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Amerikanische Autorin Stephenie Meyer erhält „Buxtehuder Bulle“

Der 1971 erstmals vergebene „Bulle“ gilt als einer der bedeutendsten deutschen Jugendbuchpreise

© Die Berliner Literaturkritik, 07.03.08

 

BUXTEHUDE (BLK) – Die amerikanische Jugendbuch-Bestsellerautorin Stephenie Meyer ist mit dem „Buxtehuder Bullen“ ausgezeichnet worden. Die 34-Jährige erhielt am Donnerstagabend (6. März 2008) den mit 5000 Euro dotierten Jugendbuchpreis für ihr 2006 erschienenes Erstlingswerk „Bis(s) zum Morgengrauen“. Die Autorin drücke sich glänzend in Worten aus, „die Jugendliche nicht nur begreifen, sondern die sie auch berühren“, sagte der Literaturwissenschaftler Wolfgang Achnitz laut Redemanuskript in seiner Laudatio. Die „Bullen“-Jury gibt traditionell keine eigene Begründung für ihre Entscheidung. Meyer beschreibt in dem Buch die Liebe zwischen einer 17-Jährigen und fremdartig wirkenden Jungen.

Bei den inzwischen drei Bänden der „Twilight-Serie“ von Stephenie Meyer handelt sich laut Achnitz nur vordergründig um Vampirromane. Das Werk sei viel eher der „Dark Fantasy“ zuzuordnen. Dort sei der Vampir das Sinnbild für das Fremde. Wie in diesem Genre häufig thematisiere die Autorin die Grenzziehung zwischen dem Erlaubten und dem Verbotenen, zwischen Religion und Sexualität, Leben und Tod.

Die Jury des Jugendbuchpreises besteht aus jeweils elf Jugendlichen und Erwachsenen, die in geheimer Abstimmung Jugendbücher ihrer Wahl bewerten. „Bis(s) zum Morgengrauen“ erreichte bei beiden Gruppen mit weitem Abstand den ersten Platz.

Der „Buxtehuder Bulle“ wurde Stephenie Meyer bereits im vergangenen Sommer rückwirkend für das beste Jugendbuch des Jahres 2006 zugesprochen. Die Preisverleihung erfolgte nach Angaben der Veranstalter erst jetzt, weil sich die in den USA lebende Autorin derzeit in Deutschland aufhält. Der 1971 erstmals vergebene „Bulle“ gilt als einer der bedeutendsten deutschen Jugendbuchpreise. (dpa/wip)


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