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Deutsch-israelische Literaturtage

Die fünftägige Veranstaltung wurde in Tel Aviv eröffnet

© Die Berliner Literaturkritik, 28.10.09

TEL AVIV (BLK) - Leben und Schreiben in den Metropolen Berlin und Tel Aviv ist das diesjährige Motto der deutsch-israelischen Literaturtage. Bei der Eröffnung der fünftägigen Veranstaltung in Tel Aviv befassten sich am Dienstagabend (27.10) Politiker und Literaten aus beiden Städten mit der Bedeutung beider Städte in Geschichte und Gegenwart.

Die von der Heinrich Böll-Stiftung und dem Goethe-Institut organisierten Literaturtage sind als Hommage an die Mittelmeerstadt Tel Aviv gedacht, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Dabei wird gleichzeitig der Bogen geschlagen zu Berlin, das den 20. Jahrestag des Mauerfalls begeht. Zu den verschiedenen Veranstaltungen in Galerien, Bars und Cafés in Tel Aviv sind vier deutsche und vier israelische Schriftsteller eingeladen: Marc Buhl, Iris Hanika, Judith Kuckart und Hatice Akyün sowie Orly Castel-Bloom, Alon Hilu, Dror Burstein und Shimon Adaf.

Bei der Diskussion am Dienstagabend (27.10.) saßen unter anderem der stark linksorientierte israelische Abgeordnete Dov Khenin, die Grünen-Politikerin im Berliner Abgeordnetenhaus, Franziska Eichstädt-Bohlig, sowie der Berliner Verleger Jochen Visscher und der Tel Aviver Autor Joshua Simon auf dem Podium. Dabei ging es sowohl um die Bedeutung der Städte Berlin und Tel Aviv in ihrem eigenen Kulturkreis sowie um die Querverbindungen der Metropolen.

„Die Israelis sind verliebt in Berlin und die Berliner finden Tel Aviv ganz toll“, sagte die Kuratorin der Literaturtage, Adina Stern, am Mittwoch (28.10.). Visscher erklärte, die Berliner fühlten sich in Tel Aviv „sehr vertraut“. Bei der Abschlussveranstaltung am Samstagabend (31.10.) geht es um „die neurotischen Befindlichkeiten der Großstadtmenschen, die Suche nach dem Glück und den Umgang mit Trauer-Spaziergängen durch Berlin und Tel Aviv“. (dpa/kum)


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