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Christa Wolf: „Prager Frühling“ wichtiger als 68er-Bewegung

Im Frühling 1968 wollte Parteisekretär Alexander Dubcek in der Tschechoslowakei einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ verwirklichen

© Die Berliner Literaturkritik, 11.07.08

 

FRANKFURT AM MAIN (BLK) – Die Schriftstellerin Christa Wolf hat sich für die 68er-Bewegung im Westen nicht so sehr interessiert wie für den „Prager Frühling“. „Wir Linken in der DDR sahen die 68er im Westen mit großer Anteilnahme, aber ungleich wichtiger waren für uns die Ereignisse in der Tschechoslowakei“, sagte die 79-Jährige der „Frankfurter Rundschau“ (Freitag, 11. Juli 2008). „Was in der DDR Beine, Ohren und Augen hatte, war vollkommen besessen von dem, was in der CSSR passierte. Zuerst von den Dubcekschen Reformen und dann vom Einmarsch in Prag“, sagte Wolf.

Im Frühling 1968 wollte Parteisekretär Alexander Dubcek in der Tschechoslowakei einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ verwirklichen und leitete etliche Reformen ein. In der Nacht zum 21. August 1968 beendete der Einmarsch der Truppen der Sowjetunion und ihrer Verbündeten den „Prager Frühling“. (dpa/wip)


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