16.6. --- Literaturbüro Lyriktreff. Mehr Raum für Lyrik - Lyriker und Interessierte treffen sich, um eigene Gedichte zu lesen, die von anderen zu hören und sich auszutauschen. Eintritt frei. 18 Uhr. Schulungsraum der Sprachakademie, Theaterstraße 77, 52062 Aachen.
30.6. --- K. & P. Unternehmensberatung Lesung. Michael Jürgs – „Seichtgebiete“. Alle wissen es, keiner schreit auf: Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt von ihren Eltern erzogene Kinder oder die selbst vom Feuilleton zu Ikonen der Subkultur stilisierten Bestsellerautoren à la Roche, Bushido und Co. – überall breiten sich Seichtgebiete und Verblödung aus. Jürgs prangert nicht deutsch bierernst, sondern indem er sie lächerlich macht, jene an, die zynisch schamlos mit der Verdummung Geld machen. Er schont auch nicht sich und seine Branche, und erst recht nicht die Oberlehrer der Nation, die nur angeekelt ihre Nasen rümpfen. Mit seiner provokanten Streitschrift warnt Jürgs vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur. 20 Uhr. Schubartstraße 13, 73430 Aalen.
7.6. --- Buchhandlung Hoffmann Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt? 19.30 Uhr. Obernstraße 44, 28832 Achim.
9.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Alfred Biolek – „Meine Heimat Europa: Reisen. Begegnen. Erinnern.“. Der passionierte Weltenbummler und Kosmopolit Alfred Biolek begibt sich mit Nahuel Lopez auf eine kulturelle Entdeckungsreise durch Europa. Es ist eine Reise durch seine ganz persönliche „Heimat“ und natürlich auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. Alfred Biolek gehört inzwischen mit seiner über 40-jährigen TV-Karriere, mit legendären Fernsehshows wie „Boulevard Bio“ und „Alfredissimo“ zu den prominentesten Persönlichkeiten Deutschlands. Für sein Lebenswerk erhielt er 2008 die Goldene Kamera und im September 2009 den Deutschen Fernsehpreis. 8-9 €. 20 Uhr. Annastraße 21-23, 86150 Augsburg.
15.6. --- Profiroll Technologies Lesung und Gespräch. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Eine Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck, engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 19.30 Uhr. PEE-WEE-Straße 1, 04849 Bad Düben.
18.6.-20.6. Haus der Kirche - Evangelische Akademie Baden Tagung. „Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts, wer den Verstand nicht hat, sie zu benutzen – Johann Peter Hebel als Brückenbauer“. Auf der Tagung in der Evangelischen Akademie Bad Herrenalb nähern sich Experten dem Werk von Johann Peter Hebel. Unter der Tagungsleitung von Dr. Jan Badewien (Evangelische Akademie Baden), Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Dr. Franz Littmann (Literarische Gesellschaft Karlsruhe) referieren Dr. Heide Helwig, Prof. Dr. Jan Knopf, Prof. Dr. Hans Hugo Klein, Dr. Jasmin Hambsch und Dr. Uwe Hauser. Komplettpreis für die gesamte Tagung inklusive Tagungsbeitrag und Vollpension: 144 € (Einzelzimmer)/131 € (Doppelzimmer), Einzelvortrag: 7,50 €. Anmeldung und Informationen: Evangelische Akademie Baden. Christine Jacob, jacob@ev-akademie-baden.de, Tel. 0721/9175-358. Ab 18.30 Uhr. Dobler Straße 51, 76332 Bad Herrenalb.
3.6. --- Kurtheater Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Ben Becker - „Der ewige Brunnen“, seine persönlichen Auswahl deutscher Gedichtklassiker aus vier Jahrhunderten. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 20 Uhr. Louisenstraße 58, 61348 Bad Homburg.
4.6. --- Schlosskirche Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Novalis - „Friedrich von Hardenberg“. Christian Brückner liest Werke von Novalis. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 20 Uhr. 61348 Bad Homburg.
4.6. --- Schlossbibliothek Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Robert Stadlober liest Gedichte, Briefe und Biographisches von Friedrich Hölderlin. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 22 Uhr. 61348 Bad Homburg.
5.6. --- Schlosspark unter der Zeder Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Schlosspark unter der Zeder: Muriel Baumeister liest Antoine St. Exupery's „Der kleine Prinz“. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 11 Uhr. 61348 Bad Homburg.
5.6. --- Erlöserkirche Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Paulo Coelho - „Der Alchimist“. Michael Mendl liest aus den Werken Coelhos. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 17 Uhr. 61348 Bad Homburg.
5.6. --- Casino Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. F.M. Dostojewski - „Der Spieler“. Sebastian Koch liest aus dem Roman Dostojewskis. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 20 Uhr. 61348 Bad Homburg.
5.6. --- Kurtheater Lesung. 1. Bad Homburger Poesie- & Literaturfestival. Jan Josef Liefers & Oblivion präsentieren das Erzählkonzert „Soundtrack meiner Kindheit“. www.bad-homburger-poesie-und-literaturfestival.de. 20 Uhr. 61348 Bad Homburg.
26.6. --- Buchhandlung Hellmut Rehme Lesung. Tanja Heitmann – „Wintermond“. In den Schatten der Stadt verbergen sich Geschöpfe, die so dunkel und bedrohlich sind, dass die Menschen ihre Existenz leugnen. Für Meta aber werden sie erschreckende Wirklichkeit. Nach einer leidenschaftlichen Nacht mit dem geheimnisvollen David verbindet eine tiefe Sehnsucht sie mit dem seltsam wilden jungen Mann. Doch in David lauert ein Wolfsdämon – und sein Rudel verfolgt eigene finstere Pläne. 17.30 Uhr. Mühlenstraße 12, 23843 Bad Oldesloe.
9.6. --- Wieland-Gartenhaus Lesung. Evelin Hasler – „Tells Tochter“. Im 18. Jahrhundert macht in Bern eine mutige junge Frau von sich reden: Julie Bondeli mischt sich ein in die politischen Debatten der Männer, sie ignoriert deren Regeln für das weibliche Geschlecht, sie korrespondiert mit den führenden Köpfen der Aufklärung und erringt Bewunderung auch bei ihren Gegnern. Als Julies Lehrer und Vertrauter Samuel Henzi öffentlich hingerichtet wird, kämpft sie unbeirrt für seine Ziele weiter: Demokratie und Freiheit. Einfühlsam und kraftvoll erweckt Eveline Hasler die Tapferkeit dieser schillernden Frau zu neuem Leben. 19 Uhr. Wieland-Gartenhaus (bei schlechtem Wetter in der Stadtbücherei, Viehmarktstraße 8) , Saudengasse 10/1, 88400 Biberach.
2.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Joyce Carol Oates – „Geheimnisse“. Isabel Zeumer liest aus Oates Werken. Nach einem halben Leben voller Abschiede und Demütigung findet Rebecca zu sich selbst und damit auch ihr Glück. Um mit allem zu brechen erfindet sie sich neu: als Hazel lässt sie alles zurück und findet Rettung in der Liebe zu Chet ... Eine Geschichte von epischer Größe. Eintritt frei! 18.30 Uhr. Literaturcafé, 1. OG, Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
2.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Michael Wigge – „Ohne Geld ans Ende der Welt“. Andres Fiebig liest aus dem Buch Wigges. Kann man das schaffen? Ohne einen Cent in der Tasche von Berlin bis in die Antarktis reisen? Was anfangs noch wie ein Kinderspiel aussieht wird schnell zur harten Probe... Zum Nachmachen nur für Abenteurer mit sehr viel Humor empfohlen, aber zum Nachlesen ein Riesenspaß für alle! Eintritt frei! 18.30 Uhr. Literaturcafé, 1. OG, Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
7.6. --- ASTA-Universität Lesung. Noah Sow – „Deutschland Schwarz Weiß“. In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Dennoch leben wir mit konkreten Vorstellungen und Vorurteilen im Kopf. An vielen Beispielen verdeutlicht Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns täglich begegnet. So erfährt der Leser etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zu Ende zu lesen als nicht zur Lichterkette zu gehen. Rassismus zu bekämpfen heißt, ihn zunächst zu verstehen. Dieser Prozess wird für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht immer schmerzfrei vonstatten gehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht – lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle. 19 Uhr. Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld.
9.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
16.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Bernd Jaumanns – „Die Stunde des Schakals“. Isabel Zeumer liest aus Jaumanns Buch. Namibia: 19 Jahre nach Ermordung des SWAPO-Anwalts Anton Lubowski beginnt eine Attentatsserie, der nach und nach die damaligen Täter des südafrikanischen Geheimdienstes zum Opfer fallen. Für die junge Windhuker Kriminalpolizistin Clemencia Garises werden die erbitterten Kämpfe der Endapartheidszeit lebendig, die sie bisher nur aus den Erzählungen ihres weit verzweigten Familienclans kannte. Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
23.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Ariel Magnus – „Der Chinese auf dem Fahrrad“. Isabel Zeumer liest aus Magnus Buch. Ramiro wird in das chinesische Viertel von Buenos Aires entführt. Mehr Gast als Geisel lernt er eine völlig neue Kultur kennen und verliebt sich in die hübsche Chinesin Yintai, die ihm mit ihren Liebesspielen und ihren Reden für eine chinesische Vormachtstellung in der Welt die Sinne raubt. Eintritt frei! 18.30 Uhr. Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
30.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Oliver Uschmann – „Feindesland. Hartmut und ich in Berlin“. Georg Luibl liest aus Uschmanns Werk. Die Kultfiguren aus dem Ruhrpott krachen gegen die krasse Realität der Hauptstadt Berlin und machen mobil gegen den Überwachungsstaat. Die Weltverbesserer mit Haustier zeugen Nachwuchs und geraten zwischen alle Fronten – eine Achterbahnfahrt durch den Wahnsinn unserer Republik. Eintritt frei! 18.30 Uhr. Oberntorwall 23, 33602 Bielefeld.
19.6. --- Bogestra Betriebshof Lesung. Michael Gantenberg – „Zwischen allen Wolken“. Es ist Frühling auf Nördrum in der Nordsee. Die Abiturientin Gesa muss sich entscheiden, ob und warum sie die Insel endlich mal verlassen will. Da stürzt ihr Bruder aus sehr heiterem Himmel mit seinem Fallschirm ab. An diesem todtraurigen Tag verändert sich alles: Gesas Vater flieht, ihre Mutter schenkt nach Wochen der Trauer all ihre Liebe einer Ente namens Jean-Pierre, auch Tante und Oma benehmen sich maximal merkwürdig. Und Gesa muss in diesem Sommer ein paar fette Wolken beiseite schieben, um so erwachsen zu werden wie nötig und so glücklich wie möglich. Ein wundersamer Roman über eine junge Frau und ihre schräge Familie, über Sommer und Abschied, die erste große Liebe, über die Treue der Enten und das Lachen der Sandflöhe. 21, 22 und 23 Uhr. Essener Straße 125, 44793 Bochum.
10.6. --- Universitätsbuchhandlung Bouvier Lesung. Nina Blazon – „Schattenauge“. Verschwörung der Katzenmenschen: Der nächtliche Großstadtdschungel ist ihr Zuhause. Sie sind schnell und lautlos. Sie jagen und manchmal töten sie auch: die Katzenmenschen. Sie führen ein normales Leben, aber in bestimmten Situationen verwandeln sie sich, unbemerkt von der Außenwelt, in ihr „Katzen-Ich“. Die Erfolgsautorin Nina Blazon legt mit „Schattenauge“ einen spannenden Fantasythriller um Liebe und Freundschaft für junge Leser ab 12 Jahren vor. 3-6 €. 20.30 Uhr. Am Hof 28, 53113 Bonn.
14.6. --- Universitätsbuchhandlung Bouvier Lesung. Pascale Hugues – „Marthe und Mathilde“. Pascale Hugues erzählt die Geschichte ihrer zwei Großmütter. Eine sehr ungewöhnliche Geschichte über zwei Freundinnen, die ihr ganzes Leben lang zusammenhielten. Sie lebten beinahe hundert Jahre und starben in einem Abstand von wenigen Wochen. Zusammen wanderten sie durch das 20. Jahrhundert und mussten dreimal ihre Nationalität wechseln. Unter anderem wegen der Übernahme des Elsass und die Vertreibung der Deutschen nach dem ersten Weltkrieg. Eintritt frei. 20.30 Uhr. Am Hof 28, 53113 Bonn.
18.6. --- Augustinum Lesung. Rolf-Bernhard Essig – „Da wird der Hund doch in der Pfanne verrückt“. Essigs Essenzen. Schon als Kinder staunen wir Bauklötze oder führen einen Eiertanz auf. Als Jugendliche verstehen wir oft nur Bahnhof, haben eine lange Leitung oder gar keinen Bock. Und später packen wir entweder die Gelegenheit beim Schopf oder werfen die Flinte ins Korn. Ein Sprichwort begleitet uns durchs Leben, es macht unsere Sprache lebendig, bunter und anschaulicher. Rund 500 Redensarten und Floskeln benutzt jeder im Alltag, doch nur selten wissen wir, woher die Sprüche eigentlich kommen, die wir klopfen. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der bekanntesten Sprichwörter gemacht. Virtuos und witzig illustriert, weckt sein Buch den Spaß an der Sprache. 19.30 Uhr. Römerstraße 118, 53117 Bonn.
20.6. --- Oper Lesung. Roger Willemsen – „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort“. Lesung mit Roger Willemsen & Dieter Hildebrandt. 200-mal am Tag lügt ein Mensch im Durchschnitt. Die Schlange im Paradies hat damit angefangen, und seitdem können wir nicht mehr aufhören. Die Lüge ist der Kitt der Weltgeschichte. Die Urkunden, die den Kirchenstaat begründet haben und Hamburg zur Hansestadt machten – gefälscht! Vielleicht ist ja sogar das halbe Mittelalter eine Erfindung ... Und dann das 19. Jahrhundert – die große Zeit der Hochstapler! Sie verkaufen den Eiffelturm, nichtexistentes Salatöl und die Stadt London in Einzelteilen. Nicht zu vergessen, dass dann im 20. Jahrhundert natürlich niemand vorhatte, in Berlin eine Mauer zu errichten, oder eine „sexual relation with that woman“ hatte. Endlich die Wahrheit über die Lüge! 20 Uhr. Am Boeselagerhof 1d, 53111 Bonn.
24.6. --- Lebendige Bibliothek Lesung. Monika Feth – „Teufelsengel“. Psychothriller der Extraklasse: brillant erzählt, atemberaubend spannend, mit dichter Atmosphäre und faszinierenden Figuren. Die achtzehnjährige Romy hat ihren Traumjob ergattert: ein Volontariat bei einer Kölner Zeitung. Engagiert stürzt sie sich in die Recherchen – und kommt einer mysteriösen Bruderschaft auf die Spur, die Exorzismen an einem jungen Mädchen durchführt. Gemeinsam mit Kommissar Bert Melzig gerät sie bald selbst in Gefahr. 17 Uhr. Böckenhoffstraße 30, 46236 Bottrop.
5.6. --- Thalia Buchhandlung Frühverkauf. Stephenie Meyer – „Biss zum ersten Sonnenstrahl“. Sehnsüchtig erwartet, nun ist es bald so weit. Der neue Band von Stephenie Meyer „Biss zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ ab 5. Juni erhältlich. Für alle Frühaufsteher wartet ein besonderes Erlebnis zum neuen Band der Biss-Saga. Wir starten den Verkauf um 7.00 und für alle Käufer des neuen Bandes gibt es ein kleines Vampirfrühstückchen gratis. Lassen sie sich überraschen. 7 Uhr. Erdgeschoss, Hutfiltern 9, 38100 Braunschweig.
5.6. --- Stadthalle/ Kongresssaal Lesung. Henning Mankell – „Der Feind im Schatten“. Henning Mankell und Axel Milberg stellen den letzten Wallander-Krimi vor. Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen… Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden. 20 Uhr. Leonhardplatz 1, 38102 Braunschweig.
13.6. --- Raabe-Haus Lesung. Leonardo Padura – „Das Havanna-Quartett. Labyrinth der Masken“. Mit Kathrin Reinhardt und Jürgen Beck-Rebhol. Am 6. August, dem Tag der Verklärung Christi, wird im Bosque la Habana die Leiche des Alexis Arayán gefunden, erdrosselt mit einem roten Seidenschal und zwei Pesos im Hintern. Niemand traut sich an den Fall heran, denn Arayán war nicht nur der Sohn eines angesehenen kubanischen Diplomaten, sondern auch ein Transvestit. Nur Teniente Mario Conde, strafversetzt zum polizeilichen Erkennungsdienst, tut alles, um keine Karteikarten mehr ausfüllen zu müssen. Die Ermittlungen führen Conde zu Marqués, einem Mann der Literatur und des Theaters und als Homosexueller geächtet. Nach und nach führt Marqués Conde in eine düstere Welt ein, in der jeder die Wahrheit über den Tod von Arayán zu wissen scheint. Eintritt frei. 15 Uhr. Leonhardstraße 29 a, 38102 Braunschweig.
16.6. --- Raabe-Haus Lesung und Kommentare. Aus den Werken von James Joyce. Bloomsday: Dieser Welttag der Literatur, der Tag, an dem sich Leopold Bloom auf seiner Odyssee durch Dublin 1904 befindet, soll wieder durch Kommentare zu und Lesungen aus dem Großwerk von James Joyce gefeiert werden. Starten soll die Lesereise nachmittags im Raabe-Haus, fortgesetzt wird sie auf der Oker und enden wird sie schließlich in der „galerie auf zeit”. 17 Uhr. Leonhardstraße 29 a, 38102 Braunschweig.
1.6. --- Literaturhaus Lesung und Gespräch. Anne Galle – „Rabenzeit“. Elga und ihre Geschwister, in den Kriegsjahren aufgewachsen, leiden unter ihrem selbstgerechten und jähzornigen Vater. Die Mutter schweigt und macht mit. Schwarze Pädagogik zuhauf – Rabenzeit. Als Artur, der jüngste Sohn, viele Jahre später die Beerdigung des Vaters meidet und mit der Familie bricht, gerät Elga ins Straucheln. Sie verfängt sich in Kindheitserinnerungen und droht im Gestrüpp ihrer Erziehung unterzugehen. Ihr Mann versteht nicht, warum sie ihr Leben in Frage stellt. Und so sehr sie sich bemüht, auch Artur will mit ihr nichts mehr zu tun haben. Elga steht vor der Alternative, weiter ihre Träume zu ignorieren oder ihren eigenen Weg zu finden. Begrüßung: Klaus Plückebaum, Einführung: Hartwig Struckmeyer und Helmut Donat, Musik: Ron Bremer (Gitarre). 19 Uhr. Am Wall 171, 28195 Bremen.
1.6. --- Landgericht Szenische Lesung. „Aus den Akten auf die Bühne“. 1927 eröffnete das Schöffengericht den Prozess gegen die „Schustersfrau Elisabeth Kolomak“ wegen Kuppelei, begangen an ihrer 1924 verstorbenen Tochter Lisbeth. Die szenische Lesung führt in das Nachtleben Bremens in den 20er Jahren. Im größten Bremer Sittenskandal jener Jahre saß auf der Anklagebank die durch Krieg und Inflationszeit veränderte Moral zwischen den Geschlechtern. Das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“, ist die bundesweit einmalige und erfolgreiche Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater. 6-12 €. 19.30 Uhr. Schwurgerichtssaal, Domsheide 16, 28195 Bremen.
1.6. --- belladonna Literarischer Salon – Buchbesprechung für Frauen. Diesmal: Christina von Braun - „Stille Post. Eine andere Familiengeschichte“. Der Literarische Salon von belladonna ist mit seinem über 20-jährigen Bestehen der älteste seiner Art in Bremen. Viele der Teilnehmerinnen sind seit Jahren immer wieder dabei. Dennoch ist es ein offenes Literaturforum, zu dem neue Frauen herzlich eingeladen sind. Es wäre schön, wenn Sie das Buch gelesen hätten, dies ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme. Neben der Buchbesprechung steht das Thema im Mittelpunkt, so dass sich spannende und anregende Diskussionen entwickeln können. 20 Uhr. Sonnenstraße 8, 28208 Bremen.
2.6. --- Literaturhaus Szenische Lesung. „Aus den Akten auf die Bühne“ - Szenische Lesung im Landgericht/ Schwurgerichtssaal. 1927 eröffnete das Schöffengericht den Prozess gegen die „Schustersfrau Elisabeth Kolomak“ wegen Kuppelei, begangen an ihrer 1924 verstorbenen Tochter Lisbeth. Die szenische Lesung führt in das Nachtleben Bremens in den 20er Jahren. Im größten Bremer Sittenskandal jener Jahre saß auf der Anklagebank die durch Krieg und Inflationszeit veränderte Moral zwischen den Geschlechtern. Das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“, ist die bundesweit einmalige und erfolgreiche Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater. 6-12 €. 19.30 Uhr. Am Wall 171, 28195 Bremen.
2.6. --- Literaturwerkstätten Lyrik- und Prosawerkstatt. Jede Art von kreativem Schreiben - ob Lyrik oder Prosa - ist poetisch. Aber ob wir nun Gedichte, Erzählungen oder Romane schreiben: Wir brauchen Grundwissen, das uns als Handwerkszeug zur Verfügung steht. Sie sind eingeladen, in privater Atmosphäre Ihre literarischen Fähigkeiten zu erproben. Bewegung, Musik und Entspannung sind Bestandteil des Kurses. Stilmittel aus traditioneller und moderner Poetik helfen uns, Gedichte und Prosatexte als "Verdichtungsformen" kennen zu lernen, die unseren sprachlichen Ausdruck und unser kreatives Selbstbewusstsein verbessern. Auch das Vortragen der Texte wird geübt. 52-78 €. 19.30 Uhr. Wulwesstraße 10, L. 1 , 28203 Bremen.
3.6. --- Wall Saal Poetry on the road. poetry on the river – Gedichte an, auf und neben der Weser. Das Fremdsprachenzentrum der Hochschulen des Landes Bremen hat zusammen mit dem Studiengang „English Speaking Cultures“ der Universität Bremen einen Schreibwettbewerb ausgelobt: Bremer SchülerInnen und StudentInnen wurden dazu aufgefordert, Gedichte zum Thema Weser und deren Bedeutung für die Stadt einzureichen. Zugelassen waren alle Muttersprachen und Schulfremdsprachen. Heute Abend werden die PreisträgerInnen dieses Wettbewerbs und ihre Gedichte vorgestellt. Eintritt frei. 18 Uhr. Am Wall 201, 28195 Bremen.
3.6. --- Teerhof Poetry on the road. Poetry goes art: Heinz Gappmayr: Der Augenblick - zwischen Raum und Zeit; Künstlerbücher und Grafiken. Heinz Gappmayr schafft Denkbilder, die sich zwischen Raum und Zeit verorten. Er erzeugt seine Werke mit Zeichen, wie Buchstaben, Worten, Zahlen oder einfachen grafischen Grundlagen wie Linie oder Punkt. Bekannt geworden ist er auch durch seine Ein-Wort-Texte. Die Worte, die er verwendet sind allesamt gegenstandslos: Wind, Licht, Zeit, jetzt, sind, ... So handeln seine Werke von der nicht sichtbaren, der gedachten Welt und untersuchen gleichzeitig die Strukturen und Bedingungen für deren Sichtbarmachung. Gappmayr gehört zu den bekanntesten Künstlern der Visuellen Poesie. Die Ausstellung des Studienzentrums für Künstlerpublikationen zeigt erstmals seine Künstlerbücher und grafischen Arbeiten in einer eigenen Schau, die den gesamten Kosmos seiner Arbeiten umfasst. Eintritt frei! 19 Uhr. Teerhof 20, 28199 Bremen.
4.6. --- Schauspielhaus Poetry on the road. Eröffnung des 11. Internationalen Literaturfestivals durch Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur. An diesem Abend lesen und performen: Barbara Köhler, Deutschland, Jürg Halter, Schweiz (in Begleitung von Annalena Fröhlich am Piano), Lars Gustafsson, Schweden, Michael Augustin, Deutschland, Roger McGough, Großbritannien, Vera Pavlova, Russland, Wolf Wondratschek, Deutschland. Moderation: Silke Behl, Radio Bremen. 20 Uhr. Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen.
5.6. --- Süderstraße 2 poetry on the road. Internationale Schreibwerkstatt 2. Für StudentInnen der Hochschule Bremen. Kreatives Schreiben mit Eugene Ostashevsky, Russland/USA. Die Internationale Schreibwerkstatt geht in die nächste Runde: In regelmäßigen Abständen unterrichten Autoren des Festivals StudentInnen der Hochschule Bremen im Kreativen Schreiben. Der New Yorker Dichter Eugene Ostashevsky, geboren 1968 in Leningrad, lehrt Literatur an der New York University. Teilnahme kostenlos. Anmeldung Pflicht! Unter: 0421-5905 4158 oder koowb@hs-bremen.de. 10 Uhr. Süderstraße 2, 28199 Bremen.
5.6. --- St. Petri Dom poetry on the road. Poetry im Bremer Dom. Lesung mit Barbara Köhler, Deutschland und Lars Gustafsson, Schweden. Begrüßung: Edda Bosse, Domherrin, Moderation: Michael Augustin, Radio Bremen. 5-8 €. 10.30 Uhr. Am Dom 1, 28195 Bremen.
5.6. --- Hotel Lichtsinn poetry on the road. Dichter beim Frühstück. Live-Radiosendung aus dem Hotel Lichtsinn Bremen mit Poeten und Performance-Künstlern des 11. Festivals poetry on the road, zu hören im Nordwestradio. Moderation: Karsten Binder. 11.05 Uhr. Rembertistraße 11, 28203 Bremen.
5.6. --- Bremen 4u Café poetry on the road. Es lesen und performen: Jürg Halter, Schweiz, Roger McGough, Großbritannien, Ulrike Almut Sandig, Deutschland. Moderation: Elke Schlinsog, Radio Bremen.3-5 €. 12 Uhr. Am Brill 1-3, 28195 Bremen.
5.6. --- Institut francais poetry on the road. Poetry Übersetzer im Gespräch. Begrüßung: Angelika Sinn, Bremer Literaturkontor. Moderation: Ina Kronenberger, Übersetzerin. Eintritt frei! 15 Uhr. Contrescarpe 19, 28203 Bremen.
5.6. --- Theater am Leibnizplatz poetry on the road. Poetry bei Shakespeare. Stimme, Sprache und Sound sind ihre Werkzeuge: sieben Dichter aus sechs Ländern präsentieren den Formen- und Medienreichtum zeitgenössischer Poesie. Eine internationale Werkschau der poetischen Weltaneignung: Performance-Poet und Rapper Jürg Halter (Schweiz) in Begleitung von Annalena Fröhlich am Piano, die Performerin Nora Gomringer (Deutschland), der Soundpoet Eduard Escoffet (Spanien), die Dichter Volker Braun und Dmitrij Golynko (Rußland), der Pop-Poet Serhij Zhadan und Irlands bekanntester Dichter John F. Deane. Moderation: Michael Augustin, Radio Bremen. 10-15 €. 20 Uhr. Schulstraße 26, 28199 Bremen.
6.6. --- Weserhaus poetry on the road. Es lesen und performen: Arne Rautenberg, Deutschland, Björn Kuhligk, Deutschland, Daniela Danz, Deutschland, Eugene Ostashevsky, Russland/USA, Hester Knibbe, Niederlande, István Kemény, Ungarn, Ulrike Almut Sandig, Deutschland. Moderation: Thorsten Jantschek, Radio Bremen. 10-15 €. 11 Uhr. Kurt-Hübner-Platz, Hinter der Mauer 7, 28195 Bremen.
6.6. --- Kino 46 poetry on the road. Das Kino 46 und das Nordwestradio laden in der Reihe „Mein Film“ Künstler, Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler ein, im Kino 46 ihren Lieblingsfilm vorzustellen. Vorher sendet das Nordwestradio ein Porträt des Prominenten und „seines Films“. An diesem Abend stellt die Lyrikerin Daniela Danz ihren Lieblingsfilm „Die Farbe des Granatapfels (Sajat Nova)“ über das Leben des armenischen Dichters Aruthin Sayadin vor. UdSSR 1969, Regie: Sergej Paradschanow, mit Sofiko Tschiaureli, 73 min., OmU. 4,5-6 €. 20.30 Uhr. Waller Heerstraße 46, 28219 Bremen.
7.6. --- Lemon Lounge Buchbesprechung. Raymond Chandler – „Der große Schlaf“. Inhalt: Zuerst scheint alles ganz harmlos, doch dann wird Philip Marlowe in brutale Abenteuer - Mordfälle, Schlägereien, Verführung, Erpressung - verstrickt. „General Sternwood, ein alter invalider Kapitalist (Öl), hat sich eine gewisse Integrität bewahrt. Seine Tochter Carmen wird bereits zum zweiten Mal erpresst, und Marlowe soll der Sache ein Ende machen. Marlowe entdeckt zuerst eine pornographische Leihbibliothek, kurz darauf den Leichnam des Besitzers. Carmen schmuggelt sich in Marlowes Zimmer und erwartet den Detektiv im Bett. Sie ist Kind und Teufel in einem; sie hat keine sexuellen Hemmungen und säuft bis zur Bewusstlosigkeit - ein geeignetes Objekt für Porno-Photographen und Erpresser.“ (Reclams Kriminalromanführer). Detaillierte Kenntnisse des Textes sind notwendig. Eintritt frei! 19 Uhr. Am Wall 164, 28199 Bremen.
7.6. --- Teilbibliothek Hochschule Bremen poetry on the road. Poetry Tanzperformance! Tanzperformance Ex Libris – Buchtänze mit der Formation „transito“ - raumtanzobjektklang - (Hannover). Im Mittelpunkt der Performance Ex Libris steht ein übergroßes Buch, das der Ausgangspunkt für bewegte Bilder und Musikimprovisationen ist, die im Dialog mit dem jeweiligen „Bücherort“ entwickelt werden. Der gewohnte Umgang mit Büchern wird gebrochen, verfremdet, irritiert, eine andere Vielfalt eröffnet sich. Der Moment der vielschichtigen Kommunikation ist der Moment des Entdeckens. Eintritt frei! 19 Uhr. Teilbibliothek Technik und Sozialwissenschaften, Hochschule Bremen, Neustadtwall 30, 28199 Bremen.
7.6. --- Landgericht Szenische Lesung. „Aus den Akten auf die Bühne“. 1927 eröffnete das Schöffengericht den Prozess gegen die „Schustersfrau Elisabeth Kolomak“ wegen Kuppelei, begangen an ihrer 1924 verstorbenen Tochter Lisbeth. Die szenische Lesung führt in das Nachtleben Bremens in den 20er Jahren. Im größten Bremer Sittenskandal jener Jahre saß auf der Anklagebank die durch Krieg und Inflationszeit veränderte Moral zwischen den Geschlechtern. Das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“, ist die bundesweit einmalige und erfolgreiche Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater. 6-12 €. 19.30 Uhr. Schwurgerichtssaal, Domsheide 16, 28195 Bremen.
8.6. --- Landgericht Szenische Lesung. „Aus den Akten auf die Bühne“. 1927 eröffnete das Schöffengericht den Prozess gegen die „Schustersfrau Elisabeth Kolomak“ wegen Kuppelei, begangen an ihrer 1924 verstorbenen Tochter Lisbeth. Die szenische Lesung führt in das Nachtleben Bremens in den 20er Jahren. Im größten Bremer Sittenskandal jener Jahre saß auf der Anklagebank die durch Krieg und Inflationszeit veränderte Moral zwischen den Geschlechtern. Das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“, ist die bundesweit einmalige und erfolgreiche Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater. 6-12 €. 19.30 Uhr. Schwurgerichtssaal, Domsheide 16, 28195 Bremen.
8.6. --- Kuss Rosa Netzwerktreffen. Bremer BücherFrauen e.V. Der Verein BücherFrauen e.V. ist ein bundesweites Netzwerk, das seit 1990 die Interessen von Verlagsfrauen, Buchhändlerinnen, Übersetzerinnen, Agentinnen und anderen Frauen, die rund ums Buch tätig sind, bündelt. Die Regionalgruppe Bremen trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat. Dabei gibt es einen lockeren Wechsel zwischen dem „reinen Stammtisch“ und den „öffentlichen Themenabenden“, die durch interne oder externe Referentinnen gestaltet werden. Öffentliche Literaturveranstaltungen finden etwa ein- bis zweimal jährlich an verschiedenen Bremer Literaturorten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern statt. Thematischer Schwerpunkt hierbei ist das literarische Schaffen und Wirken von Frauen. Kontakt: Ulrike Kleinert, bremen@buecherfrauen.de. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Buntentorsteinweg 143, 28201 Bremen.
8.6. --- Sendesaal poetry on the road. Zwischen Lyrik und Musik: Das „Ensemble Alternance“, gegründet 1983 von Jean-Luc Menet, widmet sich der zeitgenössischen Musik in allen ihren erforschbaren und musikalisch wahrzunehmenden Klangmöglichkeiten. Das Ensemble wird weltweit bei den bedeutendsten Festivals für zeitgenössische Musik gefeiert. Bei „poetry on the road“ vertonen sie Texte von: Ossip Mandelstam, Jean Daive, Günter Grass, Ron Winkler. 10-15 €. 20 Uhr. Bürgermeister-Spitta-Allee 45, 28329 Bremen.
8.6. --- Kulturkirche St. Stephani poetry on the road. Marion Tauschwitz – „Dass ich sein kann, wie ich bin“: Hilde Domin - Die Biografie. Hilde Domin (1909-2006) zählt zu den bedeutendsten Lyrikerinnen Deutschlands. Aus Anlass ihres 100. Geburtstags im Juli 2009 erschien mit der Biografie von Marion Tauschwitz die erste Gesamtdarstellung über das Leben und literarische Werk der großen deutschen Nachkriegslyrikerin. 5-8 €. 20 Uhr. Stephanikirchhof 8, 28195 Bremen.
9.6. --- Krimibibliothek work in progress goes crime. Mit Rose Gerdts-Schiffler, Bremer Journalistin und Krimiautorin. Moderation: Jürgen Alberts. 19 Uhr. Am Wall 201, 28195 Bremen.
9.6. --- Literaturwerkstatt Literarischer Salon. Wer hat Lust an Literatur und Poesie? Wer liest und diskutiert gern alte und neue Veröffentlichungen der Belletristik, die Themen in neue Diskussionszusammenhänge stellen? Wer möchte in der Tradition einer „versunkenen Kultur“ - der jüdischen Salons in Berlin zur Zeit der Aufklärung und Frühromantik - neue Formen einer „Lesegesellschaft“ (wieder-) entdecken? Anmeldung: (0421) 36159525. 34-50 €. 19.30 Uhr. Wulwesstraße 10, L.2, 28103 Bremen.
10.6. --- Schwachhauser Heerstraße Lesung. LuftLiteratur. Das Projekt MeerLiteratur im vergangenen Jahr fand begeisterte Zuschauer. Dieses Jahr thematisiert die Literatur, die Bremer Kulturpersönlichkeiten vortragen werden, die Luft. Sie lesen Texte von Platon bis Brecht, von Jean Paul bis Friedrich Hölderlin. Von Salman Rushdie und Friedo Lampe. Auch aus dem spanischsprachigen Raum werden Werke dabei sein, beispielsweise von Gonzalo Rojas, der Pate der Bibliothek des Instituto Cervantes ist, und nicht zu vergessen: Pablo Nerudas „Ode an die Luft“ - natürlich in der Originalsprache. Die spanischen Texte lesen Dr. María Paz Squella Padilla (geb. 1952 in Santiago de Chile), Spanischlehrerin am Instituto Cervantes Bremen, und ihre Tochter, die in Berlin lebende Schauspielerin Carolina Vera Squella (geb. 1973 in Valparaiso, Chile), unter anderem bekannt aus dem Stuttgarter Tatort und dem gerade im ZDF als „Bester Film der Woche“ gezeigten Film „Schutzlos“. karten@concordia-bremen.de. 20 Uhr. Schwachhauser Heerstraße 17, 28211 Bremen.
10.6. --- Schildstraße Poetry-Slam. Im Rahmen von poetry on the road kooperiert die Hochschule Bremen mit dem Slam Bremen sowie dem Kulturzentrum Lagerhaus. Teilnehmer des Poetry-Slam-Workshops an der Hochschule Bremen vom 21. und 22.05.2010 mit Lars Ruppel präsentieren heute ihre Poetry-Slams. www.slam-bremen.de. 20 Uhr. Schildstraße 12-19, 28201 Bremen.
10.6. --- Thalia Buchhaus Lesung. David Safier – „Plötzlich Shakespeare“. Petra Janina Schultz und Erik Roßbander in Kostüm und Maske lesen Ausschnitte aus David Safiers neuem Buch: „Plötzlich Shakespeare“. David Safier ist persönlich anwesend. Wenn ein Mann und eine Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakespeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Der Barde hat zwar „Romeo und Julia“ geschrieben, aber von der wahren Liebe versteht er noch weniger als Rosa. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte. Eine Veranstaltung des Fördervereins Lions Club Bremen-Wümme e.V., der Erlös geht an den Verein Schattenriss, Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen e.V. Eintritt bzw. Spende 15 €. 20 Uhr. Obernstrasse 44-54, 28195 Bremen.
13.6. --- Landgericht Szenische Lesung. „Aus den Akten auf die Bühne“. 1927 eröffnete das Schöffengericht den Prozess gegen die „Schustersfrau Elisabeth Kolomak“ wegen Kuppelei, begangen an ihrer 1924 verstorbenen Tochter Lisbeth. Die szenische Lesung führt in das Nachtleben Bremens in den 20er Jahren. Im größten Bremer Sittenskandal jener Jahre saß auf der Anklagebank die durch Krieg und Inflationszeit veränderte Moral zwischen den Geschlechtern. Das Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“, ist die bundesweit einmalige und erfolgreiche Kooperation zwischen Geschichtswissenschaft und Theater. 6-12 €. 11 Uhr. Schwurgerichtssaal, Domsheide 16, 28195 Bremen.
14.6. --- Institut francais Zweisprachige Lesung. Habib Tengour – „Seelenperlmutt“. Habib Tengour wurde 1947 in Mostaganem geboren und zählt zu den bedeutendsten Dichtern und Schriftstellern Algeriens. Mit fünf Jahren kam er nach Paris, wo er später Soziologie studierte. Seinen Doktor machte er an der Universität Constantine in Algerien, wo er bis 1995 einen Lehrstuhl innehatte. So pendelt er zwischen Frankreich und Algerien, zwischen Universität und Schriftstellerei. Tengour ist ein lyrischer Dichter, auch in seiner Prosa. Seine Sprache oszilliert zwischen phantasievoller Abdrift und epischem Hauch. Wunderbar verbindet er die surrealistische mit der arabischen Tradition. In seiner Dichtung reflektiert er auch über die angespannte Lage in Algerien. Bisher sind rund 20 Bücher erschienen, u.a. die Romane „Die Bogenprobe“ (Beck & Glückler Verlag 1993) und „Der Fisch des Moses“ (Haymon Verlag 2004). In Bremen liest er aus seinem 2009 beim Schiler Verlag erschienenen Buch „Seelenpermutt“, das von Regina Keil-Sagawe übersetzt wurde. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Contrescarpe 19, 28203 Bremen.
14.6. --- Café Ambiente SchiftstellerInnen-Treff. Bei den Treffen der Bremer Autoren, die an jedem zweiten Montag im Monat stattfinden, kommen Schriftsteller zusammen, um sich über ihre berufliche Situation auszutauschen, um gemeinsame Lesungen und Literaturveranstaltungen zu planen und um Einfluss auf das literarische Leben in Bremen zu nehmen. Die Autorentreffen stehen in enger Kooperation mit dem Bremer Literaturkontor e.V. und dem Landesverband Niedersachsen/Bremen des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), es sind jedoch auch Autoren willkommen, die (noch) nicht im VS organisiert sind. Kontakt: Inge Buck, Tel.: 0421-703258. Eintritt frei! 20 Uhr. Osterdeich 69a, 28105 Bremen.
15.6. --- Bremer Presseclub Literarisches Gespräch. Jane Austens England – „Northanger Abbey“. „Northanger Abbey“, der Erstling der meistgelesenen englischen Autorin des 18. Jahrhunderts, ist 2009 in einer vielgepriesenen neuen deutschen Übersetzung erschienen: Anlass, ihn im Rahmen eines literarischen Gesprächs vorzustellen. Neben einer Parodie auf die damals beliebten Schauerromane („gothic novels“) spiegelt er das turbulente Leben der sogenannten „besseren Gesellschaft“ im damals beliebtesten aller englischen Kurorte - Bath. 6-8 €. 19 Uhr. Schnoor 27/ 28, 28195 Bremen.
15.6. --- Am Wall Lesung. Celia Miran Curatella – „Lavendelduft“. Lesung: Peter Lüchinger, Schauspieler der bremer shakespeare company und Sprecher. Zum Inhalt des Buches: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlassen Millionen Menschen aus ganz Europa ihre Heimat und versuchen ihr Glück jenseits des Meeres. Zu der Zeit regierten argentinische Politiker ein fast menschenleeres Land, dessen Grenzen noch nicht festgelegt waren. In diese noch zu erschaffende Welt kommt auch die junge Modistin Anna, die nach dem Tod ihrer Mutter das von den Russen besetzte Polen verlässt und am Rio de la Plata auf Männerschau geht. Schon bald erfährt Anna auf schmerzhafte Weise, dass man als Mittellose nicht ohne weiteres in die Kreise der Oligarchie aufgenommen wird: Die Familie ihres Geliebten schiebt sie in die Pampa ab. Mit Geld als auch mit einem riesigen verfallenen Schuppen ausgestattet, schafft Anna eine wahre Sensation in dieser Einöde. Celia Miran Curatella wurde 1949 in Buenos Aires geboren. Sie studierte Literaturwissenschaft und Jura. Die Direktorin einer Landschule schreibt Erzählungen sowie Romane und ist Mitarbeiterin verschiedener Zeitschriften. 1998 erhielt sie für „Lavendelduft“ den zweiten Preis des Premio Planeta. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Am Wall 161, 28195 Bremen.
16.6. ---Bibliothek Treffen. Netzwerk junge Autoren Bremen. Die Gruppe trifft sich an jedem 3. Mittwoch im Monat. Sie ist offen für alle Schreibenden unter 40. Es wird über das Schreiben gesprochen und die Teilnehmer stellen einander aktuelle eigene Texte vor. Von Zeit zu Zeit wird gemeinsam zu Lesungen gegangen. E-mail: bakterien_kultur@natur-entdecken-bremen.de. 18.45 Uhr. Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen.
16.6. --- Literaturwerkstätten Lyrik- und Prosawerkstatt. Ob wir nun Gedichte, Erzählungen oder Romane schreiben: Wir brauchen Grundwissen, das uns als Handwerkszeug zur Verfügung steht. Sie sind eingeladen, in privater Atmosphäre Ihre literarischen Fähigkeiten zu erproben. Bewegung, Musik und Entspannung sind Bestandteil des Kurses. Stilmittel aus traditioneller und moderner Poetik helfen uns, Gedichte und Prosatexte als „Verdichtungsformen“ kennen zu lernen, die unseren sprachlichen Ausdruck und unser kreatives Selbstbewusstsein verbessern. Auch das Vortragen der Texte wird geübt. 52-78 €. 19.30 Uhr. Wulwesstraße 10, L. 1, 28203 Bremen.
17.6. --- Literaturhaus Bremen Vortrag. Bremen literarisch entdecken. Ein zweistündiger Spaziergang zu literarischen Orten der Bremer Innenstadt. Mit der Kulturwissenschaftlerin Kirsten Steppat. 16 Uhr. Hauteingang/ Foyer, Goetheplatz 4, 28203 Bremen.
17.6. --- Am Wall Lesung. Prof. Dr. Nicolas Schalz: Mozarts späte Opern als Spiegel der Gesellschaft. 19 Uhr. Am Wall/ Sögestraße, 28195 Bremen.
18.6. --- Café Wienerhof Literatreff. Schreibende treffen sich einmal monatlich im Wienerhof Café unter der Leitung von Otmar Leist. Interessierte sind herzlich willkommen! 20 Uhr. Weberstraße 20, 28203 Bremen.
19.6. --- Instituto Cervantes Tag der spanischen Sprache. Das Instituto Cervantes feiert in seinen 73 Zentren weltweit den Tag der Spanischen Sprache, den Día del Español, kurz día e. Mit diesem Fest wird dem Wert und der Wichtigkeit der spanischen Sprache als internationales Kommunikationsmittel gedacht. Denn Spanisch sprechen weltweit 450 Millionen Menschen. Wörter sind dabei immer der Mittelpunkt. Dementsprechend liegt der Fokus des „día e“ auf dem Wort. 15 Uhr. Schwachhauser Ring 124, 28209 Bremen.
20.6. --- Upper Borg Präsentation. „Lyrik im Alltag“. Ein Projekt von Heide Marie Voigt. Gedichte an Hauswänden. Es geht um Dialog, Subjektivierung, Wirkung. Schüler haben Bürger befragt: Wenn das Gedicht sich etwas wünschen könnte… Eintritt frei! 14.30 Uhr. Upper Borg 147, 28357 Bremen.
20.6. --- Theater Lesung mit Live-Musik. Open-Range 3. Denis Johnson schuf in der neueren amerikanischen Literatur einen nie zuvor gehörten Ton, der Grauen und Komik, Schrecken und Zärtlichkeit verbindet. Kurzgeschichten aus "Jesus' Sohn". Ein Live-Hörspiel mit Michael Meyer (Schauspieler, Kontrabass), Tim D. Lee (Schauspieler, Mundharmonika, Bass), Sängerin und Schauspielerin Erika Spalke und der Gitarrist und Sänger Matthias Dörmann. Musik u.a. von Tom Waits, Hank Williams, Gilliam Welch. 8-13 €. 19.30 Uhr. Theater am Leibnitzplatz, 28199 Bremen.
22.6. --- Villa Ichon Schreibwerkstatt. Literaturpost. Die Literaturpost ist die vermutlich älteste Schreibgruppe in Bremen. Entstanden in den Siebziger Jahren, trug sie damals ihren Namen nicht ganz zu Unrecht: Das Geschriebene wurde nämlich auch per Post ausgetauscht und besprochen (in anderen Städten entstanden Zellen mit gleichem Namen). Die Gruppe, inzwischen langjährig von Hans-Martin Sänger betreut, besteht derzeit aus einem Kern von etwa sieben schreibenden Menschen im Alter zwischen 35 und 60 (an gut besuchten Abenden kommen auch schonmal über zehn). Der Stamm kennt sich seit etwa sechs Jahren; entsprechend freundschaftlich ist die Atmosphäre. Neue Gesichter sind willkommen. Wir treffen uns im Büro des Bremer Literaturkontors jeden ersten und dritten Dienstag eines Monats. Eintritt frei! 20 Uhr. Goetheplatz 4, 28203 Bremen.
23.6. --- Universität Vortrag. Prof. Dr. Norbert Rehrmann – „Der Mythos Simón Bolívar“. Rehrmann forscht unter anderem in dem Bereich kulturelle Identität(en). In seinem Buch „Simón Bolívar. Die Lebensgeschichte des Mannes, der Lateinamerika befreite“ (Verlag Klaus Wagenbach 2009) unterzieht er das ideologische Bild des Revolutionärs und Amerikabefreiers Simón Bolívar (1783 - 1830) einer kritischen Sicht. Der Biograph nimmt sich dabei vor allem die Mythen und Legenden vor, die über den „Libertador“ im Umlauf sind. Gleichzeitig ist das Buch eine klassische und elegante Biografie einer der charismatischsten Persönlichkeiten Lateinamerikas. Eintritt frei! 19 Uhr. Universität der 3. Generation, Biermannstraße 15, 28213 Bremen.
30.6. --- Krimibibliothek Vortrag. Kunstwerken auf der Spur: Der Kunsthistoriker Detlef Stein stellt wieder ein verlorenen Schatz aus der Graphothek vor. 17 Uhr. Am Wall, 28195 Bremen.
10.6. --- Bürgermeister-Smidt-Straße Lesung. Thomas Brussig – „Wie es leuchtet“. Sommer 1989 bis Sommer 1990 - als alle über Ungarn rübermachen, die Mauer fällt und Deutschland Weltmeister wird. Thomas Brussig erzählt von der rollschuhfahrenden Lena, die den Wendehit schreibt, von Lenas großem Bruder, dem einzigartigen Leica-Photographen, von Leo Lattke, dem Starreporter, der gerade jetzt in eine Schreibkrise kommt, erzählt von Alfred Bunzuweit, dem furzenden Direktor des Palasthotels, von Jürgen Warthe, dem Bürgerrechtler, von Gisela Blank, der begnadeten Rechtsanwältin, oder auch von dem 19-jährigen Albino, der für einen Weltkonzern die Volkswirtschaft sondiert. Ein enormes Figurenensemble, das auf magische Art und Weise miteinander verbunden ist und ein fesselndes Porträt einer Zeit voller Leidenschaft, von Menschen mit Schwächen und Stärken, Gewinnern und Verlierern. 4-8 €. 19.30 Uhr. Bürgermeister-Smidt-Straße 10, 27568 Bremerhaven.
11.6. --- Bürgermeister-Smidt-Straße Lesung. Bühne trifft Buch: Der Abend vom Abschied - Nicht Gelesenes aus 7 Jahren. Über 30 „BÜHNE trifft BUCH“-Veranstaltungen wurden in den letzten Jahren zusammengestellt. Höchste Zeit zu bilanzieren, was vergessen wurde: Skurrile, witzige, bemerkenswerte, philosophische Texte und Szenen über das Adieu sagen, das Abschied nehmen. Triviales und Tiefschürfendes, Sinniges und Unsinniges - zusammen- und vorgetragen von den „BÜHNE-trifft-BUCH-Machern“, der Dramaturgie des Stadttheaters Bremerhaven, die sich mit dieser Veranstaltung aus Bremerhaven verabschieden. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Bürgermeister-Smidt-Straße 10, 27568 Bremerhaven.
8.6. --- Thalia Café Bar Lesung. Martin Geck – „Robert Schumann – Mensch und Musiker der Romantik“. Robert Schumann, leidenschaftlicher Tonpoet und kühner musikalischer Vordenker, der in seinem Schaffen Sinnlichkeit und Intellektualität, Realismus und Traumverlorenheit genial zu vereinen wusste, würde am 8. Juni seinen 200. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass begrüßen wir Martin Geck, der aus seiner Biografie über den Komponisten lesen wird. 5 €. 20.15 Uhr. Neumarkt 2, 09111 Chemnitz.
9.6. --- Weißes Haus Lesung. Ilma Rakusa – „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“. Die Schweizer Autorin Ilma Rakusa liest aus ihrem autobiographischen Roman. Der Weg durch mehrere Sprachräume bis in den deutschsprachigen hinein ist bestimmend für Leben und schriftstellerisches Werk der Schweizer Autorin Ilma Rakusa, die ihre Leser in „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“ mitnimmt auf „eine berauschende Reise“ (Berner Zeitung) zurück in eine Kindheit und Jugend in Ost- und Mitteleuropa. Geboren 1946 in der Slowakei als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin, kam Rakusa selbst nach Umwegen über Budapest und Ljubljana im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern nach Zürich, wo sie heute noch lebt. „Mehr Meer“ lebt von der stimmungsvollen und lyrischen Sprache und Erzählweise, in der die mit der Kieler Liliencron-Dozentur 2004 ausgezeichnete Dichterin Ilma Rakusa zu hören ist. Kindheitsszenen und Begegnungen fügen sich auf wunderbare Art und Weise in Dialogen, Bildern und Gedichten. „Mehr Meer“ wurde mit dem Schweizer Buchpreis 2009 ausgezeichnet. 3-10 €. 19 Uhr. 23743 Cismar.
1.6. --- Heron Buchhandlung Lesung. Markus Heitz – „Collector“. Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen. 20 Uhr. Mauerstraße 8, 03046 Cottbus.
3.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 4-6 €. 19.15 Uhr. Spremberger Straße 14-15, 03046 Cottbus.
2.6. --- Literaturhaus Diskussion. Lesebühne der Darmstädter Textwerkstatt: Diskussion mit Anette Welp und Renate Schmidgall. Mit musikalischer Begleitung. Es lesen und diskutieren Anette Welp aus Trebur, die neue Prosatexte vorstellen wird, sowie die als Übersetzerin aus dem Polnischen bekannte und in Darmstadt lebende Renate Schmidgall, die 2009 den Karl-Dedecius-Preis für literarische Übersetzung erhielt und hier nun eigene Gedichte liest. Es liegt nahe, dass ein Übersetzer von Literatur auch selbst Literatur verfasst. Aber wird das vor dem Hintergrund seiner Verdienste als Übersetzer auch ebenso gewürdigt? Anette Welp ist eine Autorin von außerordentlicher Empathie, wo es um die komplizierte Welt der Geschlechter und ihrer Prägungen geht. Ihre Texte sind moralische Überzeugung und Herausforderung zugleich. 20 Uhr. Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
3.6. --- Literaturhaus Vortrag. Britta Petersen – „Unterwegs im Spannungsfeld Afghanistan, Pakistan, Indien“. Frau Petersen ist Journalistin und lebt seit Ende 2005 in Neu-Delhi. Von dort berichtet sie aus Indien und den Nachbarländern Pakistan und Afghanistan über Politik, Wirtschaft sowie kulturelle und gesellschaftliche Themen. 2005 war sie Medienberaterin der afghanischen Frauenministerin in Kabul, in Zusammenarbeit mit der GTZ. Ihre Beiträge wurden in Deutschland in Die Zeit, taz, Cicero, Wirtschaftswoche und der Financial Times Deutschland veröffentlicht. Für ihre journalistische Aufbauarbeit einer unabhängigen Presse in Afghanistan wurde sie bereits 2005 ausgezeichnet. Darüber hinaus hat sie mehrere Bücher über Indien und Afghanistan publiziert. 19 Uhr. Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
9.6. --- Galerie der Schader-Stiftung Lesung. Eva Demski – „Gartengeschichten“. Das Paradies ist in vielen Religionen ein Garten. Unzählige Menschen wollen schon im Diesseits so etwas haben. Von diesem Moment an stellt sich jeden Tag aufs Neue die Frage: Hat der Garten uns, oder haben wir ihn? Seit Adam und Eva ist diese Frage von nicht geringer Bedeutung für das menschliche Geschick. Auf vielerlei Pfaden geht Eva Demski in ihrem neuen Buch dem Garten-Mensch-Verhältnis nach, der kulturellen, sozialen, persönlichen Bedeutung von Gärten, sie erzählt vom Scheitern ebenso wie vom Glück des Gelingens, der Erschaffung eines Stücks Himmel auf Erden. 2,50 €. 18.30 Uhr. Goethestraße 2, 64285 Darmstadt.
10.6. --- Literaturhaus Lesung. Mit der Freiberger Autorin Angela Elis – „Mein Traum ist länger als die Nacht – Wie Bertha Benz ihren Mann zu Weltruhm fuhr“. Am 5. August 1888 setzte sich Bertha Benz mit ihren beiden Söhnen hinter das Steuer des patentierten Motorwagens ihres Mannes Carl Benz und startete zur ersten Fernfahrt in der jungen Geschichte des gerade zwei Jahre alten Automobils. Mit dieser Pioniertat setzte die so resolute wie selbstbewusste Erfindergattin zugleich ein Fanal. Die Fahrt nach Pforzheim läutete das Zeitalter der Frau am Steuer ein. Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, rief damals zum Teil ungläubiges Staunen hervor – und jagte manchem, der unterwegs dem fauchenden „Ungetüm“ begegnete, einen gehörigen Schrecken ein. Angela Elis erzählt in ihrem Buch die spannende Lebensgeschichte von Bertha und Carl Benz, die in den Revolutionsjahren des 19. Jahrhunderts begann und im Zweiten Weltkrieg tragisch endete. Auch Darmstadt kommt in der Biografie vor, da das Ehepaar 1903/04 kurz in der Heinermetropole wohnte. 5 €. 19.30 Uhr. Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
19.6. --- Literaturhaus Lesung. Maciej Lukaszczyk, Polen, Präsident der Chopin-Gesellschaft „2. Klavierabend der Chopin-Gesellschaft“. Chopin: Rondo à la Mazur, 4 Impromtus, 4 Balladen. Maciej Lukaszczyk, polnischer Pianist, gründete 1970 die Chopin-Gesellschaft, deren Präsident er ist. Ziel ist, den Pianisten-Nachwuchs zu fördern durch Konzertreihen, Internationale Meisterkurse für Pianisten und die Internationalen Chopin-Wettbewerbe. Er hat einen hervorragenden Namen als Chopin-Interpret, ebenso als Klavier-Duopartner mit seinem Bruder Jacek durch Konzerte in Europa und den USA. 10-12 €. 20 Uhr. Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
23.6. --- Literaturhaus Vortrag. Dr. Walter Hettche, München – „Karl Ludwig Knebel und seine Beziehungen zu Goethe“. Eintritt frei! 19.45 Uhr. Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
24.6. --- Luise-Büchner-Bibliothek Literarische Teestunde. Luise Büchner – „Der kleine Vagabund“. Lesung mit Sigrid Schütrumpf, Moderation: Agnes Schmidt. Luise Büchner erzählt in ihrer letzten Veröffentlichung vor ihrem Tod die Geschichte eines Fotografen aus der Bergstrasse. Zur Zeit der Entstehung der Erzählung gab es mehrere Fotografen in Darmstadt, unter ihnen Franz Backofen, in dessen Atelier u.a. sich auch Luises Schwester, Mathilde, fotografieren ließ. Eintritt frei! 16 Uhr. Geschäftsstelle der Luise-Büchner-Bibliothek im 2. Stock, Osteingang (bitte klingeln), Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
14.6. --- Buchhandlung J. Diekmann Lesung. Elisabeth Stenmans – „Jedes Kind ein Geschenk“. Elisabeth Stenmans ist eine beeindruckende Frau. Sie hat es gewagt, wovor die meisten Menschen zurückschrecken würden. Neben zwei leiblichen Kindern hat sie im Laufe der Jahrzehnte 32 Kinder von vier Kontinenten angenommen, etliche behindert oder traumatisiert adoptiert. In ihrem Buch erzählt sie eindringlich und auf berührende Weise, wie sie ihre Kinder gefunden hat, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatte, wie das Zusammenleben in einer so großen Familie funktioniert, und nicht zuletzt davon, wie bereichernd das Leben mit Kindern sein kann. Am Markt 2, 49413 Dinklage.
25.6. --- Altes Rathaus Lesung. Hanns-Josef Ortheil – „Die Erfindung des Lebens“. „Die Erfindung des Lebens“ ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt zunächst stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen. Schlossstraße 14, 71254 Ditzingen.
14.6. --- Thalia Universitätsbuchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. Westenhellweg 44, 44137 Dortmund.
16.6. --- Augustinum Lesung. Rolf-Bernhard Essig – „Da wird der Hund doch in der Pfanne verrückt“ – Essigs Essenzen. Schon als Kinder staunen wir Bauklötze oder führen einen Eiertanz auf. Als Jugendliche verstehen wir oft nur Bahnhof, haben eine lange Leitung oder gar keinen Bock. Und später packen wir entweder die Gelegenheit beim Schopf oder werfen die Flinte ins Korn. Ein Sprichwort begleitet uns durchs Leben, es macht unsere Sprache lebendig, bunter und anschaulicher. Rund 500 Redensarten und Floskeln benutzt jeder im Alltag, doch nur selten wissen wir, woher die Sprüche eigentlich kommen, die wir klopfen. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der bekanntesten Sprichwörter gemacht. Virtuos und witzig illustriert, weckt sein Buch den Spaß an der Sprache. 16 Uhr. Großer Clubraum, Kirchhörderstraße 101, 44229 Dortmund.
4.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 5-8 €. 19.15 Uhr. Haus des Buches, Dr.-Külz-Ring 12, 01067 Dresden.
19.6. --- Galerie am Hoffmannschen Gut Lesung. Christoph Hein – „Frau Paula Trousseau“. Gegen den Willen ihrer Eltern und ihres Verlobten fährt die 19jährige Paula zur Aufnahmeprüfung der Kunsthochschule nach Berlin. Sie wird Malerin, um den Preis der Verhärtung gegen alle und alles. Sämtliche Beziehungen zu Männern scheitern, die zu Frauen gehören zu den beständigeren, vertreiben jedoch nicht die dominierenden Grautöne aus ihren Bildern. Woher kommt diese Gleichgültigkeit gegenüber den anderen und am Ende gegen sich selbst? Wie werden wir, was wir sind? Christoph Hein erzählt von einer Frau, die in ihrem Leben das Abenteuer der Selbstbehauptung eingeht: „Die Geschichte einer gelungenen Emanzipation … Ein reiches Buch. Das schönste, das Christoph Hein bislang geschrieben hat.“ (Frankfurter Rundschau). 18 Uhr. Alte Dorfstraße 8, 01833 Dürröhrsdorf-Dittersbach.
4.6. --- Capitol Theater Lesung. Henning Mankell – „Der Feind im Schatten“. Henning Mankell und Axel Milberg stellen den letzten Wallander-Krimi vor. Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen… Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden. 20 Uhr. Erkrather Straße 30, 40233 Düsseldorf.
6.6. ---Theatermuseum Lesung. Christiane Neudecker – „Nirgendwo sonst“. Reisebilder – Literatur im Hofgarten. Birma, Burma, Myanmar - einen deutschen Rucksacktouristen hat es mehr zufällig in dieses Land verschlagen. Als seine Reisebegleitung ihn plötzlich verlässt, beginnt eine hektische und verzweifelte Reise kreuz und quer durch das Land, abseits von den touristischen Routen. Katrin Röver vom Düsseldorfer Schauspielhaus, die zurzeit in der Kabale und Liebe Inszenierung von Andreas Kriegenburg zu sehen ist, liest zum Auftakt aus Heinrich Heines Reisebildern. Eintritt frei. 15 Uhr. Vor dem Theatermuseum (bei Regen im Museum), Jägerhofstraße 1, 40479 Düsseldorf.
11.6. --- KÖ-Galerie Lesung. Hanns-Josef Ortheil – „Die Erfindung des Lebens“. „Die Erfindung des Lebens“ ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt zunächst stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen. 19 Uhr. Königsallee 60, 40212 Düsseldorf.
11.6. --- KÖ-Galerie Lesung. Nacht der Poeten: Entdeckungen und Erfindungen. Im Rahmen des Düsseldorfer Bücherbummels. Mit Ralf Bönt, Die Entdeckung des Lichts; Hanns-Josef Ortheil, Die Erfindung des Lebens; Raoul Schrott, Die Blüte des nackten Körpers. Musik: Johannes Leis. Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V. 12-18 €. 21 Uhr. Königsallee 60, 40212 Düsseldorf.
12.6. --- Bücherbummel-Spiegelzelt Podiumsdiskussion. Das Buch im digitalen Zeitalter. Im Rahmen des 25. Düsseldorfer Bücherbummels. Podiumsdiskussion NRW e.V. Mit: Marie-Agnes Strack-Zimmermann und N.N. Moderation: Michael Serrer. Veranstalter: Literaturbüro NRW und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband. Eintritt frei! 14 Uhr. Königsallee/ Bahnstraße, 40212 Düsseldorf.
12.6. --- Bücherbummel-Spiegelzelt Buchvorstellung. 1. Düsseldorfer Schreibtalentiade. Buchvorstellung: Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen verschiedener Düsseldorfer Grundschulen präsentieren in kurzen Lesungen ihr Buch. Entstanden ist es in den Schreibwerkstätten „Alphabetanien“ mit Barbara Zimmermann und „Reisegeschichten“ mit Pamela Granderath. Die jungen BuchautorInnen sind die sechsundzwanzig Gewinner der 1. Düsseldorfer Schreibtalentiade, eines Schreibwettbewerbs der Stiftung Begabtenförderung, organisiert vom Competence Center Begabtenförderung, dem Literaturbüro NRW und den Stadtbüchereien. Der Wettbewerb fand im Schuljahr 2009/2010 erstmals für die 4. Klassen der Düsseldorfer Grundschulen statt, 650 Kinder beteiligten sich daran. Eintritt frei! 16 Uhr. Königsallee/ Bahnstraße, 40212 Düsseldorf.
12.6. --- Literaturschiff Lesung. Burkhard Spinnen – „Müller hoch Drei“. Literaturschiff mit Burkhard Spinnenca. 4-stündige Schiffsreise auf der MS Rheinprinzessin. Burkhard Spinnen liest aus seinem Buch „Müller hoch Drei“, außerdem Lektüretipps von Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V. und Lothar Schröder, Rheinische Post. Nach dem großen Erfolg von „Belgische Riesen“ legt Burkhard Spinnen sein lang erwartetes zweites Kinder- und Jugendbuch vor. !Müller hoch Drei“ ist eine rasante, einfallsreiche und ziemlich schräge Familiengeschichte für alle Leser ab 10 Jahren. Sie stellt nicht nur die Welt von Paul auf den Kopf, sondern auch die des Lesers. In einem rasanten Tempo gibt es ständig neue Überraschungen und unglaubliche Verrücktheiten. 20-23 €. 16 Uhr. Anleger Schlossturm, Burgplatz, 40213 Düsseldorf.
15.6. --- Zentralbibliothek Präsentation. Frisch gepresst: Literaturzeitschrift sprachgebunden. Mit Jan Valk & Thomas Pletzinger. Im Kölner Kleinverlag „edition chiméra“ erscheint seit einigen Jahren das ambitionierte Literaturmagazin „Sprachgebunden“, das in seiner ästhetischen Intelligenz alle vergleichbaren Produkte der Literatur- und Kunst-Szene weit überragt. Die FAZ rühmte bereits die anspruchsvolle Gestaltung. Vorgestellt werden junge Autoren und Künstler aus dem deutschsprachigen Raum. Der Herausgeber Jan Valk wird zur Präsentation seiner Zeitschrift begleitet von dem Schriftsteller Thomas Pletzinger, der 1975 in Münster geboren wurde, jetzt in Berlin einen Literarischen Salon betreibt und dessen Werk schon mit zahlreichen Preisen und Stipendien bedacht wurde. Veranstalter: Zentralbibliothek & Literaturbüro NRW e.V. Eintritt frei. 18 Uhr. Bertha-von-Suttner-Platz 1, 40227 Düsseldorf.
17.6. --- Buchhandlung Isartal Lesung. Josef Wilfling - „Abgründe“. Das Unfassbare war bei ihm der Normalfall: Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling hatte es tagtäglich mit Menschen zu tun, die Ungeheuerliches getan oder erlebt haben. In Abgründe erzählt er seine spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi. 19.30 Uhr. Professor-Benjamin-Allee 2, 82067 Ebenhausen.
17.6. --- Schloss Elmau Lesung. Hanns-Josef Ortheil – „Die Erfindung des Lebens“. „Die Erfindung des Lebens“ ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt zunächst stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen. 19 Uhr. 82493 Elmau.
8.6. --- E-Werk Lesung. Eric Pfeil – „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee“. An seinem 38. Geburtstag beschließt Eric Pfeil nicht nur, die Band für Afrika wieder zusammenzubringen, sondern beginnt auch ein popkulturelles Tagebuch, in dem er der Frage nachgeht, wie man als jemand, der die 40 im Visier hat, seine Liebe zur Popmusik lebendig halten kann. Vor Musikverdrossenheit schützt natürlich nur: Musik. Die Rettung kommt von Göttern und anderen Außenseitern: von Kevin Ayers, dem großen Verduftikus der Pop-Geschichte; von Bob Dylan, dem mutigen Mythenzerdepperer; von sexuell verwirrten Menschen wie Tom Jones und Devendra Banhart; von der wunderbaren Nervensäge Adriano Celentano oder dem weltmürben Robyn Hitchcock. Und natürlich von neuen Künstlern wie Vampire Weekend, Bon Iver oder den Black Lips. Fuchsenwiese 1, 91054 Erlangen.
22.6. --- Alte Mühle Lesung. Uwe Kolbe – „Heimliche Feste“. Open-Air-Lesung im Rahmen der Reihe „Lesungen an ungewöhnlichen Orten“. Einführung und Moderation: Dr. Adolf Fink. Wie in den früheren Lyrik-Bänden verbindet Uwe Kolbe seine neuen Gedichte leichthändig und kunstvoll zu einem fest gefügten Zyklus von Versen. Ein melancholischer Grundton des Verlusts, der zum Pathos hinüberschwingt, nimmt den Leser mit auf eine Rundreise. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Alte Mühle – Innenhof, 65760 Eschborn.
15.6. --- Stiftstheater des Augustinum Lesung. Rolf-Bernhard Essig – „Da wird der Hund doch in der Pfanne verrückt“ – Essigs Essenzen. Schon als Kinder staunen wir Bauklötze oder führen einen Eiertanz auf. Als Jugendliche verstehen wir oft nur Bahnhof, haben eine lange Leitung oder gar keinen Bock. Und später packen wir entweder die Gelegenheit beim Schopf oder werfen die Flinte ins Korn. Ein Sprichwort begleitet uns durchs Leben, es macht unsere Sprache lebendig, bunter und anschaulicher. Rund 500 Redensarten und Floskeln benutzt jeder im Alltag, doch nur selten wissen wir, woher die Sprüche eigentlich kommen, die wir klopfen. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der bekanntesten Sprichwörter gemacht. Virtuos und witzig illustriert, weckt sein Buch den Spaß an der Sprache. 19.30 Uhr. Renteilichtung 8-10, 45134 Essen.
17.6. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 7-10 €. 20.15 Uhr. Markt 5-6, 45127 Essen.
25.6. --- Museum Folkwang Lesung. Michael Lentz – „Offene Unruh”. Michael Lentz, „unter den wichtigsten jungen deutschen Schriftstellern der rasanteste“ (Felicitas von Lovenberg, F.A.Z.), schreibt über die Liebe, als sei noch nie darüber geschrieben worden. Selbstbewusst und subversiv, leidenschaftlich liebeswund, verführerisch, so dass dem Liebenden das tausendfach Gesagte neu erscheint. Wann ist das letzte Mal so ungestüm und offen von der Unruhe, die wir Liebe nennen, gesprochen worden? 19 Uhr. Museumsplatz 1, 45128 Essen.
30.6. --- Stadtbücherei Lesung. Robert Menasse – „Ich kann jeder sagen“. Dreizehn Ich-Erzähler erinnern sich an Erlebnisse und Ereignisse, die prägend wurden für ihr Leben. Erinnerungen an den Tag, als John F. Kennedy erschossen wurde, die RAF in Wien den Industriellen Palmers entführte, Griechenland Fußball-Europameister wurde. Aus Erinnerungen wird Geschichte. Der große Fabulierer Robert Menasse erzählt, was wir erlebt haben, so dass wir uns erinnern, uns erkennen und Spätere uns verstehen. In seinen Geschichten ist die historische Wahrheit – sage „Ich“ – gut aufgehoben. 20 Uhr. Berliner Platz 5, 70734 Fellbach.
11.6. --- Bücherstube an der Martinskirche Lesung. Aileen P. Roberts – „Thondras Kinder - Die Zeit der Sieben“ und Ann-Kathrin Karschnick: „Die Feuerritter-Kampf um Teinemaa“. Der Kriegsgott Thondra wählt die Sieben aus, die die Welt retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen. Im Mittelpunkt stehen Rijana, das Bauernmädchen und Ariac, der wilde Steppenjunge auch sie könnten Kinder Thondras sein..... „Wirst du mich dabei unterstützen, den König von Teinemaa zu töten?“ Als Tulurin diese Worte des Stadthalters von Agláar hört flieht er in Panik, wird gefangen und kurz vor seinem Tod von Erûven befreit. Welche Absicht hat dieser? St. Martin-Straße 17, 91301 Forchheim.
1.6. --- Goethehaus Podiumsgespräch. Mit Martin Mosebach und Michael Walter. „Weltliteratur“ im Sinne Goethes meint den Austausch zwischen den Literaturen verschiedener Sprachen und Kulturen: eine zentrale Rolle spielt dabei das Übersetzen. Nach Goethes Überzeugung ist die deutsche Sprache hierfür besonders geeignet, „sie schließt sich an die Idiome sämtlich mit Leichtigkeit an, sie entsagt allem Eigensinn und fürchtet nicht, dass man ihr Ungewöhnliches, Unzulässiges vorwerfe“. Das Podiumsgespräch mit dem Autor Martin Mosebach und dem Übersetzer Michael Walter eröffnet eine Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit dem Haus am Dom, dem Literaturhaus Frankfurt und dem Holzhausenschlösschen durchgeführt wird. Eintritt frei! 19 Uhr. Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main.
2.6. --- Literaturhaus Lesung und Gespräch: „Kein Generationenvertrag – Erwachsenwerden und Erinnerung“. Mit den Autoren Easterine Iralu (Indien/Norwegen), Herrad Schenk (Deutschland), Ariel Magnus (Argentinien) und Horacio Castellanos Moya (El Salvador/USA). Moderation: Holger Ehling, Kulturjournalist. Lesung der deutschen Texte: Birgitta Assheuer. Erwachsenwerden und die Beziehungen zwischen den Generationen waren schon immer Stoff für Literatur, für Romane, in denen es mitunter recht konfliktreich zugeht. Dabei kann Erinnerung durchaus trügen oder auch geleitet sein von Erkenntnissen, die mehr mit dem Heute als mit dem Gestern zu tun haben. In Easterine Iralus Roman „Tage des Zorns“ (Brandes & Apsel) ist es ein junges Mädchen, das sich gegen die Dominanz älterer Frauen durchsetzt. Und Ariel Magnus erzählt in „La abuela“ (Planeta) die Lebensgeschichte seiner Großmutter. Herrad Schenks neuestes Buch „Die Heilkraft des Schreibens: Wie man vom eigenen Leben erzählt“ (C.H. Beck) ist für das Thema programmatisch. Und Horacio Castellanos Moya setzt sich in seinem Roman „Der schwarze Palast“ (S. Fischer) kritisch mit düsteren Perioden seiner Heimat auseinander. 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
2.6.-4.6. --- Literaturhaus Das internationale Lesefest am Main – Zuflucht: Literatur. Gastveranstaltung – 30 Jahre litprom. Für viele Menschen ist Literatur eine wichtige Erfahrung: Lebensmittel, Trost, Anregung, Unterhaltung, Symbol für Bildung und Welterfahrung. Mit Büchern reisen immer noch viele in ferne, neue Welten, in Dimensionen, die sie nur durch Romane, Erzählungen oder Gedichte erfahren. Literatur ist auch Zuflucht in widrigen Zeiten. Das gilt für diejenigen, die sich schreibend die Welt erobern, sie deuten und anderen etwas mitteilen. Es gilt ebenso für Leserinnen und Leser, die sich mit einem Buch in der Hand für eine Zeit von der Außenwelt zurückziehen, um sich dann mit neuen Sichtweisen und Anregungen wieder auf sie einzulassen. Das Internationale Netzwerk der Städte der Zuflucht (ICORN) und das europäische Projekt „Shahrazad – Geschichten fürs Leben“ wollen Literatur in vielen Facetten und besonders in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung erfahrbar machen. Das Lesefest feiert auch ein Jubiläum: litprom – die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V. – wurde vor 30 Jahren gegründet. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
3.6. --- Literaturhaus Lesung und Gespräch. „Neue Heimat – neue Sprache – neue Literatur?“ Mit den Autoren Carmen-Francesca Banciu (Rumänien/Deutschland) und Abbas Khider (Irak/Deutschland). Moderation: Peter Ripken. Lesung der deutschen Texte: Birgitta Assheuer. Mehr und mehr Menschen haben im letzten Jahrhundert ihre Heimat verlassen (müssen), um in einem fremden Land eine neue Existenz zu finden. Eine wachsende Zahl von Autorinnen und Autoren schreibt nicht mehr in ihrer Muttersprache, sondern in der Sprache ihrer neuen Heimat. Die Wege des Erfolgs sind dabei zuweilen sehr verschlungen, die Entfernung von der Heimat eröffnet aber auch neue Chancen, hebt die Entfremdung von der Herkunft vielleicht gar auf eine neue literarische Ebene. Eintritt frei! 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
4.6. --- Literaturhaus Lesung und Gespräch mit Musik. „Die ganze Welt im Gedicht“. Mit den Autoren Faraj Bayrakdar (Syrien/Schweden), Mansur Rajih (Jemen/Norwegen), Pegah Ahmadi (Iran/Deutschland) und Carlos A. Aguilera (Kuba/Deutschland). Moderation: Matthias Göritz. Lesung der deutschen Texte: Thomas Brückner. Musikalischer Rahmen: Shahram Moghaddam. Immer wieder ist es gerade das Gedicht, das Erfahrung verdichtet. Dies scheint besonders zu gelten für existenzielle Situationen wie Gefängnishaft, Bedrohung, Exil. Die Poeten dieses Abends setzen sich damit auseinander. Denn sind verdichtete Worte nicht auch das Einzige, was den Bedrängten als Verteidigung gegen diejenigen bleibt, die sie bedrängen? In vielen politischen Systemen der Welt sind es gerade die Autorinnen und Autoren – und allen voran die Poeten – vor denen sich die Diktatoren fürchten. In Gedichten derart bedrängter Lyriker findet sich nicht nur traumatische Erfahrung, in ihnen scheint auch die Hoffnung immer wieder auf, dass Worte etwas bewegen, ja verändern können. Eintritt frei! 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
7.6. --- Batschkapp Lesung. Benjamin v. Stuckrad-Barre – „Auch Deutsche unter den Opfern“. Lesung mit dem Autor und Christian Ulmen. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen – das sind die Bedingungen, unter denen wir leben. 20Uhr. Maybachstraße 24, 60433 Frankfurt am Main.
8.6. --- Literaturhaus Gespräch. Schöne Aussichten – Das Frankfurter Literaturgespräch (Nr. 7). Mit: Ina Hartwig, Alf Mentzer, hr2-kultur, und Hubert Spiegel, FAZ. Zu Gast: Sibylle Lewitscharoff. „Das Literarische Quartett auf Frankfurterisch: Geistreiche Unterhaltung ist sicher“, schrieb der Literaturkritiker Christoph Schröder über die Reihe „Schöne Aussichten“. Nun lädt das Literaturhaus Frankfurt zum siebten Mal in Zusammenarbeit mit hr2-kultur drei Frankfurter Literaturkritiker zum Büchergespräch ein: Ina Hartwig (freie Kritikerin), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk) und Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Jeweils ein Gast ergänzt diese Kritikerrunde – diesmal wird es die Autorin Sibylle Lewitscharoff sein. Viermal im Jahr hört man in den „Schönen Aussichten“ von Neuerscheinungen im Bereich Belletristik, vom erzählenden Roman bis hin zur experimentellen Prosa. Außerdem regelmäßig im Programm: ein Erfolgsbuch der Vergangenheit im Haltbarkeitstest. Über folgende Bücher wird an diesem Abend diskutiert: Jörg-Uwe Albig: „Berlin Palace“, Tropen Verlag; Clemens Meyer: „Gewalten“, S. Fischer Verlag; Patrick Modiano: „Place de l'Etoile", Carl Hanser Verlag; Annette Pehnt: „Man kann sich auch wortlos aneinander gewöhnen das muss gar nicht lange dauern", Piper Verlag; Im Haltbarkeitstest: F.C.Delius: „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“, Rowohlt Verlag. Live dabei ist man im Literaturhaus. Übertragen wird jede Diskussion als Hörsendung auf hr2-kultur, dieses Mal am Sonntag, dem 13. Juni, von 12 bis 13 Uhr. 3-5 €. 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
9.6. --- Literaturhaus Poetiklesung. Frankfurter Poetikdozentur Sommersemester 2010. „Über den Zufall – Jean Paul, Hölderlin und der Roman, den ich schreibe“. Navid Kermani liest. In seiner fünfteiligen Vorlesungsreihe wird sich der Autor jeweils am Dienstagabend mit Phänomenen literarischer Verwandtschaft auseinandersetzen und sein eigenes dichterisches Programm skizzieren. Dabei wird er sein gegenwärtiges und voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinendes Romanvorhaben ins Zentrum stellen und somit dem Publikum Einblicke in die eigene Schreibwerkstatt gewähren. Termine der Poetik-Dozentur von Navid Kermani sind folgende Dienstage: 11.5., 18.5., 25.5., 1.6. und 8.6. jeweils um 18 Uhr c.t. im Hörsaal HZ 2 am Campus Westend. 3,50-6 € (Freier Eintritt für Studenten). 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
15.6. --- Goethehaus Lesung. „Geheimnisvoll offenbar“ – Goethe im Berg. „Ich will nur sehn wie weit ich dem Menschen in seinen Schachten und Erzgängen nachkomme“, schrieb Goethe bereits im Jahr 1773. Das Bild des Berges, der Erde ist eines der zentralen Motive des Goetheschen Werkes, vom ‚Urfaust’ aus den Sturm-und-Drang-Tagen bis zur Vollendung des Menschheitsdramas im letzten Lebensjahr. Auch unter geologischem Aspekt haben ihn Fragen der Entstehung der Erde und des Lebens, durch Feuer oder Wasser, zeitlebens beschäftigt. Und praktisch hat sich Goethe jahrzehntelang ganz besonders für das Bergwerk in Ilmenau engagiert. Die Erde, das Innere der Erde war ihm „geheimnisvoll offenbar“, es war nicht zu entschlüsseln, nur zu umschreiben, dichterisch, wissenschaftlich und in unermüdlicher Tätigkeit. 3-6 €. 19 Uhr. Arkadensaal, Großer Hirschgraben 23-25, 60311 Frankfurt am Main.
15.6. --- Literaturhaus Gespräch und Lesung. „Deutsche Sprache und moderne Dichtung“. Podiumsgespräch und Lesung mit Ilma Rakusa und Klaus Reichert. Nachdenken über Poesie: Zwei erfahrene Übersetzer, Vermittler, Dichter unterhalten sich über das Wesen der deutschen Sprache. Welcher Schatz ist darin enthalten, welche Möglichkeiten des Schreibens bietet sie, was macht ihren besonderen Reiz aus? Die Entwicklung der deutschen Sprache war z.B. durch Hölderlin oder Borchardt immer davon geprägt, mit den Übersetzungen die eigene Sprache zu bereichern, das Fremde im Deutschen durchscheinen zu lassen und die Grenzen der eigenen Sprache zu erweitern. Heutzutage spielt die deutsche Sprache wiederum für die Verbreitung osteuropäischer Literatur in der Welt eine wichtige Rolle – man denke nur an die sehr frühe deutsche Übersetzung von Imre Kertész und an Herta Müller, beide Nobelpreisträger. Ilma Rakusa und Klaus Reichert werden sich darüber unterhalten und aus ihren eigenen Werken lesen: Ilma Rakusa aus „Mehr Meer“ – eine autobiographische Liebeserklärung der Autorin (Literaturverlag Droschl) und Klaus Reichert aus seinem neuen Gedichtband „Das Gesicht in den Wolken“ (Jung und Jung Verlag). Eintritt frei. 19.30 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
16.6. --- Literaturhaus Lesung. Lebogang Mashile und André Brink – vorgestellt von Ilija Trojanow. Im Rahmen von „Afrikanissimo“ lesen zwei herausragende Autoren aus Südafrika. Moderation und deutsche Texte: Ilija Trojanow. Lebogang Mashile, geboren 1979 in Südafrika, ist eine der wichtigsten Poetry-Performerinnen Südafrikas. Mit ihren Veröffentlichungen und Auftritten hat sie vor allem die jüngere Lyrik Südafrikas maßgeblich geprägt. In den Gedichten ihres Bandes „Töchter von morgen“, die sie auf eine vom Hip-Hop inspirierte Vortragsweise darbietet, thematisiert sie die Stellung der Frau in der „Regenbogennation“ – humorvoll, melancholisch und drastisch. 2006 erhielt sie den hochdotierten, jährlich an afrikanische Schriftstellerinnen vergeben NOMA-Preis für ihren 2005 erschienen Gedichtband „In a Ribbon of Rhythm“. André Brink, geboren 1935 in Vrede im Oanje-Freistaat, gehört zu den Schlüsselfiguren im Kampf weißer südafrikanischer Autoren gegen die Apartheid. Seine überwiegend in Afrikaans und Englisch geschriebenen Romane wurden in 30 Sprachen übersetzt, verfilmt und international ausgezeichnet. In seinem neuen Roman „Kupidos Chronik“ – einer Parabel auf das koloniale Erbe seiner Heimat – begibt sich Südafrikas großer Chronist André Brink auf die Suche nach der Vergangenheit des „Schwarzen Kontinents“ und erzählt mit großer sprachlicher Kraft vom Leben des Kupido Kakkerlak, dem ersten eingeborenen Missionar in der burischen Kolonie Südafrikas. 3,50-6 €. 20 Uhr. Schöne Aussicht 2, 60311 Frankfurt am Main.
17.6. --- Constetten Haus Lesung. Wolfgang Hirn – „Der Kampf ums Brot“. Der weltweite Verteilungskampf um unser täglich Brot steht unmittelbar bevor. Unaufhaltsam steuern wir auf eine globale Verknappung der Rohstoffe zu, die wir für die Herstellung unserer Lebensmittel benötigen. Der simple Grund: Eine weltweit steigende Nachfrage stößt auf ein bestenfalls stagnierendes Angebot. Wolfgang Hirn ist von Nord- und Südamerika über Afrika, Asien bis nach Australien gereist, hat neuseeländische Schafzüchter, norwegische Fischer, koreanische Reisbauern und Betreiber von Acquafarmen ebenso befragt wie Rohstoffspekulanten an der Chicagoer Börse, Agrarwissenschaftler, Forscher der Agrochemie-Konzerne, aber auch die Gegner von Genfood. Er analysiert und erklärt die Zusammenhänge und zeigt innovative Lösungen auf, die uns vor einem Rohstoffkollaps bewahren könnten. 19.30 Uhr. Speicherstraße 39-47, 60327 Frankfurt am Main.
7.6. --- Mariela Dessous Lesung. Björn Kern – „Das erotische Talent meines Vaters“. In der Reihe Literatur im Sortiment im Dessousgeschäft Mariela in der Gerberau aus seinem Roman „Das erotische Talent meines Vaters“. Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als der Sohn, der Ich-Erzähler in Björn Kerns neuem Roman, aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den Vater zu belagern scheinen und von denen er sich angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und wo treibt er sich eigentlich nachts herum? 6-8 €. 20 Uhr. Gerberau 28a, 79098 Freiburg.
10.6. --- Literaturbüro Vortrag. Birte Hackenjos und Gudrun Vogel referieren zu dem Thema „Digitales Publizieren -Der Wandel in der Verlagsbranche am Beispiel der Haufe Mediengruppe“. Wie sieht die Verlagsbranche von morgen aus? Gibt es nur noch Digital Content, E-Publishing und Onlineproviding? Ein Unternehmen, das sich bereits vor vielen Jahren diesen Veränderungen gestellt hat, ist die Haufe Mediengruppe. Wie funktioniert die Umstellung von Print auf Online konkret in der Praxis einer Redaktion? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein? Und welche neuen Anforderungen ergeben sich daraus für die redaktionelle Arbeit? Im Anschluss an den etwa einstündigen Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion. 20 Uhr. Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg.
10.6. --- Weinschlösschen Lesung. Maike Albath – „Der Geist von Turin. Pavese, Einaudi, Ginzburg und die Wiedergeburt Italiens nach 1943“. Mitten in Mussolinis Italien, in Turin, im Schatten der Fortschrittsmaschinerien von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben Abhandlungen und regimekritische Artikel, gingen in die Verbannung und ins Gefängnis und fühlten sich als Avantgarde einer besseren Zukunft. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg, Giulio Einaudi, Norberto Bobbio und, später, Italo Calvino, kam jener Geist, der nach dem Zweiten Weltkrieg das Klima politischer und intellektueller Freiheit auf der Appeninhalbinsel geprägt hat wie kaum etwas Anderes. 4-6 €. 20 Uhr. Elisabeth-Schneider-Stiftung, Wilhelmstraße 17a, 79098 Freiburg.
10.6. --- Studentensiedlung am Seepark Lesung. Zwischen/Miete - Nachwuchsliteratur in WGs. Zum dritten Mal zieht ein junger Autor zur Zwischenmiete in eine Freiburger WG ein, diesmal liest Marius Hulpe Lyrik. Die neue Lesereihe präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Für einen Abend kommen professionelle, noch nicht im Literaturbetrieb etablierte AutorInnen zur zwischen/miete in Freiburger Wohngemeinschaften und stellen frische Texte vor. Von Studierenden organisiert und moderiert, sollen die Lesungen die ganz unterschiedlich geprägten Räume des mal flotten, mal wenig außergewöhnlichen studentischen Lebens zu einem Ort der jungen Literatur machen. Bei der dritten Veranstaltung des Sommersemesters 2010 wird Marius Hulpe Lyrik lesen. „Marius Hulpe findet wunderbar lakonische und präzise poetische Bilder für eine Welt, der das große Konzept abhanden gekommen scheint. Formbewusst und beeindruckend souverän schlägt der Student der Hildesheimer Kreativschreibstätte mit seinen raffinierten Gedichten scheinbar mühelos jenen Bannkreis, in dem sich die akuten Erwartungen und gefühlten Verluste des Alltäglichen ohne jede gesicherte Erkenntnis in Poesie verwandeln.“ Bücher PICK. 3 € (inkl. einem Bier und Brötchen). 20 Uhr. Sundgauallee 56, WG im Erdgeschoss, Zugang über Terrasse, 79098 Freiburg.
17.6. --- Literaturbüro. Lesung Kristof Magnusson – „Das war ich nicht“. Ein junger Banker, auf dem Sprung zur großen Karriere. Eine Literaturübersetzerin, auf der Flucht vor dem schön eingerichteten Leben mit Weinklimaschrank und Salzmühle mit Peugeotmahlwerk. Ein international gefeierter Schriftsteller mit Schreibblockade und Altersangst. „Das war ich nicht“ erzählt von drei Menschen, deren Leben durch Zufall in eine abenteuerliche Abhängigkeit gerät. Und gäbe es nicht die Möglichkeit der Liebe, vielleicht auch ihre Unmöglichkeit, die dem Leben eine andere, unvermutete Wendung gibt, wer weiß, ob sich ein Ausweg finden würde. Eine Bank, ein Leben ist schnell ruiniert. Das ist das Erschreckende, aber auch das Komische an diesem Roman, der mit großer Leichtigkeit von unheimlichen Zeiten erzählt. Moderation: Dr. Jens Eike Schnall, Akademischer Rat am Institut der Skandinavistik der Universität Freiburg.4-6 €. 20 Uhr. Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg.
24.6. --- Literaturbüro HörBAR. Stephan Krass und die Künstlergruppe versfabrik – „Censeo - Der Rezensionsautomat“. Mit Stephan Krass und der Gruppe versfabrik, Studierenden an der HfG Karlsruhe. Mit dem Rezensionsautomaten CENSEO wird erstmals ein Modus der Literaturkritik vorgestellt, der allein auf dem Verfahren automatisierter Texterzeugung basiert. Als Input wurden Hunderte von Einzelkritiken aus der von Marcel Reich-Ranicki edierten Frankfurter Anthologie ausgewertet und nach einem eigens entwickelten Remix-Verfahren neu konfiguriert. Entwickelt wurde der Rezensionsautomat im Literaturseminar von Stephan Krass an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. CENSEO ist kein virtuelles Konzept, sondern eine begehbare Raum-Installation für ambulante Leser. Sie besteht aus zwei Terminals, mit deren Hilfe eine Rezension und ein Gedicht generiert werden können. Zuletzt wurde die Installation in der Berliner Akademie der Künste anlässlich der Ausstellung? POESIS: Sprachspiele? gezeigt. Mit CENSEO steht ein in sich geschlossenes Paradigma des Literaturbetriebs bereit. Die Benutzung ist kostenlos und erfolgt auf eigene Gefahr. (Warum Literaturkritik ein Medium der Maschine ist, von Matthias Göritz und Nils Menrad). Die HörBAR ist eine Veranstaltungsreihe des SWR2 Baden-Baden mit dem Literaturbüro und dem Kommunalen Kino Freiburg. Kuratorin: Beate Thill. 3-5 €. 20 Uhr. Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
24.6. --- Literaturbüro Werkstattgespräch. Im „Literarischen Werkstattgespräch“ können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken. Eintritt frei. 20 Uhr. Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
24.6.-26.6. --- Literaturbüro Public Viewing des Bachmann-Preises. Nicht nur Fußball lässt sich rudelweise besser genießen - auch die Bundesliga der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur hat einiges an Spielzügen, Mannschaftsgeist und Eigentoren zu bieten, und ihr jährliches Gipfeltreffen in Klagenfurt wird, live übertragen von 3SAT, für alle Interessierten gemeinsam zu verfolgen sein. Lesungen, Literaturkritik vom Feinsten und Fiesesten und literarisches Chillen in den Räumen des Alten Wiehrebahnhofs. Eintritt frei! Jeweils von 10-15 Uhr, am 26.6. von 10-14 Uhr. Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg
25.6. --- Biosk Lesung. Andreas Maier – „Onkel J. Heimatkunde“. Seit seinem Debüterfolg mit dem Roman „Wäldchestag“ im Jahr 2000 ist Andreas Maier häufig unterwegs, um aus seinen Romanen zu lesen. Nur dass er in den letzten ein, zwei Jahren meist, wenn er eingeladen war, auch immer wieder schon aus dem kommenden „Onkel J.“ las. Jedesmal hatte er damit das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Umstandslos fand man sich angeschlossen an Maiers Welt aus Wetterau, Familie, Fußball, Apfelwein, aus Thomas Bernhard und dem Evangelium nach Matthäus, aus Ängsten, Kneipenfreuden und -nöten, eingepackt in absurde Vorkommnisse und komische Erlebnisse. Jede Kolumne beginnt mit einem „Neulich“-Satz, die erste so: „Neulich war ich in Berlin. Das wird jetzt niemand weiter ungewöhnlich finden, aber ich bin Hesse, und mir ging in Berlin ein Wunsch in Erfüllung.“ Dennoch handelt es sich um alles andere als ein Kolumnenbuch. Vielmehr nimmt „Onkel J.“ – im Übergang von den ersten vier Romanen zu Maiers Projekt „Ortsumgehung“ – eine zentrale Stelle ein. „Alles gehört zusammen, und für alles ist das Kolumnenbuch der Kern.“ Eintritt frei! 20 Uhr. Schwarzwaldstraße 80a, Alter Messplatz / neben der neuen UB, 79102 Freiburg.
20.6. --- Medienhaus am See Lesung. Barbara Beuys – „Sophie Scholl. Biografie“. Sophie Scholl ist eine Ikone der deutschen Geschichte. Mit Flugblättern hatte sie es gewagt, die verbrecherische Politik Adolf Hitlers anzuklagen. Doch ihr Weg von der jugendlichen NS-Führerin zur entschiedenen Gegnerin des Nationalsozialismus war länger, widersprüchlicher und differenzierter als bisher dargestellt. Barbara Beuys hat Hunderte bisher unbekannte Dokumente gesichtet, die das Rückgrat der ersten umfassenden Biographie über Sophie Scholl bilden. Eingebettet in die farbige, historisch präzise Schilderung der Nazi-Herrschaft beschreibt sie meisterhaft die ganze Lebensspanne der Widerstandskämpferin der Weißen Rose. 20 Uhr. Ehemalige Synagoge Freudental, Strombergstraße 19, 74392 Freudental.
18.6. --- Medienhaus am See Lesung. Hans-Ulrich Treichel – „Grunewaldsee“. Auf einem olivenbestandenen Grundstück hoch über dem Meer in Südspanien und an den mit Hunde-Urin verseuchten Stränden rund um den Grunewaldsee verwickelt Bestsellerautor Hans-Ulrich Treichel seinen Helden in eine Liebesgeschichte, wie sie nur dieser Meister der heiteren Melancholie und des lakonischen Spotts erzählen kann: voller Abstürze und in höchstem Maße vergnüglich. 20 Uhr. Karlstraße 42, 88045 Friedrichshafen.
2.6. --- Literarisches Zentrum Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin mit seinem Leben und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr. Otto-Behaghel-Straße 10B/I, 35394 Gießen.
24.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Gerlinde Unverzagt – „Eltern an die Macht!“. Er reicht! Eltern dürfen sich nicht länger verunsichern lassen. Sie müssen wieder lernen, der eigenen Intuition zu vertrauen. Ein längst fälliger Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein in der Erziehung. 5-8 €. 19.30 Uhr. Seltersweg 54, 35390 Gießen.
5.6. --- Privatwohnung Suhrkamp Lesung. Lutz Seiler – „Die Zeitwaage“. Mit der Ruhe eines Seiltänzers bewegt sich ein Träumer auch durch das Nachwende-Berlin. Zu den Dingen, die dabei in seinen Besitz geraten, gehört eine einzigartige Uhr, in deren Ticken er die Geschichte hören kann, die ihm geschehen ist. Lutz Seilers lange erwartetes neues Buch enthält neben Turksib, für die er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde, dreizehn neue Erzählungen. Ob in der Geschichte einer gespielten Erschießung oder im alltäglichen Drama einer wirklichen Trennung – in allen Texten des Bandes Die Zeitwaage geht es um prägende Wendepunkte, um das Groteske im Leben und unser häufig vergebliches Ringen um einen anderen Verlauf. 12,50-16,50 € (inkl. Bewirtung). 20 Uhr. Privatwohnung (Adresse wird beim Kauf des Tickets bekannt gegeben; www.ticketonline.de), Göttingen.
4.6. --- Koeppenhaus Vortrag. Dr. Isolde Böhme – „Von den Dichtern lernen“. Vortrag zu Samuel Becketts „Geistertrio“, im Rahmen von „Psychoanalyse und Kunst“. 20 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
7.6. --- Koeppenhaus Lesung. Extrablatt: Stralsunder Lesebühne im Koeppenhaus zu Gast. 21 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
11.6. --- Koeppenhaus Lesung. „Die lange Nacht der schnellen Nummern“. Lesung mit Christian Maintz, Silke Burmester, Carola Rönneburg - Drei Autor(inn)en der berüchtigten taz-Wahrheit-Seite präsentieren Satirisches, Komisches und Sinnfreies. 20 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
14.6 --- Koeppenhaus Lesung. TresenLesen im Café Koeppen. 21 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
18.6. --- Koeppenhaus Vernissage. Wolfgang Koeppens Amerikafahrt, im Münchner Zimmer GREIFSWALDER KOEPPENTAGE. 18 Uhr Im Gespräch: Michael Kimmage (Washington) und Walter Erhart (Bielefeld) über Wolfgang Koeppens „Amerikafahrt“. Moderation: Eckhard Schumacher (Greifswald). GREIFSWALDER KOEPPENTAGE. 18 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
21.6 --- Koeppenhaus Lesung. Wolfgang Koeppen – „Amerikafahrt“. Hanns Zischler liest Wolfgang Koeppens „Amerikafahrt“. GREIFSWALDER KOEPPENTAGE. 20 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
23.6. --- Koeppenhaus Preisverleihung. Verleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises an Joachim Lottmann durch Dr. Arthur König, OB der Stadt Greifswald. GREIFSWALDER KOEPPENTAGE. 18 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
25.6. --- Koeppenhaus Lesung. Mit Ulrich Peltzer – „Bryant Park“ und mit Antje Rávic-Strubel - „Offene Blende“. GREIFSWALDER KOEPPENTAGE. 20 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
28.6. --- Koeppenhaus Lesung. Open Mic No. 18 - Lesebühne „Treibhaus“ im Café Koeppen. 21 Uhr. Bahnhofstraße 4, 17489 Greifswald.
25.6. --- Kulturzentrum Pelmke Lesung. Noah Sow – „Deutschland Schwarz Weiß“ In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Dennoch leben wir mit konkreten Vorstellungen und Vorurteilen im Kopf. An vielen Beispielen verdeutlicht Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns täglich begegnet. So erfährt der Leser etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zu Ende zu lesen als nicht zur Lichterkette zu gehen. Rassismus zu bekämpfen heißt, ihn zunächst zu verstehen. Dieser Prozess wird für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht immer schmerzfrei vonstatten gehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht – lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle. 20.15 Uhr. Pelmkestraße 14, 58089 Hagen.
10.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Robert von Lucius – „Nicht von hier und nicht von dort. Umbruch und Brüche in Südafrika“. Mit Musik von „The Mahugang“ und Fotos von Jürgen Schadeberg. Moderation: Andreas Montag (Kulturchef der Mitteldeutschen Zeitung). Eine informative und spannende Veranstaltung, die zugleich mit Bildern und Musik die Sinne anspricht und Südafrika in seinem Facettenreichtum zeigt – d.h.: weder als Horrorszenario noch als Reisekatalogromantik. Im Mittelpunkt stehen persönliche Eindrücke und Erfahrungen des Autors. 5-7 €. 20.15 Uhr. Marktplatz 3, 06108 Halle.
24.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Katharina Thalbach liest Alexander Wolkow - „Der Zauberer der Smaragdenstadt“. Die russische Version des Zauberers von Oz begeisterte über viele Jahrzehnte Kinder und Erwachsene im gesamten Ostblock. Katharina Thalbach hat für den JUMBO Verlag dieses Kinderbuch als Hörbuch eingesprochen und ist nun damit live in Halle zu Gast. 3 €. 11 Uhr. Marktplatz 3, 06108 Halle.
1.6. --- Hamburger Kunsthalle Bildbeschreibung. Fritz J. Raddatz spricht über Pauls Wunderlichs „Aurora“. Hubertus Gaßner moderiert. Für viele Schriftsteller ist es eine Selbstverständlichkeit, sich mit den Ausdrucksformen anderer Künste auseinanderzusetzen. Die bildende Kunst spielt dabei eine besondere Rolle und inspiriert gerade zeitgenössische Autoren immer häufiger zu essayistischen oder fiktionalen Reflexionen. Im Frühjahr 2009 taten sich das Literaturhaus Hamburg und die Hamburger Kunsthalle deshalb erstmals zusammen und luden fünf namhafte deutsche Autorinnen und Autoren ein, sich mit ihrem Lieblingsbild aus den Beständen der Kunsthalle zu befassen und ihren persönlichen Zugang in einem Essay niederzuschreiben. Die Beiträge (von Brigitte Kronauer, Hanns-Josef Ortheil, Martin Mosebach, Annette Pehnt und Wilhelm Genazino) liegen inzwischen gesammelt in dem Band „Ut pictura poesis. Bildbeschreibungen: Schriftsteller über Bilder in der Hamburger Kunsthalle” vor. 8-12 €. 20 Uhr. Glockengießerwall 1, 20095 Hamburg.
1.6. --- Übel und Gefährlich Lesung. „Grillsaison“ - Philipp Kohlhöfer sucht das Deutschland-Gefühl. Er findet es in der Liebe, im Alkohol, bei Nelly Furtado, einer Fahrt mit „Hitler-Travel“ in Indien und einem Handtuch, das auf einer Sonnenliege liegt, in der Verklärung von Vergangenheit und dem Verhältnis eines Maschinengewehrhändlers zu David Hasselhoff. Es geht außerdem um Zeltdiscos, Krabbenpulen, die Scorpions, sekundäre Geschlechtsmerkmale verschiedener Größe, Trimmi, selbstaufgenommene Kassetten, Udo Lindenberg, Sauce Hollandaise und die politische Aussagekraft von Jogginghosen im Land der Vollkornbrote. Eine Reise durch die Höhen und Tiefen des zeitgeschichtlichen Zufalls. 20.30 Uhr. Feldstraße 66, 20359 Hamburg.
1.6. --- Machtclub im Übel und Gefährlich Lesung. Eric Pfeil – „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee“. An seinem 38. Geburtstag beschließt Eric Pfeil nicht nur, die Band für Afrika wieder zusammenzubringen, sondern beginnt auch ein popkulturelles Tagebuch, in dem er der Frage nachgeht, wie man als jemand, der die 40 im Visier hat, seine Liebe zur Popmusik lebendig halten kann. Vor Musikverdrossenheit schützt natürlich nur: Musik. Die Rettung kommt von Göttern und anderen Außenseitern: von Kevin Ayers, dem großen Verduftikus der Pop-Geschichte; von Bob Dylan, dem mutigen Mythenzerdepperer; von sexuell verwirrten Menschen wie Tom Jones und Devendra Banhart; von der wunderbaren Nervensäge Adriano Celentano oder dem weltmürben Robyn Hitchcock. Und natürlich von neuen Künstlern wie Vampire Weekend, Bon Iver oder den Black Lips. 20.30 Uhr. Feldstraße 66, 20359 Hamburg.
2.6. --- Literaturhaus Spaß mit Büchern. Kinder auf dem Lesethron. Die jüngsten Autoren der Stadt lesen Selbstgeschriebenes. Zum sechsten Mal steht der samtrote Lesethron im Mittelpunkt des Literaturhaussaal-Geschehens und bietet einen königlichen Sitzplatz für die jüngsten Autorinnen und Autoren Hamburgs. Zahlreiche Grundschulkinder haben ihre Kreativität losstürmen lassen und einen Strauß an Geschichten verfasst. Ob es um Abenteuer mit der besten Freundin oder um Fußbälle geht: Erlaubt ist, was gefällt! Ob die Geschichten nun lustig, traurig, spannend, märchenhaft oder gereimt sind – ganz egal. Hauptsache, sie sind von Kinderhand verfasst und illustriert. Die Geschichten werden so richtig quicklebendig, wenn sie fantasievoll illustriert und unter tosendem Beifall im pickepackevollen Literaturhaussaal vorgetragen werden. Eintritt frei! 15.30 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
3.6. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Toter Salon spezial vol. 3. Stargast: F.W. Bernstein. Gastgeber: Gerhard Henschel und Richard Christian Kähler. „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche.” Manchmal werden diese klassischen Verszeilen irrtümlich Robert Gernhardt zugeschrieben und bisweilen auch Kurt Tucholsky, doch in Wirklichkeit stammen sie von Prof. Fritz Weigle alias F.W. Bernstein, einem der großen Veteranen der humoristischen Kleinkunst in Deutschland. 1964 trat er in die Redaktion der jungen Satirezeitschrift „Pardon” ein, wo er unter anderem gemeinsam mit Robert Gernhardt und F.K. Waechter die legendären „WimS”-Nonsensseiten betrieb, 1979 gehörte er zu den Gründern und Taufpaten des Nachfolgemagazins „Titanic”, und seit einem halben Jahrhundert, in dem er wie nebenbei ein hochkomisches Lebenswerk schuf, nimmt er es in Wort und Bild so wacker mit der Welt auf wie in seinem unsterblichen Gedicht über einen wandelnden Schrank: „Horch – ein Schrank geht durch die Nacht, / voll mit nassen Hemden ... / den hab ich mir ausgedacht, / um Euch zu befremden.”. 6-10 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
3.6. --- Jüdischer Salon am Grindelhof Gespräch. Egon Ammann – „Literatur verschwindet nie“. 29 Jahre hat er für die Literatur als Kunst die Trommel gerührt und die Posaune geblasen. Jetzt schließt er seinen Verlag. Er hat viele jüdische Autoren von Rang in seinem Verlag herausgebracht, wie Georges-Arthur Goldschmidt, Ossip Mandelstam, Abraham Sutzkever, Arieh Ben-Tov und Hans Sahl. Wir Leser verdanken Ammann daneben aufregende Ausgrabungen wie Fernando Pessoa und richtungweisende Neuübersetzungen wie Fjodor Dostojewski durch Swetlana Geier und Begegnungen mit Autorinnen und Autoren wie Agota Kristof, Ennio Flaiano, Thomas Hürlimann und Helen Meier. Diese Namen können Qualität und Spektrum des Ammann Verlags nur andeuten. Egon Ammann ist nicht abtretender „General der toten Armee“ (Ismail Kadaré), sondern unter dem Motto „Literatur verschwindet nie“ sprechen Egon Ammann und Stephan Samtleben über 29 Jahre Verlegen, (jüdische) Literatur, den Eros, das Alter, den Markt und alles, was das Leben für die Literatur und mit der Literatur schön und schwierig macht. 20 Uhr. Im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg.
4.6. --- Italienisches Kulturinstitut Hamburg Lesung. Armando Marssarenti – „Zwergenweitwurf – und andere philosophische Übungen“. Wie soll man sich gegenüber einer in Australien beliebten Sportart verhalten, dem Zwergenweitwurf, bei dem Kleinwüchsige möglichst weit durch die Luft geschleudert werden? Könnte man als ein freiheitlich denkender Mensch diese Disziplin wirklich mit Hinweis auf die Menschenrechte ächten, da die „Zwerge“ sich doch offenbar freiwillig zur Verfügung stellen? In zupackend erzählten Geschichten und Gedankenexperimenten, die Personen in Situationen zeigen, in denen sie eine, wie man es auch dreht, unmoralische Entscheidung treffen müssen, prüft Armando Massarenti die Philosophie auf ihre Alltagstauglichkeit. Insofern handelt es sich um „Übungen“, um eine philosophische Gymnastik, die für den philosophischen Alltag fit macht, müssen wir doch ständig politisch unkorrekt handeln, um größeren Schaden zu vermeiden. 19 Uhr. Hansastraße 6, 20149 Hamburg.
4.6. --- Speicherstadtmuseum Lesung. Christian Kraus – „Der Seele dunkle Seite“. Ein sadistischer Serienmörder hält Hamburg in Atem. Systematisch zieht er eine blutige Spur durch die Hansestadt, gejagt von der Polizei und alten Feinden, die verhindern wollen, dass sein dunkles Geheimnis ans Licht kommt. Als der Gerichtspsychiater Jan Decker bemerkt, dass sein neuester Gutachtenauftrag auch ihn ins Visier des Killers getrieben hat, steckt er bereits mitten in einem unheilvollen Strudel aus Enttäuschung, Hass und Gewalt. Ein packender und psychologisch ausgefeilter Thriller über die fließenden Grenzen zwischen Gut und Böse . 7,50-9,50 €. 19.30 Uhr. St. Annenufer 2, 20457 Hamburg.
6.6. --- MS Commodore Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt? MS Commodore (Fahrgastschiff), Anleger Neumühlen/ Oevelgönne, 22763 Hamburg.
6.6. --- Anleger Neumühlen/ Oevelgönne Lesung. Kathrin Röggla – „Die Alarmbereiten“. Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: „hat man jetzt überlebt?“. Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle – das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Sie führt uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen. 20 Uhr. Anleger Neumühlen/ Oevelgönne, 22763 Hamburg.
7.6. --- Literaturhaus sta*-club. U-20-Slam mit Nico Spindler und Bente Varlemann. Schüler treffen Autoren. Naturgemäß blutjung und wortgewandt sind die Teilnehmer des ersten U20-Poetry-Slams im sta*-club. Die Regeln sind hier wie überall gleich: Die Slam-Poeten präsentieren jeweils in einer fünfminütigen Performance und im Wettstreit miteinander eigene Texte. Eine Jury ermittelt den Sieger! Die Crème de la Crème der norddeutschen U20-Poetry-Slam-Szene und ein Stargast aus Wien sind dabei: Jasper Diedrichsen, Finalist des U20-Poetry-Slams in Düsseldorf 2009, Lea L. Ngoc, Hamburger Slammerin, Meral Ziegler, neues Talent, Sadaf Malek Asghar, Slammerin und Veranstalterin des U20-Poetry-Slams „Mundverbot”, Martin Haupt, U20-Champion und die Wiener Slampoetin Yasmin Hafedh, amtierende U20-Poetry-Slam-Meisterin für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Eintritt frei! 19 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
8.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Achim Achilles – „Der Vollzeitmann“. Nie steckte der Mann in derart vielen Krisen wie zu Beginn des dritten Jahrtausends. Die moderne Frau ernährt sich selbst, weiß den Akkuschrauber zu führen und lässt in Reagenzgläsern mannfrei befruchten. Das Land sehnt sich nach echten Kerlen, aber sie dürfen weder riechen noch schreien und erst recht nicht autoritär sein. Die Emanzipation hat stolze Krieger in verunsicherte Schluffis verwandelt. Was bleibt, ist die männliche Identitätskrise. Was kann Mann machen? Wo kommt er her? Wo will er hin? Achilles' Botschaft: Rückeroberung des eigenen Lebens! Lernen Sie Achim Achilles am Dienstag, den 8. Juni ab 20:15 Uhr im Thalia-Buchhaus Große Bleichen kennen und erleben Sie mit, wie er seine Ansichten zum neuen Mann-Sein entfaltet. 8 €. 19 Uhr. Große Bleichen 19, 20354 Hamburg.
8.6. --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Metropolen im Dialog I. „Zum unbewussten Gedächtnis europäischer Städte – El subconsciente de las ciudades europeas“. Mit Suso de Toro und Dieter Ingenschay, Javier Gómez-Montero moderiert, Victor Andrés Ferretti übersetzt. Der in Santiago de Compostela lebende galicische Schriftsteller und Journalist Suso de Toro, der zu den profiliertesten Romanautoren Spaniens zählt, und der ausgewiesene Großstadt-Forscher Dieter Ingenschay, Professor für Spanische, Französische und Lateinamerikanische Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, diskutieren über das verborgene Leben der Städte, das sich dem Blick des Betrachters entzieht und das ihr jeweiliges Erscheinungsbild dennoch maßgeblich prägt. Wie menschliche Wesen haben auch Städte ein Unterbewusstsein, zu dem nicht nur kollektive Verletzungen oder eine oftmals unterdrückte, von der offiziellen Politik nicht thematisierte Geschichte gehören, sondern insbesondere auch die Mythen der Stadt, ihr Imaginarium und der symbolische Mehrwert ihrer architektonischen Kunstwerke. 6-10 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
8.6. --- Alfred Schnittke Akademie International Lesung. Eva Menasse – „Lässliche Todsünden“. In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Wie schon in ihrem Debütroman „Vienna“ erzählt sie mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. 20 Uhr. Max-Brauer-Allee 24, Hamburg.
8.6. --- Markthalle Lesung. „Auch Deutsche unter dem Opfern“ - Benjamin v. Stuckrad-Barre und Christian Ulmen. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen – das sind die Bedingungen, unter denen wir leben. 20 Uhr. Klosterwall 11, 20095 Hamburg.
8.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Achim Achilles – „Der Lauf-Gourmet“. Deutschlands bekanntester Freizeitläufer isst gern und viel, will aber auch Bestzeiten laufen. Auf Dauer bringt ihn seine Lieblingskost – Pizza, Bier und Schokopudding – dabei allerdings nicht weiter. Sportlich korrekte Rohkost macht ihn depressiv. Was tun? Der Achilles „Lauf-Gourmet“ bietet die Alternative: eigens ausprobierte Power-Rezepte, Tricks, die satt, aber nicht dick machen und helfen, mit mehr Genuss dem Trainingsziel entgegenzulaufen. 20.15 Uhr. Große Bleichen 19, 20354 Hamburg
9.6. --- Dungeon Buchpremiere. Steffi von Wolff – „Saugfest“. Helene, 29, Taxifahrerin, ist nicht gerade bester Laune. Sie motzt ihren Fahrgast an und ruiniert ihrer besten Freundin Annkathrin die Märchenhochzeit. Aber schließlich hat ihr der eine auf die Rückbank gekotzt, und die andere heiratet einen echten Blödmann! Annkathrin wirft Helene hochkant raus, und so hat sie Zeit, eine Nachtfahrt in eine abgelegene Dorfdisco zu übernehmen. Dort geht Seltsames vor sich: Dunkle Gestalten stehen im Regen, Fahrstühle verschwinden, und Helene erhält ein verlockendes Angebot …Comedy zum Anbeißen – mit unheimlichen Uschi-Glas-Fans und dem ersten Wolf, der seit 150 Jahren in der Umgebung von Kassel gesichtet wurde! Karten unter 040/48502-222 oder thalia.hamburg-grossebleichen@thalia.de. 7 €. 20 Uhr. Kehrwieder 2, 20457 Hamburg.
10.6. --- Bücherhalle Alstertal Lesung. Elisabeth Herrmann – „Lilienblut“. Es ist Sommer und der Rhein glitzert besonders silbern und verführerisch. Sabrina und ihre beste Freundin Amelie können stundenlang am Fluss sitzen, voller Fernweh und Hunger auf das, was Amelie „das Leben“ nennt. Aber während Amelie vom Abhauen und der großen Freiheit träumt, scheint Sabrinas Zukunft festgelegt zu sein – soll sie doch den Weinberg ihrer Mutter übernehmen. Alles in Sabrina wehrt sich gegen dieses vorbestimmte Leben … Und dann lernen die beiden Mädchen einen Jungen kennen, der so ganz anders ist als alle Landratten und Winzersöhne. Von dem 19-jährigen Kilian, der mit seinem Schiff einsam am geheimnisvollen „toten Fluss“ ankert, geht eine verstörende Anziehungskraft aus. Amelie verfällt ihm sofort – und will über Nacht mit ihm abhauen. Am nächsten Morgen findet man ihre Leiche. Und Kilians Schiff ist verschwunden… Nur Sabrina weiß, dass Kilian Amelies Mörder sein könnte. Weitere Informationen: Jugendbibliothek Hoeb4U Tel. 040/3903999. Heegbarg 22, 22391 Hamburg.
13.6. --- Deutsches Schauspielhaus Gespräch. William S. Burroughs. Der Übersetzer Michael Kellner spricht über „Naked Lunch“ und „Die Nilpferde kochten in ihren Becken“ (Deutsche Erstausgabe). Schauspieler Lars Peters liest aus dem Original und auf Deutsch. „Naked Lunch“, eines der wichtigsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts, liegt erstmals vollständig vor. Von Fehlern bereinigt, um alle unterdrückten Passagen ergänzt, enthält die Neuausgabe dieses Klassikers der Beat-Generation einen Anhang mit Briefen des Autors sowie ein Nachwort, das die abenteuerliche Publikationsgeschichte des Buchs erzählt. Zum 50. Jahrestag ihrer Erstpublikation ist die Bibel der Gegenkultur Amerikas in neuer Übersetzung neu zu entdecken. 17.30 Uhr. Malersaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg.
13.6. --- Deutsches Schauspielhaus Gespräch. Ivan Nagel – „Gemälde und Drama“. Gespräch zwischen dem Autor Ivan Nagel und dem Kunsthistoriker Martin Warnke. Über Jahrhunderte, von 1300 bis 1800, war die Leitgattung der europäischen Malerei das Historiengemälde. Götter, Helden, Menschen aus heidnischer, jüdischer, christlicher Sage wurden ins Bild geholt. Ivan Nagel zeigt den Aufstieg des neuen Historienbildes von 1300 bis 1500. In einem weit verbreiteten Vorurteil sah man Giottos, Masaccios und Leonardos Werke als „erzählende Bilder“. Ivan Nagel zeigt indessen, dass sie ihr präsentisches Aufleuchten einer Handlung nicht mit dem Epos oder dem Roman teilen, sondern mit dem Drama, das sie, lange vor dem Theater, erneuern. 6-10 €. 20 Uhr. Malersaal des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg.
14.6. --- Literaturhaus Veranstaltung zum Buch „Oberammergau“. Mit Ilija Trojanow und Denis Scheck. Im Jahr 1880 bricht der britische Entdeckungsreisende Sir Richard F. Burton zu einer Expedition ins finsterste Ammergebirge auf. Nachdem der exzentrische Sir als Moslem getarnt den Hadsch unternommen und unter Lebensgefahr bis nach Mekka vorgedrungen ist, nachdem er in Afrika die Quellen des Nils und in Indien die Mysterien Kalis erforscht hat, fasziniert ihn ein letztes exotisches Ziel: das Passionsspiel von Oberammergau. Während die anderen Besucher der Passionsspiele als Gläubige anreisen, kommt Burton als Theaterkritiker. Richard F. Burton findet sich wieder in einem Land namens Bayern - ein Land voller unverschämter Einwohner, starrend vor unvorstellbarem Dreck und geschlagen mit einer Sturheit, vor der selbst die Götter kapitulieren. Ilja Trojanow, der Burton in seinem Roman „Der Weltensammler“ ein Denkmal gesetzt hat, fragt sich in ausführlichen Kommentaren, die den gesamten Text begleiten, ob sich daran bis heute irgendetwas geändert hat, und geht den Mysterien und Absurditäten dieser einzigartigen Passionsspiele auf den Grund. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
15.6. --- Literaturhaus Literatursoirée. Gast: Martin Mosebach, Moderation: Andreas Isenschmid. Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, lebt dort als Schriftsteller nach dem Studium der Rechtswissenschaften. Zahlreiche Buchveröffentlichungen und Auszeichnungen. Unter anderem 1980 den Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung, 1999 den Heimito-von-Doderer-Preis und 2002 den Heinrich-von-Kleist-Peis, 2006 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2007 den Georg-Büchner-Preis. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
16.6. --- Jüdischer Salon am Grindel Lesung. Gerhard Gabers – „Briefwechsel zwischen Max Liebermann und Alfred Lichtwark“. Im Rahmen der Ausstellung „Der Jesus-Skandal. Ein Liebermann-Bild im Kreuzfeuer der Kritik“ findet eine Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Max Liebermann und Alfred Lichtwark statt. Der Schauspieler Peter Franke liest aus den Briefen, Einführung von Dr. Ute Haug, Kuratorin der Ausstellung, Moderation: Marion Koch. 20 Uhr. Im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg.
17.6. --- Literaturhaus Philosophisches Café. Gast: Thomas Meyer. Thomas Meyer wurde 1950 in Basel geboren. Nach dem Humanistischen Gymnasium Studium von Philosophie, Germanistik und Anglistik. Später Waldorflehrerausbildung und Unterrichtstätigkeit. Ab 1985 freie Publizistik und Herausgabe des Nachlasses von W. J. Stein. Mitarbeit im Basler Troxler-Institut. 1990 Gründung des Perseus Verlages. 4-8 €. 19 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
21.6. --- Literaturhaus Hamburg – Prag 1. Ein Abend über das Prager Literaturhaus, die Autorin Lenka Reinerova und Josef Moník. Mit dem Botschafter a.D. Frantisek Cerny und der Leiterin des Prager Literaturhauses Lucie Cernohousová. Zwanzig Jahre. So alt ist die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Prag. Die Geschichte deutschsprachiger Literatur in und zwischen beiden Städten ist noch viel älter. 2004 bekamen die deutschsprachige Literatur in Prag und ihre Geschichte ein Zuhause. Das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren: „Kein Traumcafé, sondern ein Literaturhaus als realer Standort für Interessenten und Gönner des einst so berühmten ,Prager Kreises‘, dem Franz Kafka, Max Brod, Egon Erwin Kisch und weitere namhafte Autoren deutscher Sprache angehörten, sowie als Treffpunkt für Freunde der zeitgenössischen Literatur – dies soll das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren sein” - Lenka Reinerová zur Gründung des Stiftungsfonds. 6-10 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
22.6. --- Literaturhaus Metropolen im Dialog 2. „Poesía y ciudad. Dichtung und Stadt“ mit Jaime Siles und Günter Kunert. Javier Gomez-Montero moderiert. Victor A. Ferretti übersetzt. Günter Kunert, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker, geht im Gespräch mit dem spanischen Dichter und Übersetzer Jaime Siles, der lange Jahre in Köln, Wien und St. Gallen als Universitätsprofessor lehrte, der vielschichtigen Beziehung zwischen Poesie und Stadt nach. Urbanität, die Errungenschaften und Misserfolge des Städtebaus kommen dabei ebenso zur Sprache wie das Faszinosum Großstadt, das häufig zum „Monstrum Metropole” wird. Die Lesung, in der beide Lyriker ihren je persönlichen poetischen Zugang zur Stadt präsentieren, begleitet ein Kolloquium, das am gleichen Tag in der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfindet. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
24.6. --- Jüdischer Salon am Grindel Lesung. Assaf Garon – „Ein schönes Attentat“ und „Hydromania“. Der israelische Autor Assaf Gavron erzählt in seinem Roman „Ein schönes Attentat“ von Eitan Einoch, einem erfolgreichen Yuppie in einer Hightech-Firma in Tel Aviv, der in kurzer Abfolge drei Attentate überlebt und zum Medienstar in Israel wird. Zugleich wird die Geschichte aus der Perspektive des Palästinensers Fahmi Sabih erzählt, der diese Anschläge geplant hat. Es entsteht ein dichtes Netz unterschiedlicher Wirklichkeiten und Perspektiven, die sich rasant miteinander verweben. In seinem neuesten Roman „Hydromania“ entwirft Gavron das Szenario eines ums Wasser kämpfenden Nahen Ostens im Jahre 2067. Die Israelin Maja entschließt sich gegen die Allmacht der großen Wasserkonzerne anzugehen... „Ein Thriller, Pulp Fiction im besten Sinne: hochspannend und voll interessanter Ideen.“ (taz) Assaf Gavron(1968 geb.) wuchs in Jeruslem auf und studierte in London und Vancouver. Er hat vier Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht. Er ist auch Sänger und Songwriter der israelischen Kultband „ The Foot and Mouth“ und war im Schreibteam für das Computerspiel „Peacemaker“, das den Nahostkonflikt simuliert und nach Wegen zum Frieden sucht. Assaf Gavron lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Tel Aviv. Moderation: Marion Kollbach. 20 Uhr. Im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg.
24.6. --- Literaturhaus Hamburg – Prag 2. Josef-Bohuslav Foerster, ein musikalisch-literarischer Abend. Lucie Cernohousová moderiert. Olga Cerna (Gesang), Matthias Veit (Klavier). Im Rahmen der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Prag veranstalten das Literaturhaus Hamburg und das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren zwei Abende in der Villa am Schwanenwik. Während am ersten Abend die Geschichte des Prager Literaturhauses sowie Leben und Werk Lenka Reinerovas, der letzten deutschschreibenden Autorin Prags, präsentiert wurden, geht es bei dieser Veranstaltung um Musik und Texte des Prager Komponisten Josef Bohuslav Foerster. 8-12 €. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
25.6. --- Rolf-Liebermann-Studio Christa Wolf. Geboren am 18.03.1929 in Landsberg/Warthe (Gorzów Wielkopolskis); lebt sie heute als weltweit geehrte Schriftstellerin in Berlin und Woserin (Mecklenburg-Vorpommern). Rolf-Liebermann-Studio des NDR, Oberstraße 120, 20149 Hamburg.
29.6. --- Literaturhaus Schreiblabor. Abschlusslesung. Die Absolventinnen und Absolventen der Prosawerkstatt des Literaturhauses präsentieren ihre Texte. Alljährlich lädt das Junge Literaturhaus zur feierlichen Abschlusslesung des „schreiblabors”. Dort präsentieren ausgewählte Absolventinnen und Absolventen zwischen 14 und 25 Jahren, die an den Kursen im Herbst 2009 und im Frühjahr 2010 teilgenommen haben, die besten, im „schreiblabor” erarbeiteten Texte. Auf der von international bekannten Autoren vorgewärmten Bühne der Literatur lesen sie – teilweise zum ersten Mal vor Publikum – ihre witzigen, nachdenklichen, knallharten und poetischen Texte. Eintritt frei! 19 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
30.6. --- Jüdischer Salon am Grindel Lesung. Igal Avidan – „Israel - Ein Staat sucht sich selbst“. Die junge Französin Sophie verliebte sich in Israel. Um als Jüdin vom staatlichen Rabbinat anerkannt zu werden, trat sie zum Judentum über - zum zweiten Mal. Niv ist Geschichtslehrer an einem Kibbutz- Gymnasium. Um seinen Schülern einen „Blick über die Mauer" zu ermöglichen, entwickelte er zusammen mit anderen israelischen und palästinensischen Geschichtslehrern drei Schulhefte, die beide Sichtweisen des langjährigen Konfliktes präsentieren. Nadia ist die einzige christliche Abgeordnete des israelischen Parlaments. Als Araberin kämpft sie seit Jahren dafür, dass die arabischen Israelis, auch ihre eigenen Töchter, am internationalen Flughafen als gleichwertige Staatsbürger behandelt werden. Am 14. Mai 2008 feierte der Staat Israel den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Seither befindet sich das Land im ständigen Ausnahmezustand: bedroht von äußeren Feinden, lädiert von ungelösten inneren Konflikten. Grund genug für eine kritische Bestandsaufnahme. Der Journalist und Politikwissenschaftler Igal Avidan beschreibt in Israel. Ein Staat sucht sich selbst ein Land am Scheideweg und skizziert eine Road Map für Israel. Igal Avidan verbindet mit profundem historischem und politischem Wissen zahlreiche spannende Geschichten von Israelis aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Er verdeutlicht die drei Problemfelder der israelischen Gesellschaft: den Konflikt zwischen orthodoxen und säkularen Juden, zwischen jüdischen und arabischen Israelis sowie zwischen Israelis und Palästinensern. Schließlich zeichnet er eine Roadmap, die Israel und den Palästinensern eine friedliche Perspektive öffnen kann. Moderation: Stella Jürgensen. 5-10 €. 20 Uhr. Im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg.
30.6. --- Literaturhaus Lesung. Iris Hanika – „Das Eigentliche“. Moderation: Carsten Hueck. Ein Roman über das deutsche Leiden an der Nazi-Vergangenheit, ganz und gar kein historischer Roman also, sondern einer über das Heute. Woher dieses Leiden rührt, ist bestens bekannt, seine Äußerungsformen jedoch sind vielfältig. Darum ist dies zugleich ein Roman über die mittleren Jahre des Lebens, über die Zeit, wenn die Gewissheit abhanden gekommen ist, dass man auf dem richtigen Weg durch die Welt geht, und es ist ein Roman über die Einsamkeit ebenso wie über die Freundschaft. 20 Uhr. Schwanenwik 38, 22087 Hamburg.
8.6. --- Buchhandlung Schmorl & Seefeld Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 10 €. Im Forum, 1.OG, Bahnhofstraße 14, 30159 Hannover.
8.6. --- Buchhandlung Leuenhagen & Paris Vorablesung. Steffi von Wolff – „Saugfest“. Helene, 29, Taxifahrerin, ist nicht gerade bester Laune. Sie motzt ihren Fahrgast an und ruiniert ihrer besten Freundin Annkathrin die Märchenhochzeit. Aber schließlich hat ihr der eine auf die Rückbank gekotzt, und die andere heiratet einen echten Blödmann! Annkathrin wirft Helene hochkant raus, und so hat sie Zeit, eine Nachtfahrt in eine abgelegene Dorfdisco zu übernehmen. Dort geht Seltsames vor sich: Dunkle Gestalten stehen im Regen, Fahrstühle verschwinden, und Helene erhält ein verlockendes Angebot …Comedy zum Anbeißen – mit unheimlichen Uschi-Glas-Fans und dem ersten Wolf, der seit 150 Jahren in der Umgebung von Kassel gesichtet wurde! 19.30 Uhr. Lister Meile 39, 30161 Hannover.
9.6. --- Literaturhaus Fitzoblong-Galaxie mit Dietrich zur Nedden, Michael Quasthoff und Fritz Eckenga: „Fremdenverkehr mit Einheimischen. Rettungsreime“. Fritz Eckengas ketzerischer Geist beschäftigt sich regelmäßig mit der wunderlichen Spezies „Deutscher Bundesbürger“ und macht sich darauf in pointierter Lyrik (und zuweilen in schönstem Ruhrdeutsch) seine eigenen Reime. Auch für sein neuestes Werk „Fremdenverkehr mit Einheimischen“ scheute sich der Dortmunder Dichter und Kabarettist, „Robert Gernhardts Stellvertreter auf Erden“ (WDR), nicht, auch dort zu recherchieren, wo die Glühbirnen verboten, aber die Westerwelles Außenminister werden. Zum Glück vermag er uns mit seinen Rettungsreimen über das Schlimmste hinweg zu helfen - gemeinsam mit seinen Gastgebern, dem famosen Michael Quasthoff und dem fabelhaften Dietrich zur Nedden. 6-8 €. 19.30 Uhr. Sophienstraße 2, 30159 Hannover.
15.6. --- Literaturhaus Bloomsday mit Heiko Postma und Rainer Piwek „Ist Irland nüchtern, ist Irland frei“. Als Paukenschlag zum Schluss und vor der Sommerpause feiern wir wieder den alljährlichen Bloomsday – und es wird gigantisch! Gelesen wird nämlich das „Kyklopen“-Kapitel des "Ulysses", und über dessen Erzähltechnik hat James Joyce auf seinem Programm-Zettel vermerkt: GIGANTISMUS. Aus dem „Kyklopen“-Kapitel liest der gewiefte Joyce-Kenner und Bloomsday-Zeremonienmeister Heiko Postma diesmal gemeinsam mit Rainer Piwek, der uns bestens bekannt ist aus seiner Zeit am Schauspiel Hannover und aus vielen Fernsehfilmen und der nun auch zu hören ist als (gigantischer!) Instrumentalist und Interpret themengerechten irischen Liedguts. 5-7 €. 19.30 Uhr. Sophienstraße 2, 30159 Hannover.
8.6. --- Thalia Buchhandlung. Lesung. 50 legendäre Szenen es deutschen Fußballs. Nur wenige Tage vor Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika schaut der bekannte Radiomoderator im Vorruhestand Manni Breuckmann in unserer Stadtbibliothek vorbei. 36 Jahre lang war er die prägende Stimme der WDR2-Bundesligakonferenz. In seinem Buch lässt er noch einmal die berühmten Spielszenen und Tore von den Spielern selbst erzählen. Mit der Reporterlegende Breuckmann sicherlich ein besonderes Live-Erlebnis und genau die richtige Einstimmung für das kommende Fußballfest. 7-10 €. 19.30 Uhr. Reschop Carré Platz 1, 45525 Hattingen.
30.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Dirk Sondermann – „Sagenhaftes Ruhrgebiet“. Der Hattinger Autor Dirk Sondermann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der regionalen Sagenwelt und gründete 2003 das „Institut für Erzählforschung im Ruhrgebiet“, das als offizieller Partner der RUHR 2010 anerkannt wurde. Seine Sammlungen von Legenden enthalten neben ausführlichen Hintergrundinformationen auch die Geokoordinaten der historischen Stätten. Dirk Sondermann präsentiert an diesem Abend einige besonders eindrucksvolle Ruhr-und Emschersagen. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Reschop Carré Platz 1, 45525 Hattingen.
19.6. --- Hausacher LeseLenz Lesung. Michel Lenz – „Offene Unruh“. Michael Lentz, „ unter den wichtigsten jungen deutschen Schriftstellern der rasanteste“ (Felicitas von Lovenberg, F.A.Z.), schreibt über die Liebe, als sei noch nie darüber geschrieben worden. Selbstbewusst und subversiv, leidenschaftlich liebeswund, verführerisch, so dass dem Liebenden das tausendfach Gesagte neu erscheint. Wann ist das letzte Mal so ungestüm und offen von der Unruhe, die wir Liebe nennen, gesprochen worden? Hauptstraße 28a, 77756 Hausach.
19.6. --- Buchhandlung Streit Lesung. Terézia Mora – „Der einzige Mann auf dem Kontinent“. Umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen macht sich ein Mann daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht. „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ erzählt eine Woche im Leben von Darius Kopp. Er ist Anfang vierzig, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. 20 Uhr. Hausacher LeseLenz, Hauptstraße 6, 77756 Hausach.
19.6. --- Buchhandlung Streit Lesung. Michael Kleeberg – „Das amerikanische Hospital“. Paris, im Winter 1991. Hélène steht in der Empfangshalle des amerikanischen Hospitals, als vor ihr ein Mann zusammenbricht. Sein Blick brennt sich in ihre Augen. Das ist die erste Begegnung zwischen der dreißigjährigen Pariserin und David Cote, einem amerikanischen Soldaten. Die beiden vom Schicksal Gebeutelten freunden sich an und stützen einander auf ihrer schmerzhaften Suche nach der Wahrheit über sich selbst. Michael Kleeberg versteht es auf eindringliche Weise, Zeitgeschichtliches und Privates, die seelischen Qualen des Krieges und die körperlichen des unerfüllten Kinderwunschs mit der dichten Atmosphäre von Paris zu verweben. Ein meisterhaft komponierter Roman voll erschütternder und unvergesslicher Szenen. 20 Uhr. Hausacher LeseLenz, Hauptstraße 6, 77756 Hausach.
20.6. --- Hausacher LeseLenz Lesung. María Cecilia Barbetta – „Änderungsschneiderei Los Milagros“. Änderungsschneiderei Los Milagros, Calle Gascón, Buenos Aires: Hier arbeitet die junge Mariana Nalo bei ihrer Tante Milagros. Sie liebt die unzähligen bunten Garne in der Schneiderei und Gerardo, der bis auf drei Postkarten spurlos in die USA verschwunden ist. Eines Tages kommt die junge Analía Morán in die Änderungsschneiderei. Sie liebt die vollkommene Symmetrie der Zahlen und Roberto, der sie auf Händen trägt. Für ihre Hochzeit will sie das Hochzeitskleid ihrer Mutter aus wertvoller italienischer Seide ändern lassen. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr, wie es war ... María Cecilia Barbetta erzählt von Liebe, Sehnsucht und enttäuschten Hoffnungen, von Krokodilstränen und echter Verzweiflung. Sie spielt mit den großen lateinamerikanischen Traditionen phantastischen Erzählens und der Telenovela und führt den Leser in eine barocke Wunderkammer, in einen kippbildartigen Raum, der zwischen Realem und Phantastischem oszilliert. Hauptstraße 28a, 77756 Hausach.
21.6. --- Buchhandlung Streit Lesung. Oswald Egger – „Die ganze Zeit“. Oswald Egger erbrachte in „Diskrete Stetigkeit“ den „Nachweis, dass man über poetische Prinzipien und Muster verstörender, frischer, befreiter denken kann als so, dass es eben wieder zu den üblichen Gedichten führt“ (Jörg Drews). Jetzt bringt Die ganze Zeit das Denken und die Genres in Bewegung: 800 wortdichte, einnehmende, mit sprachlichem Aplomb vom Autor typografisch gestaltete Seiten. Welche Welt! 7 €. 20 Uhr. Hauptstraße 6, 77756 Hausach.
13.6. --- Spiegelzelt. Gespräch. „Erlebte Geschichte erzählt“ Jan Assmann & Michael Buselmeier. Der Tod als Thema der Kulturtheorie. Im Rahmen der Heidelberger Literaturtage. 16 Uhr. Universitätsplatz, 69117 Heidelberg.
12.6. --- Gerhard-Hauptmann-Haus Lesung. Barbara Hoffmeister – „S. Fischer. Der Verleger“. „S.Fischer, Verlag“ firmiert seit 1886. Der deutschsprachige Jude aus Ungarn wird innerhalb weniger Jahre der gesuchteste deutsche Verleger der Moderne an der Wende zum 20. Jahrhundert. Sein Unternehmen macht Literaturgeschichte. Doch von seiner Person weiß man kaum mehr als die Lebensdaten: 1859 bis 1934. Wer war dieser geschickte Geschäftsmann mit dem vielzitierten Gespür für literarische Qualität? Wie reagierte jemand wie er auf die antisemitischen Anfeindungen im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und noch im „Dritten Reich“? Barbara Hoffmeister ist diesen Fragen mit reicher Kenntnis und wachem Spürsinn nachgegangen und hat ein lebendiges Bild von Samuel Fischer entworfen. 20 Uhr. Kirchweg 13, 18565 Kloster auf Hiddensee.
19.6. --- Kulturfabrik Löseke Lesung. Dieter Hildebrandt – „Nie wieder achtzig“. Das neue Buch zeigt den großen Satiriker in Höchstform. Hildebrandt kommt vom Hundertsten ins Tausendste, er verknüpft die Politik mit der Kunst, das Persönliche mit dem Nationalen. Er ist angriffslustig, wo es Not tut, nachdenklich, wo es angebracht ist, und komisch, wenn es ihm gefällt. Das wird vielen gefallen. Langer Garten 1, 31137 Hildesheim.
19.6. --- Theodor-Storm-Haus Buchvorstellung. Stein, Fasold, Detering (Hgg.) – „Zwischen Mignon und Lulu. Das Phantasma der Kindsbraut in Biedermeier und Realismus.“ Das Phantasma der Kindsbraut, als dessen literarisches Urbild Goethes Mignon gelten kann, kommt in der nachromantischen Literatur nicht erst mit Lulu und Lolita wieder zum Vorschein. Bereits vor ihrem Eintritt in die literarische Moderne durchstreifen Mignons Schwestern auch die Epochen des Biedermeier und des Poetischen Realismus. Wie die im vorliegenden Band versammelten Beiträge zeigen, tauchen sie in Werken Heines, Stifters, Kellers und Fontanes auf. Auffallend häufig erscheinen sie im Oeuvre Theodor Storms. 19.30 Uhr. Wasserreihe 31, 25813 Husum.
8.6. --- Kerpen Buchhandlung Lesung. Markus Heitz – „Collector“. Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ... 19 Uhr. Hauptstraße 52, 66557 Illingen.
17.6. --- Stadtbücherei Lesung. Alida Grundlach – „Miteinander oder gar nicht“. Enger Austausch zwischen den Generationen ist lebenswichtig. Wir können es uns nicht leisten, auf familiären Zusammenhalt, jahrzehntelange Erfahrungen, reiches Wissen und erworbene Kompetenz zu verzichten. Dabei ist eine Annäherung nie leichter gewesen als heute. 60-jährige stehen als Rockband auf der Bühne, 40-jährige sind im Sport erfolgreich. Man bleibt länger fit und aktiv und rückt schon dadurch näher zusammen. Alida Gundlach berichtet von ihrem Leben mit den Generationen; von ihren Erfahrungen, Ansichten, Prägungen. Sie gibt Einblick in ihre europäische Erziehung durch die verschiedenen Nationalitäten ihrer Familie (Mutter: Italienerin, Vater: Niederländer – und ihre Jahre in Spanien). Und sie erzählt von ihrem großen Traum, dem Bühnenprojekt der Generationen: ZEIT. Was hat es damit auf sich? Warum sollte es unbedingt wahr werden? Welche Erkenntnisse hat sie daraus gewonnen? Darüber hinaus spricht Alida Gundlach mit Menschen verschiedener Generationen über ihre Erfahrungen und interviewt Experten aus Politik, Gesellschaft, Soziologie und PR. Daraus ergeben sich unterschiedliche Meinungen, provokante Thesen und spannende Widersprüche. Alida Gundlach gibt Anregungen, nennt Lösungsvorschläge und zieht Resümees. Ihr warmherziger Stil ist heiter, dennoch sachlich, nicht frei von Selbstironie und zuweilen provokant. Konrad-Adenauer-Straße 4, 55218 Ingelheim.
1.6. --- Theatercafé Lesung. Noah Sow – „Deutschland Schwarz Weiß“. In der Schule lernen wir, dass alle Menschen gleich seien. Dennoch leben wir mit konkreten Vorstellungen und Vorurteilen im Kopf. An vielen Beispielen verdeutlicht Noah Sow den Alltagsrassismus, der uns täglich begegnet. So erfährt der Leser etwa, wie selbst die UNICEF-Werbung sich rassistischer Klischees bedient, und warum es schlimmer ist, „Die weiße Massai“ zu Ende zu lesen als nicht zur Lichterkette zu gehen. Rassismus zu bekämpfen heißt, ihn zunächst zu verstehen. Dieser Prozess wird für Angehörige der Mehrheitsgesellschaft nicht immer schmerzfrei vonstatten gehen können. Aber wie nicht zuletzt Noah Sows Buch deutlich macht – lohnen wird es sich allemal, und zwar für alle. 19 Uhr. Schillergässchen 1, 07743 Jena.
1.6. --- Universitätsbuchhandlung Thalia Lesung. Detlef Köhler. Interstellare Odyssee – eine Sternenreise durch Raum und Zeit. Buchlesung mit kleiner Astroshow Nachdem Seti@Home Radiolärm aus dem System Epsilon Eridani empfangen hat, wird 2061 das erste interstellare Schiff dorthin gesandt. Vom Erstkontakt zu einer hochentwickelten Spezies verspricht man sich Technologietransfer und Macht. Bei der Ankunft sind die künstlichen Signale jedoch nicht mehr auffindbar. Das fremde System birgt viele Rätsel, welche die Expedition zu einer wahren Odyssee werden lassen. Erleben Sie Science Fiction, die den Bogen von aktueller Astronomie und Raumfahrt bis hin zu philosophischen Themen spannt. In der anschließenden Diskussion beantwortet ihnen der Autor Detlef Köhler gern Fragen zur Weltraumforschung und stellt sich der Diskussion zu seinem Buch. Detlef Köhler, Jahrgang 1962, studierte Physik und Astronomie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 1995 gründete er sein eigenes Unternehmen in der IT-Branche, das auch heute noch sein Arbeitgeber ist. Darüber hinaus beschäftigt er sich intensiv mit Astronomie, Archäologie und Raumfahrt, schreibt Artikel für verschiedene Fachzeitschriften, organisiert Parabelflüge oder Studienreisen an Raumfahrtstandorte und ist gelegentlich auch als Buchautor tätig. (Infos: www.detlef-koehler.net). Eintritt frei! 20.15 Uhr. Leutragraben 1, 07743 Jena.
9.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Markus Heitz – „Collector“. Mit „Collector“ hat Markus Heitz, Autor u.a. des Bestsellers „Die Zwerge“, das ultimative Zukunftsepos geschrieben - ein atemberaubendes Abenteuer in Cinemascope. 6 €. 19.30 Uhr. Kerststraße 9-15, 67655 Kaiserslautern.
22.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Nele Neuhaus – „Schneewittchen muss sterben“. Sulzbach im Taunus: an einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit. Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Lichtenhain zwei Mädchen... 6 €. 19.30 Uhr. Kerststraße 9-15, 67655 Kaiserslautern.
4.6. --- Koslowski Halle Lesung. Jon Flemming Olsen – „Der Fritten-Humboldt“. „Ich wollte keinen Gastronomieführer, sondern ein Buch über das Phänomen deutscher Imbiss schreiben. Mich hat auf meiner Reise nicht die Qualität von Wurst oder Pommes interessiert, sondern immer die besondere Atmosphäre in den Imbissen, das Eigentümliche und Skurrile dieser Orte. Eben die Menschen und ihre Geschichten, die man nur in den Imbissbuden dieses Landes findet.“ 20 Uhr. Bahnhofsweg 36a, 24376 Kappeln.
1.6 --- Zirkuszelt im Ostauepark Lesung. Clemens Meyer – „Gewalten“. Das Leben wie es ist. Es ist ein Tagebuch über die Gewalten der Zeit: das Ende der Träume und den Fall der Aufsteiger. Die Themen der einzelnen Kapitel sind sehr unterschiedlich, doch haben sie alle eines gemeinsam: das Leben wie es ist. Clemens Meyer setzt sich aus und erzählt von der Welt, durch die wir täglich gehen. Von ihrer Rohheit, Unheimlichkeit und Schönheit. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Am eigenen Schreibtisch tobt der Kampf mit dem nächsten Roman. Ein Jahr lang berichtet Clemens Meyer aus unserer Gegenwart. Der Leipziger Schriftsteller wurde 1977 in Halle an der Saale geboren und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Stipendien ermöglichten ihm die Arbeit an seinem ersten Roman Als wir träumten (2006). Eine Veranstaltung der Stephanus-Buchhandlung in Kooperation mit der Literarischen Gesellschaft. 5 €. 20 Uhr. Zirkuszelt im Ostauepark gegenüber Schloss Gottesaue, 76131 Karlsruhe.
3.6. --- Badisches Staatstheater Lesung. Oskar Negt – „Die Faust Karriere“ – kritisch betrachtet. Goethes Faust ist uns allen als zerrissener Denker und gewissenlos Liebender ein Begriff. Nur wenige wissen von den vielfältigen Rollen des Gelehrten im zweiten Teil der Tragödie. In seiner Karriere vom Poeten über den Staatsmann und Feldherrn bis hin zum kapitalistischen Großunternehmer durchschreiten Faust und sein Alter Ego Mephisto die große Welt, verschiedenste geschichtliche Räume und Zeiten. Am Ende macht sich Faust die Machtmittel der technischen Moderne zu Eigen und geht in seiner Gewinnsucht über Leichen. Oskar Negt, Jahrgang 1934, ist nahe Königsberg geboren. Nach seinem Abitur studierte er Rechtswissenschaft, Philosophie und Soziologie, vor allem bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, und war Assistent bei Jürgen Habermas. Seit 1970 ist er Professor für Sozialwissenschaften an der Universität Hannover. 10 €. 11 Uhr. Baumeisterstraße 11, 76137 Karlsruhe.
7.6. --- KOHI-Kulturraum Lesung. Lena Gorelik – „Verliebt in Sankt Petersburg“. Meine russische Reise. Literarische Gesellschaft goes KOHI. LESUNG SÜD „exotisch und sexy“. „...wahrscheinlich ist es genau diese trockene Sicht auf die Dinge, die ihr und um sie herum passieren, die Lena Goreliks Art zu schreiben so eingängig und ihre Bücher so gut machen.“ (Süddeutsche Zeitung). Als exotisch und auch „sexy“ hat sich das Reiseziel St. Petersburg etabliert. Mit diesem Klischee räumt die gebürtige Petersburgerin Lena Gorelik nun allerdings auf! Das witzige und sehr persönliche Reisetagebuch ihrer jährlichen Familienbesuche in der russischen Millionenstadt gibt augenzwinkernd Aufschluss über die wahre russische Seele. Sie wissen noch nicht, wie Sie gucken, grüßen, fordern, flirten müssen, wenn Sie in St. Petersburg ans Ziel gelangen wollen? – dann auf in die Südstadt! Zum Auftakt präsentiert der Karlsruher Autor und Journalist Sven Scherz-Schade seine „Nachrichten aus Karlsruhe“. Im Anschluss an die Lesung gibt es Funk und Soul zum Hören und Tanzen. 5 €. 20 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
8.6. --- KOHI-Kulturraum Lesung. Lesung mit den Literaturstipendiaten 2009 Claudia Gabler, Almut Tina Schmidt, Katrin Seglitz und Norbert Zähringer. Literaturförderung des Landes Baden-Württemberg. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vergibt jährlich Stipendien an Autoren und Autorinnen, die mit dem Land Baden-Württemberg verbunden sind. 2009 gingen die Stipendien an Claudia Gabler, Almut Tina Schmidt, Katrin Seglitz und Norbert Zähringer, die im Karlsruher Literaturhaus ihre Texte vorstellen. Claudia Gabler, geboren 1970 in Lörrach, studierte Theaterwissenschaft und Publizistik in Berlin, wo sie zur Zeit auch lebt. Sie arbeitet in Redaktionen und Presseabteilungen und veröffentlicht in Zeitschriften, Anthologien und im Hörfunk. Eintritt frei! 19 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
9.6. --- Vortragssaal der Badischen Landesbibliothek Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Teufelsmoor, Butterkuchen und Künstlerkolonie. Paul Wendland, Enkel des berühmten und geschätzten Bildhauers Paul Kück und selbst nicht zum Künstler geboren, führt nach seiner Flucht aus dem heimatlichen Künstlerdorf Worpswede in Berlin eine Galerie, die eigentlich niemand besucht. Als das Haus seines verstorbenen Großvaters im Teufelsmoor zu versinken droht, kehrt Paul an den Ort seiner Kindheit zurück, um von Nachlass und Erbe zu retten, was sich noch retten lässt. Zurück in Worpswede begegnet er seiner eigenen Vergangenheit, einem Max Schmeling und politischen Größen aus Bronze, einem angebissenen Stück Butterkuchen und einem Geflecht aus Lügen und Familiengeheimnissen - denn so wie die Figuren seines Großvaters im Schlamm zu versinken drohen, so verschwand während des Nationalsozialimuses auch das ein oder andere Familiengeheimnis im Teufelsmoor…Der Dramatiker Moritz Rinke, selbst in Worpswede aufgewachsen, wohnhaft in Berlin, erzählt in seinem Romandebüt vom Geschlechter-, Generations- und Identitätskonflikt seiner Protagonisten, vom skurrilen Eigenleben eines norddeutschen Künstlerdorfes. 4-8 €. 19.30 Uhr. Erbprinzenstraße 15, 76133 Karlsruhe.
15.6. --- Deutsch-Italienische Gesellschaft Vortrag. Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann – „Die italienische Nachkriegsliteratur in Deutschland zwischen Nullpunkt und Restauration“. Informationen erteilt die Deutsch-Italienische Gesellschaft, Tel. 21570. 19.30 Uhr. Kaiserstraße 150 (Europaplatz), 76133 Karlsruhe.
16.6. --- KOHI-Kulturraum Buchvorstellung. Manfred Bosch – „Oberrheingeschichten“. Beitrag des deutschen Südwestens zur großen deutschen Literatur. Manfred Bosch stellt die Anthologie „Oberrheingeschichten“ vor. Mit Erasmus von Rotterdam wurde der Oberrhein zur Wiege des deutschen Humanismus, hier schrieb Jörg Wickram seine Schwänke, Grimmelshausen seinen Simplicissimus, Gottlieb Konrad Pfeffel seine Fabeln. In Straßburg begründeten Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfied Herder und Jakob Michael Reinhold Lenz den Sturm und Drang. Durch Johann Peter Hebels „allemannische“ Dichtung wurden die Länder Baden, das Elsass und die deutschsprachige Schweiz fest miteinander verbunden. Romanciers wie René Schickele, Annette Kolb und Otto Flake haben hier ihre Hoffnungen auf Europa formuliert. Den Beitrag des Südwestens an der Geschichte der Entstehung von Literatur am Oberrhein stellen Verleger Hubert Klöpfer, der Herausgeber Manfred Bosch und der SWR-Sprecher Christoph Haß vor. In den Kapiteln Landschaften, Städte, Lebenswelten, Auf Durchreise, Querelles alemanniques und Identität und Wandel werden Querschnitte durch fünf Jahrhunderte gelegt, in denen die Geistes- und Literaturlandschaft zwischen Basel und Karlsruhe in Romanauszügen und Erzählungen, Essays und Gedichten zum literarischen Topos wird. Eintritt frei. 20 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
22.6. --- KOHI-Kulturraum Lesung. Jan Wagner liest Wilhelm Lehmann und eigene Gedichte. Merlinszeit. Der 1971 geborene Lyriker und Übersetzer Jan Wagner ist erster Preisträger des 2009 erstmals verliehenen Wilhelm-Lehmann-Preises der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft und der Stadt Eckernförde. Mit inzwischen drei Lyrikbänden ist Wagner bisher hervorgetreten: Probebohrung im Himmel (2001), Guerickes Sperling (2004), Achtzehn Pasteten (2007). Das Themenspektrum ist ebenso vielfältig wie die Formensprache und umfasst Natur und Geschichte, Wissenschaft und Kunst. Der Sinn für eine musikalische Form und eine genaue Wahrnehmung verbindet ihn mit Wilhelm Lehmann (1882-1968), den Erzähler, Lyriker und Essayisten, dessen Naturlyrik Elisabeth Langgässer, Günter Eich, Karl Krolow und Walter Höllerer zeitweise stark beeinflusste, der in den 1950-er Jahren als Antipode Gottfried Benns galt, eine Zeitlang fast völlig vergessen war und nun wiederentdeckt wird. Wolfgang Menzel, Herausgeber der Essays Lehmanns, stellt die kürzlich abgeschlossene achtbändige Werkausgabe (Klett-Cotta) vor. 3-6 €. 20 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
23.6. --- KOHI-Kulturraum Lesung. Die Lyrikwerkstatt der Volkshochschule Karlsruhe stellt sich im Literaturhaus vor. „Hören und Sehen“: Lyrik und Kurzprosa unterlegt und umrahmt mit Musik und Bildern. Die durch ihre jährlichen Lesungen unter dem Dach der VHS und die Heftreihe „Textsplitter“ bekannte Schreibgruppe widmet sich seit mehr als einem Jahrzehnt der „verdichteten Sprache“. Im Literaturhaus lesen die AutorenJanine Göckl, Ralf Herwig, Birgit Jennerjahn-Hakenes, Monika Miller, Theresia Oehler, Marlene Plüschow, Erika Sonnenburg und Gunhild Ziegenhorn. Lassen Sie sich für eine gute Stunde in Gefühle, Gedanken und Bilder entführen, in Begleitung sanfter Piano-Klängen von Marion Sassenhagen. Eintritt frei. 20 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
29.6. --- KOHI-Kulturraum Preisverleihung. Ehrung für die Besten des Jahrgangs. Vergabe des Scheffel-Preises 2010. Die Literarische Gesellschaft lädt ein zur Verleihung des Scheffel-Preises 2010 für die beste Abiturleistung im Fach Deutsch an die Preisträgerinnen und Preisträger aus Karlsruhe und der Region. Im Anschluss an die Preisverleihung laden wir ein zur „Langen Nacht der jungen Autoren“. Eintritt frei. 18 Uhr. Werderstraße 47, 76137 Karlsruhe.
8.6. --- Staatstheater Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin mit seinem Leben und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr. 19.30 Uhr. Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel.
14.6. --- Augustinum Lesung. Rolf-Bernhard Essig – „Da wird der Hund doch in der Pfanne verrückt“ – Essigs Essenzen. Schon als Kinder staunen wir Bauklötze oder führen einen Eiertanz auf. Als Jugendliche verstehen wir oft nur Bahnhof, haben eine lange Leitung oder gar keinen Bock. Und später packen wir entweder die Gelegenheit beim Schopf oder werfen die Flinte ins Korn. Ein Sprichwort begleitet uns durchs Leben, es macht unsere Sprache lebendig, bunter und anschaulicher. Rund 500 Redensarten und Floskeln benutzt jeder im Alltag, doch nur selten wissen wir, woher die Sprüche eigentlich kommen, die wir klopfen. Rolf-Bernhard Essig hat sich auf die Suche nach den Ursprüngen der bekanntesten Sprichwörter gemacht. Virtuos und witzig illustriert, weckt sein Buch den Spaß an der Sprache. 17 Uhr. Im Druseltal 12, 34131 Kassel.
27.6. --- Altstadt Literarischer Spaziergang. Von den Grimms zu Brückner/Kühner: ein Salon in Bewegung. Der Kasseler Literatur-Spaziergang bietet auch in seinem vierzehnten Jahr auf alten und neuen Wegen immer wieder interessante und amüsante Texte. Begleiten Sie Eva-Maria Keller, Hartmut Müller und Karl-Heinz Nickel auf einer Zeitreise vom Barock bis in die Gegenwart: Leben und Werk von über 30 Autorinnen und Autoren werden an charakteristischen Plätzen der Stadt, der Karlsaue, im Park Wilhelmshöhe, im Park Schönfeld und dem Botanischen Garten vorgestellt. Alle Literaturbegeisterten und solche, die es werden wollen, sind herzlich eingeladen, mit uns auf Spurensuche zu gehen. 4-5 €. 15 Uhr. Treffpunkt: Königsplatz, vor der Commerzbank, 34117 Kassel.
4.6. --- Literaturhaus Lesenacht. „Von Abenteurern und Uskoken“. Zeit, dass es wieder eine Lesenacht im Literaturhaus gibt. Zusammen wollen wir herausfinden, was es mit den alten Uskoken auf sich hatte und wie echte Abenteurer aussehen. Das Literaturhaus und der wildkrautartige Alte Botanische Garten geben gerade nachts jede Menge Möglichkeiten dazu, sich in Geschichten von Nah und Fern hineinzuträumen und mitzufiebern. Wie immer braucht ihr einen Schlafsack und eine Isomatte, am besten auch noch eine Taschenlampe. Die Lesenacht beginnt am Freitag (4.6.) um 20 Uhr und endet am Samstag (5.6.) um 8.30 Uhr. Teilnehmen können alle Kinder im Alter von 8-12 Jahren. Gelesen wird bis zum Umfallen bzw. Einschlafen. 13 €. 20 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
6.6. --- Stadtzentrum „Kieliterarisch“ - ein Spaziergang durch Kiel auf den Spuren seiner Dichter. Zugegeben: Kiel ist kein Weimar des Nordens und die vielfältigen Spuren, die Dichter in Kiel hinterlassen haben, sind größtenteils verwischt. Dennoch: Bedeutende Autoren wie Hans Christian Andersen und Jules Verne verweilten auf ihren Reisen in Kiel, andere literarische Größen wie Theodor Storm, Klaus Groth und Detlev von Liliencron lebten jahrelang in der Fördestadt. Walter Arnold und Dagomar Heinz vom „theater augenblicke“ laden dazu ein, ihren Spuren zu folgen. Auf einem Spaziergang durch die Kieler Altstadt von der Förde bis zum Kleinen Kiel geben sie - oft überraschende - Einblicke in Leben und Werk und rezitieren aus ihren Texten. Wie Friedrich Gottlieb Klopstock in der Förde badete, wen Theodor Mommsen in der Flämischen Straße liebte, warum Klaus Groth seinem Namen alle Ehre macht, weshalb Detlev von Liliencron mit dem Nikolaus hadert, dies und vieles mehr verrät „kieliterarisch“. 4-6 €. 14 Uhr. Museumsbrücke am Schifffahrtsmuseum, Wall 65, 24103 Kiel.
7.6. --- Literaturhaus Lesung. Abbas Khider – „Der falsche Inder“. Ein junger Mann findet im Zug Berlin-München ein Manuskript, das niemandem zu gehören scheint. Er öffnet es und liest acht Mal die Lebensgeschichte eines jungen Irakers, der unter Saddam Hussein im Gefängnis saß und über den Libanon, Libyen und Griechenland nach Deutschland flüchtete. Der Chamisso-Förderpreisträger 2010 Abbas Khider erzählt in seinem Debütroman „Falscher Inder“ auf witzige, ironische und doch so unsentimentale Art von der Flucht des Rasul Hamid aus Bagdad, der nach einer Odyssee durch Nordafrika und Europa schließlich in Deutschland landet. Er scheint vom Unglück verfolgt und wird doch immer wieder auf wundersame Weise gerettet, während sich sein eigenes und die Schicksale vieler anderer Flüchtlinge zu einer Aneinanderreihung von Ohnmachtserfahrungen verbinden. Dieser außergewöhnliche Roman entfaltet seinen autobiografischen Inhalt in einem raffinierten Wechselspiel von Enthüllen und Verbergen. 4-7 €. 19.30 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
8.6. --- Literaturhaus Lesung. „Lethe mit Schuss“ - Peter Rühmkorf und sein Nachlass. „Time capsules“, „Zeitkapseln“, nannte der Künstler Andy Warhol seine Pappschachteln, in denen er Dinge für die Nachwelt sammelte und verschloss. Diesen Titel hat das Deutsche Literaturarchiv Marbach übernommen, um neue Funde und verborgene Schätze von Schriftstellern zu präsentieren. „Lethe mit Schuss“ ist die „Zeitkapsel“ zu Peter Rühmkorf, dessen Todestag sich am 8. Juni zum zweiten Mal jährt und der nicht nur zu den wichtigsten Lyrikern der alten Bundesrepublik zählte, sondern auch deren tabulosester Chronist war. Joachim Kersten, Stephan Opitz und Jan Bürger, stellvertretender Leiter der Marbacher Handschriftenabteilung, geben dem Dichter ihre Stimme. 4-7 €. 19.30 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
9.6. --- Thalia Buchhaus Lesung. Jan von der Bank – „Die Farbe der See“. Jan von der Bank stellt sein spannendes Debüt im Thalia-Buchhaus vor: Ole Storm, ein junger nordfriesischer Segelmacher, gehört zur vierköpfigen Stammbesatzung der Skagerrak, einer Segelyacht der Kriegsmarine, die der Ausbildung von Offiziersanwärtern dient. Im Sommer 1940 unternimmt der Kommandeur der Kadettenschule in Flensburg damit einen in Kriegszeiten recht exzentrischen Segeltörn nach Schweden. Dort kommen drei geheimnisvolle Gäste an Bord, unter ihnen die attraktive Lina, die Ole gehörig den Kopf verdreht. Doch die angeblichen Schweden sind norwegische Agenten einer Widerstandsorganisation, die geheime deutsche Waffenpläne in Empfang nehmen sollen. Als die Gestapo davon Wind bekommt, hetzt sie ein Schnellboot hinterher. Ole Storms ganz spezielle Begabung ist nun gefragt: Der Fischersohn weiß die Oberfläche der See zu lesen und vermag dem Wellenmuster darunter befindliche Strömungs- und Tiefenunterschiede anzusehen. Sein Talent wird das Schicksal der Skagerrak in dem mit gefährlichen Untiefen übersäten Fahrwasser innerhalb der Schären entscheiden. Jan von der Bank, Jahrgang 1967, ist mehrfacher Deutscher Meister und Weltmeister (2005) der Segelbootklasse „Contender“ sowie Drehbuchautor der Fernsehreihen TATORT (ARD), Gegen den Wind (WDR) und Küstenwache (ZDF). 4-6 €. 19.30 Uhr. Holstenstraße 17, 4103 Kiel.
10.6. --- Literaturhaus Lesung. Ilma Rakusa – „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“. Der Weg durch mehrere Sprachräume bis in den deutschsprachigen hinein ist bestimmend für Leben und schriftstellerisches Werk der Schweizer Autorin Ilma Rakusa, die ihre Leser in „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“ mitnimmt auf „eine berauschende Reise“ (Berner Zeitung) zurück in eine Kindheit und Jugend in Ost- und Mitteleuropa. Geboren 1946 in der Slowakei als Tochter eines Slowenen und einer Ungarin, kam Rakusa selbst nach Umwegen über Budapest und Ljubljana im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern nach Zürich, wo sie heute noch lebt. „Mehr Meer“ lebt von der stimmungsvollen und lyrischen Sprache und Erzählweise, in der die mit der Kieler Liliencron-Dozentur 2004 ausgezeichnete Dichterin Ilma Rakusa zu hören ist. Kindheitsszenen und Begegnungen fügen sich auf wunderbare Art und Weise in Dialogen, Bildern und Gedichten. „Mehr Meer“ wurde mit dem Schweizer Buchpreis 2009 ausgezeichnet. 4-7 €. 20 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
18.6. --- Literaturhaus Musikalisch-literarische Darbietung. „Swing frei, Schütz“ - Christian Kaiser und das Harald Rüschenbaum Trio präsentieren ihre Neufassung der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber als Jazz-Session. Carl Maria von Webers romantische Oper „Der Freischütz“ präsentiert sich in einer modernen Neufassung als Jazz-Session mit dem Harald Rüschenbaum Trio und dem Schauspieler Christian Kaiser als Sprecher. Bei „Swing frei, Schütz“, so der Name der Veranstaltung, swingt das Jazz-Trio durch die Wälder und Auen, während Christian Kaiser augenzwinkernd die Geschichte um die Freikugel und den Freischuss erzählt. Dieser Abend verspricht ein musikalischer wie literarischer Spaß zu werden. Lassen Sie sich überraschen! 8-12 €. 19 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
21.6. --- Hermann Ehlers Akademie Lesung. Luc Ferry – „Leben lernen: Die Weisheit der Mythen“ (La sagesse des mythes). Lesung im Rahmen der Kieler Woche in französischer und deutscher Sprache. Der ehemalige französische Erziehungsminister Luc Ferry wird bei der traditionellen französischen Kieler Woche-Lesung Passagen aus seinem neuesten Werk „La sagesse des mythes / Leben lernen: die Weisheit der Mythen“ lesen. In dem Buch erzählt Ferry in zeitgemäßer Sprache das Wichtigste aus der griechischen Mythologie nach und erläutert, inwiefern diese ein Versuch war, die ewige Menschheitsfrage nach dem guten, dem „richtigen“ Leben zu beantworten. Ergänzend werden Ausschnitte aus der deutschen Übersetzung des Werkes vorgetragen. Nach der Lesung schließt sich eine Phase des Austauschs mit dem Publikum an. Eintritt frei! Anmeldung erforderlich unter andreas.take@dfg-kiel.de. 20 Uhr. Niemannsweg 78, 24105 Kiel.
26.6. --- Literaturhaus Schleswig Holstein Textwerkstatt. Die Textwerkstatt richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren, die gerne selber schreiben oder es einmal ausprobieren möchten. Zusammen mit dem in Kiel lebenden Autor, Journalisten und Musikkritiker Stephan Turowski werden Manuskripte „unter die Lupe“ genommen. Informationen und Anmeldung unter Tel. 0431-5796841. 16.30 Uhr. Schwanenweg 13, 24105 Kiel.
17.6. --- Gemeindehaus der evangelischen Kirche Lesung. Jörg Maurer – „Hochsaison“. Sterben, wo andere Urlaub machen. Nach dem Bestseller „Föhnlage“ der zweite Alpenkrimi mit Kommissar Jennerwein. Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer – und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr… 19.30 Uhr. Zaiselgasse 22, 74592 Kirchberg/ Jagst.
11.6. --- NATURA-Buchhandlung Lesung. Hans-Ulrich Treichel – „Grunewaldsee“. Paul liebt Berlin, vor allem Westberlin, sofern man Westberlin lieben kann, wenn man in einer dunklen Hinterhofwohnung in Kreuzberg lebt. Und er liebt Maria, die Spanierin mit den graugrünen Augen und der Motorradjacke. Die beiden lernen sich in Málaga kennen, wo er als Sprachlehrer jobbt, während er auf eine Referendariatsstelle wartet. Maria, die angehende Ärztin, wird für ihn zur Liebe seines Lebens, und doch muss er sie bald verlassen: Sie ist verheiratet und erwartet ein Kind. Aber bei seinem Abschied aus Spanien ruft sie ihm nach: „Permanecemos juntos!“ – „Wir bleiben zusammen!“. Marias Versprechen soll kein leeres bleiben: Sie sehen sich wieder, in Deutschland. Von der Lobby des Münchner Hotels Vier Jahreszeiten aus brechen sie auf zu einer Reise, die freilich nur einen halben Tag dauert. Auf einem olivenbestandenen Grundstück hoch über dem Meer in Südspanien und an den mit Hunde-Urin verseuchten Stränden rund um den Grunewaldsee verwickelt Bestsellerautor Hans-Ulrich Treichel seinen Helden in eine Liebesgeschichte, wie sie nur dieser Meister der heiteren Melancholie und des lakonischen Spotts erzählen kann: voller Abstürze und in höchstem Maß vergnüglich. 5 €. 19.30 Uhr. Am RathausMarkt, Adolf-Grimme-Ring 12, 14532 Kleinmachnow.
17.6. --- Uwe Johnson Literaturhaus Literarischer Spaziergang. Durch Klütz auf den Spuren von Uwe Johnson. Uwe Johnson wird am 20. Juli 1934 in Kammin (Pommern), dem heutigen Kamien Pomorski, geboren. 1945 flieht er mit seiner Mutter und seiner Schwester zunächst nach Recknitz, dann nach Güstrow in Mecklenburg. Sein Vater wird von der Roten Armee interniert und 1948 für tot erklärt. An der John-Brinckmann- Oberschule in Güstrow legt er 1952 die Reifeprüfung ab. Im Sommersemester 1952 nimmt er das Studium der Germanistik an der Universität Rostock auf. Im Frühjahr 1953 soll er sich an der staatlich organisierten Kampagne gegen die evangelische „Junge Gemeinde“ beteiligen. Doch er erklärt vor der „Großversammlung der F.D.J.-Gruppe Philosophische Fakultät“, diese Kampagne stelle einen Bruch der Verfassung der DDR dar, und wird exmatrikuliert. Daraufhin schreibt er sich an der Universität Leipzig als Germanistikstudent ein und legt sein Germanistik -Diplom bei Hans Mayer mit einer Arbeit über Ernst Barlachs Der gestohlene Mond ab... 5 €. 10.30 Uhr. Treffpunkt: Literaturhaus „Uwe Johnson“, Im Thurow 14, 23948 Klütz.
25.6. --- Literaturhaus Uwe Johnson „Der Sachse liebt das Reisen sehr“ - Veranstaltung mit Gunter Böhnke (Kabarettist und Academixer). 19.30 Uhr. Im Thurow 14, 23948 Klütz.
21.6. --- Mayersche Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 20.15 Uhr. Löhrstraße 28/30, 56068 Koblenz.
1.6. --- Literaturhaus Lesung. Oswald Eggers – „Die ganze Zeit“. Die abenteuerliche, wilde Jagd nach Vergeblichem. Oswald Eggers lyrischer Roman Die ganze Zeit. „Was tue ich eigentlich die ganze Zeit, während ich denke, daß ich spreche?“ „Soll (will und kann) ich die Dinge mit den Augen derer sehen, die sie selber nicht mehr sehen oder noch nicht?“ – Die elfunddreißig Ichs, welche in Oswald Eggers lyrischem Roman (auf 800 wortdichten, mit sprachlichem Aplomb vom Autor typografisch gestalteten Seiten) wie augenblicklich umgehende Schelmwesen toben, verflüchtigen sich in etwas, was – seit Augustinus – die ganze Zeit verheißt: Aufmerksamkeit, Erwartung und Erinnerung in einem. Die Jetzt-Sätze der Erzählung springen feixend ineinander: Gnome, Habergeißen und anderes Wolkengetier erringen fabelhaftes Eigenleben und hüpfen von der Maskenbühne tolldreist ins Parterre der Ungereimtheit. Sie führen dort ungeheure, verblichene, oft schroffe Szenerien einer bald abenteuerlichen, bald wilden Jagd nach Vergeblichem auf, wobei gilt: Zeit ist Welt. Veranstaltungspartner: Suhrkamp Verlag. 4-7 €. 20Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
5.6. --- Opernhaus Lesung. Hanns-Joseph Ortheil – „Die Nacht des Don Juan“. Die Oper Köln ersetzt ihre klassischen Einführungsmatinees „Vor der Premiere“ durch eine Lesung, die die jeweiligen Hauptthemen der anzulaufenden Oper behandelt. In diesem Fall ist es Ortheils „Die Nacht des Don Juan“. Eintritt frei. 19.30 Uhr. Offenbachplatz, 50667 Köln.
6.6. --- Freies Werkstatt Theater Lesung. Ulrike Draesner. In der Reihe: „Die Sonne umarmen“ - 1000 Jahre deutschsprachige Lyrik von Frauen. Thomas Böhm stellt Ulrike Draesner vor. Die Autorin liest eigene Gedichte. 11.30 Uhr. Zugweg 10, 50667 Köln.
6.6. --- Allerweltshaus Lesung. Denis Goldberg – „Der Auftrag - Ein Leben für die Freiheit in Südafrika“. Aus dem Englischen von Birgit Morgenrath. Denis Goldberg verbrachte 22 Jahre als politischer Gefangener des südafrikanischen Apartheidregimes im Gefängnis. Der unverbesserliche Optimist erzählt in seiner Autobiografie eindringlich über sein mit dem Befreiungskampf verwobenes Leben und die menschlichen Seiten des oftmals schmerzhaften Weges in die Freiheit: über Liebe und Tod, Lebensfreude, politische Leidenschaft, Brüderlichkeit und Zwist unter Genossen, über eine unendlich lange Gefangenschaft. Der 1933 als Sohn einer jüdisch-säkularen britischen Einwandererfamilie in Kapstadt geborene Goldberg war einer der weißen Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika. Er schloss sich als junger Bauingenieur dem ANC und dem bewaffneten Arm der Befreiungsbewegung als technischer Offizier an. Zusammen mit anderen Comrades wurde er 1963 verhaftet und mit Nelson Mandela wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilt. Mitte der 80er Jahre wurde Goldberg nach schwierigen Verhandlungen freigelassen. Ungebrochen kämpfte er aus seinem Londoner Exil weiter für die Abschaffung der Apartheid. 2002 kehrte er nach Südafrika zurück. Die Journalistin Birgit Morgenrath, die das Buch aus dem Englischen übersetzt und bearbeitet hat, wird das Gespräch moderieren. 3-5 €. 13 Uhr. Körnerstraße 77-79, 50823 Köln.9
7.6. --- Literaturhaus Lesung. Wilhelm Genazino – „Der Fleck, die Jacke, das Zimmer, der Schmerz“. Der Autor liest aus seinem „bizarr schönen“ Roman aus dem Jahre 1989. Es sind scheinbare Kleinigkeiten, die den Erzähler von Genazino zum Ausbrechen nötigen. Kleinigkeiten, die er doch als Zumutungen empfindet, denen er sich nicht schutzlos ausgeliefert fühlen will: Die Schändung Mozarts Namen „Moz“ durch gedankenlose Jugendliche treibt ihn nach Wien, die Trikotwerbung einer Fußballmannschaft ERDGAS, die sich in seinem Kopf zum Vor- und Nachnamen Edgar Degas formt, nach Paris, die Tagebücher Max Beckmanns, aus denen er immer wieder Zitate einstreut, nach Amsterdam, immer begleitet von seiner Freundin Gesa, die sich mit Kopftüchern und Jacken gegen das Eindringen der Welt vermummt. Nirgends vermag er sich lange heimisch zu fühlen, unter keinen Menschen zugehörig. „Ein bizarr schönes Buch“ (Süddeutsche Zeitung) Veranstaltungspartner: SK Stiftung Kultur. 4-7 €. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
8.6. --- Literaturhaus Lesung. Wilhelm Genazino – „Ein Regenschirm für diesen Tag“. Wilhelm Genazinos Roman über ein modernes Exemplar der Spezies Flaneur In seinem Roman „Ein Regenschirm für diesen Tag“ erweist sich Wilhelm Genazino einmal mehr als „Virtuose des schweifenden Blicks“ (Süddeutsche Zeitung). Der Erzähler des Romans ist ein notorischer Stadtstreuner, der es verbummelt hat, sich einen festen Hintergrund zu schaffen. So muss er mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten sein Geld verdienen, läuft beispielsweise als Gutachter für feinstes Luxusschuhwerk kreuz und quer durch die Stadt. Dabei trifft er auf seine zahlreichen früheren Freundinnen und betrachtet die Welt – ein modernes Exemplar der Spezies Flaneure und Lustwandler, auf leichte, witzig-ironische Weise beschrieben. „Ein in langen Jahren erprobter Erzähler ist hier am Werk. Er hat eine Leichtigkeit erreicht, mit der er auch die schwere Not hintuschen kann, als wäre es auf japanisches Papier.“ (Frankfurter Rundschau) Veranstaltungspartner: SK Stiftung Kultur. 4-7 €. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
8.6. --- Universität Lesung. Thomas Gsella – „Nennt mich Gott“. Das Beste aus 50 Jahren Gsella: seinen ersten, noch tastenden Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der Fußballyrik“ (taz) sowie, erstmals in Buchform, zahlreiche zeitkritische bis zeitverherrlichende Gedichte aus der TITANIC (mit Fotos) und unveröffentlichte neue Werke des „jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid) 19.30Uhr. Universität zu Köln, Hauptgebäude/ Aula 2, Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln.
9.6. --- Literaturhaus Lesung. Wilhelm Genazino – „Die Form“. Der Autor spricht über die inneren Zusammenhänge seines Werks Für seine Werkschau hat sich Wilhelm Genazino mit „Der Fleck, die Jacke, das Zimmer, der Schmerz“ und „Ein Regenschirm für diesen Tag“ zwei Romane ausgesucht, deren Erscheinen zwölf Jahre auseinander liegt und die auf den ersten Blick so wenig miteinander zu tun haben, das man nicht glauben kann, dass sie von ein und demselben Autor stammen. Am letzten Abend der Werkschau berichtet Genazino darüber, welchen Antrieben und Denkbewegungen er beim Schreiben folgt, wie er zu seinen Stoffen kommt, wie er für diese Stoffe eine literarische Form findet – eine Form, die dann das scheinbar Disparate miteinander verbindet. Veranstaltungspartner: SK Stiftung Kultur. 4-7 €. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
10.6. --- Buchhandlung Bittner Lesung. Horacio Castellanos Moya – „Der schwarze Palast“. El Salvador 1944, der Zweite Weltkrieg wetterleuchtet in der Ferne: Der Journalist Pericles sitzt wegen seiner kritischen Artikel im Kerker, seine Frau Haydée besucht ihn täglich und versorgt ihn mit Informationen und Nahrung. Doch die Situation spitzt sich zu. Es kommt zu einem Putsch, der die Familie auseinander reißt: Während Pericles nicht freikommt, organisiert Haydée unter dem Deckmantel von Familienfesten den Widerstand der Frauen. Ihr jüngster Sohn geht in den Untergrund und der ältere außer Landes – in einer Kutte getarnt kämpft er sich mit Verve und Witz durch die Mangroven. Castellanos Moya ist ein Familienroman gelungen über Menschen, die in der Not zu ihrer Größe finden. Es gelingt ihnen, dem Diktator die Maske vom Gesicht zu reißen. Denn Literatur kennt keine Ausgangssperre. 20 Uhr. Buchhandlung Bittner, Albertusstraße 6, 50667 Köln.
15.6. --- Kulturkirche Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 7-10 €. 20 Uhr. Siebachstraße 89, 50733 Köln.
16.6. --- Italienischen Kulturinstitut Lesung. Maike Albath – „Der Geist von Turin. Pavese, Einaudi, Ginzburg und die Wiedergeburt Italiens nach 1943“. Mitten in Mussolinis Italien, in Turin, im Schatten der Fortschrittsmaschinerien von Fiat und Olivetti, begegneten sich in den dreißiger Jahren ein paar gebildete junge Leute. Sie gründeten Zeitschriften und Verlage, schrieben Abhandlungen und regimekritische Artikel, gingen in die Verbannung und ins Gefängnis und fühlten sich als Avantgarde einer besseren Zukunft. Und das waren sie: Aus dem Kreis um Cesare Pavese, Leone und Natalia Ginzburg, Giulio Einaudi, Norberto Bobbio und, später, Italo Calvino, kam jener Geist, der nach dem Zweiten Weltkrieg das Klima politischer und intellektueller Freiheit auf der Appeninhalbinsel geprägt hat wie kaum etwas Anderes. 19.30 Uhr. Universitätsstraße 81, 50931 Köln.
17.6. --- Literaturhaus Lesung. Regenbogennation Südafrika. Lebo Mashile und André Brink vorgestellt von Ilija Trojanow. Ein weiteres Mal stellt Ilija Trojanow, der „Weltensammler“, zwei herausragende Autoren des afrikanischen Kontinents vor: Lebo Mashile und André Brink. Lebo Mashile (geb. 1979, Südafrika) ist eine der wichtigsten Poetry-Performerinnen Südafrikas. Mit ihren Veröffentlichungen und Auftritten hat sie vor allem die jüngere weibliche Lyrik Südafrikas maßgeblich geprägt. In den Gedichten ihres Bandes Töchter von morgen, die sie auf eine vom Hip-Hop inspirierte Vortragsweise darbietet, thematisiert sie die Stellung der Frau in der „Regenbogennation“ – humorvoll, mitunter melancholisch und drastisch. André Brink war eine der Schlüsselfiguren im Kampf weißer südafrikanischer Autoren gegen die Apartheid. Seine überwiegend simultan in Afrikaans und Englisch geschriebenen Romane wurden in 30 Sprachen übersetzt, verfilmt und vielfach international mit Preisen ausgezeichnet. Sein Roman „Die andere Seite der Stille“ spielt im 19. Jahrhundert und erzählt die Geschichte der jungen Hanna, die nach einer unbarmherzigen Kindheit im Waisenhaus als potentielle Ehefrau eines Siedlers nach Deutsch-Südwestafrika, das heutige Namibia, kommt. Als sie dort von Siedlern und Offizieren vergewaltigt wird, startet sie einen Rachefeldzug gegen ihre Peiniger, dem sich die misshandelten Eingeborenen anschließen. Moderation und deutsche Texte: Ilija Trojanow. 4-7 €. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
17.6. --- Kunst Station St. Peter Lesung. Clemens Meyer – „Gewalten“. Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens. 19.30 Uhr. Jabachstraße 1, 50676 Köln.
20.6. --- Jan´s Restaurant Lesung. Verena Auffermann u.a. – „Leidenschaften“. Ihre Verse haben Jahrtausende überdauert wie Sapphos Poesie; sie schrieben in düsteren Verhältnissen wie die Schwestern Brontë, erfanden den weiblichen Fantasy-Roman wie Irmtraud Morgner, radikale Schreibweisen wie Elfriede Jelinek und die berühmteste Romanfigur der Gegenwart, Harry Potter. 99 schreibende Frauen haben Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmitter für ihren weiblichen Kanon der Literaturgeschichte ausgewählt. Sie porträtieren die Autorinnen, betten ihr Werk in Lebens- und Zeitumstände, positionieren sie innerhalb literarischer Traditionen und an deren Bruchstellen. Eine Wanderung durch die weiblichen Gefilde der Weltliteratur, für die man nichts mitbringen muss als Neugier und Leselust. 13 Uhr. Wendelinstraße 48, 50933 Köln.
21.6. --- Literaturhaus Lesung. Georg Klein – „Roman unserer Kindheit“. Ein scheinbar ewiger Sommer umfängt Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, ein verlassenes Wirtshaus unter uralten Kastanien und die Laubenkolonie, wo die Kinder der Neuen Siedlung sich die großen Ferien vertreiben. Langsam, kaum merklich, sickert das Unheimliche ein: Ein Mord wird angekündigt, dann kommen die Boten, buchstäblich aus einer anderen Welt. Und es sieht aus, als könnten sie zumindest eines der Siedlungskinder auf die Nachtseite dieses Sommers hinüberziehen. Dort gilt es, das Böse durch einen großen magischen Tauschhandel zu bannen. „Roman unserer Kindheit“ ist zugleich ein autobiografisches und dämonisch-phantastisches Buch, ein Kindheitsroman voll Gewitztheit und reich an dunkler Einsicht. Nach dieser letzten von Thomas Böhm organisierten Lesung lädt das Literaturhaus zu einem Umtrunk zum Abschied des Programmleiters ein. 4-7 €. 20 Uhr. Schönhauser Straße 8, 50968 Köln.
25.6. --- Café Himmelsblick Lesung. Klub Junge Literatur spezial. Drei Stars der deutschen Spoken Word-Szene – Mischa-Sarim Vérollet, Andy Strauß und Sulaiman Masomi – lesen aus ihren Texten, mischen feinste Wortakrobatik mit hoher Liedkunst und haben versprochen, die Bühne zu rocken. Ein Slam, ohne Contest, aber mit allem, was dazugehört, inkl. DJ. Veranstaltungspartner: Carlsen Verlag, Lektora Verlag, StadtRevue, Kulturamt der Stadt Köln, Fachhochschule Köln, Studentenwerk Köln 12-15 €. 20 Uhr. Claudiusstraße 1, 50678 Köln.
25.6. --- Der Andere Buchladen Lesung. Annika Reich – „Durch den Wind“. Vier Frauen, Mitte Dreißig, in Berlin: Yoko, Friederike, Alison und Siri sind auf der Suche nach der Liebe und nach dem richtigen Leben. Und alle vier hadern mit sich, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Haben die Alten etwa mehr Mut als die jungen Leute? Annika Reich erzählt mit Witz und Melancholie, mit Intelligenz und Genauigkeit von einer Generation, die das Neue will und vor den alten Fragen steht. Am Ende merken die vier Frauen: Leben lernen muss jede für sich allein. 20 Uhr. Wahlenstraße 1, 50823 Köln.
18.6. --- Privathaus Lesung. Anne Weber – „Luft und Liebe“. Die große Liebe – gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz. Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume – gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind – Realität werden sollen, zerplatzen sie wie Seifenblasen. Und die mit großer Leichtigkeit und funkelnder Ironie erzählte Geschichte nimmt ein Ende mit Schrecken ...Anne Webers sprachliche Brillanz, ihre Fähigkeit, „auf leichte Art ernst zu werden“ (Jochen Jung, Die Zeit) machen aus einer unerhörten Begebenheit einen doppelbödigen Roman. 20 Uhr. Privathaus und Garten, Fronhofstraße 3. 50999 Köln-Sürth.
1.6. --- Konzil Lesung. Henning Mankell – „Der Feind im Schatten“. Henning Mankell und Axel Milberg stellen den letzten Wallander-Krimi vor. Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen… Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden. 20 Uhr. Hafenstraße 2, 78462 Konstanz.
10.6. --- Stadtbücherei Lesung. Wolfgang Rüb – „Wohnquartett mit Querflöte“. Eine geistreiche und augenzwinkernde Satire über das Nachwendedeutschland und seine Bewohner. Lenz und Renate, zwei arbeitslose ostdeutsche Chemiker, haben eine Jugendstilvilla geerbt, würden aber viel lieber die Welt sehen. Also verkaufen sie das Haus einem westdeutschen Ehepaar und ziehen in ihren alten Plattenbau zurück. Statt zu verreisen, streifen sie nun um ihr ehemaliges Haus herum – bis sie eines Tages über den Zaun steigen … Als sie ertappt werden, bitten die neuen Besitzer sie sogar, auf die Villa aufzupassen! Dabei freunden sich Lenz und Renate mit dem kauzigen Bewohner der Nachbarvilla an, einem Querflötisten, der nichts mehr hasst als Musik. Trotz aller Weltläufigkeit gelingt dem Westehepaar jedoch nicht alles: Der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Selbst in dieser heiklen Lage erweist sich die ménage à quatre als Lösung des Problems. 20 Uhr. Kantstraße 10, 70806 Kornwestheim.
26.6. --- Galerie Göttlicher Lesung. Friedrich Achleitner – „Der springende Punkt“. Egal ob mit Dialektgedichten, ob als Protagonist „literarischer cabarets“ oder zuletzt als Verfasser von pointierten Prosaminiaturen - seit den Zeiten der Wiener Gruppe mit H. C. Artmann, Konrad Bayer und Gerhard Rühm sorgt der Architekt und renommierte Architekturhistoriker Friedrich Achleitner für literarisches Aufsehen. „der springende punkt“ versammelt Prosa der vergangenen drei Jahre, die Achleitner für die Tageszeitung „Der Standard“ geschrieben hat. Die Texte drehen sich um Kurzschlüsse und Leberwürste, berichten vom „Verein freischaffender Snobisten“, zeigen „Duck- und Tüchtigkeitsfehler“ auf und führen plausibel vor Augen, wie es mit Hilfe von Fenstertagen gelingen kann, Atheisten von der Notwendigkeit eines heiligen Jahres zu überzeugen. Steiner Landstraße 88, 3500 Krems-Stein.
16.6. --- Gemeindebücherei Lesung. Liliane Susewind – „Ein Panda ist kein Känguru“. Lesung mit Tanya Stewner. Im Tierpark der Nachbarstadt wurde ein Panda-Baby von seiner Mutter verstoßen. Gut, dass Lilli mit Tieren sprechen kann! So versteht sie sofort, dass der kleine Bär ohne Ersatzmama nicht überleben wird. Kurzerhand entführt sie ihn, um zusammen mit den Tieren im Zoo ihrer Stadt eine Lösung zu suchen. Glücklicherweise nimmt die einsame Kängurudame Kylie das Bärenkind in ihren Beutel auf. Es ist Mutterliebe auf den ersten Blick! Doch das Adoptionsglück wird bald getrübt: Wenn Kylie durch ihr Gehege hüpft, wird dem Panda im Beutel schlecht … Was kann Lilli nur tun? Der neue Band der beliebten Bestsellerreihe, der kleine Tierfreunde-Herzen höher schlagen lässt. Anmeldung unter: Öffentliche Bücherei Wangen, Tel: 07522 - 74 120 oder info@buecherei-wangen.de. 8 Uhr. Hauptstraße 19, 88079 Kressbronn am Bodensee.
8.6. --- Buchhandlung Friedrich Pustet Lesung. „Meine Heimat Europa“ – Alfred Biolek, Nahuel Lopez. „Heimat“ könne er nicht verorten, sagt er. Dafür sei er in seinem Leben schon zu viel gereist, habe zu viele Orte gesehen, zu viele Kulturen, zu viele Menschen schätzen und lieben gelernt. Aber mit Europa sei er kulturell verbunden. Hier fühle er sich zu Hause. Der passionierte Weltenbummler und Kosmopolit Alfred Biolek begibt sich mit Nahuel Lopez auf eine kulturelle Entdeckungsreise durch Europa. Es ist eine Reise durch seine ganz persönliche „Heimat“ und natürlich auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. In sechs Reisefeuilletons entdecken die Leserinnen und Leser Europa durch die Augen Alfred Bioleks. Die zahlreichen Informationen um Land, Leute und Kultur ergänzen Gespräche mit Alfred Biolek, in denen er seinen ganz persönlichen Blick freigibt auf die vielen Stätten seiner Heimat. Altstadt 28, 84028 Landshut.
3.6. --- Eissing Bücher Lesung. Markus Heitz – „Collector“. Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ... 20 Uhr. Mühlenstraße 106, 26789 Leer.
1.6. --- Literaturcafé Lesung. Hans Joachim Schädlich – „Kokoschkins Reise“. Moderation: Ulf Heise. Fjodor Kokoschkin, ein rüstiger Mittneunziger und emeritierter Professor der Biologie, reist im Jahr 2005 mit einem Luxusliner von Southampton in die USA, wo er seit den 30er Jahren zu Hause ist. Der gebürtige Russe, dessen Vater 1918 von den Bolschewiken ermordet wurde und dessen Mutter daraufhin mit ihm erst nach Odessa und später nach Berlin geflohen war, hat einige Stätten seiner Jugend besucht. In Rückblicken ziehen die Orte seiner Kindheit und Jugend vorbei und mit ihnen die Menschen, denen er und seine Mutter sich nahe fühlten – der russischen Literaturnobelpreisträger Iwan Bunin und die beiden Schriftsteller Wladislaw Chodassewitsch und Nina Berberova. Seinen Erinnerungen an Entbehrungen und Widersprüchliches im Leben der Emigranten steht der Müßiggang an Bord der „Queen Mary 2“ entgegen. – In dem von der Kritik viel gelobten neuen Roman erweist sich Hans Joachim Schädlich erneut als ein „Meister des Geschichte(n)erzählens“, der die Kunst der knappen, klaren Sätze und Dialoge aufs Höchste beherrscht. 2-3 €. 20 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
2.6. --- Buchhandlung Ludwig Lesung. Clemens Meyer – „Gewalten“. Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens. 19 Uhr. Willy-Brandt-Platz 5, 04109 Leipzig.
2.6. --- Literaturcafé Lesung. Samson Kambalu – „Jive Talker“. Moderation: Dietmar Böhnke. Lesung des deutschen Textes: Nils Buchholz (Veranstaltung in Englisch und Deutsch). In seinem autobiografischen Debüt „Jive Talker“ erzählt Samson Kambalu die rasante und irrwitzige Lebensgeschichte eines Jungen, der in Malawi aufwächst, mit 12 Jahren seine eigene Religion erfindet und auszieht, Künstler zu werden. Zuvor jedoch gilt es, Mambas, Malaria und Misere die Stirn zu bieten, ebenso wie dem Vater, einem leidenschaftlichen Nietzsche-Verehrer und unverbesserlichen Jive Talker. „Ein furioses, wildes, komisches, trauriges, erschütterndes und bewunderungswürdiges Buch.“ (RBB Inforadio Berlin) – Samson Kambalu, 1975 in Nkalo, Malawi geboren, erhielt ein Stipendium für die renommierte Kamuzu Academy und organisierte die erste Konzeptkunstausstellung in Malawi. Heute lebt er in London und reist mit dem „Holy Ball“, seinem bekanntesten Kunstwerk, um die Welt. 20 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
3.6. --- Haus des Buches Lesung. Brigitte Blobel – „Zwischen Bagdad und nirgendwo“. Fremd sehen – Grenzen im Kopf überwinden. Nachdem seine Eltern durch Attentate in Bagdad ums Leben gekommen sind, zieht der 14-jährige Said zu seinem Onkel nach Deutschland. Doch seine Mitschüler können nicht verstehen, was er erlebt hat. Erst durch die Freundschaft zu Lara schafft Said es, die Kluft zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu überwinden. „Eines der besten Jugendbücher des Jahres“ (Neue Luzerner Nachrichten). 10.30 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
3.6. --- Literaturcafé Lesung. Übersetzer stellen vor. Mythen und Legenden, Heilige und Heroen – 4500 Jahre irische Geschichte. Eine Lesung. Frank Delaney, Autor und Journalist, 1942 im Süden der irischen Insel geboren, folgt in seinem vielgelobten Roman „Schwert und Harfe“ (Ireland, 2005; dt. von Karin Diemerling) einem der letzten wandernden Geschichtenerzähler seiner Heimat. Zeit und Raum des originären Kultur-landes am westlichen Rande Europas öffnen sich. Hochdramatisch ist seine Historie und voll innerer Spannung die Familiengeschichte des Wandererzählers selbst. Der Anglist Volkmar Munder stellt diese ganz eigene Historie Irlands vor. Es liest Markus Sahr. Mit irischer Live-Musik von der Fiddle Folk Family. 20 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
4.6. --- Haus des Buches Lesung. Alina Bronsky – „Scherbenpark“ Fremd sehen – Grenzen im Kopf überwinden. Die 17-jährige Sascha kommt als Kind aus Russland in ein Hochhaus-Ghetto am Rande Frankfurts. Alina Bronsky erzählt in ihrem rasanten Debütroman die Geschichte eines hochbegabten Mädchens, das sich zwischen Eliteschule und den sozialen Brennpunkten vor der eigenen Haustür bewegt und mit wilder Entschlossenheit die herrschenden Gesetze von Gewalt und Isolation zu brechen vermag. „Ebenso witzig wie verstörend. Außergewöhnliche Lektüre“ befindet der WDR. 11Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
5.6. --- Haus des Buches Lesung. Katharina Thalbach und Jochen Voit – „Ernst Busch. Die Biographie“. Ernst Busch (1900–1980) war einer der schillerndsten Bühnenstars, die Deutschland im 20. Jahrhundert zu bieten hatte – Werftarbeiter, Theaterschauspieler, Kabarett-, Kino- und Schallplattenstar der späten Weimarer Republik, Rhapsode des antifaschistischen Widerstands im Exil, Gefangener des Naziregimes, Gründer der ersten und einzigen Schallplattenfirma der DDR, international gefeierter Brecht-Schauspieler und Querulant im SED-Staat, der Walter Ulbricht geohrfeigt haben soll. Jochen Voit erschließt in seiner Biographie (Aufbau Verlag 2010) eine Jahrhundertgestalt und ihre Epoche. Mit historischen Aufnahmen und Filmausschnitten. – Katharina Thalbach, Schauspielerin u.a. am Berliner Ensemble und Regisseurin, wurde vielfach ausgezeichnet, so 1997 mit dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Filmpreis 2006 für ihre Rolle in „Strajk – Heldin von Danzig“. Zuletzt spielte sie mit Axel Prahl in „Du bist nicht allein“ und mit Birol Ünel in „Der Mond und andere Liebhaber“. 3-4 €. 19.30 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
5.6. --- Café Anton Hannes Lesung. Stephan Sarek – „Was versteht Horst schon von Lyrik“. Mit unglaublicher Situationskomik, spritzigen Dialogen und einem rasanten Erzählfluss, der gern mal ins Melancholische, mal ins Surreale mäandert, erzählt Stephan Sarek von überforderten Aufpassern rolliger Katzen, verwunschenen Traumprinzen in der Mediamarkt-TV-Abteilung und orientierungslosen Boilern im Straßenverkehr. Die exquisite Auslese von bereits veröffentlichten wie bislang unveröffentlichten Erzählungen steht für (meistens) anspruchsvolle Themen und eine garantiert urkomische Lesung. 20 Uhr. Beethovenstraße 17, 04107 Leipzig.
8.6. --- Literaturcafé Lesung. Tippgemeinschaft 2010 – neue Texte aus dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mit Kilian Bode, Julia Dathe, Constantin Göttfert, Sascha Kokot, Isabelle Lehn. Moderation: Tobias Amslinger und Diana Feuerbach. Wer bei „Tippgemeinschaft“ nur ans Lottospielen denkt, täuscht sich gewaltig. Der Gemeinschaft von Autorinnen und Autoren, die sich um das Deutsche Literaturinstitut Leipzig (DLL) herum gebildet hat, geht es naturgemäß vor allem um das Tippen auf ihrer Tastatur. Und dass das, was auf diese Weise entsteht, „alles andere als ein Gemeinschaftstipp“ ist (Katja Lange-Müller), beweist ein weiteres Mal ihre jüngst erschienene Jahresanthologie „Tippgemeinschaft 2010“. Wie die Rundgänge, die an Kunsthochschulen üblich sind, einen Blick in die Ateliers junger Künstler erlauben, versammelt das Buch in jedem Jahr ein breites Spektrum an Texten aus den Schreibwerkstätten rund ums DLL. Ausgewählte Kurzgeschichten, Gedichte und szenische Texte werden zu Gehör gebracht: Ernstes und Heiteres, das nach dem Tippen nicht gewinnen möchte, sondern vor allem eins: gelesen werden. 20 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
10.6. --- Haus des Buches Lesung. Musiktheater Cammin – „Ein Elefant in Europa“. Fremd sehen – Grenzen im Kopf überwinden. Das musikalische Märchen „Ein Elefant in Europa“ macht vertraut mit der Welt des Anderen. 11 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
10.6. --- Buchhandlung Hugendubel Lesung. Lesebühne Leipzig zu Gast bei Hugendubel. Die „Lesebühne Leipzig“ ist ein Projekt des fhl Verlages und steht jedem offen, der eigene Texte präsentieren oder Passagen aus seinem Lieblingswerk vorlesen möchte. 10 Minuten sind das Mikro an und die Bühne frei. Auf jeden Mutigen Lesenden wartet anschließend ein Freigetränk. Im Juni ist die Lesebühne, die sonst regelmäßig im Leipziger Café Anton Hannes stattfindet, zu Gast bei Hugendubel. Moderiert vom Leipziger Autor Uwe Schimunek. Die Anmeldung erfolgt unter kontakt@lesebuehne-leipzig.de. 18 Uhr. Im Café in der 2. Etage, Petersstraße 12-14, 04109 Leipzig.
14.6. --- Haus des Buches Lesung. Regina Rusch – „Amira, du gehörst zu uns“. Fremd sehen – Grenzen im Kopf überwinden. Amira und ihre Familie sollen 14 Jahre nach ihrer Flucht zurück nach Bosnien abgeschoben werden. Doch Amiras Mitschüler beschließen, für das Bleiberecht ihrer Klassenkameradin zu kämpfen. 10.30 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
15.6. --- Haus des Buches Gespräch. Elke Reichart im Gespräch mit Elena Margulis: „Deutschland, gefühlte Heimat“. Fremd sehen – Grenzen im Kopf überwinden. Die Journalistin Elke Reichart hat zwölf junge Migranten porträtiert und lässt sie erzählen von Erfahrungen und Empfindungen in ihrem „neuen Leben“ nach der Ankunft in Deutschland. 10.30 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
15.6. --- Haus des Buches Lesung. Lothar Hübl – „Von Lichtern gestreichelt“ Die „Silbergäule“ des Paul Steegemann Verlages. Unter den avantgardistischen deutschen Buchserien der 1920er Jahre ragen die „Silbergäule“ neben der bekannten Reihe „Der jüngste Tag“ des Kurt Wolff Verlages heraus. In Programm nicht so homogen wie „Der jüngste Tag“, finden wir bei den „Silbergäulen“ expressionistische Texte neben solchen klassischer Autoren, aber auch Essayistisches wie die kommunistisch geprägte Programmschrift „Das neue Leben“ von Heinrich Vogeler. Dadaistische Veröffentlichungen wie „Anna Blume“ von Kurt Schwitters, Walter Serners Manifest „Letzte Lockerung“ oder Melchior Vischers „Sekunde durch Hirn“ bilden das bis heute unvermindert wirksame Zentrum der Buchreihe. 19.30 Uhr. Saal 2, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
17.6. --- Literaturcafé Lesung. Gunter Bergmann – „Sächsisches Volkswörterbuch“ Mehr als ein halbes Jahrhundert lang haben Wissenschaftler der Sächsischen Akademie der Wissenschaften den Wortschatz der Sachsen zusammengetragen. Gunter Bergmann hat auf der Grundlage dieses gewaltigen Materials nun zum ersten Mal ein handliches, für jedermann leicht verständliches und bequem zu benutzendes Volkswörterbuch der sächsischen Sprache erarbeitet. Mehr als 5.000 Stichwörter lassen die Vielfalt und Farbigkeit der obersächsischen Mundarten lebendig werden. Zahlreiche Sprichwörter, Redensarten, Bauernregeln und Verse aus dem alltäglichen Sprachgebrauch machen das Wörterbuch zu einem Lesevergnügen der besonderen Art. Gunter Bergmann und der nahe Meißen geborene Dichter Wulf Kirsten stellen das Wörterbuch gemeinsam vor. 20 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
21.6. --- Haus des Buches Lesung. Ingo Schulze – „Orangen und Engel“. Moderation: Renatus Deckert. „Natürlich sind andere Städte lauter, duftender, stinkender, enger, schneller, weiter, unberechenbarer – Kalkutta, Sanaa, Kairo, Rio. Aber das sind fremde Städte, ich kann sie lieben oder hassen, aber sie bleiben mir fremd. Neapel jedoch ist meine Welt – nur am anderen Ende, so wie ein schräger Vogel in der eigenen Familie sehr viel mehr irritiert als ein Verrückter auf dem Bahnhof, eine bildschöne Tante oder Nichte mehr als jedes Pin-up-Girl.“ Schon bevor Ingo Schulze 2007 für ein Jahr mit seiner Familie in die Villa Massimo nach Rom zog, finden sich italienische Spuren in seinen Büchern. Die vorliegenden neun Erzählungen sind nun alle Italien gewidmet. Sie führen uns zu Tempeln, Kirchen und Fresken, zu illegalen Einwanderern, Prostituierten und Touristen. Vor dem Hintergrund mythischer Landschaften und antiker Ruinen gewinnen die alltäglich-unalltäglichen Erlebnisse, die Ingo Schulze in seinen italienischen Skizzen beschreibt, etwas Exemplarisches und bleiben zugleich vage und ambivalent. In Erinnerung behält der Leser eine AS-Roma-Hose, die für eine bessere Behandlung im Krankenhaus sorgt, ebenso wie einen in Liebe zum Erzähler geratenen Oktopus oder einen gegen das Vergessen kämpfenden Signore, den die Liebe zu einer Frau einst in den Osten geführt hatte. Den Geschichten sind Fotografien von Matthias Hoch beigefügt, von 1983 bis 1988 Student und Meisterschüler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2-3 €. 20 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
23.6. --- Haus des Buches Vortrag. „Jour-fixe Verlagsherstellung“. In der Vortragsreihe „Jour-fixe Verlagsherstellung“ der Fakultät Medien an der HTWK Leipzig sollen die neuen Anforderungen, die moderne Publikationstechnologien an die Ausbildung von Fachkräften in der Medienbranche stellen, thematisiert werden. Themen wie die medienneutrale Inhalteerstellung und das mehrkanalige Publizieren bestimmen die Diskussionen in der Branche. Der Einsatz dieser Technologien verlangt gut ausgebildete Medienfachleute. Woher kommen diese Fachleute und was müssen sie können? Diese Fragen versucht die Veranstaltungsreihe im Sommersemester zu beantworten. Veranstaltung der Fakultät Medien der HTWK Leipzig, Studiengang Verlagsherstellung, gefördert vom Kuratorium Haus des Buches e.V. Informationen unter www.verlagsherstellung.de. 19 Uhr. Saal 3, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
23.6. --- Literaturcafé Buchvorstellung. „Speisen aus deutschen Dichterlanden – ein Lyrikmenü“. Sprecher: Kerstin Hoffmann und Axel Thielmann. Musik: Martin Hoepfner (Konzertgitarre). Vorstellung des „Poesiealbum neu - Essen & Trinken“ mit einem 3-Gänge-Menü aus sächsischer und schwäbischer Küche. Voranmeldung erbeten. Tel.: 0341/3310183, E-Mail: kontakt@lyrikgesellschaft.de. 17 €. 19.30 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
23.6. --- Universitätsbibliothek Lesung. „ich bin in der Anstalt“ nennt Friederike Mayröcker, die „Grande Dame der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“ (Süddeutsche Zeitung), ihre neue Prosaschrift – ein Buch der Betrachtungen von Körperlichkeit und Körperempfinden, ein Tasten nach den ständig sich verschiebenden Grenzen von Innen und Außen, ein Versuch ihrer Auflösung im Moment des Schreibens, radikal und schonungslos: „ich habe die Staubkrankheit, in Eschen laufend, ich wache auf mit dem Wort ZWISCHENGEBIRGE, wir fahren im Lift abwärts und ich ziehe 1 grünes Haar aus dem Ärmel seines schwarzen Mantels, Nixe mit grünen Haaren, der alte grüne Steingutteller mit den grünen Seerosenblättern, vor Wochen auseinandergebrochen, wieder geklebt, aus groszelterlichen Beständen oder weiter zurück, etwas wie Wollust über die Seerosenblätter zu streichen, imaginiere, wie sie, die längst Hingegangenen, ihre Speisen darauf verzehrt hatten, vermutlich Kuchenstücke, Bäckereien, denn es gab kein Leid in der Tiefe ihrer Schritte, ich heize, neige (dazu), überstürzt zu handeln, zu antworten, in Eschen laufend, und trug grünes Reisig unter den Augen, nämlich Rousseau, „ich liebe es, mich mit Nichtigkeiten zu befassen, 100 Sachen anzufangen und keine zu Ende zu bringen, oder den ganzen Tag wirr und planlos zu vertändeln“, mit grünen Ziegenblättern, etc.“. 20 Uhr. Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig.
24.6. --- Literaturcafé Lesung. Tage der Poesie in Sachsen: Leipzig 2010. Speisen aus deutschen Dichterlanden Ein Lyrikmenü. Buchpremiere der 9. Ausgabe des „Poesiealbum neu – Essen & Trinken“ mit den MDR-Sprechern Kerstin Hoffmann und Axel Thielmann. Musik: Martin Hoepfner. Eintritt inkl. 3-Gänge-Menü: 17 €. (Anmeldung unter Tel.: 0341/3310183 oder kontakt@lyrikgesellschaft.de). 19.30 Uhr. Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
25.6.-26.6. --- Haus des Buches Tagung. Tage der Poesie in Sachsen: Leipzig 2010. Was ist unter zeitgenössischer Lyrik zu verstehen? Tagung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. Erwartet werden etwa 50 Lyrikerinnen und Lyriker. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Teilnahmegebühr 35-45 €, inkl. Buffet und den Eintrittspreisen am 25. und 26.6. (Informationen und Anmeldung unter www.tage-der-poesie-sachsen.de). 9 Uhr. Saal 1, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
25.6. --- Haus des Buches Lesung. Tage der Poesie in Sachsen: Leipzig 2010. Lesung mit Carl-Christian Elze, Ursula Krechel, Undine Materni, Jan Wagner und Michael Wüstefeld. Musik: Wolfram Dix. Moderation: Axel Kahrs. 2-3 €. 19.30 Uhr. Saal 1, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
26.6. --- Literaturcafé Lesung. Tage der Poesie in Sachsen: Leipzig 2010. Gedichte im Westentaschenformat: Das Poesiealbum. Lesemarathon mit 25 Lyrikerinnen und Lyrikern. 15 Uhr. Garten, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
26.6. --- Literaturcafé Lesung. Tage der Poesie in Sachsen: Leipzig 2010. Einzeln in der Reihe – Lesung mit Wilhelm Bartsch, Hans Brinkmann, Dieter Mucke, Brigitte Struzyk und Guntram Vesper. Musik: Die Lyrischen Saiten. Moderation: Ralph Grüneberger. 2-3 €. 19.30 Uhr. Garten, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.
7.6. --- Mensa Cubus Lesung und Gespräch. Joachim Gauck – „Winter im Sommer – Frühling im Herbst“. Eine Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck, engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. 20 Uhr. Mensa Cubus im Schulzentrum, Herlazhofer Straße 32, 88299 Leutkirch.
8.6. --- Bibliothek im Bahnhof Lesung. Dieter Moor präsentiert sein Buch „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Geschichten aus der arschlochfreien Zone“ „Warum wollt ihr ausgerechnet dorthin, von wo alle abhauen?“ Freunde und Bekannte sind fassungslos, als Dieter Moor und seine Frau Sonja eröffnen, dass sie ihr Haus in der Schweizer Postkartenidylle verkauft haben, um nach Brandenburg zu ziehen. Im Dörfchen Amerika möchten sie ihren Traum vom eigenen Bauernhof verwirklichen. Tatsächlich sind die neue Heimat, die neuen Nachbarn und das neue Leben für allerlei ungeahnte Herausforderungen, komische Missgeschicke und skurrile Situationen gut. Warum Dieter Moor dennoch sein Herz an Land und Leute verloren hat – davon erzählt er in diesem Buch. Eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region. 7-10 €. 19.30 Uhr. Bibliothek im Bahnhof, Bahnhofsplatz 5, 03371 Luckenwalde.
2.6. --- Buddenbrookhaus Führung. Von Thomas Mann zu Günter Grass. Mit Ursula Häckermann. 8 €. 14 Uhr. Schildstraße 12, 23552 Lübeck.
7.6. --- Buddenbrookhaus Buchpräsentation mit Karin Andert: Monika Mann. Eine Biografie. Zum 100. Geburtstag von Monika Mann. In Kooperation mit dem mare Verlag, Hamburg. 4-6 €. 20 Uhr. Schildstraße 12, 23552 Lübeck.
12.6. --- St. Petri Kirche Literarische Nacht zum Thema: „Metropolen“. Bei Redaktionsschluss stand fest, dass Hanns-Josef Ortheil kommen wird. Angefragt sind Cees Nooteboom, Hanif Kureishi, Claudio Magris, Helmut Krausser, Fred Vargas. Das genaue Programm entnehmen Sie bitte der Tages- und Monatspresse. Karten sind nur bei den Partnern erhältlich. In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Weiland, Bücherstube Catarina Rex, Pressezentrum, Stadtbibliothek, St. Petri-Kuratorium. 19 Uhr. Petrikirchhof, Schüsselbuden 13, 23552 Lübeck.
15.6. --- Kulturrösterrei Musikalische Lesung. Russische Klassik in Text und Musik. Musik von Borodin, Rachmaninoff, Glinka, u.a. sowie Texte von Puschkin werden vorgetragen von Dorothea Stamova (Alt), Borjana Antonova (Cello), Mira Teofilova (Klavier) und Marion Hinz (Lesung). 12-15 €. 19.30 Uhr. Kulturrösterei, Wahmstraße 43-45, 23552 Lübeck.
10.6. --- Ernst-Bloch-Zentrum Lesung. Renatus Deckert (Hsg.) – „Das erste Buch. Schriftsteller über ihr literarisches Debüt“. Das erste Buch eines Autors ist sein Entrée in die Welt der Literatur. Welche Gedanken und Gefühle bewegen ihn beim Blick auf sein Debüt, dessen Erscheinen zwanzig, dreißig oder sogar fünfzig Jahre zurückliegt? Fast einhundert deutschsprachige Autoren – die Einflussreichen und die Stillen, die Erfolgreichen und die Exzentriker – beantworten diese Frage in persönlichen Texten, die eigens für dieses einzigartige Buchprojekt geschrieben wurden. Entstanden ist ein fesselndes Panorama deutschsprachiger Literatur von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. 19 Uhr. Walzmühlstraße 63, 67061 Ludwigshafen.
2.6. --- Literaturhaus Vortrag. Johann Bernahrd Basedow. Ein Freund Goethes - Altona, Dessau, Magdeburg. Vortrag mit Ulrich Rogge aus Magdeburg. 18 Uhr. Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
10.6. --- Literaturhaus Lesung. Jochen Voit – „Er rührte an den Schlaf der Welt. Ernst Busch - Die Biographie“. Zu Ernst Buschs 110. Geburtstag am 22. Januar und 30. Todestag am 8. Juni 2010. Eine Ikone zwischen Pop und Propaganda. Als Mackie Messer wurde er weltberühmt, als Spanienkämpfer zur Legende. Ernst Busch war Kultfigur der DDR-Aufbaugeneration und der westdeutschen Achtundsechziger und gilt als Begründer des deutschen Politsongs. Diese grandios erzählte Biographie erschließt uns eine Jahrhundertgestalt und ihre Epoche. Jochen Voit, geb. 1972 in Nürnberg, Buchhändler, nach dem Studium der Geschichte und Kommunkationswissenschaften Moderator von Musik- und Literatursendungen im Radio, Geschichtsexperte (u.a. für Pro7) und freier Kulturjournalist für die Süddeutsche Zeitung. Voigt lebt heute in Berlin. 19 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
15.6. --- Literaturhaus Lesung. Irmtraud Gutschke – „Eva Strittmatter. Leib und Leben. Ein erzählter Lebensroman“. „Ich konnte in mir selbst nicht existieren, wenn ich nicht ein Ventil fand in einem Gedicht.“ Eva Strittmatter (geb. 1930) ist über Vierzig, als sie ihren ersten Gedichtband „Ich mach ein Lied aus Stille“ vorlegt. Als studierte Germanistin sieht sie sich als Partnerin der literarischen Fragen von Erwin Strittmatter (1912-1994). In dem jetzt vorliegenden Erinnerungsbuch zeigt sich die heute 80jährige, die trotz einer Millionenauflage ihrer eigenen Werke irgendwie im Schatten des großen Romanautors blieb, als eigenwillig, stark und erfreulich unverklemmt. 19 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
16.6. --- Literaturhaus Lesung. „Schönste“ Bücher, die nicht schön sind und schöne Bücher, die keine „Schönsten“ sind. Ein Vortrag mit Beispielen gehalten von Herbert Kästner aus Leipzig. 19 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
18.6. --- Literaturhaus Ausstellungseröffnung. Mirko Rathke - NEUGIERIG? Striche, Tusche, Farbnuancen. Illustrationen von dem Leipziger Buchillustrator, der uns an diesem Vormittag unterhaltsam durch seine Ausstellung begleiten wird. Eine Veranstaltung auch im Rahmen der Kinderkulturtage Stamm-Platz-Elbe (18.06.-20.06.). 19 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
23.6. --- Literaturhaus Vortrag. Herr Prof. Dr. Thomas Höhle - „Gottfried August Bürgers Ballade Lenore“. Ein Vortrag mit Rezitation von Jenny Veit. 18 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
30.6. --- Literaturhaus Vortrag. Mit Frau Dr. Ute Pott zu Prosatexten, Gedichten und Briefen von Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg. Gemeinschaftsveranstaltung mit der Literarischen Gesellschaft Magdeburg e.V. 18 Uhr. Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg.
10.6. --- Literaturschiff Lesung. Ulrike Draesner – „Vorliebe“. Harriet, halbindisch, mathematikbegeistert, macht in ihrem Beruf aus wissenschaftlichen Daten schöne kosmische Bilder, ein wenig Lüge darf dabei schon sein. Auch zuhause scheint alles gut eingerichtet mit Partner Ash und Ben, dessen Sohn aus einer früheren Beziehung. Doch dann fährt Ash mit dem Auto ausgerechnet die Frau von Harriets Jugendliebe an, und Peter, der Mann, den sie längst vergessen zu haben glaubte, tritt von neuem in ihr Leben. Ein vermeintlich harmloses Liebesgetändel beginnt: Man ist ja offen, Heimlichkeiten und Eifersucht sind antiquiert, man verhält sich den Klischees der Gefühlswelt gegenüber abgeklärt. Doch Ulrike Draesner schickt die Heldinnen und Helden ihres neuen Romans auf wunderbar verspielte Weise in ein irrlichterndes Labyrinth aus romantischen Verwicklungen, das eine der Figuren nicht lebend verlassen wird. Das Literaturschiff legt um 18.30 Uhr in Mainz (Anleger Fort Malakoff) ab. Ankunft ca. 22.45 Uhr in Mainz (Anleger Fort Malakoff). Weitere Informationen: Fachstelle für katholische Büchereiarbeit im Bistum Mainz. Tel. 06131/253 292.
29.6. --- Kulturcafé, Campus Universität Lesung. Thomas Gsella – „Das Beste aus 50 Jahren“. Das Beste aus 50 Jahren Gsella: seinen ersten, noch tastenden Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses „Gottes der Fußballyrik“ (taz) sowie, erstmals in Buchform, zahlreiche zeitkritische bis zeitverherrlichende Gedichte aus der TITANIC (mit Fotos) und unveröffentlichte neue Werke des „jüngsten Nachwuchsklassikers“ (Eckhard Henscheid). 21 Uhr. Becherweg 5, 55128 Mainz.
30.6. --- Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara Lesung. Hanns-Josef Ortheil – „Die Erfindung des Lebens“. „Die Erfindung des Lebens“ ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges überlebendes Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt zunächst stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern mit dem Schreiben sein Glück zu machen versuchen. 19 Uhr. Ökumenisches Bildungszentrum sanctclara B 5, 19, 68159 Mannheim.
24.6.-26.6. --- Deutsches Literaturarchiv Marbach Tagung. Germanistik in den USA. Victor Lange, Arno Schirokauer und Werner Vordtriede gehören zu den Germanisten deutscher Herkunft, die in Amerika eine bemerkenswerte Bedeutung erlangt haben. Ihre Nachlässe liegen in Marbach, wo nun die gegenwärtige Lage der US-Germanistik im Zentrum einer Tagung steht. Anmeldung:forschung@dla-marbach.de. Schillerhoehe 8-10, 71672 Marbach am Neckar.
25.6. --- Deutsches Literaturarchiv Marbach Gespräch. Leser & Sammler. Heribert Tenschert im Gespräch mit Wulf D. von Lucius und Ernst Osterkamp. Heribert Tenschert ist einer der weltweit bekanntesten Sammler und Vermittler von Inkunabeln und kostbaren Büchern. Mit dem Verleger Wulf D. von Lucius und dem Literaturwissenschaftler Ernst Osterkamp spricht er über das Büchersammeln im Allgemeinen und zwei seiner besonderen Leidenschaften: das europäische Mittelalter und den Dichter Rudolf Borchardt. 20 Uhr. Schillerhoehe 8-10, 71672 Marbach am Neckar.
28.6. --- Deutsches Literaturarchiv Marbach Lesung. Alissa Walser – „Am Anfang war die Nacht Musik“. Magnetisch. Alissa Walser und ihr erster Roman. Moderation: Jan Bürger. 18 Jahre, nachdem sie mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet wurde, legt Alissa Walser ihren ersten Roman vor: „Am Anfang war die Nacht Musik“. Eine Geschichte aus dem Wien des 18. Jahrhunderts, die um eine blinde Musikerin kreist - und um Franz Anton Mesmer, den berühmtesten aller Magnetiseure. 20 Uhr. Humboldt-Saal, Schillerhoehe 8-10, 71672 Marbach am Neckar.
10.6. --- KFZ Marburg Lesung und Gespräch. Kathrin Hartmann – „Ende der Märchenstunde“. Früher prägten gesellschaftliche Ereignisse und Revolten eine Generation. Das hat sich spätestens in den Neunzigerjahren verändert: Die Heranwachsenden bezogen ihre Identität nicht mehr aus kollektiven Protesterlebnissen, sondern aus dem Konsum von Marken. Daher zielt die öffentlich wahrnehmbare Sehnsucht heute nicht mehr auf eine bessere Welt, sondern auf bessere Produkte. Aus gesellschaftlichen Bewegungen sind bloße Stilgemeinschaften geworden. Deren wichtigste ist die der Lohas. Sie glauben, Hedonismus und Moral, Egoismus und Gesellschaftsveränderung verbinden zu können: im politischen Akt des richtigen Shoppens. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen Lohas werden. 20.30 Uhr. KFZ Marburg, Schulstraße 6, 35037 Marburg.
11.6. --- Parkhotel/ Marktplatz Lesung. Constanze Wilken – „Die Malerin von Fontainebleau“ und „Die Lautenspielerin“. Im Rahmen des Literaturfestes Meißen liest Contanze Wilken am 11.06.10 um 17.30 Uhr im Parkhotel aus „Die Malerin von Fontainebleau“, um 19.00 Uhr eine Vorpremierenlesung aus „Die Lautenspielerin“ auf dem Marktplatz. 17.30 und 19 Uhr. Literaturfest Meißen, 01662 Meißen.
12.6. --- Platz an der Burgstraße Lesung. Constanze Wilken – „Die Lautenspielerin“. 1569: Die Hugenottin Jeanne, eine Lautenspielerin, und ihr Vater suchen Zuflucht in einem sächsischen Dorf. Die Dorfbewohner begegnen den Fremden mit Missgunst. Nur der schüchterne Heiler Gerwin verliebt sich in Jeanne, obwohl der Standesunterschied unüberbrückbar ist. Bald darauf geht Jeanne an den Dresdner und später an den französischen Hof – immer auf der Suche nach Förderern ihrer Lautenspielkunst. Als sie glaubt, endlich eine Heimat gefunden zu haben, wird sie in eine gefährliche Intrige verstrickt. Doch dann begegnet sie Gerwin wieder. Und das Schicksal von Jeanne und Gerwin wird sich in der blutigen Bartholomäusnacht entscheiden ...14 Uhr. Literaturfest Meißen, 01662 Meißen.
13.6. --- Literaturfest Meißen Fantasy-Lesung. Aileen P. Roberts: „Thondras Kinder-Die Zeit der Sieben“ und Ann-Kathrin Karschnick: „Die Feuerritter-Kampf um Teinemaa“. Der Kriegsgott Thondra wählt die Sieben aus, die die Welt retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen. Im Mittelpunkt stehen Rijana, das Bauernmädchen und Ariac, der wilde Steppenjunge auch sie könnten Kinder Thondras sein..... „Wirst du mich dabei unterstützen, den König von Teinemaa zu töten?“ Als Tulurin diese Worte des Stadthalters von Agláar hört flieht er in Panik, wird gefangen und kurz vor seinem Tod von Erûven befreit. Welche Absicht hat dieser? Literaturfest Meißen: Tel. 0351/816090. 16 Uhr. Literaturfest Meißen, 01662 Meißen.
2.6. --- Kaufhaus Hagemeyer Lesung. „Meine Heimat Europa“ – Alfred Biolek, Nahuel Lopez. „Heimat“ könne er nicht verorten, sagt er. Dafür sei er in seinem Leben schon zu viel gereist, habe zu viele Orte gesehen, zu viele Kulturen, zu viele Menschen schätzen und lieben gelernt. Aber mit Europa sei er kulturell verbunden. Hier fühle er sich zu Hause. Der passionierte Weltenbummler und Kosmopolit Alfred Biolek begibt sich mit Nahuel Lopez auf eine kulturelle Entdeckungsreise durch Europa. Es ist eine Reise durch seine ganz persönliche „Heimat“ und natürlich auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. In sechs Reisefeuilletons entdecken die Leserinnen und Leser Europa durch die Augen Alfred Bioleks. Die zahlreichen Informationen um Land, Leute und Kultur ergänzen Gespräche mit Alfred Biolek, in denen er seinen ganz persönlichen Blick freigibt auf die vielen Stätten seiner Heimat. Scharn 11-17, 32423 Minden.
2.6. --- Amerika Haus Lesung. Richard Price – „Cash“. Drei Männer werden nachts in der Lower East Side von zwei dunkelhäutigen Jugendlichen überfallen. Einer der drei wird erschossen, die Täter fliehen. Der Hauptzeuge Eric verstrickt sich bei der Polizei immer tiefer in Widersprüche. Detective Matty Clark kommen jedoch bald Zweifel an seiner Schuld. Richard Price lässt in seinem in den USA hymnisch gefeierten Bestseller die Fassade des strahlenden, „neuen“ New Yorks bröckeln und zeigt die dahinter liegenden Risse, die unter dem Glamour verborgene Macht und Gewalt. „Cash“ ist ein Röntgenblick auf die Lower East Side, ein großer Roman von einem meisterhaften Gegenwartschronisten. 20 Uhr. Karolinenplatz 3, 80333 München.
5.6. --- Muffathalle Lesung. Benjamin v. Stuckrad-Barre – „Auch Deutsche unter den Opfern“ mit Christian Ulmen. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen – das sind die Bedingungen, unter denen wir leben. 20.30 Uhr. Zellstraße 4, 81667 München.
7.6. --- Lyrikkabinett Lesung. Poetry in Motion – mit Alex Burkhard (München), Ken Yamamoto (Mainz) und Kim Johnson (San Francisco, USA). Moderation: Ko Bylanzky; an den Turntables: Poetry DJ Rayl Patzak. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. 5-7 € (Mitglieder Lyrik Kabinett: freier Eintritt). 20 Uhr. Amalienstraße 83 a, 80799 München.
7.6. --- Literaturhaus Gespräch. Verlagspolitik im Nachkriegsdeutschland: Die Anfänge von Kiepenheuer & Witsch (1948-1959). Birgit Boge im Gespräch mit Barbara Krauß (Harrassowitz Verlag) und Helge Malchow (Kiepenheuer & Witsch). Birgit Boge beschreibt am Beispiel der Verlegerpersönlichkeit Joseph Caspar Witsch die Ausgangssituation des Literaturbetriebs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und die Anfänge des Verlags Kiepenheuer & Witsch von 1948 bis 1959. Witsch war ein Netzwerker im modernen Sinne und nutzte seine vielfältigen Kontakte geschickt für die erfolgreiche Etablierung seines Belletristikverlags. Kritisch beleuchtet wird aber auch sein politisch motiviertes Handeln im Kontext des Kalten Krieges und seine Bemühungen, mit seinem Belletristikverlag Einfluss auf die Politik der Nachkriegszeit zu nehmen. 6-8 €. 20 Uhr. Bibliothek, Salvatorplatz 1, 80333 München.
9.6. --- Literaturhaus Lesung. SAID – „Das Niemandsland ist unseres“. Der Dichter und Essayist SAID ist eine Brückenschlag-Existenz. Morgenland und Abendland verstrickt er in ein Gespräch über gemeinsame Wurzeln, über berühmte Grenzgänger zwischen den Kulturen und über Möglichkeiten einer respektvollen Annäherung. Um diese drei Motive kreisen die Texte dieses sehr persönlichen und zugleich politisch hochaktuellen Buches. Sie spiegeln die Facetten und Lebenswerte einer faszinierenden Persönlichkeit: Freiheit und Demut, Engagement und Besinnung, Verehrung und Spott. 19.30 Uhr. Bibliothek, Am Salvatorplatz 1, 80333 München.
9.6. --- Seidlvilla Lesung. Kathrin Röggla – „die alarmbereiten“. Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: „hat man jetzt überlebt?“. Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle – das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Sie führt uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen. 19.30 Uhr. Nikolaiplatz 1b, 80802 München.
9.6. --- Literaturhaus Lesung. Benjamin Stein – „Die Leinwand“. Moderation: Ijoma Mangold (DIE ZEIT). Amnon Zichroni besitzt die Fähigkeit, Erinnerungen anderer Menschen nachzuerleben. Geboren in Jerusalem und streng jüdisch erzogen, studiert er in den USA und lässt sich in Zürich als Analytiker nieder. Dort begegnet er dem Geigenbauer Minsky, den er ermuntert, seine traumatische Kindheit in einem NS-Vernichtungslager schreibend zu verarbeiten. Beider Existenz steht auf dem Spiel, als der Journalist Jan Wechsler behauptet, das Minsky-Buch sei reine Fiktion. 6-8 €. 20 Uhr. Bibiothek, Salvatorplatz 1, 80333 München.
9.6. --- Vereinsheim Lesung. Sven Kemmler – „Und was wirst du, wenn ich groß bin?“. Ein Leben von 5 bis 40, erzählt in 32 Berufen: Sven Kemmler schreibt weise, hintergründig und komisch von der Suche nach der wahren Berufung. Vom Kinderwunsch, Forscher zu werden, über Versuche als Herbergsvater, Wildhüter oder Unternehmensberater, bis zu Stationen als Kläranlagenmonteur, Roadie und Comedian, immer auf der Suche nach Erfahrung und Erfüllung und niemals gefeit vor der Niederlage und dem Scheitern. 8 €. 20 Uhr. Occamstraße 8, 80802 München.
10.6. --- Lyrikkabinett Lesung. Hans Krieger – „Apfelfall“. Der Autor liest aus seinem neuen Gedichtband „Apfelfall“. Mit einer Ausstellung von Christine Rieck-Sonntag. Einführung: Pia-Elisabeth Leuschner. 5-7 € (Mitglieder Lyrik Kabinett: freier Eintritt). 20 Uhr. Amalienstraße 83 a, 80799 München.
14.6. --- Lyrikkabinett Lesung. Urs Heftrich – „Verliebt ins Schwinden über beide Ohren der Musik“. Holan – Mozart – Janáček. Vladimír Holan (1905-1980) zum 30. Todestag. Ein Abend mit Urs Heftrich. Lesung der tschechischen Texte: Pavel Gan. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart & Leoš Janáček, gespielt von Gilead Mishory. In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum. 7-10 € (Mitglieder Lyrik Kabinett: freier Eintritt). 20 Uhr. Amalienstraße 83a, 80799 München.
14.6. --- Literaturhaus Lesung. Alfred Biolek und Nahuel Lopez – „Meine Heimat Europa“. „Heimat“ könne er nicht verorten, sagt Alfred Biolek, dafür sei er in seinem Leben schon zu viel gereist. Aber mit Europa sei er kulturell verbunden, hier fühle er sich zu Hause. Zusammen mit Koautor Nahuel Lopez bereiste »Bio« die großen Städte Europas. In sechs Reisefeuilletons beschreibt der passionierte Weltenbummler »sein Europa« wie es ihm in Italien, Portugal, Griechenlands, Frankreichs England, Österreich, Tschechien und (natürlich) in Deutschland begegnet ist. Ergänzt werden die Gespräche und Erinnerungen durch viele detaillierte Informationen um Land, Leute und Kultur. 8-10 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
15.6. --- Literaturhaus Lesung. Laurence Sterne – „Eine empfindsame Reise“. „Übersetzerprofile“ - - Lesung mit Michael Walter und ???. Moderation: Reinhard Kaiser. Wenn zwei Sprachinseln kollidieren, sorgt der Übersetzer dafür, dass der Zusammenprall ausbleibt und stattdessen etwas Neues entsteht. So die Vorstellung von Michael Walter, der sich in rund 30 Berufsjahren bei mehr als 60 Werken der unterschiedlichsten Genres als Katastrophenwächter bewährt hat. Bei Stevenson, Orwell, O'Neill, Pinter, Gibbon, Melville und vielen anderen lässt sich das bestaunen. Berühmt wurde Michael Walter mit seiner Übersetzung von Laurence Sternes „Tristram Shandy“, nun folgte die „Empfindsame Reise“. Auch sein Moderator, Reinhard Kaiser, bewegt sich leicht und gern in früheren Sprachepochen. Er ist Schriftsteller und Übersetzer und übertrug unlängst Grimmelshausens „Simplicissimus“. Veranstalter: Kulturreferat München, Münchner Übersetzerforum, Stiftung Literaturhaus. 6-8 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
16.6. --- Literaturhaus Lesung. „Max Frisch. Entwürfe zu einem dritten Tagebuch“ - Ein Abend mit Peter von Matt und Helmut Stange. Im August 2009 meldeten die Feuilletons eine Sensation: Das Typoskript eines bisher unbekannten Werks des Schweizer Autors Max Frisch ist gefunden worden: 184 Seiten auf Tonband diktiert und von der Sekretärin in die Maschine getippt. Der Autor selbst hatte auf der Titelseite notiert: „Tagebuch 3. Ab Frühjahr 1982“. Wie die beiden legendären, 1950 und 1972 erschienenen Tagebücher verzeichnet auch das Tagebuch 3 Augenblicksnotizen neben längeren reflexiven Passagen. Der Schweizer Literaturwissenschaftler Peter von Matt hat Frischs „neues“ Tagebuch (Suhrkamp Verlag) mit einem Nachwort versehen. Er führt durch den Abend und kommentiert die von Helmut Stange (Bayerisches Staatsschaupiel) gelesenen Textpassagen. Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. 6-8 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
19.6. --- Theater ... und so fort Krimilesung. Musikkabarettistische Krimilesung mit Jörg Maurer – „Hochsaison“. Sterben, wo andere Urlaub machen. Nach dem Bestseller „Föhnlage“ der zweite Alpenkrimi mit Kommissar Jennerwein. Beim Neujahrsspringen in einem alpenländischen Kurort stürzt ein Skispringer schwer – und das, wo Olympia-Funktionäre zur Vergabe zukünftiger Winterspiele zuschauen. Wurde der Springer etwa beschossen? Kommissar Jennerwein ermittelt bei Schützenvereinen und Olympia-Konkurrenten. Als ausgerechnet in einem Gipfelbuch per Bekennerbrief weitere Anschläge angedroht werden, kocht die Empörung im Ort hoch: Jennerwein muss den Täter fassen, sonst ist die Hochsaison in Gefahr…20.30 Uhr. Kurfürstenstraße 8, 80799 München.
21.6. --- Literaturhaus Lesung & Musik. Michael Lentz, Axel Kühn und Band – „Offene Unruh. 100 Liebesgedichte“. Das tausendfach gesagte noch einmal neu zu formulieren – das ist die hohe Kunst des Liebesgedichts, wie sie so direkt wie raffiniert von Michael Lentz gezeigt wird. Der Ingeborg-Bachmann Preisträger hat einen Gedichtband vorgelegt, der schon auf dem Cover seine Handschrift zeigt. Berühmte Dichter von Andreas Gryphius bis Rainer Maria Rilke weiß er an seiner Seite, wenn er von den Leidenschaften, den Ängsten, dem Glück und der nicht still zu stellenden Vibration dieses Gefühls auch und gerade im Alltag der Liebe spricht. Axel Kühn am Saxophon, Oliver Hahn am Piano, Klaus Sperber am Bass und Andi Lind am Schlagzeug haben mit dem Autor eine musikalisch-literarische Performance entwickelt, die nicht nur Liebende durch die Sommernacht trägt. 8-12 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
22.6. --- Literaturhaus Lesung. Moritz Rinke – „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Moderation: Knut Cordsen (Bayerischer Rundfunk). Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt? Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin mit seinem Leben und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr. Moritz Rinke, geboren 1967 in Worpswede, lebt in Berlin. Er ist Autor zahlreicher erfolgreicher Theaterstücke, seine Reportagen, Geschichten und Essays wurden mehrfach ausgezeichnet. In seinem Romandebüt erzählt er vom Künstlerleben, von Familiengeheimnissen, von Ruhm, Verführung und Vergänglichkeit, vom Lieben und Verlassenwerden und von einem traditionsumwitterten Dorf im hohen Norden, das berühmt ist für seinen Himmel und sein flaches Land. 6-8 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
23.6. --- Lyrikkabinett Lesung. Drei Personen suchen einen Autor. nemo - Das literarische Quiz des Bayerischen Rundfunks zu Gast im Lyrik Kabinett. Es raten: Andreas Trojan, Elisabeth Tworek und Keto von Waberer. Moderation: Antonio Pellegrino. 5-7 € (Mitglieder Lyrik Kabinett: freier Eintritt). 20 Uhr. Amalienstraße 83a, 80799 München.
24.6. --- Literaturhaus Vortrag. Joachim Kalka – „Erinnerung an die Sprachkritik“ Mit einem Blick zurück eröffnet Joachim Kalka unser Symposium zur Sprach-und Übersetzungskritik. Er versucht, den emphatischen Begriff der Sprachkritik, wie ihn beispielhaft Karl Kraus formuliert hat, zu rekonstruieren und darzulegen, was dieser für die Übersetzungskritik bedeuten könnte. Er selbst, Kritiker und Übersetzer, wurde für seine Publikationen mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet und ist Mitglied dieser wie auch der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Veranstalter: Robert Bosch Stiftung, Deutscher Übersetzerfonds e.V. und Stiftung Literaturhaus. 6-8 € (15-18 € für die gesamte Tagung samt Verköstigung). 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
25.6. --- Literaturhaus Symposium. „Mit scharfem Blick und feinem Ohr. Von der Sprachkritik zur Übersetzungskritik“ - Symposium für Kritiker, Übersetzer und Lektoren. Das Symposium will eine erstarrte Diskussion über die journalistische Übersetzungskritik neu öffnen und Übersetzer, Kritiker und Lektoren in ein produktives Gespräch bringen. Das genaue Programm ist unter www.literaturhaus-muenchen.de abrufbar. Veranstalter: Robert Bosch Stiftung, Deutscher Übersetzerfonds e.V. und Stiftung Literaturhaus.15-18 € für die gesamte Tagung samt Verköstigung. 9-18.30 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
25.6. --- Literaturhaus Vortrag. Thomas Voigt – „Prima la Donna“. Elisabeth Schwarzkopf, Leonie Rysanek, Ljuba Welitsch und Martha Mödl porträtiert von Thomas Voigt. Was macht eine echte Opern-Diva aus? Die vier großen Primadonnen der 1950er und 1960erJahre geben Antwort, in Wort und Gesang. Thomas Voigt, Filmemacher, Autor und ein großer Kenner und Liebhaber der Oper, begegnete ihnen über Jahrzehnte hinweg immer wieder. In seinen Erinnerungen, dann aber vor allen Dingen in den Intervieweinspielungen, ihrer Art zu sprechen, das Leben und die Kunst zu reflektieren, werden ihr Zauber und ihre Kraft akustisch nachvollziehbar. Ein Palast der großen Gefühle und Klänge, die bewegen, aufwühlen und erotisieren. Grundlage des Abends ist das gleichnamige Hörspiel des WDR, das im April als Hörspiel des Monats ausgezeichnet wurde. Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. Eintritt: frei im Rahmen der Festspiel-Nacht. 20.30 Uhr. Salvatorplatz 1, 80333 München.
28.6.--- Literaturhaus Gespräch. „Sounds like Munich: Disco“ - Gespräch mit Thomas Meinecke & Mirko Hecktor. Moderation: Johannes Moser. In der Gesprächsreihe „Sounds like Munich“ geht es um die Musik unserer Stadt. Gibt es „münchen-spezifische“ Züge in den verschiedenen Genres? Gibt es besondere Produktionsbedingungen, die München von anderen Städten unterscheidet? Unterscheidet sich das Münchner Publikum dem in anderen Städten? Gibt es Gründe, warum Künstler besonders gerne nach München kommen (oder eben auch nicht)? Thomas Meinecke und Mirko Hecktor diskutieren über den besonderen Klang unserer Stadt. Veranstalter: Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig Maximilians-Universität München, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Stiftung Literaturhaus. Eintritt: frei (Reservierung unter Tel. 089-291934-27). 19 Uhr. Bibliothek, Salvatorplatz 1, 80333 München.
28.6 --- Literaturhaus Lesung & Gespräch. Maike Albath – „Der Geist von Turin“. Die Autorin im Gespräch mit Michael Krüger und Friederike Hausmann. Im Schatten der Autowerke und Fabriken Turins diskutierten, stritten und versöhnten sich in den 20er Jahren Leonie Ginzburg, Giulio Einaudi und Cesare Pavese. Diese Drei gründeten schließlich den Verlag »Einaudi«, der über Jahrzehnte das Herz der politischen und ästhetischen Moderne Italiens bildete, später stießen Natalia Ginzburg und Italo Calvino dazu. Die Freundschaften, die Verlagsprogramme, die Biographien, der Widerstand im Italien Mussolinis, der mit Gefangenschaft, Folter und Tod bezahlt wurde, die Prägekraft nach dem zweiten Weltkrieg – von all dem erzählt die Romanistin und Literaturkritikerin Maike Albath in einer hinreißenden geistigen Mentalitätsgeschichte. Veranstalter: Stiftung Literaturhaus. 6-8 €. 20 Uhr. Foyer, Salvatorplatz 1, 80333 München.
29.6. --- Literaturhaus Lesung. „Italien!“: Ingo Schulze – „Orangen und Engel“ und Ulf Stolterfoht - „Das Nomentano-Manifest“. Moderation: Karin Fellner. Denkbar verschieden, vergleichbar stark: 2007 waren Ingo Schulze und Ulf Stolterfoht zur gleichen Zeit Stipendiaten der „Villa Massimo“. Sie haben zusammen Rotwein getrunken und Fußball gespielt und sie haben auf ihre literarisch seismographische Art auf die Stadt und das Land reagiert. In den Erzählungen Ingo Schulzes gerät ein italienischer Alltag in den Blick, der von illegalen Einwanderern, Touristen und Prostituierten bestimmt wird. Und für Ulf Stolterfoht sind in Rom aus Lektüren linker Tageszeitungen Gedichte über private politische Entwicklungen, aber auch ganz allgemein über das Übersetzen und das Verstehen geworden. Ab 19 Uhr Bewirtung mit italienischen Spuntini! Veranstalter: Berlin Verlag, Stiftung Literaturhaus. 6-8 €. 20 Uhr. Saal, Salvatorplatz 1, 80333 München.
29.6 --- Lyrikkabinett Lesung. Tadeusz Dąbrowski – „Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund“. Tadeusz Dąbrowski liest aus seinen Gedichten (polnisch / deutsch). Einführung: Michael Krüger. 5-7 € (Mitglieder freier Eintritt). 20 Uhr. Amalienstraße 83a, 80799 München.
30.6. --- Literaturhaus Preisverleihung. „Übersetzer stellen vor“. „Die Übersetzerin Andrea Ott“ – Verleihung des Arbeitsstipendiums des Freistaats Bayern. Grußwort und Überreichung der Urkunde: Staatsminister Wolfgang Heubisch. Das in diesem Jahr zum zweiten Mal vergebene, mit 6.000 Euro dotierte, Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für ein literarisches Übersetzungsprojekt geht an, Andrea Ott für ihre Erstübersetzung des Romans „Hudson River Bracketed“ von Edith Wharton (1929). Aus der Begründung der Jury: „Andrea Otts Übersetzungen lesen sich wie gut geschriebene Originale, in die man sich gerne vertieft. Sie schaffen es, gleichzeitig treu und schön zu sein.“ Andrea Ott liest aus ihrer Übersetzung und berichtet im Gespräch mit Ulrich Blumenbach über ihre Arbeit. Veranstalter: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Münchner Übersetzerforum e. V., Stiftung Literaturhaus. Eintritt frei! 20 Uhr. Bibliothek, Salvatorplatz 1, 80333 München.
16.6. --- Bibliothek im Haus der Niederlande Lesung. Maarten Asscher – „H2Olland“. Ein vergnügliches und geistreiches Buch über das Element, das die Niederlande erst zu dem macht, was sie sind: das Wasser. Wie lebt es sich in einem Land, das nicht nur zu einem Fünftel aus Wasser besteht und im Durchschnitt 800 l Regen pro m² im Jahr zu erwarten hat, sondern auch am Meer und zu einem großen Teil unter dem Meeresspiegel liegt? Dass die Bewohner der Niederlande eine besondere Beziehung zum nassen Element entwickelt haben, kann da nicht verwundern. Höchst amüsant und geistreich erzählt Maarten Asscher von seinen Landsleuten, von ihrem Kampf gegen das Wasser und wie es seit Jahrhunderten ihr Leben prägt. 20 Uhr. Alter Steinweg 6-7, 48143 Münster.
1.6. --- Thalia Buchhandlung Internationaler Kindertag. Annette Wurbs erzählt Märchen aus aller Welt. Der 1.Juni ist der Internationale Kindertag, aber nur ein kleiner Teil der Kinder der Welt wird diesen Tag als einen Besonderen erleben. Für euch wird eine Geschichtenerzählerin die schönsten Märchen aus aller Welt erzählen. Das ist etwas ganz Tolles, denn erstens wandern unsere Gedanken so zu den anderen Kindern auf unserer Erde, zweitens könnt ihr spannende und richtig schöne Märchen hören und drittens werden diese Märchen nicht vorgelesen, sondern wirklich erzählt! So hat man es vor langer Zeit gemacht als es noch keine Bücher, keinen Fernseher und kein Kino gab. Also schaut vorbei! 2.50 €. Vormittags. Krämerstraße 1a, 17033 Neubrandenburg.
9.6. --- Bibliothek Neustadt/ Orla Lesung. Clemens Meyer – „Gewalten“. Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens. 19.30 Uhr. Gerberstraße 2, 07806 Neustadt/ Orla.
9.6. --- Quodlibet Buchhandlung Lesung. Reiner Ruffing – „Philosophenzeit“. Leben im Hier und Jetzt, die Gegenwart gestalten – das liegt in unserer Hand. Sinnlos ist es, der unwiderruflichen Vergangenheit nachzutrauern oder der ungewissen Zukunft entgegenzufiebern. Der Philosoph Reiner Ruffing hat ein kleines Brevier zur Lebenskunst verfasst, das animieren möchte, den Sinn- und Wertefragen unseres Daseins auf philosophischem Wege nachzugehen. Dazu stellt der Autor philosophische Erkenntnisse und Praktiken vor und zeigt, wie mit ihrer Hilfe eine fundierte Geisteshaltung erworben werden kann. Denn eine so gestärkte Persönlichkeit kann den Stürmen des Lebens besser standhalten. Kellereistraße 10, 67433 Neustadt.
17.6. --- Buchhandlung Viola Taube Lesung. Markus Heitz – „Collector“. Wir schreiben das Jahr 3042. Die Menschheit ist ins Weltall aufgebrochen, doch nicht mit eigener Technik, sondern mit Hilfe von Objekten, die man bei Ausgrabungen auf der Erde gefunden hat: außerirdische Hinterlassenschaften, die zwar funktionieren, deren Funktionsweise die menschlichen Piloten jedoch nur in Ansätzen verstehen. So verläuft die Besiedelung anderer Planeten denkbar chaotisch. Doch dann treffen die Menschen auf eine außerirdische Spezies – die Collectors –, die anbietet, die menschliche Zivilisation unter ihre Fittiche zu nehmen und in die Gemeinschaft der galaktischen Völker einzuführen. Ein Angebot, das die Menschen nicht ablehnen können – mit katastrophalen Folgen ... 20 Uhr. Hauptstraße 51, 48529 Nordhorn.
22.6. --- Stifts-Buchhandlung Lesung. Rolf Bauerdick – „Wie die Madonna auf den Mond kamen“. Ein bildkräftiger und furios erzählter Roman über die Chiffren der Macht, die Last der Schuld, die Kraft der Freiheit und die Sehnsucht nach Erlösung, ebenso tragisch wie aberwitzig komisch. 20 Uhr. Stifts-Buchhandlung, Stiftsplatz 10, 48301 Nottuln.
1.6. --- Stadtbibliothek Lesung und Diskussion. Richard Price – „Cash“. Mit Richard Price und Lorraine Adams, Moderation: Prof. Dr. Heike Paul, Universität Erlangen-Nürnberg. Drei Männer werden nachts in der Lower East Side von zwei dunkelhäutigen Jugendlichen überfallen. Einer der drei wird erschossen, die Täter fliehen. Der Hauptzeuge Eric verstrickt sich bei der Polizei immer tiefer in Widersprüche. Detective Matty Clark kommen jedoch bald Zweifel an seiner Schuld. Richard Price lässt in seinem in den USA hymnisch gefeierten Bestseller die Fassade des strahlenden, „neuen“ New Yorks bröckeln und zeigt die dahinter liegenden Risse, die unter dem Glamour verborgene Macht und Gewalt. „Cash“ ist ein Röntgenblick auf die Lower East Side, ein großer Roman von einem meisterhaften Gegenwartschronisten. Eintritt frei! 19.30 Uhr. Zeitungs-Café in der Stadtbibliothek, Wespennest 4, 90403 Nürnberg.
12.6. --- Thalia Buchhaus Campe Fantasy-Lesung. Aileen P. Roberts – „Thondras Kinder-Die Zeit der Sieben“ und Ann-Kathrin Karschnick – „Die Feuerritter-Kampf um Teinemaa“. Der Kriegsgott Thondra wählt die Sieben aus, die die Welt retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen. Im Mittelpunkt stehen Rijana, das Bauernmädchen und Ariac, der wilde Steppenjunge: auch sie könnten Kinder Thondras sein... „Wirst du mich dabei unterstützen, den König von Teinemaa zu töten?“ Als Tulurin diese Worte des Stadthalters von Agláar hört flieht er in Panik, wird gefangen und kurz vor seinem Tod von Erûven befreit. Welche Absicht hat dieser? Eintritt frei. 15 Uhr. CAMPE Forum, Kulturlounge 3. OG, Karolinenstraße 53, 90402 Nürnberg.
24.6. --- Literaturhaus Michael Lentz – „Offene Unruh”. Michael Lentz, „unter den wichtigsten jungen deutschen Schriftstellern der rasanteste“ (Felicitas von Lovenberg, F.A.Z.), schreibt über die Liebe, als sei noch nie darüber geschrieben worden. Selbstbewusst und subversiv, leidenschaftlich liebeswund, verführerisch, so dass dem Liebenden das tausendfach Gesagte neu erscheint. Wann ist das letzte Mal so ungestüm und offen von der Unruhe, die wir Liebe nennen, gesprochen worden? 20 Uhr. Luitpoldstraße 6, 90402 Nürnberg.
16.6. --- Buchhandlung Bollinger Lesung. Sigrid Damm – „Goethes letzte Reise“. Viele Male hat Goethe im Lauf seines Lebens Ilmenau, sein thüringisches Arkadien, aufgesucht, zuletzt wenige Monate vor seinem Tod im August 1831. In jenen sechs Tagen, die den Handlungsrahmen für Sigrid Damms Buch abgeben, hält Goethe Rückschau auf sein Leben, erinnert sich an seine Frau Christiane, an die böhmischen Bäder, wo er zum letzten mal die Liebe erlebte, bis er, zurückgewiesen von der jungen Ulrike von Levetzow, sich seines Alters verzweifelt bewusst wird. Wie in allen ihren Büchern bringt uns Sigrid Damm auch den Alltag nahe: Goethe als großzügiger Gastgeber, der sein culinarisches Regiment mit Seltenheiten illustriert. Sie schildert bisher kaum berührte Seiten in Goethes Leben: sein schwieriges Verhältnis zu seinem Sohn in den letzten Jahren und das freudige zum kleinen Volk im zweiten Grade, zu seinen Enkeln, die er verwöhnt und für die er – nach dem Tod des Sohnes – die Vaterstelle einnimmt. 12 €. 20 Uhr. Hohemarkstraße 151, 61440 Oberursel.
5.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Uwe Kauß und Susanne Reininger – „Klaus speckt ab“. Aufrichtig und herrlich selbstironisch schildert Klaus seinen täglichen Kampf gegen Doppelkinn und Speckrollen. Ein authentischer und humorvoller Erfahrungsbericht über den täglichen Kampf gegen überflüssige Pfunde. Im Anschluss an die Buchpräsentation werden Ihre Exemplare gerne signiert. Eintritt frei! 14 Uhr. Aliceplatz 11, 63065 Offenbach.
1.6. --- Musik- und Literaturbüro Lesung. Bart Moeyaert liest u.a. aus seinem neusten Buch „Du bist da, du bist fort“ In seinem Buch „Brüder“ zeichnete der flämische Autor Bart Moeyaert, selbst Jüngster von sieben Brüdern, in zweiundvierzig preisgekrönten Geschichten Momentaufnahmen eines Kinderalltags, in denen alles enthalten ist, was für kleine Jungen unter großen Brüdern wichtig ist. In seinem neu erschienenen Buch „Du bist da, du bist fort“ erzählt der Autor in drei Geschichten davon, wie sehr oder aber auch wie wenig wir jemanden vermissen können. Bart Moeyaert liest in dieser zweisprachigen Veranstaltung jedoch nicht nur aus seinem aktuellen Buch, sondern u.a. auch aus dem 2009 veröffentlichten Werk „Mut für drei“. In einem mehr oder weniger autobiographischen Autorenportrait erzählt er darüber hinaus erfundene und wahre Geschichten aus seinem Leben und dem Leben anderer. 6-8 €. 20 Uhr. Wilhelm13 (Wilhelmstraße 13), 26121 Oldenburg.
2.6. --- Forum St. Peter Lesung. „Ein Stück Himmel über unserem Leben“ – Dominik Blum und Monika Kilian. Es tut einfach gut, wenn Religion zum Familienleben dazugehört – gerade dann, wenn zwischen Cola-Mix und Wespenstich, Schimpfen und Geschwisterstreit so manches drunter und drüber geht. In dreißig kleinen Kapiteln erzählen die Autoren erfrischend ehrlich aus ihrem eigenen Alltag und wie da, oft unvermutet, Gott ins Spiel kommt. 20 Uhr. Vortragssaal, Peterstraße 3, 26121 Oldenburg.
16.6. --- Dreimann Buchhandlung Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 6 €. 20 Uhr. Franziskanerstraße 2, 57462 Olpe.
10.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Alfred Biolek – „Zwischen Knödel und Akropolis“. Heimatreisen durch Europa. Ein unterhaltsames Reisetagebuch vom Grandseigneur des deutschen Fernsehens. 10 €. 19 Uhr. Westliche 27-29, 75172 Pforzheim.
10.6. --- Wortwunder Lesung. „Meine Heimat Europa“ – Alfred Biolek, Nahuel Lopez. „Heimat“ könne er nicht verorten, sagt er. Dafür sei er in seinem Leben schon zu viel gereist, habe zu viele Orte gesehen, zu viele Kulturen, zu viele Menschen schätzen und lieben gelernt. Aber mit Europa sei er kulturell verbunden. Hier fühle er sich zu Hause. Der passionierte Weltenbummler und Kosmopolit Alfred Biolek begibt sich mit Nahuel Lopez auf eine kulturelle Entdeckungsreise durch Europa. Es ist eine Reise durch seine ganz persönliche „Heimat“ und natürlich auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. In sechs Reisefeuilletons entdecken die Leserinnen und Leser Europa durch die Augen Alfred Bioleks. Die zahlreichen Informationen um Land, Leute und Kultur ergänzen Gespräche mit Alfred Biolek, in denen er seinen ganz persönlichen Blick freigibt auf die vielen Stätten seiner Heimat. 20 Uhr. Bunsenstraße 29, 75173 Pforzheim.
4.6. --- Brandenburgisches Literaturbüro Lesung. Eva Strittmatter zum 80. Geburtstag. Inge Keller (Deutsches Theater) liest aus dem Werk von Eva Strittmatter. Ausgewählt von Almut Giesecke. Eva Strittmatter ist die populärste und meistgelesene Lyrikerin der ehemaligen DDR. Mit ihrem poetischen Bekenntnis eigener Erfahrungen und Erlebnisse spricht sie viele Menschen unmittelbar an. Die Themen haben mit ihrem Alltag zu tun, ihrer Rolle als Mutter, Frau und Dichterin und den Zwängen, denen sie sich ausgesetzt sieht. 10-12 €. (zzgl. Vorverkaufsgebühr) 19 Uhr. Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Straße 10/11, 14467 Potsdam.
6.6. --- „Altes Haus“ Literaturreise (bis 11.6.). Voltaire in Sanssouci. Drei Jahre lebte der führende Kopf der französischen Aufklärung auf Einladung Friedrichs II. in Berlin und Potsdam. Mit seinem gerühmten und gefürchteten Esprit bereicherte er die königliche Tafelrunde in Sanssouci - bis die Verbindung von Geist und Macht an ihre Grenzen stieß. Mit: Prof. Dr. Hartwig Schultz und Ottmar Hinz. Anmeldung und Beratung: Ev. Bildungswerk Bremen, Telefon 0421/34615-35. Mo-Do: 10-12 Uhr, Di: 14-17 Uhr 18 Uhr. 290/ EZ 330 €. Bildungsstätte „Altes Haus“, Meistersingerstraße 17, 14471 Potsdam.
26.6. --- Theodor-Fontane-Archiv Geburtstagsfeier. „Kummer, sei lahm und Sorge, sei blind“ - Es lebe das Geburtstagskind! Geburtstagsfeier im Theodor-Fontane-Archiv2010 kann das Theodor-Fontane-Archiv sein 75jähriges Bestehen feiern. Am 26. Juni 2010 öffnen wir daher von 11–18 Uhr die Tore der Villa Quandt und laden ein zu unserem Archivgeburtstagsfest. Um 11 Uhr stoßen wir auf das junggebliebene »Geburtstagskind« an. Danach wird der renommierte Schriftsteller und frisch gekürte Fontane-Preisträger Lutz Seiler aus seinem Werk lesen. Am Nachmittag gibt es spannende Geschichten aus und über Fontanes Archiv und seine Handschriften zu hören. Wie man diese fragilen Gebilde für die Nachwelt erhalten kann, demonstriert die Restauratorin Dr. Patricia Engel. Beispiele ihrer Arbeit können in der Ausstellung „Vorher – Nachher“ besichtigt werden. Unsere Nachbarn, die Schülerinnen und Schüler der ev. Hoffbauer-Grundschule, präsentieren ihre gemalten Geburtstagsgeschenke in unserem Lesesaal und laden um 14 und 17 Uhr zu einem Fontaneballon-Weitflugwettbewerb. Und natürlich wird auch Fontane selbst mit Texten zum Thema Geburtstag dabei sein. Für kulinarische und musikalische Intermezzi ist ebenfalls gesorgt. 11–18 Uhr. Villa Quandt, Große Weinmeisterstraße 46/47, 14469 Potsdam.
17.6. --- Literatur- und Kunstburg Lesung. Monika Maron – „Bitterfelder Bogen“. „Vielleicht kennen ja sogar die Ostdeutschen ihre eigenen Erfolgsgeschichten zu wenig, um stolz auf sie und sich selbst zu sein.“ „B. ist die schmutzigste Stadt Europas“, schrieb Monika Maron in ihrem Debütroman „Flugasche“ (1981). B. steht für Bitterfeld, bis heute ein Synonym für marode Wirtschaft und verkommene Umwelt. Dreißig Jahre später hat sie die Stadt wieder besucht und die Spur der Veränderungen nachgezeichnet. Sie erzählt von der Wiederauferstehung einer Region, vor allem aber vom Aufbruch einiger Kreuzberger Solarenthusiasten in die Provinz Sachsen-Anhalts, wo sie eine Solarzellenfabrik mit 40 Arbeitsplätzen bauen wollten. Nur acht Jahre später ist Q-Cells der größte Solarzellenhersteller der Welt. Aus der kleinen Solarzellenfabrik ist „Solar Valley“ geworden. 20 Uhr. Literatur- und Kunstburg Ranis, 07389 Ranis.
19.6. --- Literatur- und Kunstburg Lesung. Sibylle Lewitscharoff – „Apostoloff“. Lesung im Rahmen der 13.Thüringer Literatur- und Autorentage. Zwei Schwestern. Die eine auf der Rückbank, die andere auf dem Beifahrersitz, die eine scharfzüngig und kampflustig, die andere nachsichtig und höflich: Sie sind unterwegs im heutigen Bulgarien. Auf der ersten Hälfte ihrer Reise waren sie Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von 19 Exilbulgaren – in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert – in ihre alte Heimat überführte. Darunter der frühverstorbene Vater der Schwestern. Jetzt sind sie Touristinnen, chauffiert vom langmütigen Rumen Apostoloff. Er möchte den beiden die Schätze seines Landes zeigen, die Keramik mit Pfauenaugendekor (dessen Kobaltblau giftig ist), die Schwarzmeerküste (komplett versaut), die Architektur (ein Verbrechen des 20. Jahrhunderts). Die Jüngere, die Erzählerin, spuckt Gift und Galle. 15 Uhr. Literatur- und Kunstburg Ranis, 07389 Ranis.
21.6. --- Musik-Café Marienheil Lesung. Michael Jürgs – „Seichtgebiete“. Alle wissen es, keiner schreit auf: Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, prollige Vorbilder wie Mario Barth oder Dieter Bohlen, von Supernannys statt von ihren Eltern erzogene Kinder oder die selbst vom Feuilleton zu Ikonen der Subkultur stilisierten Bestsellerautoren à la Roche, Bushido und Co. – überall breiten sich Seichtgebiete und Verblödung aus. Jürgs prangert nicht deutsch bierernst, sondern indem er sie lächerlich macht, jene an, die zynisch schamlos mit der Verdummung Geld machen. Er schont auch nicht sich und seine Branche, und erst recht nicht die Oberlehrer der Nation, die nur angeekelt ihre Nasen rümpfen. Mit seiner provokanten Streitschrift warnt Jürgs vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur. 19.30 Uhr. Hoher Weg 1, 26817 Rhauderfehn.
1.6. --- Restaurant „Eichmühle“ Lesung. Eva Demski – „Gartengeschichten“. Das Paradies ist in vielen Religionen ein Garten. Unzählige Menschen wollen schon im Diesseits so etwas haben. Von diesem Moment an stellt sich jeden Tag aufs Neue die Frage: Hat der Garten uns, oder haben wir ihn? Seit Adam und Eva ist diese Frage von nicht geringer Bedeutung für das menschliche Geschick. Auf vielerlei Pfaden geht Eva Demski in ihrem neuen Buch dem Garten-Mensch-Verhältnis nach, der kulturellen, sozialen, persönlichen Bedeutung von Gärten, sie erzählt vom Scheitern ebenso wie vom Glück des Gelingens, der Erschaffung eines Stücks Himmel auf Erden. 10 €. 20 Uhr. „Mühlenraum“, Zur Mühle 1, 93128 Regenstauf.
5.6. --- Stadtbücherei LeseCafé. „Da sind Sie platt!“ vorgetragen von Kolls, Polleit, Mentzer, Organista, Böhnrsen, Ehlers, Tams u.a. Am ersten Sonnabend im Monat um 15 Uhr (Ausnahmen sind erlaubt) serviert die Rudolf Stibill Gesellschaft im „LeseCafé“ nun schon im dritten Jahr Literarisches, Kaffee, Tee und selbst gebackenen Kuchen. In der Rendsburger Stadtbücherei werden spannende, humorige und anregende Texte aus Büchern bekannter und unbekannter Autoren präsentiert. An passenden Stellen wird das Vorgelesene akustisch, teils auch musikalisch illustriert. 3-5 € oder selbstgebackener Kuchen, 15 Uhr. Arsenalstraße 2-10, 24768 Rendsburg.
17.6. --- Buchhandlung One Renningen Lesung. Isabelle Müller – „Phönixtochter“. „Aus jedem Stein, den sie uns vor die Füße werfen, werden wir unseren Weg bauen.“ Das ist das trotzige Lebensmotto von Isabelle. Von Loan, ihrer lebenstüchtigen vietnamesischen Mutter hat sie den Willen, immer wieder Mut zu fassen und nach vorne zu blicken. Auch wenn das Leben fast unerträglich scheint. „Phönixtochter“ erzählt die Geschichte einer bemerkenswerten Frau, die sich vom Unglück nicht überwältigen lässt, die das Leben meistert und am Ende – trotz aller Schicksalsschläge – eine erfolgreiche Unternehmerin in Deutschland wird. 20 Uhr. Bahnhofstraße 41, 71272 Renningen.
24.6. --- Buchhandlung Osiander Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 4-8 €. 20 Uhr. Wilhelmstraße 64, 72764 Reutlingen.
24.6. --- Thalia Buchhandlung Ausstellung. Uwe Ommer präsentiert sein „Familienalbum des Planeten Erde – 1000 Familien“. Zum Zehnjährigen Jubiläum gastiert die Ausstellung „1000 Familien“ in der Müller-Galerie in Reutlingen und am 24.06.2010 können Sie Uwe Ommer live in Ihrer Thalia-Buchhandlung erleben. Lassen Sie sich von den Bildern faszinieren und seien Sie Gast, wenn Uwe Ommer Anekdoten seiner Foto-Reise um die Welt zum Besten gibt. Kommen Sie mit auf seine Reise über die fünf Kontinente und damit in 130 Länder der Welt. 3 €. 20 Uhr. Wilhelmstraße 64, 72764 Reutlingen.
5.6. --- Das Lädchen Lesung mit Weinverkostung. Claudia Puhlfürst – „Ungeheuer“. Immer wieder quälen grausame Albträume die Journalistin Lara Birkenfeld. Bruchstückhafte Szenen, in denen sie von einem perversen Täter nachts durch den Wald gehetzt wird. Dann stößt sie in der Redaktion auf einen Fall, der ihre diffusen Ahnungen in ein völlig neues Licht rückt. Und es bleibt nicht der einzige Mord dieser Art – die Opfer sind alle weiblich, jung, blond. Gemeinsam mit dem Psychologen Mark Grünthal nimmt Lara die Spur des Serienmörders auf. Und ihre erschreckenden Visionen werden beinahe Realität …. 5 €. 20 Uhr. Lommatzscher Straße 43b, 04741 Roßwein.
11.6. --- Schillerhaus Lesung. Annette Seemann – „Schillers Schwester Christophine“. Christophine Reinwald (1757-1847) ist der Nachwelt als Schwester Friedrich Schillers bekannt. Sie war ihrem Bruder eine enge Vertraute und verständnisvolle Briefpartnerin und nahm großen Anteil an seinem literarischen Schaffen. Verheiratet mit dem wesentlich älteren Bibliothekar Wilhelm Reinwald führte sie ein gesellschaftlich relativ zurückgezogenes Leben. Neben ihren häuslichen Tätigkeiten widmete sie sich der Malerei und dem Zeichenunterricht, mit dem sie sich ein eigenes Einkommen sicherte. Auf der Basis bisher unveröffentlichten Archivmaterials zeichnet Annette Seemann das Porträt dieser Frau. 19.30 Uhr. Schillerstraße 25, 07407 Rudolstadt.
1.6. --- Schlosszimmer 1 Lesung. Pierdomenico Baccalario – „Stadt aus Sand“. Von dem Mädchen, das auszog, die Träume zu retten. In der Stadt aus Sand lebt der dunkle Fürst Sanagò, der den Menschen ihre Seelen raubt. Besonders die Geschichtensänger sind ihm ein Dorn im Auge, denn sie wecken Träume und Gefühle – und das ist das Einzige, was Sanagò fürchtet. Die elfjährige Rokia, ein kluges, mutiges Mädchen und Enkelin eines berühmten Geschichtensängers, macht sich auf den Weg ans andere Ende der Wüste, um den Fürsten herauszufordern. Ein literarisches Märchen, in dem sich afrikanische Legenden mit der phantastischen Erzähltradition eines Michael Ende verweben: magisch und dabei lebensnah, originell, poetisch und weise. 11.15 Uhr. Europäische Kinder- u. Jugendbuchmesse, Talstraße 64, 66119 Saarbrücken.
4.6. --- Rathaus Lesung. Uwe Timm – „Am Beispiel eines Lebens“. Uwe Timm wird siebzig. Statt einer Autobiographie, die es nach seiner Auskunft nicht geben wird, veröffentlicht KiWi zu diesem Anlass eine Sonderausgabe seiner autobiographischen Schriften: die römischen Aufzeichnungen Vogel, friss die Feige nicht und die Erzählungen Am Beispiel meines Bruders und Der Freund und der Fremde. Der Autor hat diese Texte neu durchgesehen und ergänzt. Erzählt wird vom eigenen Leben und damit auch vom Leben anderer Menschen, die für Timm von Bedeutung waren – der in Russland gefallene ältere Bruder, der Freund und Lyriker Benno Ohnesorg, der durch eine Polizeikugel starb, der Dramatiker Heinar Kipphardt. Mit ihnen kommt die deutsche Kriegs- und Nachkriegszeit in den Blick, das Adenauer-Deutschland der Fünfzigerjahre und die bewegte APO-Zeit. Dem Zusammenhang von Leben, Politik, Kunst wird zudem am Beispiel historischer Gestalten wie Caravaggio und Antonio Gramsci nachgegangen. 19.30 Uhr. Festsaal, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken.
26.6. --- Schauenburger Märchenwache Lesung. Katja Behrens – „Der kleine Mausche aus Dessau“. Im Oktober 1743 macht sich der 14-jährige Mausche zu Fuß auf die Reise von Dessau nach Berlin. Es ist nicht nur die erste Reise seines Lebens, sondern auch eine Wanderung durch Feindesland, denn er ist Jude. In Berlin will der hochbegabte wie schüchterne Sohn eines Gemeindedieners beim Rabbi David Fränkel lernen. Sein Glück ist, dass er unterwegs den Handwerksburschen Hannes trifft. Der steht ihm bei, als Dorfjungen ihn durch Beelitz jagen. Erst vor den Toren Berlins trennen sich die Wege von Hannes und Mausche. Letzteren wird man später einmal als den großen Moses Mendelssohn kennen, der die Philosophie der Aufklärung in Deutschland maßgebend prägte und den Lessing zum Vorbild für „Nathan der Weise“ nahm. 17 Uhr. Gartenstraße 2, 34270 Schauenburg-Breitenbach.
19.6. --- Uckermärkische Bühnen Lesung. Clemens Mayer – „Gewalten“. Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: Eine Stadt sucht ihren Mörder, Jubel beim Pferderennen, der beste Freund liegt im Hospiz. Ein Hund stirbt. Endlose Zahlenreihen fließen über einen Bildschirm in einer menschenleeren Fabrikhalle. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht. Roh, unheimlich und geheimnisvoll ist die Welt, durch die wir täglich gehen. Clemens Meyer entwirft Szenen von großer poetischer Kraft und verstörender Klarheit. Ein Jahr lang erkundet er Seelenlandschaften, reale Orte und imaginäre Welten. Er erzählt von Alpträumen, jubelnder Euphorie und dem Irrwitz unseres Lebens. 15 Uhr. Berliner Straße, 16303 Schwedt.
10.6. --- Buchhandlung Weiland Lesung. Sebastian Fitzek – „Der Augensammler“. Er spielt das älteste Kinderspiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deiner Tochter. Deinem Sohn. Er gibt dir 45 Stunden Zeit, sie wieder zu finden. Der Countdown läuft… Die grausamste Mordserie der Nachkriegszeit hat vor drei Monaten begonnen. Mit immer dem gleichen Ablauf: der Ehemann findet seine Frau tot auf, von dem Kind fehlt jede Spur. In der Hand der toten Frau zeigt eine Stoppuhr einen Countdown an. 45 Stunden. Keines der bislang drei verschwundenen Kinder konnte lebend gefunden werden. Nicht eine brauchbare Spur hat der „Augensammler“, der den Kindern auch noch das linke Auge entfernt, hinterlassen. 20.30 Uhr. Marienplatz 3, 19053 Schwerin.
17.6. --- Stadtbücherei „Alte Schule“ Lesung. Liliane Susewind – „Ein Panda ist kein Känguru“. Lesung mit Tanya Stewner. Im Tierpark der Nachbarstadt wurde ein Panda-Baby von seiner Mutter verstoßen. Gut, dass Lilli mit Tieren sprechen kann! So versteht sie sofort, dass der kleine Bär ohne Ersatzmama nicht überleben wird. Kurzerhand entführt sie ihn, um zusammen mit den Tieren im Zoo ihrer Stadt eine Lösung zu suchen. Glücklicherweise nimmt die einsame Kängurudame Kylie das Bärenkind in ihren Beutel auf. Es ist Mutterliebe auf den ersten Blick! Doch das Adoptionsglück wird bald getrübt: Wenn Kylie durch ihr Gehege hüpft, wird dem Panda im Beutel schlecht … Was kann Lilli nur tun? Der neue Band der beliebten Bestsellerreihe, der kleine Tierfreunde-Herzen höher schlagen lässt. Anmeldung unter: Öffentliche Bücherei Wangen, Tel: 07522 - 74 120 oder info@buecherei-wangen.de. 10.30 Uhr. Schulhof 4, 72488 Sigmaringen.
7.6. --- Buchhandlung Friedrich Pustet Lesung. „Meine Heimat Europa“ – Alfred Biolek, Nahuel Lopez. „Heimat“ könne er nicht verorten, sagt er. Dafür sei er in seinem Leben schon zu viel gereist, habe zu viele Orte gesehen, zu viele Kulturen, zu viele Menschen schätzen und lieben gelernt. Aber mit Europa sei er kulturell verbunden. Hier fühle er sich zu Hause. Der passionierte Weltenbummler und Kosmopolit Alfred Biolek begibt sich mit Nahuel Lopez auf eine kulturelle Entdeckungsreise durch Europa. Es ist eine Reise durch seine ganz persönliche „Heimat“ und natürlich auch eine Entdeckungsreise zu sich selbst. In sechs Reisefeuilletons entdecken die Leserinnen und Leser Europa durch die Augen Alfred Bioleks. Die zahlreichen Informationen um Land, Leute und Kultur ergänzen Gespräche mit Alfred Biolek, in denen er seinen ganz persönlichen Blick freigibt auf die vielen Stätten seiner Heimat. Theresienplatz 41, 94315 Straubing.
6.6. --- Theaterhaus Lesung. Benjamin v. Stuckrad-Barre – „Auch Deutsche unter den Opfern“ mit Christian Ulmen. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen – das sind die Bedingungen, unter denen wir leben. 20 Uhr. Theaterhaus, Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart.
7.6. --- Literaturhaus Lesung. Katharina Hacker – „Die Erdbeeren von Antons Mutter“. Moderation von Sandra Richter. Wann ist so eindringlich über den Verlust einer Welt und den Gewinn einer neuen geschrieben worden? Anton ist Arzt in Kreuzberg, mit Sorge sieht er, wie seine Mutter in seinem Heimatort in der niedersächsischen Provinz gegen eine schnell fortschreitende Demenz kämpft. Jedes Jahr schickt sie ihm und seinen Freunden Alix und Bernd Erdbeermarmelade nach Berlin. Die Erdbeeren wachsen auf dem „Acker“, wie sie ihren Garten nennt, den sie ihr Leben lang mit Liebe gepflegt hat. Aber in diesem Frühsommer vergisst sie, die Ableger auszupflanzen. Anton muss erkennen, wie seine Mutter Stück für Stück verloren geht, und mit jeder ihrer Niederlagen verschwindet ein Teil seiner eigenen Existenz: Das vertraute Land der Kindheit. Dann trifft er Lydia und findet nach Jahren des Alleinseins eine Zukunft, in der Liebe möglich zu sein scheint. Aber Lydia bringt eine Vergangenheit mit, die in beider Leben mit Vehemenz einbricht. In diesem vielstimmigen Roman gelingt Katharina Hacker das einfühlsame Porträt von Menschen, die zurückblicken müssen, um weitergehen und die zweite Lebenshälfte gestalten zu können. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.
8.6. --- Literaturhaus Lesung. Jan Faktor – „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“. Jan Faktor, 1951 in Prag geboren. Studium der EDV abgebrochen. Verschiedene Arbeitsverhältnisse in Prag und in der Slowakei. Fernstudium. In Prag als Programmierer tätig. 1978 Übersiedlung zu seiner Frau nach Ostberlin. Arbeit als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer. Bis 1989 fast ausschließlich in der alternativen Literaturszene engagiert. Jan Faktors experimentelle Texte aus dieser Zeit erschienen 1989 in einem Band beim Aufbau Verlag. 1989 wurde Faktor Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. In den 90er Jahren brachte der Verlag Gerhard Wolf Januspress seine Arbeiten heraus. 20 Uhr. Literaturhaus, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.
9.6. --- Stadtteilbücherei Stammheim Lesung. Wolfgang Louis – „Die zerbrochenen Engel“. In „Die zerbrochenen Engel“ wird von Abgründen menschlicher Gedanken und von Hintergründen menschlicher Taten erzählt. Einmal bleibt Wolfgang Louis dabei ganz nah an den Dingen, so dass es einen erschrecken kann. Manch andere Geschichte hingegen scheint der Realität unendlich weit enthoben und lässt einen amüsiert darauf blicken und aufatmen. Mit Feinsinn und Humor formt Wolfgang Louis aus den Dingen Miniaturen: Abgründig. Aberwitzig. Kurzweilig. Geschichten, die Freude an der modernen Erzählung wecken. 9 Uhr. Kornwestheimerstraße 7, 70439 Stuttgart.
10.6. --- Treffpunkt Rotebühlplatz Lesung. Wolfgang Louis – „Die zerbrochenen Engel“. In „Die zerbrochenen Engel“ wird von Abgründen menschlicher Gedanken und von Hintergründen menschlicher Taten erzählt. Einmal bleibt Wolfgang Louis dabei ganz nah an den Dingen, so dass es einen erschrecken kann. Manch andere Geschichte hingegen scheint der Realität unendlich weit enthoben und lässt einen amüsiert darauf blicken und aufatmen. Mit Feinsinn und Humor formt Wolfgang Louis aus den Dingen Miniaturen: Abgründig. Aberwitzig. Kurzweilig. Geschichten, die Freude an der modernen Erzählung wecken. 19 Uhr Rotebühlplatz 28, Karl-Adler-Saal, 70173 Stuttgart.
23.6. --- Hospitalhof/ Evangelisches Bildungswerk Vortrag. Warum das Frühjudentum für unser Verständnis Jesu wichtiger geworden ist. Klaus Berger – „Das Neue Testament“. Die vorgelegte Sammlung umfasst alle frühchristlichen Schriften, die nach Gattung, Inhalt und Anspruch für eine Aufnahme in eine kanonische, d. h. kirchlich maßgebliche und verbindliche Sammlung der Texte der frühesten Christenheit in Frage gekommen wären oder tatsächlich in den Kanon aufgenommen wurden. Außer den Schriften des Neuen Testaments sind dies Schriften, die bis etwa zum Jahre 200 n. Chr. entstanden sind. 4-5 €. 20 Uhr. Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart.
30.6. --- Literaturhaus Lesung. Barbara Vinken – „Flaubert“. Eine neue Deutung von Flaubert als Wegbereiter der Moderne. Flaubert gilt als „Vater“ und Erneuerer der modernen Literatur. Wie man das allerdings neu verstehen muss, zeigt Barbara Vinken in ihrer brillanten Studie. Als Bezugspunkt dienen ihr zum einen Flauberts Triebschicksal, das ihn zu jemandem werden lässt, der schreibt anstatt zu lieben, zum anderen die Bibel, deren „frohe Botschaft“ er im Namen des Kreuzes durchkreuzt. Damit bilden Psychoanalyse und Bibelverständnis den Rahmen, in dem Flauberts Weg in die Moderne eine aufregende und frische Deutung erfährt. 20 Uhr. Breidscheidstraße 4, 70174 Stuttgart.
30.6. --- Stadtbücherei im Wilhelmspalais Lesung. Mark Twain – „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ - Andreas Nohl stellt seine Neuübersetzung vor. Der Mark Twain fürs 21. Jahrhundert! Andreas Nohl hat den Klassiker „Tom Sawyer“ und die Fortsetzung „Huckleberry Finn“ neu übersetzt, so nah am Original und flüssig lesbar wie noch nie. Mit seiner natürlichen Sprache vermeidet er alles „Gekünstelte“, ganz nach Mark Twains literarischen Kriterien. Die beiden epochemachenden Romane über Kindheit und Jugend, über das Leben in den Südstaaten, von Abenteuer und Alltag im Amerika das 19. Jahrhunderts lesen sich nun auch in der Übersetzung als das, was sie im Original sind: als Weltliteratur. 19.30 Uhr. Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart.
20.6. --- Literaturarchiv Lesung. Jan Faktor – „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“. Jan Faktor, 1951 in Prag geboren. Studium der EDV abgebrochen. Verschiedene Arbeitsverhältnisse in Prag und in der Slowakei. Fernstudium. In Prag als Programmierer tätig. 1978 Übersiedlung zu seiner Frau nach Ostberlin. Arbeit als Kindergärtner, Schlosser, Übersetzer. Bis 1989 fast ausschließlich in der alternativen Literaturszene engagiert. Jan Faktors experimentelle Texte aus dieser Zeit erschienen 1989 in einem Band beim Aufbau Verlag. 1989 wurde Faktor Mitglied des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie. In den 90er Jahren brachte der Verlag Gerhard Wolf Januspress seine Arbeiten heraus. 11 Uhr. Literaturarchiv, Rosenbergerstraße 9, 92237 Sulzbach-Rosenberg.
9.6. --- Bilderbuch Museum Lesung. Andrea Schacht – „Nehmt Herrin diesen Kranz“. Während Köln sich für die Erntedankfeiern schmückt, hängt im Hauswesen derer van Doorne der Segen schief. Ausgerechnet zur bevorstehenden Weinlese erfährt Alyss, dass ihr Gatte Arndt den geliebten Weingarten verkauft hat, um Geld für seine undurchsichtigen Geschäfte in den Beutel zu bekommen. Alyss’ Zorn entzieht er sich, indem er eilends auf Handelsfahrt geht. Nach seiner Abreise nimmt Alyss vorübergehend den sechsjährigen Kilian auf. Doch der goldlockige Sohn eines befreundeten Kürschners sorgt gleichermaßen für Unruhe: ein veritabler Satansbraten, der nur Unfug im Sinn hat. 19.30 Uhr. Burg Wissem, Burgallee 1, 53840 Troisdorf.
10.6. --- Haus der Geschichte Lesung. Sebastian Anna Katharina Hahn – „Sommerloch“. Gemeinheiten, Frust und handfester Krach bestimmen den Alltag in Anna Katharina Hahns Erzählband Sommerloch. In den rotzfrechen Geschichten kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus zu Wort – und zeigen sich dabei nicht immer von der nettesten Seite: als mittelmäßige Vorortmachos, die im Freibad auf Frischfleisch lauern, als diätbesessene Karrierefrauen oder ausgekochte Provinzgören, die sich etwas Geld dazuverdienen. 19 Uhr. Urbansplatz 2, 70182 Tübingen.
11.6. --- Gondrom Buchhandlung Musikalische Lesung. Sven Görtz – „Liebe ist eine besondere Form von Geisteskrankheit“. Sven Görtz — viele erinnern sich noch an unseren erstklassigen „Coelho-Abend“ mit ihm — erzählt diesmal von Verliebten, die mit Begeisterung Dinge tun, die in den Augen Anderer als leichtsinnig und verrückt erscheinen. Erleben Sie Sven Görtz charmant, liebenswert und mit sprühendem Witz, wenn er über das vielleicht letzte Abenteuer, das uns in einer ansonsten völlig durchorganisierten Welt geblieben ist, spricht, singt und spielt. Sven Görtz studierte Philosophie, Anglistik und Germanistik und zählt zur ersten Riege der deutschen Hörbuchsprecher. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Abend mit dem „Literaturkünstler“. 7 €. 20.15 Uhr. Hirschstraße 12, 89073 Ulm.
13.6. --- Gondrom Buchhandlung Matinée. Ulmer Autoren stellen sich vor. 3. Sonntags- Matinée. Ilse Hehn liest Gedichte aus „Lidlos“ und „In zehn Minuten reisen wir ab“. Die Arbeiten von Frau Hehn reichen von der Malerei über die Fotografie bis zu Lyrik und Prosa. Uns wird sie unveröffentlichte Gedichte vortragen und aus ihren mehrfach ausgezeichneten Lyrikbänden lesen. Hubert Otto liest aus: „Hirnschäden“. Ein Krimi um Schuld und Sühne, um die psychologische Verbindung zwischen Opfer und Täter. Der Ulmer Kriminalkommissar Pius Andres verzweifelt fast an der Justiz und deren Verwaltung. Jeder geklärte Fall zieht neue Morde nach sich und untergräbt seine professionelle Distanz zu den Fällen. Wird er selbst zum Rächer werden? Wolfgang Compter liest aus „Der Waffenschmied des Teufels“. Ein „Was wäre wenn - Roman“ aus dem dritten Reich – ein Gedankengang, der ein erfolgreiches Attentat auf Hitler durchspielt. Compter beschreibt den Weg eines hochbegabten Wissenschaftlers in den zwanziger und dreißiger Jahren. Schuldig geworden als Waffenexperte der Wehrmacht, schließt er sich einer Widerstandsgruppe an und schließt nach dem Attentat Frieden mit den Gegnern. Gerne signieren die Autoren ihre Bücher. 7 €. 11 Uhr. Hirschstraße 12, 89073 Ulm.
5.6. --- Große Bühne der Landesgartenschau Lesung. José S. A. Oliver – „fahrtenschreiber. Gedichte“. Der Schreibnomade José Oliver ist auf steter Wörterreise. Ägypten, Dubai, Spanien, Slowakei, Schweiz, Niederlande, Litauen und immer wieder zurück zum Ausgangspunkt, in die fremde Heimat Schwarzwald, in den Zwischenraum zweier Sprachen, zum Glauben, in die Kindheitserinnerungen. Und das lyrische Ich notiert als unbestechlicher Fahrtenschreiber die Wahrnehmungsgeschwindigkeit in ihren Schwankungen, die Unhaltbarkeit der Bilder, grenzzerfließende Begegnungen, das Verhältnis von Zeit und Weg; Wiege, Baum und Kreuz – das Alphabet der Hölzer. „Der nomadische Heimatdichter José Oliver weiß genau, wie erfassbar uns die ganze Welt und wie unverständlich uns das benachbarte Tal erscheinen kann. Dies ist das Privileg großer Dichter.“ Ilija Trojanow. 20 Uhr. Neckarstraße, 78056 Villingen-Schwenningen.
17.6. --- Große Bühne der Landesgartenschau Lesung. Eva Demski – „Gartengeschichten“. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Literatursommer auf der Baden-Württembergischen Landesgartenschau 2010 in Villingen-Schwenningen“. 19.30 Uhr. Neckarstraße, 78056 Villingen-Schwenningen.
18.6. --- Bücherei im Kornhaus Lesung. Liliane Susewind – „Ein Panda ist kein Känguru“. Lesung mit Tanya Stewner. Im Tierpark der Nachbarstadt wurde ein Panda-Baby von seiner Mutter verstoßen. Gut, dass Lilli mit Tieren sprechen kann! So versteht sie sofort, dass der kleine Bär ohne Ersatzmama nicht überleben wird. Kurzerhand entführt sie ihn, um zusammen mit den Tieren im Zoo ihrer Stadt eine Lösung zu suchen. Glücklicherweise nimmt die einsame Kängurudame Kylie das Bärenkind in ihren Beutel auf. Es ist Mutterliebe auf den ersten Blick! Doch das Adoptionsglück wird bald getrübt: Wenn Kylie durch ihr Gehege hüpft, wird dem Panda im Beutel schlecht … Was kann Lilli nur tun? Der neue Band der beliebten Bestsellerreihe, der kleine Tierfreunde-Herzen höher schlagen lässt. Anmeldung unter: Öffentliche Bücherei Wangen, Tel: 07522 - 74 120 oder info@buecherei-wangen.de. 8.30 Uhr. Postplatz 1, 88239 Wangen.
5.6. --- Stadtbücherei Wedel Lesung. Wladimir Kaminer – „Meine Russischen Nachbarn“. Männer sind bekanntlich vom Mars, Frauen von der Venus. Aber woher kommen Russen? Sie kommen aus Berlin. Sie spielen morgens Trompete und freuen sich, wenn ihre Nachbarn mit dem Besen an die Decke klopfen, um sie anzufeuern. Sie lieben Besuch, kapern aber notfalls auch ein paar Zeugen Jehovas, um sie in ihrer Wohnung festzuhalten, bis alle Fragen zu Gott und der Welt beantwortet sind. Wladimir Kaminer ist überzeugt, dass seine beiden Nachbarn Andrej und Sergej auf diese Weise der deutschen Gesellschaft ein ganzes Trio dauerhaft entzogen haben. Möglicherweise helfen sie Andrej auch beim Erlernen der deutschen Sprache. Denn sein Wortschatz ist auf den rätselhaften Satz begrenzt „Tschüss, bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heißt: Popkonzert!“ Der Versuch, mittels einer Hypnose-Kassette Deutsch zu lernen, scheiterte. Zwar beherrscht man anschließend jede gewünschte Sprache fließend, sie wird allerdings von der Umwelt oft nicht erkannt. Glücklicherweise gibt es aber auch andere Wege, einander zu verstehen. Zum Beispiel durch die Lektüre der so komischen wie völkerverbindenden Geschichten von Wladimir Kaminer! 20 Uhr. Rosengarten 6, 22880 Wedel.
14.6. --- Kesselhaus Lesung. Melda Akbas – „So wie ich will“. Sie ist 18, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin, steht kurz vor dem Abitur, engagiert sich als Schülerin, und ihr größter Wunsch ist ein selbstbestimmtes Leben: Melda Akbas bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, ein Migrantenkind zu sein. Vorurteile und Desinteresse bestimmen das Bild. Eloquent und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen. Ihr Hintergrund: eine Familie von konservativ bis weltoffen, ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen. Sie selbst versucht den Spagat zwischen Respekt vor ihren muslimischen Wurzeln und ihrer Entschlossenheit, sich einzumischen, mitzubauen an einer friedlichen Welt vieler Kulturen und als Frau selbständig zu leben. 20 Uhr. Am Kesselhaus 13, Weil am Rhein.
17.6. --- Goethe Nationalmuseum Lesung. Esther Dischereit – „Merryn“. Ein Entwicklungsroman in Fragmenten. Mit sechzehn läuft das jüdische Mädchen von zu Hause weg. Über eine Bergarbeiterkneipe in Lothringen und eine Druckerlehre in Hessen führen Merryns Fluchten schließlich nach Berlin, von wo die Großeltern ins KZ transportiert worden sind. Die Berührungen mit Familie, mit Staat und Gesellschaft werden von ihr als gewaltsam und gewalttätig erfahren. Das Verhältnis zu Männern stigmatisiert ihre Entwicklung. „So lag sie in der Berührung wie sprödes Holz und splitterte dabei.“ Lesung im Rahmen der Veranstaltung: „Deutsch-jüdische Literatur - jüdisch-deutsche Literatur“. Anschließend Podiumsdiskussion mit Esther Dischereit, Robert Schindel und Rafael Seligmann. Moderation: Barbara Wahlster (Deutschlandradio Kultur). 19 Uhr. 1 Frauenplan, 99423 Weimar.
15.6. --- Limes Buchhandlung Lesung. Leonie Swann – „Garou“. Es ist soweit: Für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten! In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein – wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfspelz! – wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist schnell nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen. Und schon bald folgen sie mit bewährter Schafslogik einer ersten Spur, die sie durch die Gänge des Schlosses und das Schneegestöber der Wälder führt … 20 Uhr. Wilhelmstraße 16, 73642 Welzheim.
7.6. --- Stadtbibliothek Lesung. Sibylle Krause-Burger – „Herr Wolle lässt noch einmal grüßen“. Sibylle Krause-Burger erzählt die Geschichte ihrer Familie und entwirft zugleich ein lebendiges Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Was mit einer Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann aus der schwäbischen Provinz und der Tochter eines jüdischen Unternehmers im Berlin der zwanziger Jahre begann, entwickelte sich im „Dritten Reich“ zu einem Drama, das bis in die Nachkriegszeit fortwirkte. 20 Uhr. Poststraße 7, 26655 Westerstede.
8.6. --- Stadtbücherei Lesung. Stephan Kulle – „40 Tage im Kloster des Dalai Lama“. Als erster westlicher Journalist lebte Stephan Kulle mehrere Wochen im Kloster des Dalai Lama. Der Journalist und Theologe Stephan Kulle gehört zu den profiliertesten Kennern des Papstes und des Vatikans. Für dieses Buch suchte er den anderen großen religiösen Führer unserer Zeit auf, den Dalai Lama. In dessen Kloster im nordindischen Exil gewährten ihm die Mönche 40 Tage lang einen ungewöhnlich offenen Zugang zum Innersten des tibetischen Buddhismus. Von der einzigartigen Atmosphäre des Klosters fasziniert, spürt er auch den Sehnsüchten vieler Pilger aus dem Westen nach, die zu diesem mystischen Ort voller Gegensätze reisen, um für sich Sinn und Orientierung zu finden. Dabei reflektiert er sein eigenes Leben, die westliche Gesellschaft und den christlichen Glauben. Ein packender und inspirierender Blick in eine andere spirituelle Welt. 20 Uhr. Burg Bielstein, Burgstraße 9, 51674 Wiehl.
12.6. --- Villa Clementine Lesung. Peter Stamm – „Sieben Jahre“. Lesung mit Peter Stamm, Annette Pehnt, Andreas Maier und Sudabeh Mohafez. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr – und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. „Sieben Jahre“ ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden. 17.30 Uhr. Frankfurter Straße 1, 65189 Wiesbaden.
10.6. --- Willicher Buchhandlung Lesung. Bernhard Hennen – „Elfenkönigin“. Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain, der wiedergeborene Held, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Da erreicht sie eine erschütternde Nachricht: Albenmark droht unter der Herrschaft der Trolle unterzugehen. Emerelle muss sich entscheiden: Kämpft sie für ihre Liebe oder für ihren Thron. 19 Uhr. Grabenstraße 12, 47877 Willich.
4.6. --- Stadtbücherei Lesung. Melda Akbas – „So wie ich will“. Sie ist 18, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin, steht kurz vor dem Abitur, engagiert sich als Schülerin, und ihr größter Wunsch ist ein selbstbestimmtes Leben: Melda Akbas bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, ein Migrantenkind zu sein. Vorurteile und Desinteresse bestimmen das Bild. Eloquent und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen. Ihr Hintergrund: eine Familie von konservativ bis weltoffen, ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen. Sie selbst versucht den Spagat zwischen Respekt vor ihren muslimischen Wurzeln und ihrer Entschlossenheit, sich einzumischen, mitzubauen an einer friedlichen Welt vieler Kulturen und als Frau selbständig zu leben. 20 Uhr. Rathausstraße 4, 25554 Wilster.
18.6. --- Palais Doos/ Rathaus Lesung. Detlef Bluhm – „Kleine Geschichte der Buchkultur“ oder: was die Deutschen lesen, nachdem Google digitalisiert hat (SZ). Bluhms Buch behandelt amüsant und mit leichter Hand geschrieben viele bislang eher wenigen Kennern vorbehaltene Aspekte der Buchkultur und berührt auch Fragen des Urheberrechts in Deutschland, die Geschichte des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, E-Books, I-Phones und Handy-Romane. Seine Analysen sind klar und er warnt überzeugend vor übertriebener Schwarzmalerei: Das Buch wird überleben! Eintritt frei – um Spenden wird gebeten! 20 Uhr. Spiegelsaal, Rathausstraße 4, 25554 Wilster.
8.6. --- Theater Wolfsburg
Lesung. Judith Hermann – „Alice“. „Die Planeten laufen langsam. Aber sie machen ihre Transite. Und dann ändert sich dein ganzes Leben. Wenn jemand geht, der dir nahe ist, ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht. Alles wird anders.“ Alice ist die Heldin dieser fünf Geschichten, alle erzählen von ihr – und davon, wie das Leben ist und das Lieben, wenn Menschen nicht mehr da sind. Dinge bleiben zurück, Bücher, Briefe, Bilder, und ab und zu täuscht man sich in einem Gesicht. Lebenswege kreuzen sich, ändern die Richtung und werden unwiederbringlich auseinandergeführt. Die Autorin von „Sommerhaus, später“ und „Nichts als Gespenster“ schreibt Geschichten von ungeheurer Kraft und großer literarischer Schönheit. 19.30 Uhr. Hinterbühne, Klieverhagen 50, 38440 Wolfsburg.
5.6. --- Literaturhaus Sommerfest. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Literaturhauses Wuppertal am Haspel. Es erwartet Sie ein Lesemarathon mit Wuppertaler Autoren und Autorinnen, dazu Musikalisches und Kulinarisches. Das genaue Programm wird rechtzeitig bekannt gegeben. Eintritt frei! 12 Uhr. Friedrich-Engels-Allee 83, 42285 Wuppertal.
6.6. --- Schauspielhaus Matinee. Prominente Schauspieler und Schauspielerinnen lesen Texte über das Theater. 11.30 Uhr. Bundesallee 260, 42103 Wuppertal.
9.6. --- Thalia Buchhandlung Kinderlesung. Die Sams-Revue. „Wer ist witzig und laut und reimt ganz vorzüglich? Wer lacht viel und isst viel, ist immer vergnüglich? Wer hat blaue Punkte im ganzen Gesicht? Das kann nur das Sams sein – wer kennt es nicht!“. Die Sams-Revue ist ein Streifzug durch verschiedene Sams-Bücher. Ausgeführt wird dieser von zwei Erzählfiguren, die in raschen Wechseln in die verschiedenen Rollen schlüpfen. Zu Hilfe nehmen die Spieler kleine Nasenmasken und einzelne Kostüm- und Requisitenteile, dazu eine Mischung aus Slapstick, Wortwitz, clowneskem, körperbetontem Spiel. Der Tradition der Commedia dell Arte folgend stehen sie im improvisatorischen Kontakt mit dem jungen Publikum. Pohyb´s und Konsorten sind vielen Kindern und Erwachsenen durch ihre beiden Tourneen mit „Oh, wie schön ist Panama“ und „Die Abenteuer des Grüffelo“ bekannt. Das Stück ist für Kinder von 6 bis 10 Jahren geeignet. Eintritt frei! 15.30 Uhr. Schlössersgasse 3, 42103 Wuppertal.
10.6. --- Thalia Buchhandlung Lesung. Peter Gülke – „Robert Schumann. Glück und elend der Romantik.“ Moderation: Christian Möller. Robert Schumann, dessen Geburtstag sich 2010 zum 200. Mal jährt, ist eine der großen Gestalten der Romantik: Genie von höchster Produktivität, hingebungsvoller Ehemann, Vater von acht Kindern, manisch und depressiv - und jung gestorben in einer geschlossenen Anstalt. Peter Gülke widmet sich in dieser Biographie dem Pianisten und Komponisten von Klaviermusik und Kunstliedern, von Symphonien und Konzerten, dem Musikschriftsteller und Leser von Jean Paul und E.T.A. Hoffmann. Seinerseits ein leidenschaftlicher Musiker, erklärt er die schumannsche Musik und ihre Entstehungsbedingungen und setzt sich dabei kritisch auseinander mit manchem fest gefügten Bild. Peter Gülke studierte Musik und Musikwissenschaft und ist Ihnen als Generalmusikdirektor Wuppertals in bester Erinnerung. Der Kulturjournalist Christian Möller hat in Köln Musikwissenschaft studiert und schreibt seit vielen Jahren über Musik und Literatur, vor allem für den Rundfunk (u.a. WDR 5, Deutschlandfunk). 6-8 €. 20 Uhr. Schlössersgasse 3, 42103 Wuppertal.
8.6. --- Theater Chambinsky Lesung. Josef Wilfling – „Abgründe“. Das Unfassbare war bei ihm der Normalfall: Der legendäre Mordermittler Josef Wilfling hatte es tagtäglich mit Menschen zu tun, die Ungeheuerliches getan oder erlebt haben. In Abgründe erzählt er seine spektakulärsten Fälle, schildert Tathintergründe, gibt den Blick in seelische Abgründe frei und zeigt: Die Wirklichkeit ist packender als jeder Krimi. Valentin Becker Straße 2, 97072 Würzburg.
25.6. --- Buchhandlung Hugendubel Lesung. Die „Kriminelle Vereinigung“ liest. Mit entsicherter Maschinenpistole und Schmiergeldkoffer führt Uwe Dolata als Commissario durch die Lesung mit Rainer Greubel, Christian Kelle und Günter Huth. Eintritt frei! 17 Uhr. Kürschnerhof 4-6, 97070 Würzburg.
18.6. --- Haus der Begegnungen Lesung mit Weinverkostung. Claudia Puhlfürst – „Ungeheuer“. Immer wieder quälen grausame Alpträume die Journalistin Lara Birkenfeld. Bruchstückhafte Szenen, in denen sie von einem perversen Täter nachts durch den Wald gehetzt wird. Dann stößt sie in der Redaktion auf einen Fall, der ihre diffusen Ahnungen in ein völlig neues Licht rückt. Und es bleibt nicht der einzige Mord dieser Art – die Opfer sind alle weiblich, jung, blond. Gemeinsam mit dem Psychologen Mark Grünthal nimmt Lara die Spur des Serienmörders auf. Und ihre erschreckenden Visionen werden beinahe Realität …. 3 €. 17 Uhr. Marienthaler Straße 164 B, 08060 Zwickau. (ton/gut/kum)