(BLK) Das 9. Internationale Literaturfestival Berlin ist am Mittwoch von der indischen Autorin Arundhati Roy eröffnet worden. Sie erregte weltweit nicht nur mit ihrem Roman „Der Gott der kleinen Dinge“ Aufmerksamkeit, sondern auch mit ihren zahlreichen politischen Aktionen, bei denen sie auf die Gefahren der Globalisierung aufmerksam macht. In Berlin sprach sie über den „Raub der Sprache: Zur Lage der Demokratie“.
Schwerpunkt des bis zum 20. September dauernden Festivals ist die Literatur arabischer Länder. Insgesamt stellen diesmal über 200 Autoren aus allen Kontinenten in mehr als 200 Veranstaltungen ihre Werke in Berlin vor, darunter Autoren aus Indien, Ungarn, Pakistan, Großbritannien, Frankreich, Irland und ganz Deutschland. Zu den deutschen Autoren des Festivals gehören Siegfried Lenz, Feridun Zaimoglu, Monika Maron, Katharina Hacker und Judith Hermann.
Nach den Worten des Intendanten der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, ist der arabische Schwerpunkt des Literaturfestivals „eine in dieser Form und Breite wohl erst- und einmalige Darstellung der Literatur-, der Lebens- und Denkwelt der arabischen Länder“. Die arabische Poesie, die arabische Literatur sei „groß - und wir wissen viel zu wenig von ihr“, sagte Sartorius bei der Eröffnung des Festivals nach einem vorab verbreiteten Redetext. (dpa/beh)