AKTUALISIERT AM: Mittwoch, 10. März 2010, 16:42 Uhr
Das größte Literaturfest Europas, das am Mittwoch (10.3.) startete, besteht seit zehn Jahren. Elf Tage lang finden 175 Veranstaltungen mit bekannten Schriftstellern wie Herta Müller und Margaret Atwood statt.
Der Bestsellerautor Stieg Larsson soll seine Trilogie nicht allein verfasst haben. Seine Lebensgefährtin Eva Gabrielsson hat angeblich mitgeschrieben und sagte in einem Interview, sie könne nur schwer zuordnen, was von Larsson und was von ihr ist.
Schriftsteller, Musiker, Schauspieler: In Leipzig werden auf dem Messegelände und in der ganzen Stadt unzählige bekannte Gesichter erwartet. „Leipzig liest“ heißt es zur Frühjahrs-Buchmesse 2010 (18.-21.3.) dann wieder.
Nach Ansicht des Romanistikprofessors Alfonso de Toro vernachlässigen deutsche Verlage die Literatur aus Südamerika. Sie sei „zu komplex, zu experimentell, zu sehr auf Lateinamerika bezogen“, sagte der an der Universität Leipzig Lehrende.
Dieter Kühn überlegt sich in seinem Buch, was wohl passiert wäre, wenn eines der Attentate auf Hitler Erfolg gehabt hätte. Dabei spielt er einige Szenarien durch, wie Deutschland nach Hitlers Tod gewesen wäre. Von Thomas Strünkelnberg
Moral und tiefe Verbundenheit, das sind die Themen des niederländischen Erfolgsautors Maarten ’t Hart, die er in „Der Schneeflockenbaum“ behandelt. Mit wenigen Worten versteht er es, den Leser in die lebendigen Szenen hineinzuziehen. Von Katrin Börner
Jhumpa Lahiri beschreibt in „Fremde Erde“ die Zerrissenheit zwischen der indischen Kultur und der neuen Heimat. Detailverliebt erzählt sie von unausgesprochenen Vorwürfen und hilfloser Zärtlichkeit. Von Kathrin Streckenbach
Toni Morrisons neunter Roman „Gnade“ ist ein Meisterwerk. Es ist die Geschichte von vier Frauen, die knapp 100 Jahre vor der Gründung der Vereinigten Staaten in der gesetzlosen Welt von Amerika zu überleben versuchen. Von Gisela Ostwald
Miriam Meckel hat Bücher geschrieben, geforscht, gelehrt und nebenher eine Talkshow moderiert. In „Brief an mein Leben: Erfahrungen mit einem Burnout“ berichtet sie über ihren Zusammenbruch und den Weg zurück ins Leben. Von Caroline Bock
Ein erfolgreiches Ermittlerduo geht in Serie. Goyke schickt in seinem Berlin-Krimi „Schneegestöber“ wieder Theodor Fontane und Kommissar Aschinger auf die Spur: Diesmal zur Aufklärung des Mordfalls von Stepanitz. Von Monika Thees
Als sein Vater, ein angesehener Samurai, wegen einer angeblichen Intrige zum rituellen Selbstmord verurteilt wird, sieht der talentierte Schwertkämpfer Maki Bunshiro sein zukünftiges Leben als Samurai zerstört. Einzig die junge Fuku hält zu ihm.
Mittwoch, 10.3., arte, 21.50 – 0.00 Uhr
Am 11. März liest Kathrin Röggla im Literaturhaus in Charlottenburg aus ihrem neuen Buch „die alarmbereiten“. Beginn 20 Uhr. Weitere Termine im Literaturkalender.
Cathérine Millet liest am 11. März im Literaturhaus Stuttgart aus ihrem Roman „Eifersucht“. Beginn 20 Uhr. Weitere Termine im Literaturkalender.
Im Hoftheater Tegernbach in Schlüßlberg trägt Reinhard Kaiser-Mühlecker am 11. März aus seinem Roman „Magdalenaberg“ vor. Beginn 20 Uhr. Weitere Termine im Literaturkalender.
Am 11. März liest Hans-Josef Ortheil in Biel aus seinem Buch „Die Erfindung des Lebens“. Beginn 19.30 Uhr. Weitere Termine im Literaturkalender.
Kathrin Röggla, Helene Hegemann, Herta Müller, Walt Whitmann, Clemens Meyer, u. a. - Mit pdf
Endlich legt Jay Amory alias James M. H. Lovegrove den Nachfolgeroman zu „Die Welt in den Wolken“ vor. Eine spannende Sci-Fi Geschichte um einen Jungen aus dem Wolkenvolk.
Der Roman „Die Entdeckung des Sonnenaufgangs“ des italienischen Politikers Walter Veltroni ist ein vielschichtiges und überraschend persönliches Erstlingswerk.
In Rückschau auf ihre 25- jährige Tätigkeit als Kolumnistin fragt sich die Österreicherin Elfriede Hammerl einmal mehr, ob der Feminismus vorbei oder vielleicht auch einfach nur eingeschlafen ist.
VIDEO DER WOCHE
Der deutsch-türkische Autor Feridun Zaimoglu spricht über sein Leben: vom zweifachen Studienabbrecher zum gefeierten Schriftsteller. Außerdem erklärt er, weshalb das Hässliche immer zuerst kommt.
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