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Goethe zieht es nach Sibirien

Neues Institut in Nowosibirsk wird eröffnet

© Die Berliner Literaturkritik, 12.03.09

 

MOSKAU (BLK) – Nach Moskau und St. Petersburg wird das Goethe-Institut künftig auch im asiatischen Teil Russlands in Nowosibirsk tätig sein. In der sibirischen Metropole eröffnet der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, an diesem Freitag (13. März) eine Niederlassung. Von Nowosibirsk aus soll die neue Filiale den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Sibirien sowie dem Fernen Osten Russlands koordinieren und den Deutschunterricht in der Region unterstützen.

Das Interesse an deutscher Kultur, Musik und Sprache ist selbst im tausende Kilometer entfernten Sibirien ungebrochen stark. In den größeren Städten der Region gibt es bereits sechs Sprachlernzentren und fünf Lesesäle mit deutscher Literatur. „Die Gründung des Goethe-Instituts in Nowosibirsk eröffnet die Möglichkeit, die umfassende Betreuung dieses Netzwerks neu zu organisieren“, sagte der Leiter der Region Osteuropa und Zentralasien, Johannes Ebert, im Vorfeld. Russland gilt als das Land mit den meisten Deutschschülern weltweit. Knapp zwei Millionen junge Russen haben nach Angaben des Goethe-Instituts Deutsch als erste Fremdsprache gewählt.

Lehmann misst der Instituts-Eröffnung in Nowosibirsk eine „besondere kulturpolitische Bedeutung“ im Verhältnis zwischen Russland und Deutschland bei. Ebenfalls am Freitag beginnt in Nowosibirsk das Kulturfestival sibSTANCIJA_09 mit Popkonzerten, Performancekunst, Filmtagen und mehreren Lesungen. (dpa/mon)


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