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lit.Cologne 2009

vom 12. bis 21. März 2009

© Die Berliner Literaturkritik, 27.02.09

© Die Berliner Literaturkritik

Donnerstag, 12. März

18 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Güner Yasemin Balci – „Arabboy“. „Rashid, Sohn einer libanesisch-palästinensischen Familie, ist weder Deutscher noch Libanese oder Palästinenser, er ist ein ‚Arabboy’, so nennt er sich in den einschlägigen Chaträumen, die er und seine Kumpel mit selbstgemachten Gewalt-Clips versorgen. Sie gehorchen dem Gesetz der Straße, auf der sich jeder sein Recht nehmen muss. Wer das nicht kann, wird zum ‚Opfer’ – er ist dem Lebenskampf nicht gewachsen. Mit Hilfe von Aabid, der es vom Flüchtlingsjungen zum ‚Mega-Checker’ im Rotlichtmilieu gebracht hat, macht Rashid kriminelle Karriere, bis er durch seine Drogensucht die Kontrolle über sein Leben verliert. Ihn rettet seine Verhaftung. Im Gefängnis wartet er auf seine Abschiebung – und Deutschland, das so verhasste Land, wird für ihn zum Inbegriff aller Sehnsüchte.“ (S. Fischer) Moderation: Amelie Fried. 13 / 10 / 7 / 5 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

19.30 Uhr – Polizeipräsidium Kalk Lesung. Michael Connelly – „Echo Park“. „Eine junge Frau verschwindet spurlos. Ihre Leiche wird nie gefunden. Dreizehn Jahre später gesteht ein Serienkiller, die Frau getötet zu haben. Detective Harry Bosch, schon damals mit den Ermittlungen betraut, wird erneut auf den Fall angesetzt. Er glaubt nicht an das Geständnis des Killers und stößt schon bald auf eine Spur, die mehr als nur einen Mordfall aufdecken wird.“ (Heyne) Auf Englisch. Deutsche Textpassagen: Hans-Werner Meyer. Moderation: Margarete von Schwarzkopf. 13 / 10 €. Walter-Pauli-Ring 2-4, 51103 Köln.

19.30 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Lesung. Daniel Kehlmann – „Ruhm“. „Ein Mann kauft ein Mobiltelefon und bekommt Anrufe, die einem anderen gelten; nach kurzem Zögern beginnt er ein Spiel mit der fremden Identität. Ein Schauspieler wird von einem Tag auf den nächsten nicht mehr angerufen, als hätte jemand sein Leben an sich gerissen. Ein Schriftsteller macht zwei Reisen in Begleitung einer Frau, deren größter Alptraum es ist, in einer seiner Geschichten vorzukommen. Ein verwirrter Internetblogger wiederum wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal Romanfigur zu sein. Eine Krimiautorin geht auf einer abenteuerlichen Reise in Zentralasien verloren, eine alte Dame auf dem Weg in den Tod hadert mit dem Schriftsteller, der sie erfunden hat, und ein Abteilungsleiter in einem Mobiltelefonkonzern verliert über seinem Doppelleben zwischen zwei Frauen den Verstand.“ (Rowohlt) Moderation: Jochen Hörisch. 17,50 / 14 / 12 / 9 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

20 Uhr – Kulturkirche Lesung. „War Zones“. Es lesen Arkadi Babtschenko aus „Ein guter Ort zum Sterben“ und Matthew Eck aus „Das entfernte Ufer“. Die deutschen Textpassagen übernehmen Schauspieler des Schauspiel Kölns. Moderation: Andrian Kreye. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung & Musik. „Debütantenabend“. Es lesen Milena Michiko Flasar aus „Ich bin“, Svealena Kutschke aus „Etwas Kleines gut versiegeln“ und Benedict Wells aus „Becks letzter Sommer“. Musik: Johannes Stankowski & Band. Moderation: Mike Litt. 13 / 10 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

Freitag, 13. März

18 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Val McDermid – „Nacht unter Tag“. „Ungelöste Fälle sind ihre Spezialität, doch dieser führt DI Karen Pirie an ihre Grenzen: Ein Mann wird als vermisst gemeldet – nach über zwanzig Jahren. Karens Ermittlungen im schottischen Glenrothes stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Ähnlich ergeht es einer Journalistin, die ehrgeizig über eine fast vergessene Entführung recherchiert. Bald landet auch dieser alte Fall auf Karens Schreibtisch – zusammen mit einem neuen Mord ...“ (Droemer) Auf Englisch. Deutsche Textpassage: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Angela Spizig. Nach 18 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

18 Uhr – Kulturkirche Lesung. Amelie Fried – „Schuhhaus Pallas. Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte“. „Amelie Fried auf den Spuren ihrer Familiengeschichte in der NS-Zeit. Frieds Großvater lebte als Jude und Österreicher in Ulm und besaß dort das Schuhhaus Pallas. Nach 1933 gerät er ins Visier der Nationalsozialisten: Nahe Verwandte des Großvaters werden im KZ ermordet. Er selbst überlebt nur durch einen unglaublichen Zufall. Nach dem Krieg führt die Familie wieder ihr gutbürgerliches Ulmer Leben. Amelie Frieds Vater wird der große Zeitungsverleger seiner Heimatstadt - trotzdem schweigt dieser Mann des Wortes sein Leben lang über die Nazizeit. Warum, das unter anderem versucht seine Tochter in diesem Buch zu ergründen. Sie selbst musste nach ihrer Familiengeschichte erst forschen.“ (Hanser) 13 / 10 / 7 / 5 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Gespräch. „Die Liebe in den Zeiten der Aufklärung“. Die Autorin Alexa Hennig von Lange spricht mit Oswalt Kolle. Moderation: Christine Westermann. 18,50 / 15 / 13 / 10 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

20.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Junot Díaz – „Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao“. „Eine Familie zwischen den Welten und zwischen den Zeiten: Junot Díaz erzählt von dem liebenswürdigen Nerd Oscar und seiner toughen Schwester Lola. Beide sind in New Jersey groß geworden, aber ihre Wurzeln liegen in der Karibik. Und dorthin verschlägt es sie immer wieder, wenn das Leben ihr mühsam zusammengekratztes Glück gerade wieder einmal wegwischt. Hier finden sie im Haus der Großtante Zuflucht – genauso wie ihre Mutter vor vielen Jahren, von deren düsterer Vergangenheit sie allerdings nichts ahnen. Dabei wirkt die Vergangenheit wie ein Fluch. In einem letzten, verzweifelten Akt riskiert Oscar eines Tages alles für sein Glück. Den Fluch zu bannen wird sein letztes Abenteuer.“ (S. Fischer) Deutsche Textpassage: Jasmin Tabatabai. Moderation: Frank Heibert. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Daniel Glattauer – „Alle sieben Wellen“. In Anwesenheit des Autors liest Nina Petri. Moderation: Sabine Scholt. 13 / 10 €. 20.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

21 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung & Musik. Willy Vlautin – „Northline“. „Die Nacht bricht herein über Las Vegas, Stadt der Glücksspieler und einsamen Trinker, der Nutten und Hochzeitstouristen in der Wüste Nevadas. Allison Johnson, Anfang zwanzig, ein Mädchen mit schwarzem Haar und blauen Augen, sitzt vor einem Videospiel im Kasino. Sie ist betrunken. Ihr Freund Jimmy schleppt sie aufs Klo, zwingt sie, mit ihm Sex zu haben, prügelt sie blutig, weil sie bewusstlos wird. Allison lebt mit ihrer Mutter im Norden der Stadt. Vor und hinter dem Haus zwei verdorrte Rasenflächen, in der Auffahrt unter einem Plastikdach ein 1987er Chevrolet Lumina. Die Mutter trinkt und raucht ununterbrochen, hat eine Affäre mit irgendeinem Tom und trägt billige chinesische Seidenkleidchen. Abends schauen sie Filme mit Paul Newman, ‚Haie der Großstadt’ und ‚Butch Cassidy’ und ‚Sundance Kid’. Als Allison erfährt, dass sie im dritten Monat schwanger ist, packt sie ein paar Kleider in einen Koffer und haut ab. In Reno, der Spielerstadt an der kalifornischen Grenze, findet sie einen Job als Kellnerin in einem Diner.“ (Berlin Verlag) Auf Englisch. Deutsche Textpassagen: Nicolette Krebitz. Musik: Der Autor gemeinsam mit einem Bandkollegen. Moderation: Bernhard Robben. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

22 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. „Der WDR-5-Literaturmarathon: 100 Bücher – 100 Feste in 24 Stunden“. Es lesen Harald Martenstein, Albert Ostermaier, Thomas Hackenberg, Ralph Erdenberger, Claudia Schreiber, Jürgen Wiebicke, Jess Jochimsen und viele andere mehr. Eintritt frei. Kleiner Sendesaal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

Samstag, 14. März

17 Uhr – Altes Pfandhaus Gespräch. „Vom Ursprung der Menschheit“. Es spricht die Autorin Sibylle Knaus mit Dr. Miriam Haidle. Moderation: Gisela Steinhauer. 13 / 10 €. Kartäuserwall 20, 50678 Köln.

18 Uhr – Kulturkirche Lesung. Joseph O’Neill – „Niederland“. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Bernhard Robben. 12 / 9 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

18 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung. „Bitterfotzig – oder das Glück der Mutterschaft“. Es lesen Maria Sveland aus „Bitterfotzig“ und Kristy Gunn. Moderation: Antje Deistler. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

20 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Lesung. „Lust an sich. Die Geschichte der Onanie“. Es lesen Hannelore Hoger, Richy Müller und Andreas Platthaus. 18,50 / 15 / 13 / 10 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

20 Uhr – Philharmonie Lesung & Essen & Musik. „Satt – Über den leiblichen Genuss. Die große lit.Cologne-Gala“. Mit der Schauspieler Eva Mattes und Jürgen Tarrach, der Gastrokritiker der „FAZ“ Jürgen Dollase, die Schriftstellerin Liane Dirks sowie Harry Rowohlt. Musik: Sternekoch Vincent Klink & Patrick Bebelaar. Moderation: Denis Scheck. 45 / 15 €. Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Adam Davies – „Goodbye Lemon“. „Hätte Jack Tennants Familie einen Schlachtruf, es wäre gemeinsames jahrelanges Schweigen ... über ein tragisches Familiengeheimnis. Aber jetzt droht Jacks neue Liebe Hahva, ihn zu verlassen, wenn er sie nicht einweiht. Und sein verhasster, seit einem Schlaganfall stummer und gelähmter Vater droht das Geheimnis mit ins Grab zu nehmen; er ist der Einzige, der weiß, was damals wirklich geschehen ist. Jack muss handeln – und zwar schnell.“ (Diogenes) Auf Amerikanisch. Deutsche Textpassagen: Oliver Korittke. Moderation: Frank Heibert. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

21 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung & Gespräch. „Lust und Liebe im Islam“. Es lesen und sprechen Salwa Al Neimi und Sulaiman Addonia. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Stefan Weidner. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

Sonntag, 15. März

12 Uhr – Schauspielhaus Lesung & Musik. Gerhard Polt – „Da fahr’n wir nimmer hin“. Musik: Grupo Converso. 31 / 28 / 15 / 12 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

16 Uhr – Schauspielhaus Lesung & Musik. „Medea – Elektra – Phädra“. Es liest Corinna Harfouch. Musik: DJ Shaban. 31 / 28 / 15 / 12 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

18 Uhr – Kulturkirche Lesung. Péter Esterházy – „Keine Kunst!“. „‚Als ich beschloss, die Geschichte meiner Mutter zu schreiben, über ihre verblüffende, auf jeden Fall aber ungewöhnliche Beziehung zum Fußball, wusste ich nicht, dass auch ich eine neue Geschichte haben würde.’ 1985 hatte Esterházy auf anrührende Weise in den Hilfsverben des Herzens vom Sterben seiner Mutter erzählt. Jetzt erweckt er sie wieder zum Leben. Fast jeden Tag sieht er sie, während er diese Erzählung schreibt, sie essen zu Mittag, reden. Und er erfährt neue Geschichten — über die fünfziger Jahre, über die Fußball-‚Wundermannschaft’ von Bern, ihre Freundschaft mit den Fußballgöttern Hidekuti und Puskás, der ihr den Hof machte und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren.“ (Berlin Verlag) Moderation: Walter van Rossum. 12 / 9 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

18 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Daniel Pennac – „Schulkummer“. „Er war selbst ein schlechter Schüler, einer von denen, die wie versteinert und mit dumpfem Hirn vor einem leeren Blatt sitzen oder auf Fragen mit Clownerien reagieren. Dennoch schafft Daniel Pennac schließlich das Abitur und wird – Lehrer. Aber er wird ein Lehrer, der diese Verletzungen und Demütigungen nie vergessen hat und der weiß, was es bedeutet, eine Niete zu sein. Und was es für diese Niete bedeutet, liebevolle Lehrer zu finden, die Verständnis haben und die Blockaden im Kopf lösen. Er erzählt von seiner eigenen Schulzeit und von den Stunden, die er später als Lehrer gibt, von seinen zum Teil ungewöhnlichen Methoden, um bei seinen Schülern Begeisterung fürs Lernen zu wecken.“ (Kiepenheuer & Witsch) Auf Französisch. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Tobias Eisermann. Ab 18 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

19 Uhr – Pfandhaus Lesung. Johanna Adorján – „Eine exklusive Liebe“. „Zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen. Er ist schwer krank, sie will nicht ohne ihn sein. An einem Sonntag im Herbst 1991 setzen sie ihren Plan in die Tat um. Sie bringen den Hund weg, räumen die Wohnung auf, machen die Rosen winterfest, dann sind sie bereit. Hand in Hand gehen Vera und István in den Tod, es ist das konsequente Ende einer Liebe, die die ganze übrige Welt ausschloss, sogar die eigenen Kinder. Diskret und liebevoll rekonstruiert Johanna Adorján den Tag des Selbstmordes ihrer Großeltern, die alles andere waren als ein gewöhnliches Paar. Sie siezten sich ihr ganzes Leben, rauchten Kette und sahen umwerfend aus. Und sie hatten eine Vergangenheit, über die sie nicht sprachen. Weil sie sich nicht daran erinnern wollten. Als ungarische Juden hatten sie den Holocaust überlebt, waren Kommunisten geworden und 1956 während des Budapester Aufstands außer Landes geflohen. In Dänemark fingen sie ein neues Leben an und blickten – scheinbar – nie mehr zurück.“ (Luchterhand) Moderation: Jürgen Keimer. 12 / 9 €. Kartäuserwall 20, 50678 Köln.

19.30 Uhr – Polizeipräsidium Kalk Lesung. Åsa Larsson – „Bis dein Zorn sich legt“. „Rebecka Martinsson, Anwältin im nordschwedischen Kiruna, wird in einen besonders grausamen Mordfall verwickelt: Ein junges Paar hat ein Eisloch in einen See geschlagen, um zu einem auf dem Grund liegenden Flugzeugwrack zu tauchen. Doch während des Tauchgangs kappt jemand die Markierungsleine und schiebt eine Holztür über das Eisloch. Die beiden haben keine Chance. Was suchte das Paar in dem Flugzeugwrack? Und wer hat die beiden dafür mit dem Tod bestraft? Bei ihren Nachforschungen kommt Rebecka lange verheimlichten Ereignissen aus der Vergangenheit auf die Spur. Und sie entdeckt ein gefährliches Netz aus Schuld, Angst und Verrat, in das viele Bewohner ihrer Heimatgegend verstrickt sind.“ (C. Bertelsmann) Auf Schwedisch. Deutsche Textpassagen: Nina Petri. Moderation: Antje Deistler. 13 / 10 €. Walter-Pauli-Ring 2-4, 51103 Köln.

20 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Lesung & Musik. „Kulturwunder Ruhrgebiet“. Mit Helge Schneider, Fritz Eckenga, Eva Kurowski, Sebastian23, Minck & Minck, dem Spardosen-Terzett und Jochen Malmsheimer. 24 / 20 / 18 / 15 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

20 Uhr – WDR-Funkhaus Preisverleihung. „Gala zur Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2009“. Festliche Garderobe erwünscht. Moderation: Katrin Bauerfeind und Jörg Thadeusz. 22 €. Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Oper Gespräch. „Menschenrauch. Wie der Zweite Weltkrieg begann und die Zivilisation endete“. Es sprechen der Schriftsteller Nicholson Baker mit dem Historiker Timothy Garton Ash. 24 / 21 / 11 / 9 €. Offenbachplatz, 50667 Köln.

20.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Matthias Frings – „Der letzte Kommunist. Das traumhafte Leben des Ronald M. Schernikau“. „Im Sommer 1980 zieht Ronald M. Schernikau (1960-1991) nach Westberlin. Er ist eine Lichtgestalt der Literatur, Autor der provokanten ‚Kleinstadtnovelle’. Er stürzt sich ins Nachtleben, in die Welt der Cabarets, Saunen, Discos. Er trifft die Liebe seines Lebens. Unter seinen Freunden, die wie er die Welt erobern wollen, ist der junge Schauspieler Matthias Frings. Doch in einem Punkt unterscheidet sich Schernikau von den anderen: Er ist Kommunist. Zum Entsetzen seiner Freunde will er DDR-Bürger werden. Im Herbst 1989 erfüllt sich sein Lebenstraum. Doch wenige Wochen später fällt die Mauer.“ (Aufbau Verlag) In Anwesenheit des Autors liest Dirk Bach. Moderation: Bettina Böttinger. Ab 20.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

Montag, 16. März

18 Uhr – Kulturkirche Lesung. Jakob Arjouni – „Der heilige Eddy“. „‚Der heilige Eddy’ handelt vom mysteriösen Verschwinden eines Berliner Großunternehmers und High-Society-Stars, von Klatschjournalisten, einer Stadt außer Rand und Band, einem Volkshelden wider Willen – und vom wunderbarsten Duft der Welt.“ (Diogenes) Moderation: Christine Westermann. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

19 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung & Gespräch. „lit.Cologne-Patenschaft: Josef Winkler und Michael Stavaric“. Moderation: Michael Kohtes. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

19.30 Uhr – Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Lesung. „Jaroslav Hašek und der brave Soldat Schwejk“. Es lesen Victor Böll aus der Biografie Hašeks und Konrad Beikircher aus „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk während des Weltkriegs“. 17 / 13 €. Severinstraße 241, 50676 Köln.

19.30 Uhr – Arkadas Theater Lesung. Rawi Hage – „Als ob es kein Morgen gäbe“. „Bassam und sein bester Freund George, den alle nur De Niro nennen, ziehen durch das Bürgerkriegs-Beirut der achtziger Jahre. In ihrer Kindheit sammelten sie gemeinsam Kugeln und Granathülsen in den Ruinen, um sie gegen Zigaretten einzutauschen. Seitdem sind zehntausend Bomben auf Beirut gefallen. Heute sind sie Teenager und haben Eltern und Geschwister, Nachbarn und Freunde verloren. Sie sind Überlebenskünstler, die ihren Anteil am Glück fordern. Sie ergaunern sich Geld, sie verlieben sich, sie fangen an zu leben. Aber während Bassam davon träumt, nach Rom zu gehen, wo ‚sogar die Tauben glücklich und gut genährt wirken’, schließt De Niro sich einer christlichen Miliz an, um zu kämpfen. Bassam weigert sich, und eins ist klar: Er muss fliehen. Aber auf dem Weg zum Schiff in die Freiheit fängt De Niro ihn ab …“ (DuMont) Deutsche Textpassagen: August Zirner. Moderation: Bernhard Robben. 13 / 10 €. Platenstraße 32, 50825 Köln.

19.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Elke Heidenreich – „Eine Reise durch Verdis Italien“. „Elke Heidenreich nimmt uns mit auf eine Reise durch Italien, auf der sie die wichtigsten mit Giuseppe Verdi verbundenen Stätten besucht. Die Orte seiner Jugend, seiner Triumphe, sowie Orte der Abgeschiedenheit und erzählt dabei von dem Leben des großen Komponisten der italienischen Oper. Musik, Kultur und die Menschen werden auf unnachahmliche Art lebendig.“ (Random House Audio) Ab 19.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 16 / 12 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

20 Uhr – Theater im Tanzbrunnen Lesung. „Die im Dunkeln sieht man jetzt“. Es lesen Ralf Husmann, Michael Gantenberg, Moritz Netenjakob und David Safier. 19 / 15 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

20 Uhr – Polizeipräsidium Kalk Lesung. Charlie Huston – „Killing Game“. „‚If you’re looking for trouble, you came to the right place’, sang Elvis. Und den richtigen Platz für Ärger haben sie gefunden, als sie ins Haus der legendären Arroyo-Gang einbrechen, um sich ein gestohlenes Rad zurückzuholen. Hinter dem düsteren Haus verbirgt sich ein Drogenlabor. Und plötzlich wird für die vier Freunde aus dem harmlosen Jungsabenteuer ein Kampf auf Leben und Tod. Die Spirale der Gewalt dreht sich erbarmungslos.“ (Heyne) Auf Amerikanisch. Deutsche Textpassagen: Frank Goosen. 13 / 10 €. Walter-Pauli-Ring 2-4, 51103 Köln.

20.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Olga Tokarczuk – „Unrast“. „Eine Frau und ihr kleiner Sohn verschwinden auf mysteriöse Weise während des Urlaubs; eine orthodoxe Sekte will durch ständige Bewegung dem Teufel entkommen; die Ich-Erzählerin ist auf permanenter Wanderschaft.“ (Schöffling) Moderation: Olaf Kühl. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

Dienstag, 17. März

18 Uhr – Kulturkirche Lesung. Benjamin Lebert – „Der Flug der Pelikane“. „Anton hält nichts mehr. Eleanor hat ihn verlassen, sein Job als Altenpfleger bietet keine Perspektive, und in Hamburg fühlte er sich noch nie zu Hause. Sein Ausweg: Pfannkuchen backen bei Onkel Jimmy in Manhattan. Onkel Jimmys Luncheonette, das sind 30 geflieste Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen – und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.“ (Kiepenheuer & Witsch) Moderation: Georg Diez. 12 / 9 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

18.30 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung. Ursula Krechel – „Shanghai fern von wo“. „Da steht sie mitten in einer Restaurantküche in Shanghai und walkt den Teig, als ginge es um ihr Leben, und das tut es auch. Ein Strudel soll es werden, ein süßer natürlich, aber dann füllt sie, was noch übrig ist, mit zartem Gemüse, und auf einmal hat sie der chinesischen Küche etwas hinzuerfunden, was niemand mehr missen möchte: die Frühlingsrolle.“ (Jung und Jung) Moderation: Angela Gutzeit. 12 / 9 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

18.30 Uhr – Gloria Lesung. Aleksandar Hemon – „Lazarus“. „Durch Zufall stößt der Schriftsteller Vladimir Brik in Chicago auf die Geschichte von Lazarus Averbuch, der 1908 während der Anarchistenunruhen erschossen wurde. Brik ist von Lazarus’ Schicksal tief berührt und beschließt, nach Osteuropa in die Heimat des jungen Einwanderers zu reisen. Kurz vor seinem Aufbruch läuft ihm Rora über den Weg, ein Jugendfreund aus Sarajevo – und Brik weiß, dass er den idealen Reisegefährten gefunden hat. Schon damals in Sarajevo war Rora das, wovon Jungs wie Brik nur zu träumen wagten: cool, charmant, verwegen. Brik und Rora machen sich auf, die Spuren des fremden Toten zu suchen. Doch im Grunde ihres Herzens wissen sie, dass diese Reise von der Neuen in die Alte Welt eine Reise zu den eigenen Wurzeln ist.“ (Knaus) Auf Englisch. Deutsche Textpassagen: Stefan Kurt. Moderation: Bernhard Robben. 13 / 10 €. Apostelnstraße 11, 50667 Köln.

19.30 Uhr – Institut français Lesung. Pascale Hugues – „Marthe & Mathilde. Eine Familie zwischen Frankreich und Deutschland“. „Marthe und Mathilde haben das zwanzigste Jahrhundert Seite an Seite durchwandert. Sie waren Freundinnen, seit sie sechs waren. Auf den Stufen einer Vortreppe, die am Vogesenwall 6 im Viertel Saint Joseph hinter dem Bahnhof von Colmar zu einem winzigen Gärtchen hinunterführt, sind sie sich zum ersten Mal begegnet ...“ (Rowohlt) 12 / 9 €. Sachsenring 77, 50677 Köln.

19.30 Uhr – Schauspielhaus Lesung. Roger Willemsen – „Der Knacks“. „Ausgehend von der sehr persönlichen Erinnerung an den Tod seines Vaters, diagnostiziert Willemsen den Knacks, mit dem wir die Kindheit verlassen, und den, den uns die Liebe zufügt. Der Knacks ereilt Helden und Verlierer, Paare und Einzelgänger, der Knacks ereilt uns, beim Gang durch die Zeit: Wann wurde man nicht, was man hätte sein können? Wie sollten wir all das kennen, was wir haben, bevor wir es verlieren? Sind wir überhaupt noch anwesend in unserem Leben, und warum sitzt selbst im Glück der Knacks?“ (S. Fischer) Musik: Frank Chastenier. 24 / 20 / 11,50 / 9 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

20 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. „Orkanfahrt: Kapitäne erzählen ihre besten Geschichten“. Seefahrt ist mehr als nur ein bloßer Beruf, sie ist eine Leidenschaft, gefeit gegen alle Anfeindungen der Vernunft. Auch wenn moderne Schifffahrt zwischen Containern und Billigflaggen für maritime Sentiments kaum mehr Raum bietet, gibt es immer noch Abenteuer satt: Vier gestandene Kapitäne spinnen ihr spannendstes Seemannsgarn, von Monsterwellen, Piraten, Stürmen, harten Matrosen und leichten Mädchen. Musik: „Hafennacht eV“. Moderation: Jonas Frank. Ab 20 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 16 / 12 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

20 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung. „lit.Cologne–Patenschaften: Raphael Chirbes und Andrés Barba“. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Stefan Barmann. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

20.30 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. Volker Schlöndorff - „Licht, Schatten und Bewegung. Mein Leben und meine Filme“. „Eine Jugend in Hessen, ein Leben in vielen Sprachen und Ländern: Seit vier Jahrzehnten gehört Volker Schlöndorff zu den wenigen deutschen Filmemachern, die Weltgeltung haben. In dieser Autobiographie erzählt er anschaulich von seiner Kindheit im Nachkriegsdeutschland; von seinem politischen Engagement um 1968; von der Entstehung seiner ‚Blechtrommel’, für die er den ersten deutschen Nachkriegs-Oscar erhielt; von seinem Leben in Deutschland, Frankreich, Italien und Amerika; von Regisseuren wie Jean-Pierre Melville und Rainer Werner Fassbinder; und von Schauspielern wie Alain Delon und Jeanne Moreau.“ (Hanser) Moderation: Bettina Böttinger. 13 / 10 €. Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. David Lodge – „Wie bitte?“. „Als Desmond Bates noch hören konnte, hatte er sich oft nach Stille gesehnt. Jetzt, da er taub wird, ist die Stille ohrenbetäubend. Wer nichts hört, wird überhört. Es ist, als würde ihn das Leben links liegenlassen – und auch noch lachen.“ (Blessing) Deutsche Textpassagen: Christian Brückner. Moderation: Margarete von Schwarzkopf. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

21 Uhr – Gloria Lesung. Thomas Gsella – „Nennt mich Gott. Schönste Gedichte aus 50 Jahren“. „Das Beste aus 50 Jahren Gsella: seinen ersten, noch tastenden Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen, Fußballsonette dieses Gottes der ‚Fussballlyrik’ sowie, erstmals in Buchform, zahlreiche zeitkritische bis zeitverherrlichende Gedichte aus der ‚Titanic’.“ (Fischer Taschenbuch) Außerdem liest Matthias Keidtel aus „Das Leben geht weiter. Ein Holm-Roman“. 16 / 12 €. Apostelnstraße 11, 50667 Köln.

Mittwoch, 18. März

18 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. „Fruchtzwerge im Bauch – Axel Hacke und Wumbabas Vermächtnis“. Mit Axel Hacke. Ab 18 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 16 / 12 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

18 Uhr – Central Krankenversicherung Lesung. Oliver Uschmann – „Murp!“. „Darf man auf Rasthöfen Menschen mit Kunst belästigen? Muss man selbst komplett orientierungslos sein, um anderen gute Ratschläge zu erteilen? Soll man im Stau Currywurst verkaufen? Kann man bei der perfekten Unperfektheit einfach rausfahren? Und was bitte ist eigentlich ‚Murp’?“ (Scherz Verlag) Moderation: Thomas Hackenberg. 12 / 9 €. Hansaring 40-50, 50670 Köln.

18 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. Peter Sloterdijk – „Du musst dein Leben ändern“. „In seinem Plädoyer für die Ausweitung der Übungszone des einzelnen wie der Gesellschaft entwirft Peter Sloterdijk eine grundlegende und grundlegend neue Anthropologie. Den Kern seiner Wissenschaft vom Menschen bildet die Einsicht von der Selbstbildung alles Humanen. Seine Aktivitäten wirken unablässig auf ihn zurück: die Arbeit auf den Arbeiter, die Kommunikation auf den Kommunizierenden, die Gefühle auf den Fühlenden ... Es sind die ausdrücklich übenden Menschen, die diese Existenzweise am deutlichsten verkörpern: Bauern, Arbeiter, Krieger, Schreiber, Yogi, Rhetoren, Instrumentalvirtuosen oder Models.“ (Suhrkamp) Moderation: Miriam Meckel. 16 / 12 €. Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

19.30 Uhr – Schauspielhaus Lesung. „F.-Scott-Fitzgerald-Abend“. Fritzi Haberland, Tom Schilling und Paul Ingendaay lesen aus Fitzgeralds Büchern. 25 / 22 / 13 / 10 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

19.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Louise Erdrich – „Solange Du lebst“. „Pluto, North Dakota, eine Stadt am Rande des Chippewa-Reservats. Indianer oder Einwanderer, alle sind hier miteinander verbunden, durch Arbeit, Liebe, Freundschaft, Blutsbande – und durch die schwere Hypothek einer gemeinsamen Geschichte. Wie ein dunkler Schatten liegt die Erinnerung an eine Bluttat, begangen 1911 an einer weißen Siedlerfamilie, und deren brutale Vergeltung, verübt an vier unschuldigen Indianern, auf den Menschen.“ (Insel) Auf Amerikanisch. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Antje Deistler. 12 / 9 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20 Uhr – Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Lesung. Simon Beckett – „Leichenblässe“. „Ein Toter in einer Jagdhütte in den Smoky Mountains. Die Leiche ist bis zur Unkenntlichkeit zersetzt. Sein alter Mentor Tom Lieberman bittet David Hunter um Unterstützung. Die Hinweise, die die beiden Experten für forensische Anthropologie finden, sind widersprüchlich. Jemand will David in die Irre führen, jemand, der viel näher ist, als David glaubt.“ (Wunderlich Verlag) Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Bernhard Robben. 13 / 10 €. Severinstraße 241, 50676 Köln.

20 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung. lit.Cologne-Patenschaften: Marcel Beyer und Julia Schoch“. Moderation: Hubert Winkels. 13 / 10 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

20.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Heinz Strunk – „Fleckenteufel“. Ab 20.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 16 / 12 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Gloria Lesung. Galsan Tschinag – „Die Rückkehr“. „Nach vielen Jahren des Unterwegsseins kehrt Galsan Tschinag zu seinem Volk, den Tuwa-Nomaden im Altaigebirge im Nordwesten der Mongolei, zurück, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Aber die Lage ist schwierig, seine beiden Schamanenschülerinnen wie auch das Volk sind uneins über den Weg in die Zukunft; traditionelles Nomadenleben und die Neuzeit stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber.“ (Insel) 13 / 10 €. Apostelnstraße 11, 50667 Köln.

20.30 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. Silvia Bovenschen – „Verschwunden“. „Wir erzählen einander Geschichten. Permanent. Warum tun wir das? Ein Freundeskreis, ein fester Kern, einige lose Bekannte. Von ihnen allen lässt sich Daniela Geschichten vom Verschwinden erzählen. Gustav erzählt ihr von einer Frau, die auf offner Strecke aus dem Zug steigt, Josepha vom Riesen auf einer Nordseeinsel, eine nervöse Dame beichtet einen Anschlag auf das Christkind, und Olga ist verzweifelt, weil in ihrer Wohnung eingebrochen wurde, man hat ihr den Laptop gestohlen, nun ist alles weg, ihre Adressen, ihre Mails, alle ihre Aufzeichnungen. Auch die Beamten der Spurensicherung glauben an die Endgültigkeit dieses Verschwindens. Konrad erzählt von Isolde, deren neuer Freund, in den sie sich so sehr verliebt hatte, plötzlich und ohne Ankündigung vom Erdboden verschluckt zu sein scheint.“ (S. Fischer) Moderation: Felicitas von Lovenberg. 13 / 10 €. Klaus-von-Bismarck-Saal 5, Wallrafplatz, 50667 Köln.

Donnerstag, 19. März

18 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Christine Westermann und Jörg Thadeusz – „Aufforderung zum Tanz“. „Christine Westermann und Jörg Thadeusz teilen mehr als eine Leidenschaft: Als Journalisten haben sie ihre Lust, Menschen und deren Geschichten kennen zu lernen, zu ihrem Beruf gemacht. Beide zeigen sich in ihren Büchern als Meister der Beobachtung, die noch den alltäglichsten Situationen poetische und hochkomische Seiten abzugewinnen vermögen. Beide sind entwaffnend aufrichtig. Und hochgradig charmant.“ (Kiepenheuer & Witsch) Ab 18 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

19.30 Uhr – Bürgerhaus Stollwerck Gespräch. „New Journalism – Zwischen Literatur und Reportage“. Mit dem Reporter und Mitbegründer des New Journalism Gay Talese, dem „Zeit“-Autor Wolfgang Büscher, Hanns Zischler und weiteren Gästen. Moderation: Gert Scobel. 8 / 5 €. Dreikönigenstraße 23, 50678 Köln.

19.30 Uhr – Schauspielhaus Lesung & Gespräch & Musik. Ulrike Migdal (Hrsg.) – „Ilse Weber. Wann wohl das Leid ein Ende hat. Briefe und Gedichte aus Theresienstadt“. „Vor dem ‚Osttransport’ nach Auschwitz kann Willi Weber die Gedichte seiner Frau Ilse in einem Geräteschuppen einmauern – Gedichte und Lieder, die sie für ihre Mithäftlinge und ihre Pflegekinder geschrieben hat. Willi überlebt und kann die Papiere nach der Befreiung in Sicherheit bringen: die Schilderungen ihres Lebens als Jüdin in Mähren, die Briefe, in denen sie vom Terror des Nationalsozialismus erzählt, die Trostgesänge aus der Kinderkrankenstube im KZ.“ (Hanser) Moderation: Elke Heidenreich. Musik: Bengt Forsberg am Piano und Ann Sofie von Otter am Gesang. 25 / 22 / 13 / 10 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

19.30 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung. Rayk Wieland – „Ich schlage vor, dass wir uns küssen“. „Herr W. hat eines Tages eine Einladung in der Post: Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? War er je als Dichter auffällig geworden? W. stellt Nachforschungen an und nimmt Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel ‚Mögliche Exekution des Konjunktivs’ abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe – alles akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.“ (Kunstmann Verlag) Moderation: Radiomoderator Jürgen Kuttner. 13 / 10 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

19.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Alexander Osang – „Königstorkinder“. Moderation: Sonia Mikich. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20 Uhr – Gloria Lesung. „In jedem tüchtigen Menschen steckt ein Poet“. Aus ihren Gedichten lesen Herta Müller, Marcel Beyer, Ulf Stolterfoht, Simone Hirth und Marius Hulpe. Moderation: Christoph Buchwald. 13 / 10 €. Apostelnstraße 11, 50667 Köln.

20 Uhr – Arkadas Theater Lesung. Ha Jin – „Ein freies Leben“. „Der chinesische Student Nan Wu und seine Frau Pingping entschließen sich im Sommer 1989, kurz nach den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens, in den USA zu bleiben und dort ein neues Leben zu beginnen. Es sollte nur ein Studienaufenthalt werden, doch mit jedem Jahr in den Staaten steigt die Wut auf die politischen Verhältnisse in der fernen Heimat. Endlich dürfen sie nun auch ihren sechsjährigen Sohn Taotao zu sich holen, der sich schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Nan aber träumt davon, ein großer Dichter zu sein, und hat es wesentlich schwerer: Ihn plagen Schuldgefühle seiner Frau gegenüber, der er sich eher solidarisch als in Liebe verbunden fühlt, weil er seine Jugendfreundin Beina nicht vergessen kann; schwer wiegt auch die Verantwortung, seiner Familie ein sicheres Auskommen zu ermöglichen.“ (Ullstein) 12 / 9 €. Platenstraße 32, 50825 Köln.

20.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. David Gilmour – „Unser allerbestes Jahr“. „Eltern sind auch nur Menschen. Und was macht man mit einem Sohn, der nicht mehr in die Schule gehen möchte? David, der Vater, schlägt Jesse einen ungewöhnlichen Handel vor: freie Kost und Logis, aber drei Filme pro Woche. Von Truffaut über Hitchcock bis hin zu ‚Basic Instinct’. Nachmittage und Abende gemeinsam auf dem Sofa. Kein Kurs in Filmgeschichte, sondern viel Zeit zum Reden über falsche Freundinnen, die richtigen Fehler, verlorene und gefundene Liebe. Und darüber, wie lebenswichtig Leidenschaft ist.“ (S. Fischer) Deutsche Textpassagen: Jan Josef Liefers. Moderation: Bernhard Robben. Ab 20.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Halle Kalk Gespräch. „Schreibblockaden und Schreibzwänge“. Es sprechen die Autoren Juli Zeh und Dietmar Dath. Moderation: Jochen Hörisch. 16 / 12 €. Neuerburgstraße 1, 51103 Köln.

Freitag, 20. März

18 Uhr – Kulturkirche Buchvorstellung. Klaus Werner-Lobo – „Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis“. „Ihre Gewinne steigen ins Astronomische, ihre wirtschaftliche Macht ist gewaltig: Zeit für Fakten über einige der großen Markenfirmen. Viele der beliebtesten Labels nutzen die Globalisierung hemmungslos für ihre Profite aus: Kinderarbeit für Hungerlöhne, illegale Medikamententests großer Pharmafirmen in Afrika oder Finanzierung von Bürgerkriegen durch Gelder ausländischer Unternehmen. Was kaufen wir eigentlich, wenn wir kaufen? Und was hat das mit den täglichen Schlagzeilen über Arbeitslosigkeit, Hunger, Krieg und Klimawandel zu tun? Unser Wohlstand gründet auf der Armut der Ärmsten dieser Welt.“ (Hanser) Moderation: Frank Plasberg. 13 / 10 / 7 / 5 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

18 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung. Oliver Storz – „Die Freibadclique“. „Sommer 1944, irgendwo im Schwäbischen: Knuffke, Bubu, Zungen-Kuss, Rosenacher (‚Hosenmacher’) und der Erzähler sind fünfzehn, und ihnen steht der Sinn nach allem mehr als nach Nationalismus. Sie wollen wissen, wie das mit den Mädels ist, wie man die Penne hinter sich bringt und um die SS-Werber herumkommt. Aber sie ahnen, dass es, trotz ihrer gut trainierten Lässigkeit, ums Überleben geht. Als sie dann im April 45 doch noch zum Volkssturm müssen, sind sie bald nur noch zu dritt; Rosenacher geht verschütt, Zungen-Kuss hatte es zuvor auf einem Maisfeld am Westwall erwischt. Als die drei übrigen unter Lebensgefahr türmen, haben sie keine Ahnung, was ihnen zu Hause blüht, vielleicht ist die US-Army ja auch schon da …Und acht Wochen später, als die Schule wieder los geht und man wieder auf den alten Bänken sitzt, kommt der stotternde Studienrat herein und fragt: ‚Wo wa-waren wir stehen geblieben?’“ (SchirmerGraf Verlag) Moderation: Randi Crott. 12 / 9 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

18 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. Ljudmila Ulitzkajas – „Daniel Stein“. „Ein großer Roman über die Menschen und die Liebe, über Geschichte und Religion: Als Jude organisierte Daniel Stein die Flucht aus einem Ghetto in Polen. Er war Dolmetscher bei der Gestapo, Partisan und Mitarbeiter des NKWD. Dreimal wurde er zum Tode verurteilt, jedes Mal überlebte er. Er konvertierte und ging nach Israel, wo er als Mönch eine Gemeinde nach Vorbild der ersten Christen gründete. Er starb bei einem Unfall, der vermutlich ein getarntes Attentat war. In dem Porträt dieses großen Idealisten spiegelt sich das ganze 20. Jahrhundert.“ (Hanser) Deutsche Textpassagen: Suzanne von Borsody. Moderation: Ganna-Maria Braungardt. 13 / 10 €. Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

19 Uhr – Theaterhaus Ehrenfeld Lesung. Gwendoline Riley – „Krankmeldungen“. „Winter in Manchester, Schneematsch auf den Straßen. Esther kommt von einer Reise nach New York zurück in ihre Heimatstadt und zieht bei ihrer besten Freundin Donna ein. Alles, was sie besitzt, befindet sich in ein paar Pappkartons. Esther schreibt, sie liest, sie trinkt, lässt sich treiben und versucht erfolgreich, das Leben zu vermeiden. Meistens möchte sie nur ihre Ruhe haben: vor der Arbeit, vor der Liebe, vor dem Erwachsensein. Sie macht es anderen nicht leicht, an sie heranzukommen, doch dann begegnet sie Newton, einem jungen Musiker aus Vermont.“ (Schöffling) Moderation: Antje Deistler. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. 12 / 9 €. Stammstraße 38-40, 50823 Köln.

19.30 Uhr – Polizeipräsidium Kalk Lesung. Jeffery Deavers – „Der Täuscher“. „Die Nachricht ist ein Schock: Ausgerechnet Lincoln Rhymes Cousin Arthur soll einen Mord begangen haben! Alle Beweise sprechen gegen ihn, doch ist Arthur Rhyme wirklich schuldig? Lincoln und seine Partnerin Amelia Sachs verfolgen einen der hinterhältigsten Killer, mit dem sie es je zu tun hatten. Sie jagen einen Mann, der wie besessen alles sammelt – von einfachen Abfällen über die intimsten Details seiner Opfer bis hin zur ultimativen Trophäe: dem menschlichen Leben selbst. Ihr Gegner ist ein skrupelloser Verbrecher, der mit Leidenschaft foltert und tötet, dessen schärfste Waffe jedoch sein unermesslicher Schatz an geraubten Informationen ist. Informationen, die ‚der Täuscher’ mit teuflischer Präzision gegen seine Opfer einzusetzen weiß – und auch gegen die, die ihn aufhalten wollen ...“ (Blanvalet) Deutsche Textpassagen: Jan-Gregor Kremp. Moderation: Bernhard Robben. 13 / 10 €. Walter-Pauli-Ring 2-4, 51103 Köln.

19.30 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Live-Hörspiel. „Kaminski On Air – Kong“. Musik und Geräusche: Stefan Kaminski und Sebastian Hilken. Ab 19.30 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 16 / 12 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

19.30 Uhr – Schauspielhaus Lesung. Richard David Precht – „Liebe. Ein unordentliches Gefühl“. „Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise. Er unternimmt eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe.“ (Goldmann) Außerdem liest Iris Hanika aus ihrem Roman „Treffen sich zwei“. Moderation: Felicitas von Lovenberg. 24 / 20 / 11,50 / 9 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

20 Uhr – Italienisches Kulturinstitut Lesung. Bruno Morchio – „Wölfe in Genua“. „Ein spektakulärer Auftrag für Bacci Pagano: Der kauzige Privatdetektiv wird von einer Versicherungsgesellschaft angeheuert, den Tod eines Rentners aufzuklären. Dieser hatte noch im hohen Alter eine millionenschwere Lebensversicherung abgeschlossen. Seine regelrecht zerfleischte Leiche wurde auf einem bewaldeten Hügel außerhalb Genuas gefunden, genau dort, wo unlängst Wölfe gesichtet worden sein sollen. Ein schrecklicher Unglücksfall? Oder steckt womöglich die bildhübsche junge Witwe dahinter? Bacci Pagano schenkt den Gerüchten keinen Glauben. Doch während er Licht ins Dunkel bringt, machen ihm verflossene Liebschaften und neue Versuchungen das Leben schwer.“ (Unionsverlag) Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Paola Barbon. 12 / 9 €. Universitätsstraße 81, 50931 Köln.

20 Uhr – Altes Pfandhaus Lesung. Remco Campert – „Sanfte Landung“. Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Bernd Müller. 12 / 9 €. Kartäuserwall 20, 50678 Köln.

20.30 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung & Musik. Michael Bracewell – „Re-Make / Re-Model. Die Geschichte von Roxy Music, Bryan Ferry & Brian Eno“. Musik: Devine & Griffiths sowie Ian Devines. 13 / 10 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Kulturkirche Lesung. Anne B. Ragde – „Hitzewelle“. „Nachdem die junge Torunn ihren Vater Tor tot im Schweinestall gefunden hat, plagen sie schreckliche Schuldgefühle. Denn Tors Selbstmord war ein heftiger Streit vorausgegangen, bei dem sich Torunn geweigert hatte zu versprechen, später einmal Hof Byneset zu übernehmen. Wie konnte ihr Vater das nur von ihr einfordern? Sie hatte ihn doch erst vor kurzem kennen gelernt und lebte eigentlich in Oslo. Torunns Onkel bekommen gar nicht mit, wie es ihr geht: Erlend und sein Lebensgefährte Krumme sind voll und ganz von ihrem bevorstehenden Familienglück eingenommen – die Schwangerschaft ihrer beiden lesbischen Freundinnen ist geglückt. Und Margido, der eigenwillige Bestattungsunternehmer, der alles für seinen Beruf tun würde, schwebt auf Wolke sieben. Er profitiert von der Hitzewelle die schwer auf dem Land lastet und alte Menschen in Scharen sterben lässt. Zwischen all diesen Ereignissen und den Selbstvorwürfen, die Torunn quälen, distanziert sie sich immer mehr von ihrer Familie und dem Hof. Sie muss endlich eine Entscheidung treffen – eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben, sondern das Leben aller Familienmitglieder verändert …“ (btb) Deutsche Textpassagen: Hannelore Hoger. Moderation: Anne Bubenzer. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

20.30 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. Simone Veil – „Und dennoch leben. Die Autobiographie der großen Europäerin“. „Sie ist eine der bekanntesten Politikerinnen Europas und verkörpert vor allem eines: das Streben nach Unabhängigkeit und Freiheit. Nach ihrer Deportation und dem Kriegsende wird die dreifache Mutter zur ‚Madame le Ministre’ unter Jacques Chirac. Ihr Kampf für die ‚Loi Veil’, die Legalisierung der Abtreibung, geht in die Geschichtsbücher ein. Neben Helmut Kohl und François Mitterrand wird sie zur Galionsfigur der europäischen Gemeinschaft. In ihren Erinnerungen berichtet sie fesselnd vom Austausch mit Politikerinnen wie Hillary Clinton oder Margaret Thatcher und schildert spannende Begegnungen mit den Mächtigen ihrer Zeit: Helmut Schmidt, Bill Clinton, George Bush, Nelson Mandela, Papst Johannes Paul II.“ (Aufbau Verlag) Deutsche Textpassagen: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Sabine Christiansen. 16 / 12 €. Klaus-von-Bismarck-Saal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

Samstag, 21. März

12 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung & Gespräch. „Das WDR-3-Charles-Darwin-Projekt“. Mit Jürgen Neffe, Dietmar Dath, Thomas Junker und Wolfgang Welsch. Moderation: René Aguigah und Tanja Busse. Eintritt frei. Kleiner Sendesaal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

14 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Lesung. T.C. Boyle – „Die Frauen“. „Er ist genial, er ist exzentrisch und er ist der berühmteste Architekt der USA – wenn nicht gar der Welt: Mit der überlebensgroßen Figur Frank Lloyd Wright erweitert T. C. Boyle seine Darstellung mythischer Amerikaner. Mitten in der Prärie hat Wright einen Traum verwirklicht: das Anwesen Taliesin. Hier lebt und arbeitet er mit seinen treuen Schülern und seinen geliebten Frauen: der aparten Tänzerin aus Montenegro, der exaltierten Morphinistin und – natürlich – Mrs. Wright. Sie alle führen erbitterte Kämpfe gegen ihre Nebenbuhlerinnen und gegen die bigotte amerikanische Gesellschaft.“ (Hanser) Auf Amerikanisch. 16 / 12 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

17 Uhr – Institut français Lesung. Tanguy Viel – „Das absolute perfekte Verbrechen“. „In einer nordfranzösischen Hafenstadt plant die örtliche Gaunerbande den Überfall auf das Casino. Der Plan ist ebenso verrückt wie perfekt …“ (Verlag Klaus Wagenbach) Deutsche Textpassagen und Moderation: Hinrich Schmidt-Henkel. 12 / 9 €. Sachsenring 77, 50677 Köln.

17 Uhr – Schauspielhaus Lesung & Gespräch. Henrik Eberle (Hrsg.) – „Briefe an Hitler. Ein Volk schreibt seinem Führer. Unbekannte Dokumente aus Moskauer Archiven“. „Glühende Liebesbriefe waren Adolf Hitler unangenehm, Widmungen von Musikstücken lehnte er ab, und die Vermarktung seines Konterfeis mit Gipsbüsten duldete er ebensowenig wie eine ‚Hitler-Zigarette’. In der Privatkanzlei des ‚Führers’ wurden Tausende von Briefen archiviert, viele persönlich gelesen und weiterbearbeitet. Unter Staubschichten von Jahrzehnten verbargen sich in einem Moskauer Archiv die authentischen Zeugnisse deutscher Mentalität: Bittbriefe, Gebete, Treueschwüre, Appelle und Hilferufe. Die Menschen legten sich dem Diktator zu Füßen – und wandten sich ab, als der Erfolg den „Führer“ verließ.“ (Lübbe) Es lesen Gudrun Landgrebe und Florian Lukas. Jürgen Keimer im Gespräch mit dem Herausgeber. 24 / 20 / 11,50 / 9 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

18 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung. Arnold Thünker – „Anne und Paul“. „Mit seiner jüngeren Schwester Vera fährt Paul zur Lieblingstante – zum ersten Mal ohne Eltern, im Interzonenzug, über die deutsch-deutsche Grenze. Schon am Bahnhof beginnt das Fremde. Bis die Tante sie in Empfang nimmt, erleben die beiden Willkür und Gleichgültigkeit. Das Leben auf dem Hof der Tante und die kuriosen Regeln des sozialistischen Alltags stellen Paul dann vor ganz neue Herausforderungen. Die aufbrausende Wut der Tante, die ihren Hof nicht dem Kollektiv opfern will, ihr trotziges Aufbegehren gegen Gesetze und Pläne der Partei, ihre List angesichts der Mangelwirtschaft – all das nimmt Paul zwar wahr, aber ihn beschäftigen ganz andere Dinge. Bei einem Besuch in Ottos Frisörsalon erfährt er von Anne, dem Mädchen im Rollstuhl. Und schon bei ihrer ersten Begegnung ist ihm klar, dass Anne etwas ganz Besonderes ist.“ (Kiepenheuer & Witsch) Moderation: Olaf Petersenn. 12 / 9 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.

18 Uhr – Kulturkirche Gespräch. „Illegal“. Es sprechen die Autoren Abbas Khider Polle Wilbert über illegale Flüchtlinge in Deutschland. Moderation: Ferdos Forudastan. 13 / 10 €. Siebachstraße 85, 50733 Köln.

19.30 Uhr – Toyota Autohaus h.f.x. Mitterer Lesung. Nathalie Lica – „Ich bin gespannt wie gekochtes Gemüse. Eine Französin in Deutschland“. „Nathalie Licard war 30, verliebt und bekam einen Job als Mädchen für alles bei einer Late-Night-Show. Dort wurde sie weiter gebraucht: als Telefonistin, Ansagerin, Verkörperung des Französischen, Sidekick, Reporterin für Spezialeinsätze und Sängerin, die nicht singt. Sie lernte Deutsch, lernte, dass es Humor gibt und witzige Deutsche (sie hatte ja beste Bedingungen bei der Harald-Schmidt-Show), aber sie widersetzte sich der Grammatik und den Essgewohnheiten.“ (Kiepenheuer & Witsch) Moderation: Heike Mund. 12 / 9 €. Theodor-Heuss-Straße 88-90, 51149 Köln.

19.30 Uhr – Theater am Tanzbrunnen Lesung. T.C. Boyle – „Die Frauen“. „Er ist genial, er ist exzentrisch und er ist der berühmteste Architekt der USA – wenn nicht gar der Welt: Mit der überlebensgroßen Figur Frank Lloyd Wright erweitert T. C. Boyle seine Darstellung mythischer Amerikaner. Mitten in der Prärie hat Wright einen Traum verwirklicht: das Anwesen Taliesin. Hier lebt und arbeitet er mit seinen treuen Schülern und seinen geliebten Frauen: der aparten Tänzerin aus Montenegro, der exaltierten Morphinistin und – natürlich – Mrs. Wright. Sie alle führen erbitterte Kämpfe gegen ihre Nebenbuhlerinnen und gegen die bigotte amerikanische Gesellschaft.“ (Hanser) Auf Amerikanisch. Deutsche Textpassagen: Gerd Köster. Moderation: Susanne Weingarten. 16 / 12 €. Rheinparkweg 1, 50679 Köln.

19.30 Uhr – Gloria Lesung. Tilman Rammstedt – „Der Kaiser von China“. „Keith Stapperpfennig kommt aus einer einzigartigen Familie. Von der Mutter weiß er wenig, vom Vater gar nichts. Zusammen mit vier vermeintlichen Geschwistern wuchs er beim Großvater auf – mit immer neuen, immer jüngeren Großmüttern. In eine von ihnen hat Keith sich selbst verliebt. Zum Achtzigsten schenken die Enkel ihrem Großvater eine gemeinsame Reise an ein Ziel seiner Wahl. Als er sich China wünscht, will keiner ihn begleiten – am Ende bleibt es an Keith hängen. Der lehnt sich zum ersten Mal im Leben auf, verjubelt das Reisegeld und lässt den Großvater alleine ziehen. Doch dann bekommt Keith von der jüngsten Großmutter einen Anruf, sein Opa sei im Westerwald gestorben. Er muss eine Geschichte aus dem Hut zaubern, die den Geschwistern glaubhaft macht, die Reise habe stattgefunden – und erfindet sein eigenes China. Doch je weiter sich Keith in seine Lügen verstrickt, desto deutlicher wird, dass er nicht als Einziger die Unwahrheit sagt.“ (DuMont) Außerdem liest Michael Ebmeyer aus „Neuling“. Moderation: Roberto Cappelluti. 13 / 10 €. Apostelnstraße 11, 50667 Köln.

20 Uhr – WDR-Funkhaus Lesung. „Inwendig und auswendig“. Rosemarie Fendel, Leslie Malton, Heikko Deutschmann und Thomas Hackenberg lesen  Gedichte fürs Herz und präsentieren neue und alte Variationen dieses zeitlos schönen Themas. Eintritt frei. Kleiner Sendesaal, Wallrafplatz 5, 50667 Köln.

20 Uhr – Schauspielhaus Lesung. „Das hab ich geschrieben? Auf der Spur der Ghostwriter“. „Es ist ein großartiges Buch, wie ich hörte. Eines Tages werde ich es bestimmt lesen!“, soll Ronald Reagan über seine Autobiografie gesagt haben. Dass Politiker, Models und Jury-Mitglieder von DSDS nicht schreiben können, wird niemanden überraschen. Aber es gibt Hinweise dafür, dass sich auch die großen Helden der Literaturgeschichte die Feder führen ließen. Alexandre Dumas beschäftigte in den 1860er Jahren in Paris ein ganzes Heer von Ghostwritern, es gibt berechtigte Zweifel daran, dass er seinen größten Erfolg „Die drei Musketiere“ selbst geschrieben hat, Erich Kästners große Liebe schrieb Kinderbücher, die seinen verdächtig ähneln, „Sex for Text“ war das Mittel, mit dem Bertolt Brecht seine Mitarbeiterinnen motivierte. Möglicherweise ist sogar Goethe nicht gefeit vor fremden Buchstaben … Es lesen Maria Schrader, Matthias Brandt und ein Ghostwriter aus Texten der Weltliteratur. Moderation: Dieter Moor. 24 / 20 / 11,50 / 9 €. Offenbachplatz, 50677 Köln.

20 Uhr – MS Rheinenergie / Literaturschiff Lesung. Robert Wilson – „Andalusisches Requiem“. „Während Inspektor Javier Falcón versucht, die genauen Hintergründe eines blutigen terroristischen Anschlags in Sevilla aufzuklären, dem viele unschuldige Menschen zum Opfer fielen, wird er zu einem tödlichen Autounfall gerufen. Im Wagen des Toten befinden sich 7,8 Millionen Euro und mehrere DVDs, auf denen hochrangige Männer aus Wirtschaft und Politik beim Sex mit Prostituierten zu sehen sind. Falcón findet schnell heraus, dass es sich bei dem Toten um Vasili Lukyanov handelt, einen russischen Mafioso, der im Begriff war, innerhalb der Mafia die Seiten zu wechseln und zum Paten Yuri Donstov überzulaufen.“ (Page & Turner) Deutsche Textpassagen: Hilmi Sözer. Moderation: Kristian Lutze. Ab 20 Uhr keinen Einlass: das Schiff legt ab. 13 / 10 €. Frankenwerft, 50667 Köln.

20.30 Uhr – Kölnischer Kunstverein/Die Brücke Lesung. Shalom Auslander – „Eine Vorhaut klagt an“. „Shalom Auslanders Jugend ist geprägt von einem schrecklichen Respekt vor Gott. Aufgewachsen „wie ein Kalb“ in einem vollkommen abgeschotteten jüdisch-orthodoxen Umfeld in New York, hatte er sich den göttlichen Gesetzen und Traditionen seines Vaters und der Rabbis unterzuordnen, seit er denken kann. Über allen und allem thronte dieser Gott, der ihn nicht verstand und der sein Leben zur Hölle auf Erden machte. Shalom Auslander erinnert sich, wie er jeden Tag dagegen ankämpfen musste, sich vor Gott zu rechtfertigen, und warum er bis heute Gottes Zorn fürchtet wie den Tod: In der Schule wurde ihm aufoktroyiert, was er essen durfte und was nicht – und in welcher Kombination. Dafür musste er eine siebzigseitige Liste mit Hunderten von verschiedenen Speisen auswendig lernen. Später wurde er beim Klauen von Jeans erwischt und dafür ins Exil nach Israel geschickt, wo er auf einer orthodoxen Schule durch intensives Studieren der Tora und des Talmud richtiges Benehmen erlernen sollte. Zurück im Sündenpfuhl Manhattan, kämpfte Shalom weiter mit Gott, brach immer wieder alle Regeln und geißelte sich selbst.“ (Berlin Verlag) Auf Amerikanisch. Deutsche Textpassage: Schauspieler vom Schauspiel Köln. Moderation: Bernhard Robben. 12 / 9 €. Hahnenstraße 85, 50667 Köln.(ang/jud)

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