NEW YORK (BLK) – Eine Sammlung mit 13 000 hebräischen Büchern und Manuskripten wird vom Auktionshaus Sotheby's in New York zum Kauf angeboten. Die nach einer Stadt in Italien benannte Valmadonna Trust Library wurde von dem 1924 in Antwerpen geborenen Diamantenhändler Jack V. Lunzer zusammengestellt. Ihre Schriften wurden in Städten wie Amsterdam, Bagdad, Jerusalem, Kalkutta und Shanghai verfasst und gedruckt und reflektieren die Geschichte florierender jüdischer Gemeinden in aller Welt. Die ältesten Dokumente sind über tausend Jahre alt.
Sotheby's preist die Sammlung als „beste Bibliothek hebräischer Texte weltweit“. Sotheby-Sprecherin Lauren Gioa bezifferte den Wert am Donnerstag auf etwa 40 Millionen Dollar (31 Millionen Euro). Sie sagte, dass die Sammlung auf Wunsch von Lunzer nicht versteigert, sondern komplett im „privaten Verkauf“veräußert wird. Interessenten haben bis zum kommenden Donnerstag die Möglichkeit, die bibliophilen Schätze in den Ausstellungsräumen von Sotheby's zu besichtigen. Laut Gioa haben schon einige Institute und Universitäten ihr Interesse an dem Erwerb bekundet.
Zu den besonderen Kostbarkeiten gehört eine handgeschriebene hebräische Bibel aus England vom Jahr 1189. Nach Angaben der „New York Times“ handelt es sich bei ihr um den einzigen datierten Text in hebräischer Sprache, der in England zu Papier gebracht wurde, bevor König Eward I. alle Juden 1290 des Landes verwies. (dpa)
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