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Das Verschwinden der Identität

Patrick Traceys Buch „Stalking Irish Madness“

© Die Berliner Literaturkritik, 17.10.08

 

WASHINGTON (BLK) – Nell Casey bespricht in der „Washinton Post“ das Buch „Stalking Irish Madness. Searching for the Roots of My Family’s Schizophrenia“ von Patrick Tracey. Der Autor erforscht die lange Geschichte der Schizophrenie in seiner Familie und die Ursprünge der Krankheit in Irland.

Der erste Teil des Buches zeichnet den Stammbaum des Autors nach, dessen Schwestern an Schizophrenie erkrankt sind, wobei Schizophrenie und die vielen verschiedenen Arten, wie sie die Familienmitglieder befallen hat, beschrieben werden. Im zweiten Teil reist Tracey nach County Roscommon in Irland, woher seine Ahnen stammen und wo zufälligerweise Forscher ein Gen, das mit Schizophrenie in Verbindung gebracht wird, entdeckt haben. Nach seiner Rückkehr gibt Tracey zwar zu, dem Verständnis der Krankheit nicht näher gekommen zu sein, dafür aber seinen Schwestern.

Dieser Anti-Höhepunkt sei die bewegendste Aussage des Buches, schreibt der Rezensent. Er mache schmerzhaft deutlich, dass sowohl Leid als auch Ergebung die Versuche begleiten, Sinn in das Rätsel von psychischen Krankheiten zu bringen. (bah/dan)

Literaturangabe

  • TRACEY, PATRICK: Stalking Irish Madness. Searching for the Roots of My Family’s Schizophrenia. Bantam Press, Ealing 2008. 273 S., 24 $.

Rezension im Original

Verlag


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