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Inszenierung am Berliner Ensemble

Theaterstück „Sommer 14“ soll im August aufgeführt werden

© Die Berliner Literaturkritik, 17.06.09

BERLIN (BLK) — Der Dramatiker Rolf Hochhuth („Der Stellvertreter“) will im August zum 95. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs (1914-1918) im Berliner Ensemble (BE) sein Stück „Sommer 14“ inszenieren. Dabei wolle der 78-jährige Dramatiker mit „ausschließlich arbeitslosen Schauspielern“ arbeiten, teilte sein Theaterverlag Rowohlt am Montag (15.6.) mit. Das von Claus Peymann geleitete Berliner Ensemble konnte dazu am Montag noch keine Angaben machen.

Das Stück habe Claus Peymann, der heute in Berlin das ehemalige Brecht-Theater am Schiffbauerdamm leitet, 1988 für eine Uraufführung am Wiener Burgtheater in Auftrag gegeben, das Peymann seinerzeit leitete. Die Premiere des Stücks „Sommer 14 — Ein Totentanz“ war 1990 im Akademietheater der Burg in der Regie des britischen Regisseurs Robert David MacDonald.

In einer Premierenkritik hieß es damals: „Hochhuth schont niemanden: Nicht den britischen Lord der Admiralität, Winston Churchill, der mit skrupellosen Tricks die Amerikaner in den Krieg zieht, nicht die Spitzen der deutschen Reichsregierung in ihrer Mischung von Unfähigkeit und Leichtfertigkeit, nicht den russischen Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch und seine montenegrinische Frau. Er bedenkt auch das Schicksal des kleinen Soldaten, das Opfer der Chemikerin Dr. Clara Haber, die gegen ihres Mannes Arbeit an einem wirksamen Giftgas nur durch Selbstmord protestieren kann.“ (dpa/mül/köh)


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