WASHINGTON D.C. (BLK) – Colman McCarthy bespricht in der „Washington Post“ John Dears „A Persistent Peace. One Man's Struggle for a Nonviolent World“. Es ist die Autobiografie eines Jesuiten im Kampf für eine friedliche Welt.
John Dear, Sohn eines amerikanischen Postboten und einer Krankenschwester aus Washington besuchte eine Jesuitenschule und die Duke University. 1982 trat er den Jesuiten bei und wurde 1993 zum Priester geweiht. Dear setzt sich seit Beginn seiner Jesuitenlaufbahn für Frieden, die Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit ein. Dabei widersetzt er sich regelmäßig den archaischen Traditionen der christlichen Kirche und seinen jesuitischen Vorgesetzten. Diese rebellische Einstellung brachte dem Priester 2002 eine Rüge wegen Ungehorsams ein und er erhielt von Seiten der Kirche die Anordnung New York zu verlassen.
Es sei eine fließend geschriebene Autobiografie über einen hochenergischen Idealisten, schreibt der Rezensent. Eine ergreifende und gebildete Beschreibung über das Gewissen bei der Arbeit. Was dem Buch aber fehle, sei die Erklärung, warum Dear zu einer Kirche hält, die nachdrücklich nicht mit seinen Werten, seiner Antikriegsarbeit oder seinen pazifistischen Ideen übereinstimmt. Dafür allein benötige es schon ein ganzes Buch, konstatiert der Rezensent. (rie/bah)
Literaturangaben:
DEAR, JOHN: A Persistent Peace. One Man's Struggle for a Nonviolent World. Loyola Pr, loyola 2008. 440 S., 17,99 €.
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