerdeutschen Dialekte für die Literatur fruchtbar macht. Jenseits von Gemütlichkeit oder Rückzug ins Landesinnere ist eine moderne Mundartlyrik entstanden. Dieser Band präsentiert neben den „modernen Klassikern“ – Julian Dillier, Franz Hohler, Ernst Burren, Eugen Gomringer u.a. – viel Neues und auch Überraschendes von Beat Sterchi und Pedro Lenz über Gerhard Meister zu Bernadette Lerjen, Claudius Weber und anderen. Geordnet nach Regionen, ist nicht nur eine poetische Anthologie entstanden, sondern auch eine Dialekt-Geografie der Schweiz, wobei für die Auswahl einzig die Qualität und die Musikalität der Texte maßgebend waren. 10.30/11/12 Uhr. Halle 2.0, Splügenstraße 12, 9000 St. Gallen.
14.4. --- Pavillon Lesung. Blindenwelten, Lesung für blinde und sehende Menschen. Vom Blind-Sein in der Schweiz. Die beiden Ostschweizer Autoren Richard Lehner und Peter Müller lesen aus ihrem Buch „Blindenwelten“. Das Werk porträtiert blinde und sehbehinderte Menschen, zeigt ihren Alltag, und es ermöglicht einen Blick auf die Entwicklung des Blindenwesens in der Schweiz. Die bisherigen Lesungen waren immer begleitet von angeregten Diskussionen zwischen Blinden, Sehenden und den Autoren. Ein spannender Abend ist garantiert. 19.30 Uhr. Ostschw. Blindenfürsorgeverein OBV), Bruggwaldstraße 37b, 9009 St. Gallen.
20.4. --- Kultur am Bahnhof Lesung. Simon Froehling – „Lange Nächte Tag“. Der Debütroman von Simon Froehling: Ein wütendes, skandalöses, ungemein zärtliches Buch. „Patrick und Jirka, beide um die Dreißig, sind erst seit kurzem ein Paar, als ihre Liebe dramatisch auf die Probe gestellt wird: Jirka hat sich unmittelbar nach der ersten gemeinsamen Nacht mit HIV angesteckt – eine existenzielle Bedrohung für beide, die Fragen aufwirft nach Schicksal und Zufall, nach Verantwortung und Schuld. „Lange Nächte Tag“, der erste Roman von Simon Froehling, erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Patrick, und stellt so der wuchtigen Anlage des Stoffes eine subjektive Wahrheit entgegen, die sich der Ich-Erzähler Bild für Bild, Augenblick für Augenblick vergegenwärtigt, um gleichsam in Slow Motion abzuspulen, was eben kein Film ist, sondern ein stetes Umkreisen des blinden Flecks – dessen was nicht erzählbar ist, sich letztlich dem Verstehen entzieht. Distanz und Nähe, eine beinahe obsessive Wahrnehmungsgenauigkeit, gepaart mit eigentümlicher Blindheit für das, was im Rückblick offensichtlich scheint: sie bilden das Raster des Erzählens, das mit Lust und Verve nicht nur die Liebesgeschichte beleuchtet, sondern auch den Unfalltod der Schwester, die Zumutungen der Arbeitswelt, die prekäre Idylle einer Hausgemeinschaft oder die städtische Schwulenszene, die mit dem schwierigen Heranwachsen auf dem Land nur scheinbar kontrastiert. 20 Uhr. Bahnhofplatz 2, 9000 St. Gallen.
26.4. --- Hotel Laudinella Lesung. Catalin Dorian Florescu – „Zaira“. Im neuen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die Geschichte von Zaira und einer Reise von Osteuropa bis nach Amerika. Es ist auch die Geschichte einer unmöglichen Liebe, die die Jahrzehnte überdauert. Farbig und prall und mit einem verblüffenden Schluss entwirft der Roman das Bild einer Epoche voller dramatischer Konflikte. Catalin Dorian Florescu erzählt mit viel Feingefühl für seine Figuren temporeich die Geschichte einer Frau, die in einem Jahrhundert der Kriege und der Gewalt gegen alle Widerstände ihrer inneren Stimme folgt. „Klug.Vergnüglich.Toll“ Sonntagszeitung. Geboren 1967 in Timisoara in Rumänien. 1976 erste Ausreise mit dem Vater nach Italien und Amerika. Rückkehr nach Rumänien, 1982 endgültige Emigration. Studium der Psychologie. Florescu lebt als freier Schriftsteller und Suchttherapeut in Zürich. Er erhielt für seine Romane „Wunderzeit“ (2001), „Der kurze Weg nach Hause“ (2002) und „Der blinde Masseur“ (2006) u. a. das Hermann-Lenz-Stipendium, den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, ein Werkjahr der Stadt Zürich. „Wunderzeit“ war Buch des Jahres 2001 der Schweizerischen Schillerstiftung, außerdem erhielt Florescu 2003 den Anna Seghers-Preis und weilte 2009 als Stadtschreiber in Erfurt. Eintritt frei. 20 Uhr. Via Tegiatscha 17, 7500 St. Moritz.
7.4. --- Kloster St. Urban Lesung. Lyrik im Kloster: Christian Kaiser. Christian Kaiser (*1968) ist Journalist, Texter und Erwachsenenbildner. Er hat vor allem satirische Gedichte und Kurzgeschichten veröffentlicht, u.a. im Nebelspalter. Zurzeit arbeitet er an einem Gedichtzyklus über Beschreibungen alter Valserübergänge in den Alpen. In St. Urban wird er u.a. im Kapuzinerkloster Altdorf entstandene Gedichte und Haikus vortragen. Seit 2009 absolviert Christian Kaiser eine schreibpädagogische Ausbildung in Berlin. 17 Uhr. 4915 St. Urban.
7.4. --- Biblios Lesung. „Geschichte-Chischte“. Kindergeschichten auf Portugiesisch. 14.30 Uhr. Schubertstrasse, 3600 Thun.
24.4. --- Café Bar Mokka 4. Thune Poetry Slam. 21.30 Uhr. Allmendstraße, 3600 Thun.
28.4. --- Tertianum Lesung. – „Märchen von Lügen und Betrügen“. Märchenabend für Erwachsene. Aus Not und zum Vergnügen im edlen Wettstreit oder z'leid - wir erzählen es Ihnen ganz ehrlich. 19.30 Uhr – 21.15 Uhr. Bellevue-Park, 3600 Thun.
25.4. --- Zum Hut Lesung. Leo Tuor. In Rätoromanisch und Deutsch. „Eindringlich und dennoch mit äußerster Behutsamkeit zeichnet der rätoromanische Schriftsteller Leo Tuor in seinen Büchern Bruchstücke aus einer verschwundenen Welt auf. Karg sind seine Texte, und karg ist das Leben, von dem sie berichten. Doch in der Poesie dieser Schlichtheit entfaltet sich der Reichtum alles Vergangenen.“ Neue Zürcher Zeitung. 11 Uhr. Bahnhofstraße 18, 8610 Uster.
7.4. --- Alte Kaserne Lesung. Pascal Voggenhuber – „Entdecke deinen Geistführer - Wie uns Engel und geistige Wesen begleiten“. Das jüngste hauptberufliche Medium der Schweiz ist der Shootingstar der Esoterikszene und Bestsellerautor. Er stellt sein neues, drittes Buch vor und berichtet, wie uns Engel und geistige Wesen begleiten. In seinem neuesten, wieder zum Bestseller avancierten Buch, widmet Pascal Voggenhuber seine ganze Aufmerksamkeit dem Thema Geistführer. Diese waren seine Begleiter in allen Lebenslagen, bereits als Kind hatte er Kontakt mit ihnen und konnte dadurch seine Hellsichtigkeit stets weiterentwickeln. An vielen Beispielen zeigt er, wie man seinen Geistführer entdeckt und die Beziehung zu ihm vertieft. Zudem finden sich im Buch praktische Tipps, wie die geistige Welt wahrgenommen und besser verstanden werden kann. „Wir sind nie alleine, wenn wir lernen, die geistige Welt in unser Leben zu integrieren“. 20 Uhr. Technikumstraße 8, 8402 Winterthur.
12.4. --- Coalmine Lesung. Reiner Kunze – „lindennacht“. In der Schönheit der Schöpfung ist der Mensch das störende Element. Fünf Silben Wehmut und sieben Silben Einsamkeit: Reiner Kunze bezieht seinen lyrischen Beobachtungsposten bezieht abseits der Geschäftigkeit des Tages. „Die linde blüht, und es ist nacht / Das dröhnen der bienen ist verstummt, statt ihrer / wimmelt es von sternen“ heisst es im titelgebenden Gedicht des Bandes lindennacht. Es sind Alterswerke, in denen Kunze seine Kunst der Verknappung und der Reduktion auf das Unverzichtbare lapidar vorantreibt. Reiner Kunze, geboren 1933 in Oelsnitz im Erzgebirge; Bergarbeitersohn, Studium der Philosophie und Journalistik in Leipzig. 1977 Übersiedlung in die Bundesrepublik. Zuletzt erschienen im S. Fischer Verlag die gesammelten Gedichte in dem Band gedichte, Der Kuss der Koi. Prosa und Fotos, die Nachdichtungen Wo wir zu Hause das Salz haben sowie der Gedichtband lindennacht. Für sein umfassendes lyrisches, essayistisches und erzählendes Werk erhielt Reiner Kunze zahlreiche Literaturpreise, darunter den Georg-Büchner-Preis, den österreichischen Georg-Trakl-Preis und den Friedrich-Hölderlin-Preis. Seine Lyrik und Prosa wurden in dreißig Sprachen übersetzt. 19 Uhr. Wildbachstrasse 8, 8400 Winterthur.
7.4. --- Gemeindebibliothek Lesung. Susanna Schwager – „Das volle Leben“. 20 Uhr. Kapellstrasse 1, 5610 Wohlen AG.
11.4. --- Satz&Pfeffer-Lesebühne Vorleseshow. Markus Köhle (Autor, Slammaster, Mitglied der Lesebühne „Dogma. Chronik, Arschtritt“), Wien; Guy Krneta (Theater- und Prosaautor, u.a. Autor der „Morgengeschichten“ von Radio DRS, Mitglied der Autorencombo „Bern ist überall“, Basel); Jens Nielsen (Autor, Schauspieler, Zürich); Judith Stadlin (Autorin, Satz&Pfeffer, Zug); Michael van Orsouw (Autor, Satz&Pfeffer, Zug). 20.30 Uhr. Oswlds Eleven, Oswaldsgasse 11, 6300 Zug.
1.4. --- Museum Bärengasse Lesung. Reihe Hommage: Max Bill und Gottfried Honegger. Emil Schwarz stellt die Reihe Hommage vor und liest aus diesen Büchern: „Jeder könnte ein Künstler sein“, Hommmage à Gottfried Honegger, eine dichterische Zeitreise mit dem Essay „Vom Elementaren der Kunst“ und „Vom Wissen der Zeit“ oder „Der Sinn, den die Schönheit erzeugt“, Hommage à Max Bill, ein dichterischer Nachvollzug mit dem Essay „Wirklichkeit und Realität“. 19 Uhr. Bärengasse 20-22, 8001 Zürich.
8.4. --- PBZ-Bibliothek Limbach Lesung. Kindertreff Bibliothek: Ryte, ryte Rössli mit Marina Maffei. Für Eltern und Kinder zwischen 9 und 24 Monaten. Reime und Fingerspiele sind für Babys das Tor zur Sprache. Tauchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in diese Welt der Verse und Fingerspiele ein. Die Teilnahme ist kostenlos. 10 Uhr. Schulhaus Falletsche, Rebenstraße 73, 8041 Zürich.
8.4. --- Buchhandlung Nievergelt Lesung. Krimilesung Mondmilchgubel. Lesung mit Mona Bodenmann. Durch die Lesung führt die Berner Autorin, Barbara Traber. 18.30 Uhr. Franklinstraße 23, 8050 Zürich.
12.4. --- MAIERs Lesung. Ulrike Ulrich – „fern bleiben“. Das MAIERs und die Buchhandlung Bertastrasse bringen Junge Literatur in den Kreis 3. Ulrike Ulrich ist mit ihrem Debütroman über das Zugfahren die zweite Lesende in der neuen Reihe. 20 Uhr. Albirsiederstraße 16, 8003 Zürich.
12.4. --- Literaturhaus Gespräch. Von der Schweiz nach Berlin und zurück: Erfahrungen eines Grenzgängers. Mit Urs Jaeggi spricht Ulrich Stadler. Das neueste Werk von Urs Jaeggi trägt den Titel „Durcheinandergesellschaft“, und man ist fast geneigt festzustellen, nur Durcheinandergesellschaften wie die unsre bringen Biografien wie die von Urs Jaeggi hervor. 1937 in Solothurn geboren, machte Urs Jaeggi zuerst eine Banklehre; danach holte er die Matura auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte in Genf, Bern und Berlin Soziologie. 1966 wurde er Soziologieprofessor in Bochum und hielt dort seine Antrittsvorlesung zum Thema „Macht und Herrschaft“. Von 1972 bis 1992 war er Ordinarius am Institut für Soziologie der FU Berlin. In den 60er-Jahren - zur gleichen Zeit, als er begann, wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen - erschien sein erster Roman „Die Komplicen“ (Piper Verlag, 1964). Heute lebt Urs Jaeggi als Maler und Bildhauer in Berlin und Mexiko. Ein Mann von Grenzen ist Urs Jaeggi nie gewesen; an diesem Abend spricht er über die Verbindungen zwischen Soziologie, Literatur und Bildender Kunst. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
12.4. --- Kaufleuten Lesung. Züri Litteraire – „Der Lauf der Dinge“. Die Ansprüche der Leserschaft an einen literarischen Text sind groß. Literatur soll nicht einfach das Leben abbilden, sie soll die Eigenheiten des Alltags beleuchten, vergrößern, sezieren fortschreiben. Für den Autor bedeutet dies, dass er die Fäden so ziehen kann, wie es in der Realität niemals möglich wäre. Er wird zum Puppenspieler unserer Gesellschaft und hat das Privileg, die Mängel des realen Lebens zu ergänzen oder zu unterstreichen. Der Drahtseilakt zwischen Realität und Fiktion kann jedoch nicht immer gelingen. Was geschieht, wenn das Leben das Schreiben einholt? Oder das literarische Fabulieren Spuren im wahren Leben hinterlässt? Der Schreibende muss selektieren und entscheiden, was in einer Kultur relevant ist. Die persönlichen Anliegen muss er mit öffentlichen verbinden, um die Leser für sich zu gewinnen. Doch existiert wirklich so etwas wie eine soziale Verantwortung des Schriftstellers? Oder stellt das Schreiben vielmehr ein privates Ventil für den Denkstau im Kopf dar? Das Züri Littéraire spürt am 12. April der Frage nach, wie man das Leben literarisch anpackt. Mona Vetsch unterhält sich zu diesem Zweck mit den Autoren Katharina Hacker und Urs Widmer über Fiktionen und Realitäten in der Literatur. 18.30 Uhr. Pelikanplatz, 8001 Zürich.
13.4. --- Hotel Rothaus Buchvernissage. Sunil Mann –„Fangschuss“. Vijay Kumar ist dreißig Jahre alt, indischer Abstammung, frischgebackener Privatdetektiv − und schon desillusioniert: Seine erste Auftraggeberin ist eine anstrengende Frau, die ihre Katze vermisst. Indischer Whisky und eine gehörige Portion Selbstironie helfen ihm, aufkommende Zweifel an seiner Berufswahl zu verdrängen. Doch auch sein zweiter Auftrag ist weder lukrativ noch Glanz und Ruhm versprechend: Die junge Ness macht sich Sorgen um ihren Freund, den Drogendealer Philipp. Lustlos hört sich Vijay in der Szene um und merkt erst, als er über eine Leiche stolpert, dass er längst selbst in Gefahr schwebt. Eine irrwitzige Jagd beginnt − vom Szenequartier Kreis 4 durch das noble Zürcher Bankenviertel bis in die Einsamkeit einer Berghütte. Ein indischer Schweizer oder ein Schweizer Inder? Spannend und amüsant spielt Sunil Mann mit Klischees. Sunil Mann wurde am 21. Juni 1972 im Berner Oberland/Schweiz als Sohn indischer Einwanderer geboren. In Zürich studierte er Psychologie und Germanistik, beide Studien wurden erfolgreich abgebrochen, bevor er sich an der Hotelfachschule Belvoirpark halbherzig Grundkenntnisse fürs Gastgewerbe erwarb. Seit geraumer Zeit arbeitet er als Flugbegleiter bei Swiss Airlines. Rund drei Dutzend Kurzgeschichten und Kurzkrimis wurden in Anthologien veröffentlicht, dazu erhielt er einige Preise, darunter den Förderpreis der Dienemann-Stiftung in Luzern, den vom Fischerverlag ausgelobten Agatha-Christie-Preis oder zuletzt das Atelierstipendium Berlin des Kantons Zürich. „Fangschuss“ ist sein Krimidebüt. Sunil Mann lebt in Zürich. 20 Uhr. Sihlhallenstraße 1, 8004 Zürich.
14.4. --- Kaufleuten Lesung. Axel Hacke – „Das Bester aus aller Welt“. Seit mehr als zwanzig Jahren schreibt Axel Hacke seine legendär beliebten Kolumnen für das Magazin der Süddeutschen Zeitung, seit 1997 erscheinen diese Texte Woche für Woche, und es soll nicht wenige Leser geben, die ihre Süddeutsche hauptsächlich wegen dieser Geschichten abonniert haben. Wenn er an seinem Tischchen auf der Bühne sitzt, hat er ganze Kolumnenstapel dabei und liest, wonach ihm der Sinn steht – und was er glaubt, dass es dem jeweiligen gerade anwesenden Publikum gefallen könnte. Kann sein, dass es dann um die Frage geht, warum die Sumerer so schlechte Witz-Erzähler waren oder warum die Sorte „Malaga“ allen anderen Eis-Varianten vorzuziehen ist oder auf welche Weise kolumbianische Raben Nüsse knacken, die sie gerne essen möchten. Kann aber auch sein, dass noch einmal der gute alte Kühlschrank Bosch zu Wort kommt oder die Angewohnheit des Sohnes Luis erörtert wird, nachts mit kaltem Bügeleisen Kleidungsstücke zu plätten. Möglich drittens, dass Hacke vom weißen Neger Wumbaba erzählt oder von seinen neuesten Funden auf dem Wortstoffhof berichtet oder... Ach, wissen Sie was? Lassen Sie sich überraschen. Anders geht es eh nicht. 20 Uhr. Pelikanplatz, 8001 Zürich.
14.4. --- PBZ-Bibliothek Riesbach Kindertreff Bibliothek Lesung. Geschichtenzeit mit Adriana Exer. Für Kinder von 2 bis 3 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Person. Unsere Bibliothek ist ein wahrer Geschichtenschatz. Gemeinsam gehörte Geschichten machen an meisten Spass. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 10 Uhr. GZ / Seefeldstraße 93, 8008 Zürich.
14.4. --- Literaturhaus Podiumsgespräch. Adolf Muschg räsonierte 1981 in seinen Frankfurter Vorlesungen über die „Literatur als Therapie“. Dass Bücher das Denken, ein ganzes Leben verändern oder (heilsam) beeinflussen können, steht außer Frage. Entsprechend hat Franz Kafka in einem Brief die Aufgabe des Buches mit einem poetischen und trotzdem sehr deutlichen Bild erleuchtet: „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ Bücher sollen uns nicht kalt lassen, ein Buch muss aufrütteln und verstören, zum Lachen bringen und zum Nachdenken anregen. Oder mehr noch – und wieder mit Kafka: „Es muss den Leser mit einem Faustschlag auf den Schädel wecken.“ Ganz so radikal müssen die Reaktionen auf ein Buch oder die Intentionen der Autoren beim Schreiben eines Textes freilich nicht immer sein. Es darf vielleicht auch einfach geschmunzelt werden. Der Literaturvermittler Urs Heinz Aerni sowie Beatrice Stoll und Karin Schneuwly vom Literaturhaus verraten in der Novitätenschau, welche Bücher bei ihnen Spuren – welcher Art auch immer – hinterlassen haben und geben Empfehlungen zur Frühjahrslektüre. Eintritt frei. 19 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
15.4. --- Literaturhaus Autorengespräch. Anne Weber – „Luft und Liebe“ Luzius Keller führt mit Anne Weber das Gespräch über ihren Roman „Luft und Liebe“ (Fischer, 2009). „Es ist eine alte Geschichte,/ Doch bleibt sie immer neu;/ Und wem sie just passieret,/ Dem bricht das Herz entzwei.“ Es war ein anderer deutscher Dichter in Paris, Heinrich Heine, der die Abgedroschenheit der Liebesunglückserzählung in Reimen karikierte. Anne Weber hat mit „Luft und Liebe“ eine Variation auf das ewige Thema des Liebesverrats geschrieben: So unglaublich ist ihre Geschichte und zugleich so furchtbar banal, dass man sie eigentlich gar nicht erzählen kann. So landet auch die erste Fassung mitsamt ihrer schlecht erfundenen Erzählerin Léa im Papierkorb. Von dort aus mault diese von Zeit zu Zeit die 42-jährige romantische Schriftstellerin an, die selbst nicht glauben kann, was ihr widerfahren ist. „Luft und Liebe“ ist ein Spiel mit Dichtung und Wahrheit und die gewitzte und höchst komische Geschichte der tragischen Illusion, die man Liebe nennt. Anne Weber, geboren 1964 in Offenbach, lebt in Paris und der Bretagne. Sie übersetzt sowohl aus dem Deutschen ins Französische (u.a. Wilhelm Genazino), als auch aus dem Französischen ins Deutsche (u.a. Pierre Michon). Zuletzt erschienen von ihr „Besuch bei Zerberus“ (2004), ausgezeichnet mit dem Heimito-von-Doderer-Preis. 12.00-18.00 CH. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
15.4. --- PBZ-Bibliothek Schwamendingen Kindertreff Bibliothek Lesung. Geschichtenzeit mit Nicole Peter. Für Kinder von 2 bis 3 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Person. Unsere Bibliothek ist ein wahrer Geschichtenschatz. Gemeinsam gehörte Geschichten machen an meisten Spaß. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 14 Uhr. Winterthurerstraße 531, 8051 Zürich.
20.4. --- Literaturhaus Lesung. Jáchim Topol – „Teufelswerkstatt“. Der Autor wird von seiner Übersetzerin Eva Profousová vorgestellt, die auch aus dem Roman „Teufelswerkstatt“ (Suhrkamp Verlag 2010; Dáblova dílna) liest. Jáchym Topol, 1962 in Prag geboren und Sohn des Dramatikers Josef Topol, war nicht nur der Star des literarischen und musikalischen Underground vor 1989, sondern gilt auch heute noch als der bekannteste Autor seiner Generation. Seine Romane „Nachtarbeit“ (2003) und „Zirkuszone“ (2007, beide Suhrkamp) wurden von der deutschsprachigen Kritik in höchsten Tönen gelobt. Auch in „Teufelswerkstatt“ zertrümmert Topol liebgewordene Mythen aus der tschechischen Geschichte. Junge Leute aus der ganzen Welt versuchen, im Umfeld von Theresienstadt ein alternatives Erinnerungszentrum aufzubauen. Als die Behörden die anstößige Institution niederwalzen lassen, verhelfen Alex und Maruška dem Ich-Erzähler zur Flucht nach Minsk. In den Dörfern und Wäldern Weißrusslands, der „Teufelswerkstatt“, wo SS-Schergen, aber auch sowjetische NKWD gemordet haben, soll er bei der Errichtung einer Gedenkstätte unerhörten Ausmaßes helfen. Verliebt in die schöne Maruška, wird er in eine blutige Erinnerungsverschwörung hineingezogen. 12.00-18.00 CH. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
21.4. --- Literaturhaus Lesung und Gespräch. Martin Zingg spricht mit Iris Hanika über ihren neuen Roman „Das Eigentliche“ (Droschl, 2010). Iris Hanika, eine der spannendsten neuen Stimmen in der deutschsprachigen Literatur, hat sich eines heiklen Themas angenommen: Was eigentlich, fragt sie, sind Erinnerungen? Sind sie etwas Individuelles, Flüchtiges oder werden sie durch die Geschichte als etwas Kollektives, Beständiges konstruiert? Im Geflecht von Geschichtserfahrung und individueller Vergangenheit suchen die beiden Protagonisten Hans Frambach – seines Zeichens Archivar im Institut für Vergangenheitsbewirtschaftung - und Graziela Schönbluhm einen Ausweg aus dem Leiden an der Vergangenheit. Ein einfaches Unterfangen? Mitnichten. Denn, wie in Hanikas Roman feinsinnig zu lesen ist: „An sein Unglück war er jetzt nämlich gewöhnt.“ Darin schwingt nicht nur das große Thema der Möglichkeit des Schreibens nach Auschwitz mit, die Autorin schreibt auch entlang der Absurditäten rund um die Professionalisierung und Kommerzialisierung des Gedenkens. Iris Hanika, 1962 in Würzburg geboren, lebt in Berlin. Sie hat sich u.a. intensiv mit der lacanianischen Psychoanalyse befasst. Zu ihrem Werk gehören u.a. „Treffen sich zwei“ (Droschl, 2008) und „Musik für Flughäfen. Kurze Texte“ (edition Suhrkamp, 2005) erschienen. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
23.4. --- Volkshaus Lesung. Andrea de Carlo – „Als Durante kam“. Als Durante ins Val di Poggio kommt, verändert sich alles. Denn er sagt, was er denkt, und er tut, was er sagt. Faszinierend, finden die Frauen. Irritierend, finden die Männer. 20 Uhr Stauffacher Straße 60, 8026 Zürich.
25.4. --- Miller’s Studio Lesung und Gespräch. Mit Pedro Lenz, Lukas Bärfuss, Daniel de Roulet. Literatur ist ein einsames Geschäft. Autoren schreiben allein und wir lesen allein, was sie allein geschrieben haben. Die öffentliche Lesung ist die einfachste Form, diese Einsamkeit zu durchbrechen. Das Lesekabinett im Miller's Studio will genau dies. Es soll die Leserschaft mit denen zusammenbringen, die normalerweise höchstens auf dem Klappentext erscheinen. Zu diesem Zweck lädt der Schriftsteller Pedro Lenz regelmäßig Schriftstellerinnen und Schriftsteller ein, die er gerne gelesen hat und denen er jetzt gerne begegnen möchte. Das Lesekabinett ist weder Show noch Bildungsreihe. Im Mittelpunkt stehen die Texte und die Menschen, die sie verfasst haben. Lenz wird die Reihe moderieren und den Geschichten seiner Lieblingsautoren eigene Texte gegenüberstellen. Freuen Sie sich auf literarische und zwischenmenschliche Überraschungen. 17 Uhr. Seefeldstraße 225, 8008 Zürich.
25.4. --- Theater Neumarkt Lesung. Christoph Poschenrieder – „Die Welt ist im Kopf“. Genug studiert – nun will er leben: Eine monatelange Reise führt den jungen Arthur Schopenhauer von Dresden nach Venedig, von Goethe zu Lord Byron, über schroffes Gebirge und weite Täler ins Labyrinth der Kanäle, in den Strudel der Wirklichkeit – und zu Teresa. 17 Uhr. Neumarkt 5, 8001 Zürich.
26.4. --- Literaturhaus Lesung. Kari Hotakainen. Einführung und Moderation: Annegret Ruoff. Dolmetscherin und Lesung aus der deutschen Übersetzung: Meike Frese. Kari Hotakainen leuchtet die strapazierten Seelen seiner Figuren bis in den hintersten Winkel aus: ironisch, oft satirisch, und dennoch mit höchster Empathie. Im Roman „Die Leichtsinnigen“ (Piper Verlag, 2008) verfolgt er die tragikomische Suche einsamer Menschen – Verwandte derer, die wir aus der Filmwelt Kaurismäkis kennen – nach ein bisschen Glück im tristen Alltag: ein Polizist, der kein Leben außerhalb des Dienstes hat, oder eine Frau, die einsame Männer mit Berührung und Nähe „reinigt“. Hotakainen erspart seinen Figuren zwar nichts, dennoch bleibt man beim Lesen am Ende hoffnungsvoll zurück – denn jeder kann ein bisschen Glück finden, in welcher Form auch immer. Rosa Liksom landete Mitte der 80er-Jahre als bunter Vogel in der Literaturszene und liess manchem Leser mit ihren knallharten Stories die Haare zu Berge stehen. Sie bringt die Dimension des äußersten Nordens ins Spiel. In ihrem furiosen Roman „Crazeland“ (Eichborn, 1999) jagt sie die in Lappland geborene Heldin um die Welt des 20. Jahrhunderts: vom bürgerlichen Nationalismus der Kriegsjahre in Finnland ins kommunistische Lager nach Moskau und von dort in den Turbokapitalismus der Vereinigten Staaten. 12-18CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich.
27.4. --- Literaturhaus Lesung. Leena Lander und Hannu Raittila. Einführung und Moderation: Annegret Ruoff. Dolmetscherin und Lesung aus der deutschen Übersetzung: Meike Frese. Das große Publikum liebt Leena Landers Romane vor allem um ihrer Charaktere willen, denn die Autorin versteht es, eigenwillige Figuren zu gestalten, mit denen man sich identifizieren muss. Darin bringt sie es in ihrem zehnten Roman „Die Unbeugsame“ (btb, 2005) vor dem Hintergrund eines der schmerzlichsten Ereignisse der finnischen Geschichte zur Meisterschaft: Im Bürgerkrieg von 1918, in dem die bürgerlichen Weissen über die sozialistischen Roten siegten, lässt sie den weißen Kämpfer Aaro Harjula auf die rote Angeklagte Miina treffen und setzt ihn der ganz eigenen Faszination dieser Frau aus. Hannu Raittilas Roman „Canal Grande“ (Knaus, 2001) war im deutschsprachigen Raum ein Bestseller. Die Satire über das Aufeinanderprallen der Kulturen im Rahmen eines Vielvölkerkonglomerats und Administrationsungetüms namens EU steckt voller Witz und analytischer Schärfe. In all seinen Romanen setzt sich Raittila mit den Entwicklungsverläufen unserer Welt auseinander, zeigt auf, wie wir uns von der materiellen zur virtuellen Kultur bewegen und die Materie dennoch ihre Macht behält. Im aktuellen Roman „Die Klärung“ (Luchterhand, 2009) kämpft ein Ingenieur um Beruf und Familie und steigt dafür sogar in die Unterwelt hinab: dorthin, wo der Dreck der Stadt. 12-18 CHF. 20 Uhr. Limmatquai 62, 8022 Zürich. (har/kör/sch/kum)