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Chinesische Comic-Kunst im Mittelpunkt des Erlanger Comic-Salons

Auf der Messe werden mehr als 150 internationale Comic-Verlage ihre neuesten Programme vorstellen

© Die Berliner Literaturkritik, 19.05.08

 

ERLANGEN (BLK) – Die unterschiedlichen Facetten und Stile der chinesischen Comic-Kunst stehen von diesem Donnerstag (22. Mai 2008) an im Mittelpunkt des diesjährigen Internationalen Comic-Salons in Erlangen. Dabei zeigen 20 Künstler aus China, wie der zeitgenössische Comic das Leben der jungen Menschen in ihrer Heimat widerspiegelt. Die 13. Auflage des Festivals stelle außerdem die jungen französischen Zeichner des „Nouvelle Bande Dessinée“ und die sogenannten „Graphic Novels“ vor und erinnere an den vor 100 Jahren gestorbenen „Urvater des Comics“, Wilhelm Busch („Max und Moritz“), teilte das städtische Kulturamt am Montag (19. Mai 2008) mit.

Im Mittelpunkt des Comic-Salons steht traditionell eine Messe, auf der mehr als 150 internationale Comic-Verlage ihre neuesten Programme vorstellen. Daneben laden Veranstaltungen Besucher zur Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen der internationalen Comic-Szene ein. Mit dem Bild Chinas und der Chinesen im europäischen Comic setzt sich zum Beispiel das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen auseinander. Ein Comic-Filmfest, Lesungen und ein Comic-Zeichner-Seminar runden das Programm ab.

Im Rahmen des Festivals wird auch der diesjährige Max und Moritz-Preis an den Briten Alan Moore („V für Vendetta“) verliehen. Er bekommt die undotierte Comic-Auszeichnung für sein herausragendes Lebenswerk. Moore sei nicht nur einer der gefragtesten und renommiertesten Comic-Schaffenden unserer Zeit. Er sei auch einer der originellsten und wagemutigsten, wenn es darum gehe, der Gattung neue Wege aufzuzeigen und neues Terrain auszuloten, betonte die Jury.

Der Internationale Comic-Salon Erlangen ist nach Veranstalterangaben das größte und wichtigste Comic-Festival im deutschsprachigen Raum. Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen habe in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, den Comic in der Gesellschaft als Kunstform zu etablieren. Das Comic-Festival dauert bis zum 25. Mai. (dpa/car)

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